Mathematik (Bachelor)

Mathematik ist das unsichtbare Fundament fast jeder modernen Technologie, die wir täglich nutzen. Smartphones nutzen mathematische Methoden, um beispielsweise den genauen Standort per GPS zu bestimmen. Aber auch die Gesichtserkennung zum Entsperren nutzt die lineare Algebra und statistische Muster, um Gesichter und Linien abzugleichen. Auch Kamerafilter basieren auf Algorithmen aus der mathematischen Bildverarbeitung, um etwa Farben zu ändern oder Kanten zu schärfen.

Beim Streamen von Videos kommt Mathematik zum Komprimieren riesiger Datenmengen zum Einsatz, sodass Videos ruckelfrei und in konstant hoher Auflösung angezeigt werden. Verschlüsselung von Messenger-Nachrichten und E-Mails basiert auf Elementen der Zahlentheorie (z.B. der Primfaktorzerlegung) und sichern so Nachrichteninhalte vor Dritten.

Selbst die Gaming-Industrie würde ohne Mathematik nicht existieren. Insbesondere die Entwicklung der komplexen Game-Engines, die für die grafische Darstellung von Computerspielen verantwortlich sind, basiert auf mathematischen Methoden, die mithilfe moderner numerischer Ansätze 3D-Grafiken in Echtzeit berechnen.

Natürlich versteckt sich Mathematik aber auch in Bereichen außerhalb des Alltages, z.B. in der Medizintechnik, wo mathematische Verfahren aus den Aufnahmen einer Computertomographie ein brauchbares Bild erstellen. Auch Banken und die Finanzmärkte würden ohne das ausgefeilte Instrumentarium der Finanzmathematik nicht funktionieren.

Mathematik als Spiel mit abstrakten Strukturen macht Spaß und bietet außer den zahlreichen Anwendungen auch einen unerschöpflichen Vorrat an hochinteressanten Grundlagenproblemen!

Das Besondere am Bachelorstudiengang Mathematik ist die intensive und persönliche Betreuung. Bereits in den ersten Semestern ergänzen vorlesungsbegleitende Übungen in kleinen Gruppen mit maximal 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Lehrveranstaltungen und ermöglichen eine individuelle Unterstützung. Durch die überschaubare Größe des Studiengangs herrscht eine familiäre Atmosphäre, die den persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden fördert. Auch bei Seminarvorträgen und Abschlussarbeiten profitieren die Studierenden von einer sehr guten und persönlichen Betreuung. Darüber hinaus werden Studienleistungen, die an anderen in- oder ausländischen Universitäten erbracht wurden, insbesondere im Rahmen des ECTS-Systems, entsprechend anerkannt.

Die Forschungsschwerpunkte der Fachrichtung Mathematik an der Universität des Saarlandes sind:

  • Algebraische Geometrie und Computeralgebra
  • Differentialgeometrie, Variationsrechnung und partielle Differentialgleichungen
  • Funktionalanalysis und Operatorentheorie
  • Numerische Lösung von Integralgleichungen und partiellen Differentialgleichungen
  • Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Zahlentheorie und arithmetische Geometrie

Der Studiengang im Überblick

Im Bachelorstudiengang Mathematik beträgt die Regelstudienzeit bis zum Abschluss der Bachelorprüfung im Vollzeitstudium sechs Semester. Auf Antrag können Teile des Studiums in Teilzeit studiert werden. Die Studierenden sollen mathematische Fertigkeiten erlangen, die sie sowohl auf die Praxisanforderungen der Berufstätigkeit als auch auf einen weiterführenden Masterstudiengang vorbereiten. Als akademischer Grad wird der Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen.

Unabhängig vom Studienabschluss muss das Mathematikstudium durch das Studium eines weiteren Faches ergänzt werden. Mögliche Nebenfächer im Bachelorstudiengang sind Wirtschaftswissenschaft, Informatik, Physik, Biologie, Chemie und Ingenieurwissenschaften oder auch Philosophie. Ferner kann vom Prüfungsausschuss auf Antrag jedes weitere Fach zugelassen werden, das in nennenswertem Umfang mathematische Methoden verwendet.

Berufsaussichten

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Mathematik erlernen nicht nur mathematisches Fachwissen, sondern vor allem die Fähigkeit, logisch zu denken, Probleme zu analysieren und neue Lösungswege zu entwickeln. Diese Kompetenzen sind in zahlreichen Branchen gefragt und lassen sich auf ganz unterschiedliche Aufgaben übertragen.

Mathematikerinnen und Mathematiker arbeiten beispielsweise in der Data Science und Künstlichen Intelligenz, entwickeln mathematische Modelle für Unternehmen, analysieren Risiken in Banken und Versicherungen oder optimieren Prozesse in Industrie und Logistik. Auch in der Softwareentwicklung, Kryptografie und Forschung bieten sich spannende Tätigkeitsfelder.

    • Studienverlauf

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    • Studiengangsdokumente

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    • Bewerbung

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    • Weiterführende Studiengänge

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