Aktuelles


Sprechstunde PD Dr. Pisani

Die nächste Sprechstunde von Herrn Pisani ist auf

Donnerstag, den 21. Juni 2018, ab 14.00 Uhr

terminiert.

Anmeldung bitte über das Sekretariat:

sekretariat.kuge(at)mx.uni-saarland.de


Öffentliche Ringvorlesung im Sommersemester 2018
„Erinnerung und Aufbruch. Das europäische Kulturerbe im Saarland nach 1945“

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde im Saarland unter der französischen Militärregierung ein Masterplan für den Wiederaufbau erarbeitet. Kern des Projektes war der Neubau der kriegszerstörten Städte Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen nach Entwürfen von französischen Architekten. Es kennzeichnet die französische Besatzung, dass sie in Überwindung von Ressentiments die Versöhnung beider Nationen und den Aufbruch in ein anderes Europa unternahm. Gleichwohl zogen die funktionalistischen Stadtbauentwürfe den Unmut der lokalen Behörden nach sich; einmal weil sie nicht auf die unmittelbare Notlage der Bevölkerung reagierten, zum anderen weil ihrer einseitig zukunftsgerichteten Modernität keine Erinnerung eingeschrieben war.

Die Ringvorlesung wird über die Stadtbauprojekte hinausgehend ein breiteres kulturhistorisches Panorama der Wiederaufbaujahre entwerfen. Sie bezieht die Rolle der kulturtragenden, lokalen Institutionen mit ein, so das Centre des Métiers d'Art, das später in die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) überging, so die Moderne Galerie des Saarlandmuseums, deren Sammlungsschwerpunkt klassische Moderne und Neo-Avantgarde verband, so auch die deutsch-französische Universitätsgründung im Saarbrücker Stadtwald, deren nach wie vor aktuellem Europa-Gedanken sich die Ringvorlesung verpflichtet fühlt.

Die Vorlesungsreihe hebt auf den unhintergehbaren Zusammenhang ab, dass sich der Umgang mit Kulturerbe stets an der prekären Schnittstelle von Erinnern und Vergessen bewegt. Es ist eine altbekannte Erkenntnis, dass es der Kraft des Vergessens bedarf, um Platz für einen Neuanfang zu schaffen. Umgekehrt heißt Erinnern Auswählen, Unterscheiden, Sich-in-Beziehung-setzen und Sinn stiften. Das Kulturerbe des 20. Jahrhunderts erinnert in Europa nicht zuletzt an verheerende Kriege und Katastrophen – an Auf-Brüche – und kann die Gegenwart lehren, dass sie die Bindung an die Vergangenheit immer wieder aufnehmen wie zugleich von sich abstreifen muss. Die Beschäftigung mit dem Kulturerbe ist deshalb weit mehr als eine Beschäftigung mit ästhetischen Fragen. Sie rührt am politischen Fundament Europas, an dessen inneren Grenzlinien und -öffnungen sich Geschichte und Gegenwart des Saarlandes entlang bewegen.

Die Vorträge finden statt mittwochs um 18 Uhr s.t. im Pingusson-Bau (Gebäude der ehemaligen Französischen Botschaft in Saarbrücken), Hohenzollernstraße 60/Keplerstraße 21, 66117 Saarbrücken.

Das Programm mit den Terminen und Vortragsthemen finden Sie hier.


Absolventenkolloquium

Das kunsthistorische Absolventenkolloquium, geleitet von PD Dr. Salvatore Pisani und Dr. Bernd Mohnhaupt, ist auf Donnerstag, den 21. Juni 2018, ab 16 Uhr s.t. (Raum 1.15), vorverlegt worden. Die Teilnahme am Kolloquium ist für AbsolventInnen im Master-Studiengang Kunstgeschichte, in den Master-Studiengängen HoK und „Angewandte Kulturwissenschaften“ sowie im BA-Studiengang „Kunst- und Bildwissenschaft“ verpflichtend, für AbsolventInnen im Bachelor-Studiengang „Bildwissenschaften der Künste“ und im HoK-Bachelor freiwillig. In ca. 20minütigen Referaten sollen die Themen der Abschlussarbeiten vorgestellt und anschließend vom Plenum diskutiert werden.
Anmeldungen zum Kolloquium bitte spätestens bis 11. Juni per Mail sowohl an Herrn Pisani: s.pisani(at)mx.uni-saarland.de, wie an Herrn Mohnhaupt: b.mohnhaupt(at)mx.uni-saarland.de.


Sekretariat unter neuer Leitung

Frau Schlörb ist wegen eines Stipendiums als Leiterin des Sekretariats Kunstgeschichte seit Anfang Mai beurlaubt. Das Sekretariat wird ab sofort bis auf weiteres von Herrn Stefan Bauer geleitet, der bereits Erfahrungen im Sekretariat der Alten Geschichte gesammelt hat. Herr Bauer übernimmt alle Tätigkeiten, die auch Frau Schlörb erledigt hat.

Seine Dienstzeiten: Montag 8-12 Uhr, Dienstag 8-14 Uhr, Mittwoch 8-14 Uhr, Donnerstag 8-12 Uhr. Sprechzeiten für Studierende: Montag bis Donnerstag, jeweils 10-12 Uhr


Exkursionen im Sommersemester 2018

Die Termine der geplanten Exkursionen im Sommersemester finden Sie hier.


Lehrveranstaltungsplan für das Sommersemester 2018

Eine Übersicht über die Lehrveranstaltungen des Instituts für Kunstgeschichte im Sommersemester zeigt der WOCHENPLAN.


Zum Tod des Kunsthistorikers Lorenz Dittmann

Am 11. März 2018 ist Lorenz Dittmann im Alter von 89 Jahren verstorben. Das Institut für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes trauert um seinen langjährigen und prägenden Lehrstuhlinhaber.

Dittmann, 1928 geboren, studierte Kunstgeschichte in seiner Heimatstadt München und promovierte dort mit einer Arbeit über „Die Farbe bei Grünewald“. Nach einem Volontariat bei den Staatlichen Museen in München wechselte er 1958 an das Kunsthistorische Institut der RWTH Aachen, wo er sich 1965 mit der Arbeit „Stil - Symbol - Struktur. Studien zu Kategorien der Kunstgeschichte“ habilitierte. 1977 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes berufen, den er bis zu seiner Emeritierung 1996 innehatte. Bis ins hohe Alter nahm Dittmann weiterhin am Institutsleben teil.

Von seinem Wirken am Institut zeugen 51 Dissertationen und 58 Magisterarbeiten, die er betreut hat. Darüber hinaus war Dittmann eine prägende Figur der saarländischen Kunst- und Kulturszene, so als Wegbegleiter vieler saarländischer Künstler und als Gründungsmitglied des Kuratoriums der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz. Er hat in sehr großer Breite geforscht und publiziert. In Lehre und Forschung war ihm der unmittelbare Zugang zum Kunstwerk von Giotto bis zur Gegenwart wichtig. Zugleich betonte er die Relevanz einer fundierten theoretischen Reflexion und entwickelte maßgeblich den phänomenologischen Ansatz in der Kunstgeschichte. Auch die langjährige Herausgeberschaft der „Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft“ zeugt von diesem Interesse. Zentral sind Dittmanns Forschungen zu Farbe und Farbgestaltung. Hier hat er Wegweisendes geleistet und mit seiner zuerst 1987 publizierten und 2010 in einer aktualisierten Fassung erschienenen Untersuchung „Farbgestaltung und Farbtheorie in der abendländischen Malerei“ ein Standardwerk vorgelegt.

Mit Lorenz Dittmann verliert die Kunstgeschichte einen umfassend gebildeten, reflektierten und innovativen Gelehrten. Das Saarbrücker Institut für Kunstgeschichte gedenkt seiner mit großem Respekt und Dankbarkeit.


Werkverzeichnis Walter Bernstein wird am Institut für Kunstgeschichte erstellt

Walter Bernstein (geb. 1901 in Neunkirchen, gest. 1981 in Schiffweiler) gehört zu den herausragenden Künstlern des Saarlandes und machte sich seinerzeit vor allem als Industriemaler einen Namen. Sein heute weit verstreutes Werk drohte in Vergessenheit zu geraten, bis sich die 2013 gegründete "Förderstiftung Walter Bernstein" unter dem Vorsitz von Roman Uwer seines Erbes annahm. Neben Ausstellungen u. a. Aktivitäten ist ein Werkverzeichnis geplant, für dessen Erarbeitung das Land der Stiftung 40.000 € zur Verfügung gestellt hat. Das Institut für Kunstgeschichte der UdS hat sich gerne bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen und Dr. Ingeborg Besch, Kunsthistorikerin, Galeristin und langjährige Lehrbeauftragte am Institut, den Auftrag erteilt. Für das Projekt wird eine Laufzeit von 24 Monaten veranschlagt.

Pressekonferenz in Landsweiler-Reden am 28.9.2015

Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen" unter Beteiligung der Kunstgeschichte

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen" an der Universität des Saarlandes mit 2,7 Millionen Euro. Es handelt sich um eines von derzeit nur fünf literatur- oder kunstwissenschaftlich ausgerichteten Programmen bundesweit. Am Saarbrücker Graduiertenkolleg, das am 1.4.2015 gestartet ist, ist auch das Institut für Kunstgeschichte mit der Antragstellerin Prof. Dr. Sigrid Ruby beteiligt. Weitere Informationen unter www.traumkulturen.de.


Prüfungsberechtigte für Abschlussarbeiten

Eine Auflistung der Gutachterinnen und Gutachter von Abschlussarbeiten für den Bachelor-Studiengang Bildwissenschaften der Künste sowie den Master-Studiengang Kunstgeschichte finden Sie hier.


 

 

Quick-Links A-Z

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen zu Ihrem Studium der Kunstgeschichte finden Sie auf einen Blick in der Rubrik Quick-Links A-Z.