Aktuelles

Online-Abendvorträge WiSe 2020/21

Wegen der Corona-Beschränkungen findet unsere Abendvortragsreihe in diesem Semester online statt. Wir nutzen die aktuellen Einschränkungen als Chance, internationale Referenten zu gewinnen, und möchten zudem eine Forschungsinitiative mit dem Landschaftsverband Rheinland sowie den Universitäten Frankfurt und Köln vorantreiben (https://bodendenkmalpflege.lvr.de/de/aktuelles/vortraege/online_vortragsreihe_roman_networks_in_the_west.html). Aus diesem Grund finden zwei der Vorträge in etwas größerem Rahmen statt als üblich und wir werden hoffentlich spannende Diskussionen erleben!

Eine Anmeldung zu den Vorträgen ist per Email möglich (Email bitte senden an sabine.hornung(at)uni-saarland.de). Wir werden alle Interessierten in eine MSTeams-Gruppe aufnehmen, Sie erhalten dann einen Link zur Einwahl in den Vortrag. Die Einwahl ist auch problemlos über eine WebApp möglich, das Programm muss also nicht auf dem Rechner installiert werden. Studierende der Altertumswissenschaften an der Universität des Saarlandes, die eine Teilnahme an den Abendvorträgen der Archäologien nachweisen müssen, können dies über das Verfassen eines maximal einseitigen Kurzprotokolls tun. Nutzen wir also die Corona-Beschränkungen als Chance, uns auch im Fach weiter zu vernetzen. 

Wir freuen uns sehr darauf,  Frau Dr. Tanja Zerl von der Köln am 22.2.2021 um 18:25 Uhr mit dem Vortrag über "Landwirtschaft und Ernährung während der späten Eisenzeit in der Niederrheinischen Bucht" begrüßen zu dürfen.

Dr. des. Debora Cristina Tretola Martinez (Universität Bern)
"Am Handel erkennt man die Ware. Römische Amphoren und Handelsbeziehungen um die Zeitenwende (1. Jh. v. Chr. – 1. Jh. n. Chr.)"
Montag, 29.3.2021, 18:15 Uhr


Für die Frühgeschichte und die Römische Zeit liefern Amphoren zahlreiche Informationen zur Produktion, zum Handel und zum Konsum vorwiegend mediterraner Lebensmittel. Im Rahmen des Vortrages werden besagte Aspekte mit Fokus auf die späte Eisenzeit und den Beginn der Kaiserzeit untersucht. Dabei spielt die chronologische Einordnung der Amphoren eine zentrale Rolle. Schließlich soll auf die Interpretationsmöglichkeiten von Amphorenfunde eingegangen werden.

Über die Referentin:
Debora Cristina Tretola Martinez schloss 2010 ihr Studium zur Archäologie der Römischen Provinzen, Archäologie des Mittelmeerraumes (Klassische Archäologie) und Ur- und Frühgeschichte an der Universität Bern ab. 2020 wurde sie an der Universität Bern zum Thema "veni, vidi, aedificavi. Vom spätkeltischen Gehöft zur römischen villa. Die ländliche Besiedlung im südlichen Oberrheingebiet um die Zeitenwende am Beispiel von Reinach BL" promoviert. Sie beschäftigt sich bereits seit 2005 intensiv mit Amphorenfunden aus spätrepublikanischen resp. späteisenzeitlichen Kontexten. Zu ihren Projekten gehören die Aufarbeitung der Nekropole von Goeblingen-Nospelt (2009 publiziert), des sogenannten Emporium auf dem Titelberg (in Arbeit), die römischen Militärlager in Limburg-Eschhofen (2020 publiziert) und das caesarische Feldlager von Hermeskeil (in Arbeit). Seit 2012 ist sie in der Kantonsarchäologie Aargau und seit 2020 als assoziierte Forscherin am Institut für Archäologische Wissenschaften in Bern tätig.

 

Dr. Tanja Zerl (Universität zu Köln)
"Landwirtschaft und Ernährung während der späten Eisenzeit in der Niederrheinischen Bucht"
Montag, 22.2.2021, 18.15 Uhr


Im Rahmen einer Dissertation wurde Pflanzenmaterial aus späteisenzeitlichen Siedlungen in der Niederrheinischen Bucht analysiert. Diese Untersuchung erbrachte neue Erkenntnisse über Landwirtschaft und Ernährung in den letzten Jahrhunderten vor der Zeitenwende. Dazu gehören eine Intensivierung des Getreidebaus sowie nachweisliche Überschussproduktion und Einlagerung von Erntegut. Die agrarwirtschaftlichen Merkmale der späten Eisenzeit sollen u. a. anhand von Vergleich mit den vorangegangenen bronze- und eisenzeitlichen Phasen sowie mit der nachfolgenden römischen Epoche vorgestellt werden.

Über Tanja Zerl:
Tanja Zerl hat Vor- und Frühgeschichte, Botanik und Geschichte und Kultur der römischen Provinzen studiert. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor für Archäobotanik des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln, wo sie sich vor allem mit pflanzlichen Großresten aus Fundstellen aller  Epochen beschäftigt. Schwerpunkte ihrer Forschung liegen auf der Rekonstruktion der Landwirtschafts- und Ernährungsgeschichte in Mitteleuropa.

Prof. Dr. Andrew Fitzpatrick (University of Leicester)
“Julius Caesar’s Conquest of Britain”
7. Dezember 2020, 18:15 Uhr
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt

Julius Cäsar landete 55 und 54 v. Chr. in Britannien. Lange wurde vermutet, dass diese beiden Expeditionen letztlich kaum Auswirkungen auf Britannien hatten. Auch in Rom verblassten sie wohl schnell in der Erinnerung. Ebenso wurde angenommen, dass die Britannienfeldzüge des Prokonsuls – wenn überhaupt – nur sehr wenige archäologische Spuren hinterließen. Der Nachweis eines wahrscheinlichen Landungsplatzes mit Marinebasis aus der Kampagne des Jahres 54 v. Chr. auf der Insel Thanet zeigt nun jedoch, dass diese Vermutungen revidiert werden müssen.

Thema des Vortrages ist u.a. die Frage, warum Cäsar nach Britannien kam. Zudem nimmt er die Geschichte und Archäologie der beiden Kampagnen in den Blick, ebenso wie ihre Bedeutung für Cäsars neun Jahre andauernden Gallischen Krieg. Weit davon entfernt, nur eine verblasste Erinnerung zu sein, hatte Cäsars Invasion allem Anschein nach einen anhaltenden und bedeutenden Effekt auf Britannien und führte ein knappes Jahrhundert später zu dessen permanenten Besetzung durch Rom.

Über Andrew Fitzpatrick
Andrew Fitzpatrick ist Forscher und Honorarprofessor an der Universität Leicester. Derzeit arbeitet er an einem Buch über Julius Caesars Eroberung Britanniens und war kürzlich Mitherausgeber eines Bandes zur Archäologie des Gallischen Krieges. Er ist vor allem in der Eisenzeitforschung tätig und Fellow der Society of Antiquaries of London sowie der Society of Antiquaries of Scotland und Mitglied des Chartered Institute for Archaeologists.

 

Veranstaltungshinweise zum Wintersemester 2020/21

Herzlich Willkommen zum Wintersemester 2020/21!

Wegen der Corona-Pandemie finden Vorlesungen, Seminare, Proseminare und Übungen auch weiterhin online statt - und zwar durchweg live, damit von Ihrer Seite jederzeit Rückfragen möglich sind. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ganz einfach. Sobald Sie sich im LSF für eine Veranstaltung anmelden, werden Sie in MSTeams in die zugehörige Gruppe aufgenommen und können sich dann im jeweiligen Zeitfenster in die Videokonferenz einwählen. Die Veranstaltung erscheint dann auch in Ihrem MSTeams-Kalender, über den eine Einwahl gleichfalls möglich ist.

Wir hoffen sehr, dass sich die Lage zeitnah ein wenig entspannt, so dass auch wieder Präsenzveranstaltungen möglich werden. Damit wir jedoch bis dahin die in der Wissenschaft so wichtige Kommunikation bzw. den Austausch weiter pflegen können, treffen wir uns ab dem 9.11. jeden Montag, um 18 Uhr, zu einem virtuellen Kaffeeklatsch der Vor- und Frühgeschichte (mit den Dozent*innen und anderen Studierenden). Dieser versteht sich als ein ungezwungener Rahmen, in dem Sie Ihre Fragen zum Studium und zu Lehrveranstaltungen ebenso loswerden können, wie Kontakte mit anderen Studierenden oder auch zur Fachschaft knüpfen bzw. pflegen. Gerade für unsere neuen Studierenden im ersten Semester, die wir auf diesem Wege ganz herzlich begrüßen, hoffen wir damit ein klein wenig Ersatz für die so wichtige Präsenz vor Ort schaffen zu können. Sobald Sie sich für eine unserer Lehrveranstaltungen anmelden, erhalten Sie daher immer auch eine Einladung zur "Kaffeklatsch-Gruppe" in Teams. Sollte das aus irgendeinem Grund einmal nicht der Fall sein und Sie möchten gerne teilnehmen, senden Sie bitte eine kurze Nachricht an: sabine.hornung[at]uni-saarland.de.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Semester und freuen uns auf ein baldiges Kennenlernen / Wiedersehen!

Tutorium (S. Hornung)

Das Tutorium findet online statt (Skype oder Microsoft Teams). Bitte per Email anmelden bei sabine.hornung(at)uni-saarland.de

Sprechstunden (Alle Mitarbeiter*innen)

Sprechstunden sind nach Vereinbarung jederzeit möglich und werden per Skype oder Micosoft Teams durchgeführt.