Kompetenzbereich 2

Kompetenzbereich 2

 Konzepte einer inklusiven Pädagogik und Praxis der Vielfalt


Modul 2.1: Herausforderndes Verhalten - Individuelle Assistenz- und Förderkonzepte
Inklusive Pädagogik setzt nicht mehr nur auf spezielle Förder- oder Lernkonzepte, die für bestimmte kategorische „Zielgruppen“ (etwa früher so genannte “Behinderungsbilder“) geeignet sind, sondern setzt vielmehr auf Assistenzkonzepte für bestimmte Handlungsbereiche wie Konzentration, Struktur, Bewegung, Sozialverhalten, kognitives Verständnis, Wahrnehmung, Orientierung oder emotionale Kompetenz udgl. und zum anderen auf eine Pädagogik, die das gesamte System in den Blick nimmt und auf pädagogische Beziehungsgestaltung Wert legt. In dieser Veranstaltung werden Konzepte vorgestellt, ausprobiert und gemeinsam erarbeitet und reflektiert.

Dozent: Thomas Fertig, Sonderpädagoge

 


Modul 2.2: Integrierte Förderung und Therapie und Ganzheitliche Entwicklungsbegleitung im inklusiven Kontext
In diesem Modul geht es um praxistaugliche Konzepte, wie man Elemente aus verschiedenen Therapie- und Förderansätzen (bspw. Ergotherapie, Traumapädagogik, Tiergestützte Assistenz und Yoga) spielerisch und ohne Therapiedruck in die üblichen Alltagshandlungen von Klienten, Kindern, Jugendlichen in Institutionen einbauen kann, um eine ganzheitliche Förderung und Assistenz dezentral vor Ort zu unterstützen.

DozentInnen: TherapeutInnen in verschiedenen Workshops / Moderation: Thomas Fertig, Sonderpädagoge

In Zusammenarbeit mit:
- Flexible Erziehungshilfe „Haus am  Schneller“ Osthofen/Pfalz
- Mobile tiergestützte Heilerziehungspflege Christel Mathieu in
  Kooperation mit dem Netzwerk Sozial Neunkirchen/Saar
- Autismuszentrum Saar e.V.
und anderen

 


Modul 2.3: Diagnostische Kompetenzen, Förder- und Entwicklungsplanung
Inklusive Pädagogik bedeutet individuelle Förderung, aber auch Teilhabe und Selbstbestimmung. Dies verlangt einen neuen Zugang zur Diagnostik und Förderplanung. Die gewählten Ansätze müssen systemisch, ressourcenorientiert und frei von Diskriminierung sein. Aus eigenen Fallbeispielen der Teilnehmer_innen sollen diagnostische Zugänge und einzelne Förderbausteine entwickelt werden.

Dozentin: Anett Sastges-Schank, Dipl.-Pädagogin/Lehrerin

 


Modul 2.4: Pädagogisch orientierte Interventionen: Psychomotorik, Bewegung und Sprache, Wahrnehmungskonzepte, transdisziplinäre Perspektiven und Variabilität
Bewegung, Wahrnehmung und Sprache sind in der kindlichen Entwicklung eng miteinander verbunden. Die Erkundungsaktivitäten des Kindes erschließen den Zugang zur Welt. Erkunden ist Tätigkeits- und Wahrnehmungsakt in unauflöslicher Einheit und gleichzeitig Grundlage des Spracherwerbes. Stärken stärken durch Bewegung, Beziehung und Sprache stehen im Vordergrund des Moduls und betreffen grundlegend alle Kinder in Lern,- und Entwicklungsprozessen. Dem an vielfältigen Praxisbeispielen aufzuzeigenden Aufbau eines sicheren, inneren Dialograumes (Safe Place) kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu.

Dozent: Stephan Kuntz, Dipl.-Pädagoge, Sonderschullehrer, Sprachheilpädagoge

In Zusammenarbeit mit:
- akp - aktionskreis psychomotorik e.V.

 


Modul 2.5: Diversitätsorientierung, Antidiskriminierung und differenzsensible Pädagogik
In einer inklusiv genannten Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Unterschiedlichkeit der Gruppenteilnehmer_innen und deren stereotypen Vorurteilen wichtiger Bestandteil. Anti-Diskriminierungs-Konzepte, wie bspw. das Anti-BIAS-Progamm sowie Diversity-Trainings, können in allen Lebensbereichen hilfreiche „Instrumente“ für den Umgang mit Heterogenität und Konfliktpotential sein. Dieser Workshop ist selbstreflexiv und praxisorientiert angelegt.

Dozent: Thomas Fertig, Sonderpädagoge und Catharina Becker, Sozialarbeiterin

In Zusammenarbeit mit:
- Forschungs- und Transferstelle für Gesellschaftliche Integration und Migration GIM, Fachstelle Antidiskriminierung & Diversity Saar