Journées d'étude

Veranstaltungsreihe „Macht und Öffentlichkeit in Deutschland, Frankreich und Europa in verglei­chen­der Perspektive“

Die Journées d'étude fanden im Dezember 2014 im Haus der Stiftung Demokratie Saarland statt.

Herzstück der Veranstaltungsreihe sind die Journées d’étude, ein Zyklus mit vier zweitägigen Veranstaltungen in einem Zeitraum von zwei Jahren. Es handelt sich um die modifizierte Fortsetzung einer Reihe, die im November 2010 initiiert wurde.

Die Journées d'étude bildeten den Vorgänger des laufenden deutsch-französisch-luxemburgischen Doktorandenkollegs "Internationale Geschichte interdisziplinär: Deutsch-französisch-europäische Perspektiven im 20. Jahrhundert".
Im Zeitraum von 2014-2016 wurde sie von der Deutsch-Französischen Hochschule im Rahmen des Programms zur Bildung thematischer Netze für Nachwuchswissenschaftler maßgeblich gefördert.


Das Programm will die gemeinsame Arbeit zwischen mehreren Fachbereichen und die inter­nationale Arbeit zwischen zwei Ländern in die Alltagsarbeit der Doktoranden und Master-Studierenden einbringen. Die Kontakte, die innerhalb der Journées d’étude zwischen deutschen und französischen Nachwuchswissen­schaftlern aus den beiden wissenschaftlich eng verwandten Fächern Etudes germaniques / Civilisation allemande und Europäische Zeitgeschichte geknüpft werden, sollen dazu beitragen, ein Wissenschaftsnetzwerk aufzubauen, das nicht nur in der Zeit zwischen den Studientagen, sondern auch darüber hinaus tragfähig wird. Diese Netz­werk­arbeit wird durch das Arbeiten im Plenum und in Arbeitsgruppen ebenso gefördert wie durch informelle Momente des Austauschs während der Studientage.

Journées d'étude Oktober 2016

20. bis 22. Oktober in Paris


Teilnehmerbroschüre

 

Texte zur Vorbereitung der Arbeitsgruppen

Text 1

Text 2

Text 3

 

Texte zur Vorbereitung des Vortrags von Stefan Berger

Text 1

Text 2

Text 3

 

Vorstellung des künftigen Doktorandenkollegs

Konzept (Kurzfassung)

Präsentation

 

Im Oktober 2016 fanden die 13. und letzten Journées d´étude unter dem Titel "Macht, Öffentlichkeit und Mobilisierung in Deutschland, Frankreich und Europa in vergleichender Perspektive" statt. Neben Vorträgen, Kommentaren und Diskussionsrunden wurden Arbeitsgruppen zu den Themen "Mobilisierung für einen Zivilisationskrieg", "Mobilisierung durch öffentliche Skandalisierung" und "Mobilisierung und Bürger-Partizipation" durch die Teilnehmer gestaltet. Auch wurde das Konzept des neuen, sich an die Journées d´étude anschließenden deutsch-französischen-luxemburgischen Doktorandenkollegs vorgestellt.

Prof. Dr. Dietmar Hüser und Jürgen Dierkes stellen stellvertretend für das trinationale Leitungsteam das Konzept des neuen Doktorandenkollegs vor.
Séminaire-débat mit Prof. Dr. Stefan Berger von der Ruhr-Universität Bochum, der am Vorabend einen Vortrag zum Thema "Arbeiterbewegung in globalhistorischer Perspektive" gehalten hatte.
Anna Gvelesiani (links), Université Paris-Sorbonne, referiert zum Thema: "Bewegung und Gegenbewegung: Dynamiken politischer Zensur und des Widerstandes am Beispiel der Spiegelaffäre 1962 in Westdeutschland". Der Vortrag wird anschießend von Maude Williams, Universität Tübingen-Université Paris-Sorbonne, auf Deutsch kommentiert.
Wolfgang Freund, Universität des Saarlandes-Sciences Po Nancy, kommentiert auf Deutsch den französischsprachigen Vortrag von Bérénice Zunino, Université Paris-Sorbonne, zum Thema "Die Mobilmachung der Kinder 1914-1918. Rückblick auf die Geschichtsschreibung, Formen und Grenzen der Mobilmachung".

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich verfolgen den Kommentar von Paul Maurice, Université Paris-Sorbonne, zu Birgit Metzgers (Freiburg Institute for Advanced Studies) Vortrag zum Thema: "Politische und gesellschaftliche Mobilisierung der Umweltbewegung in den 1980er Jahren".

Deutsch-französisches Netzwerk von Nachwuchswissenschaftlern tagte in Saarbrücken

MIT DEUTSCHER, FRANZÖSISCHER UND EUROPÄISCHER BRILLE

Macht, Öffentlichkeit und Perzeptionen – unter diesen Schlagworten standen die zwölften Journées d’étude, die vom 19. bis 20. Mai 2016 in Saarbrücken stattfanden. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltungsreihe, zu der zweimal jährlich Doktoranden und Studierende der Universität des Saarlandes und der Université Paris-Sorbonne abwechselnd in Paris und Saarbrücken zusammenkommen. Im Rahmen der Veranstaltung, die diesmal von der UdS auf dem Campusgelände ausgerichtet wurde, werden relevante Aspekte deutscher, französischer und europäischer Themen transnational und interdisziplinär unter die Lupe genommen. Die wissenschaftliche Leitung obliegt Professor Dietmar Hüser vom Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte, seinem Vorgänger Rainer Hudemann, der die letzten Jahre eine Professur für Geschichte der deutschsprachigen Länder an der Sorbonne innehatte, sowie Hélène Miard Delacroix, die ebenfalls an der Sorbonne als Professorin für „Histoire et civilisation de l’Allemagne contemporaine tätig ist.

Markenzeichen der Veranstaltung sind ein breitgefächerter Methodenmix und hohe Interaktivität, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv gefordert sind: Bei der jüngsten Veranstaltung ergründeten sie gemeinsam in Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden die Wechselwirkungen zwischen (nationalen) Perzeptionen, Stereotypen und internationalen Beziehungen sowie die Faktoren der Herausbildung von (öffentlichen) Perzeptionsmustern. Außerdem wurde der Einfluss von Medien auf die (Weiter-)Entwicklung von Perzeptionen und Stereotypen und dessen Grenzen untersucht. Dietmar Hüser zieht ein positives Fazit: „Neben der qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Auseinandersetzung bringt die Arbeit in Kleingruppen einen weiteren positiven Effekt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen sich untereinander gut kennen und vernetzen sich.“ Ein Aspekt, der auch bei der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) einen hohen Stellenwert genießt: Seit dem Jahr 2014 wird das Format im Rahmen des Programms zur Bildung thematischer Netze für Nachwuchswissenschaftler maßgeblich gefördert.

Auch ganz klassische Elemente eines Doktorandenkollegs kann die Veranstaltung vorweisen. Vornehmlich Promovierende, mitunter auch Postdocs oder Master-Studierende, stellen ihre Themen vor, die anschließend methodisch-inhaltlich diskutiert werden. Hier kommt dem Format wiederum seine transnationale und interdisziplinäre Ausrichtung zugute: Französischsprachige Vorträge werden auf Deutsch, deutschsprachige Vorträge auf Französisch kommentiert, sodass jedes Thema mit deutscher und französischer Brille betrachtet wird. Diesmal konzentrierten sich die Themen auf den Oberbegriff der Perzeptionen. Themen waren die politische Auseinandersetzung mit der Euro-Krise in Deutschland und in Frankreich, eine vergleichende Analyse über die Schaffung des Amtes des Bundesbeauftragten für kulturelle Angelegenheiten und Medien sowie innerfranzösische Städtepartnerschaften, die aus den Evakuierungen der nah an Deutschland gelegenen französischen Grenzgebiete im Jahr 1939 entstanden sind.

Einen Blick aus einer externen Perspektive bot der Vortrag des renommierten Medien- und Kulturhistorikers Andreas Fickers, der an der Universität Luxemburg die Professur für Zeit- und Digitale Geschichtswissenschaft innehat. Unter dem Thema „Zur symbolischen Konstruktion Europas in frühen Radio- und Fernsehdiskursen: Versuch eines diachronischen Vergleichs“ gab er einen differenzierten und – dank der eingespielten original Ton- und Filmdokumente aus den 50er Jahren – gleichermaßen unterhaltsamen Blick auf die frühe Radio- und Fernsehgeschichte Europas. Fickers legte anschaulich dar, dass unter der Bedienung nationaler Stereotypen transnationales und europäisches Fernsehen als Vehikel für ein friedliches Europa unter dem Leitbegriff der Völkerverständigung inszeniert wurde. An den Vortrag schloss sich eine anderthalbstündige intensive Diskussion an.

Der Vortrag des Gastes aus Luxemburg bedeutete für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen gelungenen Vorgeschmack auf das kommende Jahr: Dann wird die Veranstaltung in das zukunftsträchtige Format eines ebenfalls von der DFH geförderten deutsch-französisch-luxemburgischen Doktorandenkollegs modifiziert fortgesetzt. Zunächst finden aber im Oktober die letzten „Journées d’étude“ in Paris statt. Sie werden unter dem Motto „Macht, Öffentlichkeit und Partizipationsformen“ stehen.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich verfolgen den Kommentar von Valentin Bouquillion zu Eva Küblers Vortrag zum Thema: „Zwischen Verständigung und Stereotypen: Von den Evakuierungen 1939 zu den innerfranzösischen Städtepartnerschaften nach 1945.“
Deutsch-französisches Zusammenspiel: Jasmin Nicklas (rechts) vom Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte der UdS kommentiert auf Deutsch den französischsprachigen Vortrag von Lise Moawad von der Sorbonne zum Thema „Die Schaffung des Amtes des Beauftragten der Bundesregierung für kulturelle Angelegenheiten und Medien in Deutschland im Jahr 1998: eine institutionelle Wende in der „Berliner Republik“?
Jost Richter (links), Universität des Saarlandes und Université de Lorraine, referiert zum Thema: Die politische Auseinandersetzung mit der Eurokrise in Deutschland und in Frankreich – Nationale Lösungsstrategien und Europäisierungstendenzen“. Der Vortrag wird anschießend von Etienne Dubslaff, Université Paris-Sorbonne, auf Französisch kommentiert.
Plädoyer für einen geschärften Blick auf Begrifflichkeiten: Andreas Fickers, Professor an der Universität Luxemburg, hinterfragt mit einem Wortspiel den Begriff der „Wahr-nehmung“.
Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Arbeitsgruppen: Lukas Schäfer (UdS), Birgit Metzger (Universitäten Straßburg und Freiburg) sowie Agathe Bernier Monod (Sorbonne) gehen auf die Faktoren der Herausbildung von (öffentlichen) Perzeptionsmustern ein.

Journées d'étude Mai 2016

19. und 20. Mai in Saarbrücken

Programm


Teilnehmerbroschüre

 

Texte zur Vorbereitung

Text 1

Text 2

Text 3

Text 4

Text 5

Text 6

Text 7

Journées d'étude November 2015

19. und 20. November 2015 in Paris

 

Unterlagen zur Vorbereitung für die Teilnehmer

Broschüre

 


2. Zur Vorbereitung des Vortrags von Gabriele Metzler

Text 1

Text 2 - en français

Text 2 - in deutscher Übersetzung

 

 

3. Zur Vorbereitung der Arbeitsgruppen

Text 3

Text 4

Text 5

Text 6

Im November 2015 lag der Fokus auf der Zivilgesellschaft. Neben Vorträgen, Kommentaren und Diskussionsrunden wurden Arbeitsgruppen zu den Themen "Begriff, Ausdrucksformen und Historische Entstehung der Zivilgesellschaft" sowie "Protestbewegungen und Zivilgesellschaft" durch die Teilnehmer autonom gestaltet.

Séminaire-débat mit Gabriele Metzler (Mitte), die am Vorabend einen Vortrag zum Thema "Anti-Terror-Politik. Überlegungen zu einem komplexen Politikfeld der 1970er und 1980er Jahre" gehalten hatte. Das Thema eröffnete viele Anknüpfungspunkte zu den Terror-Anschlägen in Paris wenige Tage zuvor. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung bot sich vielen Teilnehmern die Möglichkeit, die aktuellen Ereignisse zu verarbeiten.
Hélène Miard-Delacroix (links) und Rainer Hudemann (rechts) bilden gemeinsam mit Dietmar Hüser das wissenschaftliche Leitungsteam des Programms zur Bildung von Netzen für Nachwuchswissenschaftler.
Jürgen Dierkes (links) kommentiert einen Vortrag von Etienne Dubslaff (rechts) zum Thema "'Activer les citoyens.' La création du Parti social-démocrate en RDA comme moyen d'ouvrir la société."
Vortrag und Kommentar sind bewährte Instrumente: Französischsprachige Vorträge werden auf Deutsch kommentiert und umgekehrt. Dies unterstreicht die transnationale Ausrichtung des Programms und eröffnet einen pluriperspektivischen Blick auf die Themen.
Katharina Böhmer referiert zum Thema "'Blousons Noirs' – 'Teddy Boys' – 'Halbstarke': Transnationale Jugendkultur als Gesellschaftsproblem in Frankreich, England, der Bundesrepublik und der Schweiz in den 1950er/1960er Jahren."

Der deutschsprachige Vortrag wird von Alexia Rosso (Mitte) und Virginie Mourany (rechts), beides Master-Studierende an der Université Paris-Sorbonne, auf Französisch kommentiert.

Journées d'étude Mai 2015

21. und 22. Mai 2015 in Paris

 

Unterlagen zur Vorbereitung für die Teilnehmer

1. Broschüre


2. Zur Vorbereitung des Vortrags von Reiner Marcowitz

Text 1

Text 2

 

3. Zur Vorbereitung der Arbeitsgruppen

Text 3

Text 4

Journées d'étude Dezember 2014

Datum: 11. und 12. Dezember 2014

Ort: Stiftung Demokratie Saarland, Saarbrücken

Presse-Info

Programm

 

Unterlagen zur Vorbereitung für die Teilnehmer:

1. Broschüre

 

2. zur Vorbereitung des Vortrags von Kaspar Maase:

Text 1

Text 2

Text 3

 

3. zur Vorbereitung der Arbeitsgruppen:

Text 4

Text 5

Text 6

 

 

Vortrag von Kaspar Maase: "Was macht Populärkultur politisch?"
Journées d'étude 2014-12b
Ein zentraler Baustein der Journées: Doktoranden stellen eigene Forschungsergebnisse unter einem bestimmten thematischen Aspekt, diesmal Populärkultur, vor.
Journées d'étude 2014-12c
An den Journées d'étude nahmen fast 50 Personen teil.
Journées d'étude 2014-12d
Die wissenschaftliche Leitung hatten Rainer Hudemann (rechts), Hélène Miard-Delacroix (2. von rechts) und Dietmar Hüser (links). Kaspar Maase (vorn) als Experte und Pionier der Erforschung von Populärkultur konnte als Gastreferent gewonnen werden.

Journées d'étude Mai 2014

Datum: 15. und 16. Mai 2014
Ort: DHIP und Université Paris-Sorbonne,

 

Unterlagen zur Vorbereitung für die Teilnehmer:

Broschüre

Veranstalter:



 

Förderer und Unterstützer:

DFH







STIFTUNG DEMOKRATIE SAARLAND

Journées d'étude