FONTE-Stiftungsgastprofessur für Literaturen und Kulturen im Europa der Frühen Neuzeit

FONTE-Stiftungsgastprofessur 2026/27

Im Wintersemester 2026/27 lehrt die Germanistin PD Dr. Katja Barthel als FONTE-Stiftungsgastprofessorin an der Universität des Saarlandes. 
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit, der Gender- und Geschlechtergeschichte sowie der Medien-, Buchhandels- und Autorschaftsforschung. 

In ihrer Dissertation untersuchte sie Weiblichkeitsentwürfe im galanten Roman um 1700 und deren Verflechtungen mit französischen literarischen Traditionen. 2026 habilitierte sie sich mit einer Arbeit zur Konstituierung von Autorschaft durch Schreibpraktiken um 1900. Ihr aktuelles Forschungsprojekt widmet sich Genderkonstellationen und Affektpoetiken in der europäischen Seefahrtsliteratur der Frühen Neuzeit.

Barthel ist Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik der Universität Osnabrück, wo sie zuletzt die Professur für Neuere und neueste deutsche Literatur vertrat; zuvor hielt sie die Vertretungsprofessur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft vom 17. bis 19. Jahrhundert an der Uni Bremen inne.

Weitere Informationen zu PD Dr. Katja Barthel

 
Lehrveranstaltungen von PD Dr. Katja Barthel im Wintersemester 2026/27

Starke Frauen. Gender und Geschlechterordnungen in der deutschen und französischen Literatur der Frühen (Proseminar/Übung)
Das Seminar untersucht diese Weiblichkeitskonstruktionen im interkulturellen Transfer zwischen Frankreich und Deutschland. Wie wurden französische Genderkonzepte im deutschsprachigen Raum adaptiert und verändert? Das Seminar hilft Ihnen, Ihre Kenntnisse der deutschsprachigen und französischen Literatur- und Kulturgeschichte zu vertiefen und schärft Ihr analytisches Instrumentarium zur kritischen Einordnung und Dekonstruktion historischer Gender- und Machtverhältnisse.

Termin: Montag, 12–14 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung

Frauen auf See. Weibliche Maritimität in der Frühen Neuzeit (Projektseminar mit Literaturausstellung)
In diesem interdisziplinären Praxisseminar untersuchen wir anhand historischer Quellen und literarischer Texte des 17. und 18. Jahrhunderts, wie der maritime Raum genderspezifisch und symbolisch aufgeladen wurde und wie Frauenfiguren in der Literatur die Grenzen frühneuzeitlicher Geschlechterordnungen auf die Probe stellten.
Wissenschaft trifft auf Praxis: Im Seminar gestalten wir eine eigene Literaturausstellung zum Thema. Neben der kritischen Quellenkritik und Textanalyse vertiefen Sie so Ihre wissenschaftliche Recherchekompetenz und erproben sich in der literarischen Ausstellungspraxis. Vorkenntnisse (zum Thema und zur musealen Literaturvermittlung) sind nicht erforderlich.

Termin: Montag, 14–16 Uhr

Weitere Informationen und Anmeldung

Kontakt

PD Dr. habil. Katja Barthel
Universität des Saarlandes
Campus C5 3, Raum 2.22
66123 Saarbrücken

Tel.: +49 681 302-70338
katja.barthel(at)uni-saarland.de

 

Über die Fonte-Stiftungsgastprofessur am CEUS

Mit der FONTE-Stiftungsgastprofessur für Literaturen und Kulturen im Europa der Frühen Neuzeit bezieht das CEUS | Cluster für Europaforschung exzellente Nachwuchswissenschaftler*innen in seine europabezogenen Aktivitäten in Forschung und Lehre ein. Zudem werden sie mit den Europa-Akteur*innen der UdS vernetzt und erhalten eine Platt­form für ihren weiteren wissen­schaftlichen Werdegang. 
Ziel der gemeinsamen Stiftungs­gast­professur des CEUS und der FONTE-Stiftung ist es, hochqualifizierten Wissen­schaftler*innen während der Zeit ihrer Bewerbung auf (unbefristete) Professuren eine erste Berufs­perspektive zu bieten. Inhaber*innen der Stiftungsgast­professur erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, nach der Habilitation Erfahrungen in der Hochschul­lehre zu sammeln und darüber hinaus ihr Forschungs- und Lehrprofil zu erweitern.
Die FONTE-Stiftungsprofessur für Literaturen und Kulturen im Europa der Frühen Neuzeit wurde zum Wintersemester 2023/24 eingerichtet.

Die Vorteile der Stiftungsgastprofessur auf einen Blick
  • Lehren und Forschen sowie aktive zukunftsorientierte Vernetzung in einem internationalen und interdisziplinären Umfeld an der Universität des Saarlandes mit ausgewiesener Frankreich- und Europa-Expertise: Akteure aus der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaft arbeiten zusammen.
  • Anschluss an exzellente Forschungsprojekte und Nachwuchsförderprogramme mit Europabezug.
  • Anbindung an das Nachwuchskolleg Europa/Möglichkeit der Durchführung von Workshops mit Graduierten etc.
  • Möglichkeit der Einbindung in Leuchtturm-Programme des Clusters für Europaforschung: Saarbrücker Europa-Konferenz, Exzellenzlabor Europa (Kooperation mit der Villa Vigoni), Europa-Gastprofessur u. v. m.
FONTE-Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses

Die FONTE-Stiftung fördert seit über 20 Jahren begabte und engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer literatur- und kulturwissenschaftlichen Arbeit. Das Programm zur Förderung von FONTE-Stiftungsgastprofessuren liegt schwerpunktmäßig auf Forschung und Lehre zu europäischen Autorinnen der Frühen Neuzeit bzw. zu genderspezifischen Fragestellungen. 

Bisherige FONTE-Stiftungsgastprofessor*innen am CEUS