Zertifikat Europaicum

Europaorientiert studieren an der Universität des Saarlandes

Das Zertifikat Europaicum ist eine studienbegleitende Zusatzqualifikation an der Universität des Saarlandes und richtet sich an Studierende aller Fächer und Fakultäten.  Mit dem Zertifikat Europaicum soll ein breites Wissen zu Europa und europäischen Zusammenhängen vermittelt werden und damit den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, diese Kompetenzen für den Arbeitsmarkt nachzuweisen. Die Koordination des Zertifikats erfolgt am Cluster für Europaforschung (CEUS).

 

Aufbau Zertifikat Europaicum

Für das Zertifikat Europaicum müssen insgesamt 24 Credit Points (CP) absolviert werden. Diese setzen sich aus drei Modulen zusammen: dem Modul Moderne Europäische Sprachen (6 CP), einem Grundlagenmodul (9 CP) und einem Vertiefungsmodul (9 CP).

Themenfelder sind:

  • Europäische Wirtschaft und Europäisches Recht
  • Europäische Geschichte, Europäische Kultur, Europäische Religion, Europäische Literatur und Kunst
  • Europäische Politik, Interkulturelle Kommunikation, Europäischer Raum
     

Aufbau Europaicum im Überblick

Überblick Lehrveranstaltungen im Europaicum

Die Lehrveranstaltungen im Europaicum setzen sich aus fachspezifischen europabezogenen Veranstaltungen der drei Fakultäten zusammen: der Philosophischen Fakultät (P), der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (R) und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften (HW). Zu den Lehrveranstaltungen, die vom CEUS organisiert und im Europaicum eingebracht werden können, gehören auch die Lehrveranstaltungen der Europa-Gastprofessur. Die Studierenden müssen Veranstaltungen aus verschiedenen Themenfeldern belegen und insgesamt 24 CP einbringen.

 

Lehrveranstaltungen Wintersemester 2021/22

 

Englischsprachige Lehrveranstaltungen im Europaicum

Mit den englischsprachigen Lehrveranstaltungen im Europaiucm können die Studierenden ihre Sprachkenntnisse in einem fachbezogenen Kontext erweitern und sich so für den internationalen Arbeitsmarkt weiterqualifizieren. Zusätzlich wird auch internationalen Studierenden verstärkt die Möglichkeit geboten, das Zertifikat Europaicum zu absolvieren.

CEUS-Lehrveranstaltungen im Europaicum

Das CEUS organisiert jedes Semester eigene Lehrveranstaltungen, die den Veranstaltungskatalog im Zertifikat Europaicum spezifisch ergänzen und übergreifende europäische Themen und Zusammenhänge beleuchten.

Wintersemester 2021/22

European Integration I

European integration shapes all of our lives on a daily basis. This is most visible in the European Union. But would you have known that NATO, for instance, is also an example of European integration?
Very basically speaking, behind this term lies the voluntary cooperation of States in a multitude of fields, such as politics, economy, sports orculture, in various for a: international organisations, ad hoc coalitions of States or informal groups. We want to dive a bit deeper into that topic together with you and find out why European integration exists, why it matters and how it is carried out, focussing on the European Union. In order to do that, we will take a look at historical ideas and the development of our subject matter - it is much older that just 75 years! We will also cover - in tiny bits and pieces - politics, philosophy, economy, sociology and - given both lecturers, Christina and Sebastian, are lawyers - a bit of law (just a bit). There is nothing you need to know in advance, you can participate in this course being an absolute beginner. We are very happy to welcoming you to this course and meeting an international class! Feel free to discuss with us on whatever you want to know more about, also ongoing issues and affairs you might have read about in the media.

Termin: Freitag, 12-14 Uhr
Dozent*innen: Dr. Christina Backes & Sebastian Zeitzmann, Dipl.-Jur., L.L.M.

Sprache: englisch
Format: Seminar

Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021: Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäische Politik, interkulturelle Kommunikation, Europäischer Raum & Themenfeld Europäisches Recht und Europäische Wirtschaft)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul II (Recht und Wirtschaft), Wahlpflichtmodul III (Europäischer Raum)
     

Weitere Informationen und Anmeldung

The EU as a Global Actor

The course "EU as a Global Actor" aims to give participants an overview of the activities to what extent the EU fulfils its role as an international actor. To this end, the legal foundations as well as the instruments and procedures (incl. the European External Action Service) will be addressed. Based on this, the class will deal with the Common Trade and Investment Policy (including the various trade agreements such as CETA, EU-UK TCA), development cooperation and humanitarian aid (with references to the EU's migration policy) as well as the Common Foreign and Security Policy (taking into account a European defence policy) as independent policy areas. In addition, the external relations of the EU with third countries, in particular with the current accession candidates but also with neighbouring countries, will be discussed together.

Termin: Dienstag, 16-18 Uhr
Dozentin: Mareike Fröhlich Ass. jur., L.L.M.

Sprache: englisch
Format: Seminar


Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021:  Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäisches Recht und Europäische Wirtschaft)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul II (Recht und Wirtschaft)
     

Weitere Informationen und Anmeldung

Human Resource Management (HRM) in Europe

In this seminar we will deal with Human Resource Management especially in Europe. We will look into theory and practice and discuss case studies regarding different European countries as well as Hofstede's cultural dimensions. Participating students need to participate and present appointed topics.

Termin: Dienstag, 18-20 Uhr
Dozentin: Lisa Grotefend

Sprache: englisch
Format: Seminar

Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021: Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäisches Recht und Europäische Wirtschaft)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul II (Recht und Wirtschaft)
     

Weitere Informationen und Anmeldung

Das Bild der „Zigeuner“ in der europäischen Kulturgeschichte

Die Fremdzuschreibung „Zigeuner“ wird von Sinti und Roma zurückgewiesen, weil damit Stereotype, Vorurteile (Antitziganismus) und rassistische Ablehnung (NS-Zeit!) verbunden sind. Sinti und Roma waren und sind bis heute sozial nur bedingt akzeptiert, zumal überkommene Vorstellungen das Bild von ihnen prägen, z.B. eine angeblich nomadische Lebensweise. Nicht zuletzt die Künste haben dazu beigetragen, dass diese – tw. auch romantisierenden – Bilder entstanden sind, v.a. im 19. Jh. in Literatur, Oper und Bildender Kunst (Esmeralda, Carmen – Verkörperungen der „rassigen Zigeunerin“). Aber auch in der modernen Populärkultur wird man fündig: im Schlager, im Kulinarischen usw. Der Kurs will nach Klärung der historischen Fakten diese mit den vielfältigen Bildern von „Zigeunern“ in Beziehung setzen.

Termin: Dienstag, 10-12 Uhr
Dozent: Kerst Walstra M. A.

Sprache: deutsch
Format: Seminar

Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021: Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäische Geschichte, Europäische Kultur, Europäische Religionen, Europäische Literatur und Kunst)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul I (Geschichte – Politik – Kultur)
     

Weitere Informationen und Anmeldung

Die Belarus-Krise 2020/21 und ihre Rezeption in Europa

Am 9. August 2020 fanden die Präsidentschaftswahlen in Belarus statt. Während die Zentralwahlkommission den autoritären Amtsinhaber Alexander Lukaschenko mit 80,1 % zum Wahlsieger erklärte, gingen Zehntausende Menschen in der Hauptstadt Minsk und in der belarussischen Provinz auf die Straßen, um gegen die offenkundige dreiste Wahlfälschung zu protestierten. Die breite Protestbewegung rüttelte die vermeintliche „Oase der Stabilität“ Belarus auf und brachte die Herrschaft des scheinbar unbezwingbaren Diktators Lukaschenko ins Wanken. In dieser Veranstaltung wird zunächst die Geschichte von Belarus im 20. Jahrhundert zusammenfassend beleuchtet. Anschließend wird insbesondere auf die Entstehung und Etablierung des Lukaschenko-Regimes sowie dessen Innen- und Außenpolitik eingegangen. Die Belarus-Krise 2020/21 und ihre Rezeption in Deutschland und in Europa stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Termin: Donnerstag, 10-12 Uhr
Dozent: Dr. Alexander Friedman

Sprache: deutsch
Format: Seminar

Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021:  Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäische Geschichte, Europäische Kultur, Europäische Religion, Europäische Literatur und Kunst & Themenfeld Europäische Politik, interkulturelle Kommunikation, Europäischer Raum)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul 1 (Geschichte – Politik – Kultur), WP 3 (Europäischer Raum)
     

Weitere Informationen und Anmeldung

Menschenrechte in Europa

Die Geschichte Europas der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war stark geprägt von Nationalsozialismus, Faschismus und den beiden Weltkriegen. Die traumatischen Eindrücke des einhergehenden Völkermordes und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit führten bereits im Dezember 1948 zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen. In Europa etablierten sich vor diesem historischen Hintergrund zudem nicht nur die Europäische Union und ihre Vorgängerinstitutionen, sondern als Antworten auf Unrecht und Willkür vorallem auch der Europarat ("Council of Europe"), der sich die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und die Weiterentwicklung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zum Ziel gesetzt hat. Nachdem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch die menschenrechtsfeindlichen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa größtenteils überwunden werden konnten, genießen im Europa des 21. Jahrhunderts nun ca. 800 Millionen Menschen einen Menschenrechtsschutz, der im internationalen Vergleich als vorbildlich gilt – auch wenngleich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jedes Jahr immer wieder vereinzelt (und manchmal leider auch systematisch) Verletzungen von Menschenrechten feststellen muss. Doch über welche Freiheiten, Grund- und Menschenrechte sprechen wir hierbei denn überhaupt? Genau diese für das Europa des 21. Jahrhunderts elementaren Fragen und Antworten sollen in der Vorlesung vermittelt werden. Dieses Wissen erscheint gegenwärtig umso dringlicher, als die Ende des 20. Jahrhunderts sicher geglaubte Symbiose aus effektivem Menschenrechtsschutz, der Freiheit des Einzelnen sowie einer demokratischen Rechtsstaatlichkeit längst nicht mehr überall in Europa als Selbstverständlichkeit gilt.

Termin: Mittwoch, 10-12 Uhr
Dozent: Dr. Thomas Haug

Sprache: deutsch
Format: Seminar

Zugeordnete Bereiche:

  • Studienordnung 2021:  Vertiefungsmodul (Themenfeld Europäisches Recht und Europäische Wirtschaft)
  • Studienordnung 2017: Wahlpflichtmodul II (Recht und Wirtschaft)
     

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Raphaela Recktenwald, M. A.
Assistenz der Geschäftsführung

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Elisabeth Marx, M. A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gebäude C5 3, Raum 2.14
Tel.: +49 681 302-4071

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