Forscher*innen am CEUS
Im Cluster für Europaforschung kommen Wissenschaftler*innen mit europabezogenen Forschungsprojekten der Philosophischen Fakultät, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften der Universität des Saarlandes zusammen. Im fakultätsübergreifenden und interdisziplinären Austausch forschen sie gemeinsam zu europabezogenen Themen. Hier können Sie sich über unsere Mitglieder und ihre Forschung informieren.

Professorin für Geschichte des Mittelalters
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2023
Cristina Andenna ist seit Oktober 2022 Professorin für Geschichte des Mittelalters an der Universität des Saarlandes. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die Geschichte religiöser Orden und Gemeinschaften in europäischer Perspektive vom Früh- bis zum Spätmittelalter, die Frauen- und Gendergeschichte des Hoch- und Spätmittelalters – insbesondere deren Beteiligung an politischen Prozessen – sowie Fragen der Idoneitätsbehauptung und der Legitimation verschiedener europäischer Herrschaftsdynastien im Königreich Sizilien und Neapel. Zurzeit ist sie Mitglied der Équipe directrice des internationalen Projekts Sorores - Les religieuses non cloîtrées en Europe (XII-XVIII).

Postdoktorandin im Nachwuchskolleg Europa
Politikwissenschaft
Dr. Cornelia Baciu ist Postdoktorandin am CEUS | Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlands und Gastforscherin an der Universität Kopenhagen. Geprägt durch eine interdisziplinäre Ausbildung und vielfältige akademische Umfelder konzentriert sich Cornelia Bacius Arbeit auf die expressivistische Dimensionen in den internationalen Beziehungen sowie auf die Produktion ontologischer Sicherheit. Ihr aktuelles Forschungsprojekt untersucht die Reaktionen auf den russischen Aggressionskrieg in der Ukraine im sicherheitspolitischen sowie strafrechtlichen Bereich.

Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und Internationale Beziehungen (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2022
CEUS-Direktoriumsmitglied von 2023 bis 2025
Daniela Braun ist seit Juli 2022 Professorin für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und Internationale Beziehungen an der Universität des Saarlandes. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit Themen aus dem Bereich von EU politics. Die Europawahlen, europäische Parteien und das europäische Parteiensystem sowie Bürger:innen bzw. Wähler:innen und deren Einstellungen sowie Verhalten im europäischen Mehrebenensystem gehören zu ihren Kernthemen. Die Forschungsarbeiten von Daniela Braun wurden u.a. in den folgenden politikwissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert: European Journal of Political Research, European Union Politics, German Politics, International Political Science Review, Journal for European Integration, Journal of European Public Policy, Party Politics, West European Politics, Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft und Zeitschrift für Parlamentsfragen. Darüber hinaus hat sie verschiedene Forschungsprojekte (BMBF; DFG; Horizon 2020; Horizon Europe) zu europabezogenen Themen eingeworben und durchgeführt.

Professor für Europäisierung, Internationalisierung und Digitalisierung des Strafrechts und des Strafverfahrensrechts (Clusterprofessur)
Rechtswissenschaftliche Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021 und Collegiumsmitglied seit 2022
CEUS-Clusterprofessur seit 2024
Dominik Brodowski war seit 2018 Juniorprofessor und ist seit 2021 Professor für Europäisierung, Internationalisierung und Digitalisierung des Strafrechts und des Strafverfahrensrechts an der Universität des Saarlandes. Er erforscht, wie "Europa" und die Digitalisierung das Strafrecht verändern und wie sich das Strafrecht europäisch denken lässt. Ein solches europäisiertes und europäisches Strafrecht muss in besonderem Maße der europäischen Idee und europäischen Werten verpflichtet sein, also insbesondere der Rechtsstaatlichkeit, der Wahrung der Menschenrechte und der Gewährleistung individueller Freiheiten. Innerhalb des CEUS beteiligt er sich in interdisziplinären (Publikations-)Projekten, z. B. mit Blick auf die Herausforderungen Europas durch die Covid-19-Pandemie oder Kopräsenz als Ansatz für die interdisziplinäre Fluchtforschung. Dominik Brodowski ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Rechtswissenschaftlichen Zentrums für Europaforschung (RZE) der Rechtswissenschaftlichen Fakultät an der Universität des Saarlandes.

Postdoktorandin im Nachwuchskolleg Europa
Soziologie
Ulla Connor ist Soziologin und seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nachwuchskolleg Europa am Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlandes. Ihr Soziologiestudium absolvierte sie an der Technischen Universität Darmstadt mit einem Auslandsjahr an der Université de Toulouse II Le Mirail. An der Universität Luxemburg promovierte sie 2022 mit einer praxissoziologischen Untersuchung territorialer Grenzen im empirischen Feld der grenzüberschreitenden Kartografie. Ulla Connor ist Mitglied in der KWG-Sektion Kulturwissenschaftliche Border Studies und der UniGR-CBS working group Spatial Planning.

Professorin für Französische Literatur im europäischen Kontext
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2026

Doktorandin im Nachwuchskolleg Europa
Vergleichende Literaturwissenschaft
Evgenia Dourou ist Komparatistin und seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im Nachwuchskolleg Europa am CEUS | Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlandes. Sie studierte Griechische Philologie mit einem neugriechischen Schwerpunkt, Film- und Kulturwissenschaften sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Professur für Europäische Kulturanthropologie
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2026
Simone Egger ist seit 2023 Juniorprofessorin für Europäische Kulturanthropologie an der Universität des Saarlandes. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet die Stadtforschung, insbesondere geht es um die Transformation von Innenstadträumen in der flüchtigen Moderne. Die empirische Kulturwissenschaftlerin befasst sich außerdem mit Formen der Wissensvermittlung, Materialitäten und ästhetischen Fragestellungen. Kunst ist ein wesentliches Thema ihrer Forschung und Lehre.
Derzeit beschäftigt sie sich mit einer transnationalen, europäischen Liebe vor mehr als 100 Jahren. Zusammen mit Romana Weiershausen (Frankophone Germanistik) arbeitet sie an dem interdisziplinären Projekt „ABOUT HEIMAT. Aushandlungen von Zugehörigkeit und Teilhabe im Herzen Europas“.

Professorin für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, UniGR-Center for Border Studies
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021 und Collegiumsmitglied seit 2022
Astrid M. Fellner ist seit 2009 Professorin für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität des Saarlandes mit Forschungsschwerpunkten im Bereich der Border Studies, Gender und Queer Studies, Populärkultur und Cultural Studies. Sie ist Leiterin des UniGR-Center for Border Studies an der Universität des Saarlandes, im dem sie gem. mit Eva Nossem ein Glossar zu Border Studies editiert und in der AG Bordertexturen zu kulturwissenschaftlichen Grenztheorien arbeitet. Im Bereich der Europaforschung war Astrid Fellner im BMBF-geförderten Verbundprojekt „Linking Borderlands“ mit einem Teilprojekt zu Industriefilmen der Großregion im Vergleich mit der deutsch-polnischen Grenze beteiligt. Im DAAD-Ostpartnerschaftsprojekt arbeitet sie gemeinsam mit ukrainischen Forscherinnen vergleichend zu Grenzkrisen und Grenzkonflikten in Europa und Nordamerika. Gemeinsam mit Prof. Stefanie Jensen (htw saar) leitete sie im Rahmen der Kooperationsplattform Europa ein Projekt zum Thema „Interkulturelle Kommunikation in Grenzräumen“. Von 2014 bis 2017 war sie Vizepräsidentin für Europa und Internationales an der Universität des Saarlandes.

Juniorprofessorin für Humangeographie mit europäischem Schwerpunkt (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2023
Carola Fricke ist seit 2023 Juniorprofessorin für Humangeographie mit europäischem Schwerpunkt. Sie erforscht, wie sich Räume in Europa – Regionen, Grenzräume, Städte, Quartiere – durch Gesellschaft, Wirtschaft, Planung und Politik verändern und diese im Gegenzug strukturieren. In ihrer Forschung beschäftigt sich Carola Fricke mit geographischen Ansätzen in der Europaforschung, Geographien des Wohnens sowie dem Vergleich von europäischen Städten und Metropolregionen. In ihrer Dissertation am Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin analysierte Carola Fricke die Europäisierung von Metropolregionen in Deutschland und Frankreich. Basierend auf Forschungsarbeiten zu Metropolregionen in Europa publizierte sie weitere begutachtete Artikel in europabezogenen Fachzeitschriften wie European Urban and Regional Studies sowie zum Vergleich von Metropolenpolitik in Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union.

Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Mitglied seit 2021
Andrea Gröppel-Klein ist seit 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing und Direktorin des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung (IKV) an der Universität des Saarlandes. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Vergleich („cross cultural consumer behavior“) des Konsumentenverhaltens unterschiedlicher Kulturen bzw. Länder. Seit 2008 hat Andrea Gröppel-Klein an den EU-Forschungsprojekten FLABEL und CLYMBOL zum Thema „Gesundheit und Lebensmittel“ mitgewirkt; das derzeit laufende EU-Projekt „mEATquality“ beschäftigt sich mit der Frage, ob verbesserte Fleischqualität durch mehr Tierwohl von Konsumenten gewürdigt und mit erhöhter Preisbereitschaft einhergeht. Seit 2015 ist sie stellvertretende Direktorin des Europa-Instituts (Sektion Wirtschaft), an dem sie ebenfalls lehrt.

Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2023
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2025
Philip Hahn ist seit 2023 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität des Saarlandes. Er arbeitet aktuell u. a. zur Stadtgeschichte und zur Geschichte von Migration und Mobilität in Europa. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Zusammenhängen zwischen binneneuropäischer Migration und den im 17./18. Jahrhundert entstehenden globalen Arbeitsmärkten.

Vetretungsprofessur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2025
Joachim Harst ist seit April 2024 Vertretungsprofessor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Seine Forschung beschäftigt sich mit klassischen literaturwissenschaftlichen Themen wie der Rezeption der griechischen Tragödie in der europäischen Literaturgeschichte, aber auch mit medienkomparatistischen Fragestellungen wie der Darstellung der Psychoanalyse in Serien wie West World oder digitalen Formen des Spurenlesens bei Forensic Architecture. Seine Arbeit im Rahmen des CEUS kreist um literarisch und medial vermittelte Investigationspraktiken mit einem Fokus auf mediterrane Migrationsbewegungen. Welche Erkenntnisse können durch neuartige Investigationsverfahren wie Open Source Investigations über Migration und Grenzregime im Mittelmeerraum gewonnen werden? Und inwiefern werden dabei Muster aus der Detektivliteratur aufgegriffen – allen voran die Figur des Detektivs?

Literatur- und Kulturwissenschaftler
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2023
Franck Hofmann ist Literatur- und Kulturwissenschaftler und arbeitet als Lehrkraft für besondere Aufgaben in der Fachrichtung Romanistik an der Universität des Saarlandes (UdS). Er war u. a. BMBF-Forscher am Centre Marc Bloch Berlin, Co-Sprecher der internationalen Forschungsgruppen „Transmed. Denken der Méditerranée und europäisches Bewusstsein“ (2010–2017) und „Penser la Méditerranée ensemble – transmediterrane Jugendpolitik“ (2022–2025) sowie Associated Senior Researcher im ERC „Minor Universality Narrative World Productions After Western Universalism“ (2019–2024) an der UdS. Seit 2020 ist er Co-Herausgeber der Kulturzeitschrift „Rhinozeros. Europa im Übergang“, die seit 2023 als Jahrbuch des Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE) im Verlag Matthes&Seitz erscheint.

Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht (Clusterprofessur)
Rechtswissenschaftliche Fakultät
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2026
CEUS-Direktoriumsmitglied seit 2026
Till Patrik Holterhus ist seit Februar 2026 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht an der Universität des Saarlandes sowie Co-Direktor des Europa-Instituts. Er forscht zu den unions- und völkerrechtlichen Grundlagen der europäischen Integration – insbesondere zur Rechtsstaatlichkeit, zur institutionellen Verfasstheit der EU und zur Rolle Europas in einer sich wandelnden internationalen Ordnung. Weitere Schwerpunkte seiner Forschung betreffen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Resilienz demokratischer Gesellschaften. Zuletzt profilierte sich Prof. Holterhus mit Arbeiten zur europäischen Souveränität, Rechtsstaatlichkeit und wehrhaften Demokratie.

Professorin für Vor- und Frühgeschichte
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2025
Sabine Hornung ist seit 2018 Professorin für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität des Saarlandes. Sie wurde 2006 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promoviert und habilitierte dort 2014 zum Thema „Siedlung und Bevölkerung in Ostgallien zwischen Gallischem Krieg und der Festigung der römischen Herrschaft“. Der Übergang von der späten Eisen- zur Römerzeit, und somit die Genese der ersten politischen Einheit auf europäischem Gebiet, steht seither im Mittelpunkt ihrer grenzüberschreitenden Forschungen. Ein Schwerpunkt liegt auf den Migrationsbewegungen des 2./1. Jahrhunderts v. Chr., auf wirtschaftlichem Wandel und dessen sozio-politischen Folgen, in welche sich auch die römische Eroberung einbettet. Über die Erforschung militärischer Relikte der späten Republik bzw. frühen Kaiserzeit hinaus stehen auch die Integration der einheimischen Bevölkerung in das Römische Reich und der dadurch ausgelöste Kulturwandel im Fokus, welcher europäische Identitäten bis heute prägt.

Professor für Europäische Zeitgeschichte (Clusterprofessur)
Philosophische Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
CEUS-Direktoriumsmitglied mit beratender Stimme von 2021 bis 2022 (als Leiter des Frankreichzentrums)
Dietmar Hüser hat seit 2013 den Lehrstuhl für Europäische Zeitgeschichte an der Universität des Saarlandes inne. Er forscht und lehrt zu grundlegenden politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Aspekten der europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Im Zentrum stehen die Geschichte Deutschlands und Frankreichs, deutsch-französische, innereuropäische und transatlantische Beziehungen, Vergleiche und Transfers. Besonderes Augenmerk gilt seit einigen Jahren einer Geschichte der Populärkultur und des modernen Sports sowie den Veränderungsdynamiken populärer Künste und sportbezogener Phänomene für das 20. Jahrhundert; wozu er mehrere Bücher publiziert hat, u.a. Frauen am Ball – Geschichte(n) des Frauenfußballs in Deutschland, Frankreich und Europa, Bielefeld (transcript) 2022. Dietmar Hüser ist Sprecher der DFG-Forschungsgruppe"Populärkultur transnational – Europa in den langen 1960er Jahren" (2017-2026) sowie Verantwortlicher des DFH-Doktorandenkollegs “Internationale Geschichte interdisziplinär”. Seit 2023 ist er zudem Sprecher des DFG-ANR-Projekts "Sport-Arenen – Szenen und (Werk)Stätten des Sport-Events". Zwischen 2017 und 2022 leitete Dietmar Hüser das Frankreichzentrum der UdS und war in dieser Funktion von 2021 bis 2022 CEUS-Direktoriumsmitglied mit beratender Stimme.

Doktorand im Nachwuchskolleg Europa
Geschichte
Martin Kloza ist Historiker und seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Doktorand am Nachwuchskolleg Europa des Clusters für Europaforschung (CEUS). Er studierte Germanistik und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum sowie der Université de Tours (Frankreich), wo er im Rahmen des Integrierten Studiengangs Geschichte einen binationalen Master of Arts / master recherche abschloss. Neben Lehrtätigkeiten im Bereich Deutsch als Fremdsprache sowie der germanistischen Linguistik war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Zuletzt, von 2018 bis 2023, arbeitete er als Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Université de Lille in Frankreich. Aktuell ist ein Cotutelle-Verfahren mit Prof. Dr. Emmanuel Droit von der Sciences Po Strasbourg in Vorbereitung.

Professor für Kultur- und Mediengeschichte
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2023
Fabian Lemmes ist seit 2023 Professor für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes. Er wurde am Europäischen Hochschulinstitut Florenz promoviert, war Juniorprofessor für Europäische Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum, Assoziierter Forscher am Centre Marc Bloch Berlin und u.a. Fellow am Deutschen Historischen Institut Paris und am Collegium Lyon. Er forscht zur vergleichenden und transnationalen Geschichte Europas und des Mittelmeerraums vom 19. bis 21. Jh., v. a. zu den Themen Arbeit, Industriekultur und Deindustrialisierung, Migration und Grenzregionen, Nationalsozialismus; Krieg und Besatzungen, Medien und Terrorismus, soziale Bewegungen und Anarchismus.

Professor für Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft (Clusterprofessur)
Philosophische Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
Markus Messling ist seit 2019 Inhaber des Lehrstuhls für Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Im Bereich der Europaforschung beschäftigt er sich mit kulturgeschichtlichen und kulturtheoretischen Grundlagen der Reflexion über Europa und dessen Verhältnis zur Welt, der Frage des Universalitätsdenkens nach dem europäischen Universalismus sowie dem Mittelmeer als öffentlichem Raum. An der UdS führte er von 2019 bis 2024 das vom European Research Council geförderte Projekt „Minor Universality. Narrative World Productions After Western Universalism“ durch. Seit 2022 leitet er zudem (gem. mit Franck Hofmann) die vom Deutsch-Französischen Jugendwerk geförderte Forschungsgruppe „Penser la Méditerranée ensemble – transmediterrane Jugendpolitik“. Gemeinsam mit Christiane Solte-Gresser ist er seit 2024 Direktor des Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE).

Professorin für Deutsche Literatur des Mittelalters und Deutsche Sprache
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021
Nine Miedema ist seit 2011 Professorin für Deutsche Philologie des Mittelalters an der Universität des Saarlandes. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich u.a. mit der komparatistischen historischen Dialogforschung, der Rezeption antiker Exempla in der europäischen Renaissance, Editionstheorie, Träumen in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten sowie mittelalterlicher Pilger- und Reiseliteratur.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Postdoktorandin am Lehrstuhl für französische und italienische Literaturwissenschaft
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2025
Sabine Narr-Leute ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Postdoktorandin am Lehrstuhl für französische und italienische Literaturwissenschaft der Universität des Saarlandes. In ihrem Postdoc-Projekt „Konstruktionen des Orients in der französischen und italienischen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ untersucht sie europäische Texte, die die Begegnung mit der Welt des ‚Anderen‘ in den Mittelpunkt rücken. Der Fokus liegt dabei auf der französischen und italienischen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, in der der Orient erstmals zu einem Faszinosum wird. Für ihre Dissertation zu „Die Legende als Kunstform in der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Victor Hugo, Gustave Flaubert, Émile Zola“ wurde sie mit dem Elise-Richter-Preis des Deutschen Romanistikverbandes ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Frankreichzentrums der Universität des Saarlandes.

Professorin für Französische Literaturwissenschaft (Clusterprofessur)
Philosophische Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
CEUS-Direktoriumsmitglied und dessen Vorsitzende von 2021 bis 2023
CEUS-Ehrenvorsitzende seit 04/2024
Patricia Oster-Stierle wurde 2003 auf den Lehrstuhl für französische Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes berufen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die französische und italienische Literatur im europäischen Kontext, transnationale Verflechtungsgeschichten und vergleichende Medientheorie. Sie ist Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen". Im Kontext der Europaforschung hat sie im Rahmen der Colloques de Cerisy die Bände Europe en mouvement (2 Bde.) und Fluchtraum Europa herausgegeben. Sie war von 2005 bis 2012 Vizepräsidentin für Planung und Strategie und Vizepräsidentin für Europa und Kultur an der UdS und von 2013 bis 2017 erst Vizepräsidentin, dann Präsidentin der Deutsch-französischen Hochschule. Patricia Oster-Stierle wurde zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Professorin für Romanische Sprachwissenschaft (Clusterprofessur)
Philosophische Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
CEUS-Direktoriumsmitglied seit 2023 und dessen Vorsitzende seit 05/2024
Claudia Polzin-Haumann ist seit 2006 Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Im Bereich der Europaforschung beschäftigt sie sich vor allem mit Mehrsprachigkeit. Ihr Interesse gilt dabei neben strukturellen und historischen Grundlagen auch gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (Sprachpolitik, Sprachpflege, Sprachnormen und normative Diskurse) sowie der individuellen Ebene der Sprecher:innen. Sie forscht außerdem zu Mehrsprachigkeit in Bildungssystemen sowie in ökonomischen, administrativen und wissenschaftlichen Kommunikationskontexten. Räumlich fokussiert die Forschung sowohl die Region SaarLorLux (und hier besonders das Französische) als auch weitere europäische Grenzräume.
Mit dem EuroComCenter verantwortet sie (zusammen mit Dr. Christina Reissner) ein umfassendes Informations- und Trainingsportal zum vernetzten Sprachenlehren und -lernen, das auch zur Bewahrung der europäischen Sprachenvielfalt beiträgt.
Claudia Polzin-Haumann ist Mitherausgeberin mehrerer Zeitschriften, u.a. der 1877 von Gustav Gröber gegründeten Zeitschrift für romanische Philologie. Sie ist weiterhin Mitglied der Forschergruppe GRETI (Groupement de Recherches Transfrontalières Interdisciplinaires) und des UniGR-Center for Border Studies und hat auch auf europäischer Ebene an zahlreichen Projekten im Bereich der angewandten Linguistik mitgearbeitet. Von 2013 bis 2017 war sie Leiterin des Frankreichzentrums der Universität des Saarlandes, von 2017 bis 2021 Vizepräsidentin für Europa und Internationales.

Professorin für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Schwerpunkt Hispanistik
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2025
Janett Reinstädler ist seit 2008 Professorin für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Hispanistik an der Universität des Saarlandes. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den spanischsprachigen Literaturen und Kulturen. Aktuelle Themenfelder sind Migration, Memoria, Traum und Trauma in ihrer diachronen und transkulturellen Dimension. Im Fokus stehen dabei Prosa, Theater, Film und Graphic Novel aus Spanien mit ihren interkulturellen und grenzüberschreitenden Bezugnahmen zu Europa, Hispanoamerika und Afrika. Engste spanisch Partner sind die Universität Valladolid sowie die Universität Sevilla, mit der ein Doppelstudienabschluss besteht. Ein besonderer Beitrag zur Europaforschung an der Universität des Saarlandes iegt in der langjährigen hispanistischen Kooperation mit der Ukraine seit 2009 (DAAD-Ostpartnerschaften). Seit Juli 2025 ist die UdS-Romanistik gemeinsam mit Amerikanistik, Germanistik und Jura Teil des Deutsch-Ukrainischen Hochschulnetzwerks, für das das innovative, fünfjährige Lehr- und Forschungsprogramm SUUN entwickelt wurde (gefördert durch DAAD/DUHN).

Professor für Alte Geschichte
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021 und Collegiumsmitglied seit 2024
Heinrich Schlange-Schöningen ist seit 2006 Professor für Alte Geschichte an der Universität des Saarlandes. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der römischen Geschichte der Kaiserzeit und Spätantike und in der Wissenschaftsgeschichte der Altertumswissenschaften. Außerdem forscht er zur attischen Demokratie und ihrer modernen Rezeption. Sein besonderes Forschungsinteresse liegt dabei in der antik-griechischen Flucht- und Fremdheitserfahrung und ihrer Wirkung auf den modernen bzw. gegenwärtigen Europadiskurs.

Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Europa (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2022
CEUS-Direktoriumsmitglied seit 2025
Martin Schröder ist seit Dezember 2022 Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Europa an der Universität des Saarlandes. Er forscht zu Lebensqualität im internationalen Vergleich, Geschlechterungleichheiten auf Arbeitsmärkten, den Einfluss von Gerechtigkeitsvorstellungen auf wirtschaftliches Handeln, Kapitalismusvarianten und Wohlfahrtsstaaten im internationalen Vergleich und europäischer Identität. Im Bereich der Europaforschung beschäftigt er sich mit der Frage, unter welchen Umständen sich Menschen mit Europa identifizieren, und zeigt, wie Europas unterschiedliche Gesellschaften, Kapitalismusvarianten und Wohlfahrtsstaaten mit der EU-Integration interagieren. Martin Schröder ist Projektleiter im BMBF-Projekt „EUNIDES – Europäische und Nationale Identifikation: Ursachen, Formen und Folgen für Solidarisierung und Entsolidarisierung“.

Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Clusterprofessur)
Philosophische Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
Christiane Solte-Gresser ist seit 2009 Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Im Bereich der Europaforschung beschäftigt sie sich vor allem mit den gesellschaftlichen und politischen Dimensionen von Literatur und Film im Hinblick auf das Verhältnis Europas zur Welt. Schwerpunkte sind kulturwissenschaftliche Holocaust und Trauma Studies sowie der Zusammenhang von Kultur und Ökologie. Zudem forscht sie zu ästhetischen Traumdarstellungen als Beitrag zu einer europäischen Geschichtsschreibung und zur Frage, welche Funktionen kulturelle Praktiken für die Problematik der Reparation haben. Hier geht es ihr insbesondere um den Beitrag der Kultur für das, was – wie im Fall von Verbrechen gegen die Menschlichkeit – irreparabel ist. Christiane Solte-Gresser leitete von 2015 bis 2024 das von der DFG geförderte Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ (GRK 2021). Seit 2024 ist sie zusammen mit Markus Messling Direktorin des vom BMBF geförderten Käte Hamburger Kollegs für kulturelle Praktiken der Reparation (CURE).

Postdoktorand im Nachwuchskolleg Europa
Wissenschaftsgeschichte
Alexander Stoeger ist Wissenschaftshistoriker und seit 2023 Postdoc im Nachwuchskolleg am CEUS | Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlandes. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in wissenschaftlichen Identitätsdebatten der empirischen Naturwissenschaften und der Medizin, der Entwicklung wissenschaftlichen Fachzeitschriften in Europa und der Professionalisierung und Institutionalisierung der experimentalwissenschaftlichen Disziplinen in Deutschland und Großbritannien seit 1800.
Alexander Stoeger ist Mitorganisator des Early Career Netzwerkes der deutschsprachigen Wissenschaftsgeschichte Driburger Kreis und Communications Officer und Webmaster der British Society for the History of Science (BSHS).

Postdoktorandin am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021
Laura Vordermayer ist Postdoktorandin am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes. In ihrem Postdoc-Projekt forscht sie zu Beziehungen zwischen Ideologien und Fiktion in Europa, mit einem Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert. Sie promovierte im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“ mit einer Arbeit zu literarischen Traumaufzeichnungen von Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts; im Fokus steht das gattungsspezifische Potential des Traumnotats als literarische Form, in der individuelle und kollektive Traumata, insbesondere die Shoah, darstellbar werden. Im September 2021 konzipierte und organisierte Laura Vordermayer gemeinsam mit Mario Laarmann und Carla Seemann die internationale und interdisziplinäre Sommerakademie „Restitution, Reparationen, Reparation – Wege zu einer neuen Weltgesellschaft?“, die als erste Veranstaltung des Exzellenzlabors Europa in der Villa Vigoni stattfand. Ein Sammelband zum Thema erscheint im Frühjahr 2023.

Professor für Europastudien | Schwerpunkte Westeuropa und Grenzräume (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied seit 2021
CEUS-Direktoriumsmitglied von 2021 bis 2023
Florian Weber ist seit April 2019 Juniorprofessor und seit 1. April 2025 Univ.-Professor für Europastudien mit Schwerpunkten auf Westeuropa und Grenzräume an der Universität des Saarlandes. In seiner Forschung setzt sich der in Geographie promovierte und habilitierte Geograph mit grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen in Europa, europäischen Metropolisierungsprozessen und Energietransitionen in der Europäischen Union auseinander. Seine Publikationen in peer-reviewten Journals und Sammelbänden tragen diesen Schwerpunkten Rechnung, zuletzt auch in Kooperation mit CEUS-Mitgliedern wie Dominik Brodowski, Christiane Solte-Gresser und Romana Weiershausen. Seit 2019 ist Florian Weber Mitglied im UniGR-Center for Border Studies.

Professorin für Frankophone Germanistik
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied seit 2021 und Collegiumsmitglied seit 2022
CEUS-Direktoriumsmitglied mit beratender Stimme seit 2022 (als Leiterin des Frankreichzentrums)
Romana Weiershausen (venia legendi in Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Komparatistik) ist seit 2014 Professorin für Frankophone Germanistik an der Universität des Saarlandes. Seit 2022 ist sie Leiterin des Frankreichzentrums der Universität. Im Studienbetrieb verantwortet sie den trinationalen Germanistik-Masterstudiengang „Literatur-, Kultur- und Sprachgeschichte des deutschsprachigen Raums“ in Kooperation mit der Université de Lorraine (Metz) und der Université du Luxembourg; zudem ist sie Kommissionsmitglied der grenzüberschreitenden Graduiertenschule LOGOS der Universität der Großregion. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Drama und Theater (18. Jahrhundert und heute), in der interkulturellen Gegenwartsliteratur und in der Genderforschung. Sie verfolgt aktuell zusammen mit Simone Egger (Europäische Kulturanthropologie) ein interdisziplinäres Projekt „ABOUT HEIMAT. Aushandlungen von Zugehörigkeit und Teilhabe im Herzen Europas“.

Professor für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt komparative Europaforschung (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Collegiumsmitglied seit 2022
Georg Wenzelburger ist seit September 2022 Professor für Politikwissenschaft mit einem Schwerpunkt in der komparativen Europaforschung an der Universität des Saarlandes. Im Zentrum seines Forschungsinteresses steht die vergleichende Analyse von politischen Entscheidungsprozessen und politischen Inhalten (Policies) in der Europäischen Union, den Staaten Europas und auf subnationaler Ebene. So betrachten seine Arbeiten etwa, inwiefern sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Politiken europäischer Staaten finden lassen und wie sich diese erklären lassen, oder wie sich europäische Impulse auf die politischen Prozesse in nationalen politischen Systemen auswirken. Außerdem untersucht er die Rolle politischer Akteure und vor allem politischer Parteien sowie die Auswirkungen struktureller Veränderungen des Kontexts etwa durch Digitalisierung, Unsicherheit oder gesellschaftlichen Wandel auf die politische Entscheidungsfindung.
Ehemalige CEUS-Mitglieder

Professorin für Zivilrecht, Römisches Recht und Europäische Rechtsvergleichung
Rechtswissenschaftliche Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied von 2021 bis 2026
CEUS-Direktoriumsmitglied von 2023 bis 2026 und dessen Vorsitzende von 05/2023 bis 04/2024
Prof. Dr. Dr. h.c. Tiziana J. Chiusi hatte seit Sommersemester 2001 den Lehrstuhl für Zivilrecht, Römisches Recht und Europäische Rechtsvergleichung an der Universität des Saarlandes inne. Sie forscht zu Einflüssen, Auswirkungen und Wechselwirkungen zwischen der Rechtsprechung und Gesetzgebung auf Unionsebene. Diese für den europäischen Integrationsprozess fundamentale Forschung fügt sich in die Arbeit des Instituts für Europäisches Recht ein, dessen alleinige Direktorin sie seit 2019 ist. Neben der Zusammenarbeit in Forschung und Lehre mit führenden Universitäten in Italien und Spanien, erstreckt sich ihre Vortragstätigkeit in Europa vor allem auf Deutschland, die Schweiz, Österreich, Georgien, Bulgarien, Tschechien und Polen. Ein Projekt, das Teil des DAAD-Förderungsprogramms „Partnerschaften mit Hochschulen in Ostmittel-, Südost- und Osteuropa sowie dem Kaukasus und Zentralasien“ ist, widmet sich der Erforschung von Prozessen der europäischen Ordnungsbildung unter dem Blickwinkel eines einheitlichen europäischen Zivilrechts. Tiziana Chiusi ist Georgien-Beauftragte der UdS, Auslandsbeauftrage der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, war 2012 Mitglied des Gründungsdirektoriums des Europa-Kollegs der Universität des Saarlandes (CEUS) sowie von 2014 bis 2018 als geschäftsführende Direktorin dessen Vorsitzende. Sie wurde 2023 wieder in den Vorstand des Rechtswissenschaftlichen Zentrums für Europaforschung (RZE) der UdS gewählt. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit, die sie seit ihrer Emeritierung 2026 im Rahmen einer Seniorprofessur an der UdS fortsetzt, übernahm sie zahlreiche zentrale Funktionen im deutschen und internationalen Wissenschaftssystem, u.a. ist sie seit 2020 Vorsitzende des Deutschen Juristen-Fakultätentages.

Professor für Kulturgeographie (Clusterprofessur)
Fakultät für Empirische Humanwissenschaften
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied von 2021 bis 2023
H. Peter Dörrenbächer war von 2006 bis 2023 Professor für Kulturgeographie an der Universität des Saarlandes. Im Bereich der raumwissenschaftlichen Europaforschung beschäftigt er sich vor allem mit der Institutionalisierung grenzüberschreitender Kooperationsräume, dem Strukturwandel europäischer Regionen und der Entwicklung grenzüberschreitender Arbeitsmärkte und grenzüberschreitender Berufsausbildung, insbesondere in der Großregion. Er war Gründungsmitglied des UniGR-Center for Border Studies und gehörte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand dessen Steering Board an. Ferner war er Gründungsmitglied und bis zum Ende seiner Dienstzeit Sprecher des trinationalen UniGR-Masterstudiengangs Border Studies.

Professor für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht (Clusterprofessur)
Rechtswissenschaftliche Fakultät
CEUS-Gründungs- und Collegiumsmitglied von 2021 bis 2025
CEUS-Direktoriumsmitglied von 2021 bis 2023
Thomas Giegerich war von 2012 bis 2025 Professor für Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes. Sein Hauptinteresse gilt dem Recht der europäischen Integration im Europarat und in der Europäischen Union. Er untersucht dessen Verhältnis zum globalen Völkerrecht und zum deutschen Recht sowie das Zusammenwirken der jeweiligen Rechtsprechungsorgane. Dabei geht es ihm um normative Kohärenz durch Bildung von Normensynthesen und deren Implementierung durch judikative Kooperation. Im Vordergrund seiner Arbeit stehen menschenrechtliche Themen, aber auch institutionelle Fragen des europäischen und globalen Mehrebenensystems. Als Ko-Direktor des Europa-Instituts der Rechtswissenschaftlichen Fakultät war Thomas Giegerich für den LL.M.-Studiengang im europäischen und internationalen Recht mitverantwortlich.

Ehem. Postdoktorandin im Nachwuchskolleg Europa
Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Dr. Agnieszka Hudzik ist Literaturwissenschaftlerin und Komparatistin. Im Februar 2026 hielt sie ihr Habilitationskolloquium mit dem Vortrag „Europa in Thomas Manns Der Zauberberg (1924) und Olga Tokarczuks Empuzjon (2022): Diagnose eines kranken Kontinents“ an der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes, nachdem sie dort im Juni 2025 ihre Habilitationsschrift "Retrotopias Reimagined: Menschengemeinschaft in Literatur und Kunst nach dem Universalismus" zur Erlangung der Venia Legendi im Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Germanistik und Slawistik) eingereicht hatte. Von Januar 2023 bis April 2025 forschte sie als Postdoktorandin im Nachwuchskolleg Europa.

Professor für Historische und Systematische Theologie
Philosophische Fakultät
CEUS-Mitglied von 2021 bis 2024
Michael Hüttenhoff war von 2001 bis 2025 Professor für Historische und Systematische Theologie in der Fachrichtung Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Kirchen- und Theologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, der Theologie der Religionen und der Tugendethik. Mit seinem Team edierte Michael Hüttenhoff die 1937 bis 1939 entstandenen Vorträge und kleineren Arbeiten des Schweizer Theologen Karl Barth. Das von 2017 bis 2024 von der DFG geförderte Editionsprojekt dokumentiert, wie Barth in diesen Jahren in der Schweiz und anderen europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark) durch Vorträge, Aufsätze, Briefe und Gespräche über die Lage der evangelischen Kirche in Deutschland informierte, zur Parteinahme für die Bekennende Kirche drängte und immer entschiedener den Nationalsozialismus und seine Politik kritisierte.