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auf der Seite des Lehrstuhls für Romanische Kulturwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation von Prof. Dr. Markus Messling!

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Aktuelles

Exzellenzlabor Europa 2021

Internationale Sommerschule: „Restitution, Reparationen, Reparation –Wege zu einer neuen Welt­gesell­schaft?“

Gäste des Exzellenzlabors Europa 2021 sind die Literaturwissenschaftlerin Aurélia Kalisky (Berlin) mit ihrer Forschung über Zeug*innen­schaft im Kontext der Shoah und kolonialer Ver­brechen, die Autorin Igiaba Scego (Rom), die in ihrem Werk die Erfahrung von Trauma und die Möglich­keiten der Heilung in (post-)kolonialen Zusammen­hängen thematisiert, sowie die Soziologin Angelica Pesarini (Toronto) und der Kultur­anthro­pologe Jonas Tinius (Saarbrücken), die sich mit gesell­schaftlichen Voraus­setzungen und Konsequenzen dekolonialer Museums­arbeit in Italien und Deutsch­land auseinander­setzen; darüber hinaus die Schrift­stellerin Helena Janeczek (Mailand) mit ihrem literarischen Werk zu Erinnerung und Shoah sowie der Philosoph Olivier Remaud (Paris), der in seiner aktuellen Publikation Penser comme un iceberg Mensch-Natur-Verhältnisse neu denkt.

Programm

Donnerstag, 9. September 2021

Was ist eine kulturelle Praxis der Reparation? Die Rückgabe der Stele von Axum und die Erzählung "L'icona" von Igiaba Scego
Keynote von Prof. Dr. Markus Messling und Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser

Freitag, 10. September 2021

Restitution, Reparationen, Reparation - eine begriffs- und kulturgeschichtliche Annäherung
Einführungsvortrag von Carla Seemann, Mario Laarmann & Laura Vordermayer

Trauma und Heilung in (post-)kolonialen Zusammenhängen
Panel I mit Dr. Igiaba Scego

Zeug*innenschaft im Kontext der Shoah und kolonialer Verbrechen
Panel II mit Dr. Aurélia Kalisky

Lesung von Prof. Dr. Olivier Remaud aus Penser comme un iceberg

Samstag, 11. September 2021

Ethiken des Erinnerns und des Zusammenlebens
Lektüresitzungen

Festakt zur Eröffnung des Exzellenzlabors Europa (Programm)

Sonntag, 12. September 2021

Neudenken von Mensch-Natur-Verhältnissen
Panel III mit Prof. Dr. Olivier Remaud

Restitution von Kulturgütern
Panel IV mit Dr. Jonas Tinius und Dr. Angelica Pesarini

Eine neue Ethik der Beziehungen?
Panel V: Abschlussdiskussion mit Dr. Aurélia Kalisky, Prof. Dr. Olivier Remaud, Dr. Jonas Tinius und Dr. Angelica Pesarini

Die Sommerschule ist eine CEUS-Veranstaltung in Kooperation mit dem ERC Grant Minor Universality und dem DFG-Graduiertenkolleg Europäische Traumkulturen.

 


 

 

Kulturelles Übersetzen mit Karin Uttendörfer – Gastdozentur des Deutschen Übersetzerfonds im Wintersemester 2021/2022

 

Wir freuen uns sehr, im kommenden Wintersemester Karin Uttendörfer als Gastdozentin in der Fachrichtung Romanistik der Universität des Saarlandes begrüßen zu dürfen. Karin Uttendörfer ist eine der gefragtesten Übersetzerinnen aus dem Französischen in Deutschland und eine Kennerin der französischen Literaturszene. Sie hat wichtige Autor:innen der französischen Gegenwartsliteratur wie Eric Hazan, Jacques Yonnet, Marcel Aymé, Judith Perrignon und Mathieu Riboulet übertragen. Für ihre Übersetzung von Jean-Baptiste Del Amos Règne animal (Tierreich) war sie 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Gerade wurde sie gemeinsam mit der Autorin Ryoko Sekiguchi für ihre Übersetzung von Nagori. Die Sehnsucht nach der von uns gegangenen Jahreszeit mit dem Prix Premiere 2021 ausgezeichnet. Neben ihrem Hausverlag Matthes & Seitz (Berlin), hat sie auch für andere Verlage mit romanischen Schwerpunkten gearbeitet, darunter Wagenbach oder Luchterhand. 2017 war sie Mitglied der Jury für den Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis.

Gefördert wird die Gastdozentur mit Mitteln des „Neustart Kultur“-Programms der Staatsministerin für Kultur und Medien durch den Deutschen Übersetzerfonds, der sich unter dem Motto „Wer übersetzt, überwindet Grenzen“ dafür engagiert, das zeitgemäße Wissen literarischer Übersetzer:innen in den akademischen Diskurs einzubringen. Karin Uttendörfer kommt auf Einladung von Professor Messling an die Universität des Saarlandes.

Unter dem Titel „Kulturen übersetzen als Weltvermittlung: Die Reden des Yanomami-Schamanen Davi Kopenawa an die Weißen“ wird sie in ihrem Seminar ihre laufende Übersetzung von La Chute du ciel aus dem Französischen besprechen, einem großen Gespräch zwischen dem französischen Anthropologen Bruce Albert und dem Schamanen Davi Kopenawa Yanomami, der 2019 für seinen Kampf um den Erhalt des Amazonas-Regenwaldes mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Dabei werden auch theoretische und praktische Herausforderungen kultureller Übersetzung diskutiert, die im Kontext gegenwärtiger postkolonialer Auseinandersetzungen von größter Bedeutung und Aktualität sind – nicht zuletzt auch seit der Debatte um die Übersetzung von Amanda Gormans The Hill We Climb, welche in diesem Jahr unter dem Stichwort der Repräsentation zu einer Debatte über politische Vereinnahmungen und gesellschaftlichen Funktionen von Literatur geführt hat. La Chute du ciel, ein ebenso anthropologisch wie poetisch bedeutsames Werk, hat seit seinem Erscheinen in Frankreich 2010 großes Aufsehen erregt und einflussreich in die zeitgenössische Natur-Kultur-Debatte hineingewirkt. Über die konkrete Arbeit am Text hinaus, wird es im Seminar auch Raum für Fragen zum Metier des Übersetzens und zur Verlagsarbeit geben.

Das Seminar ist als Blockveranstaltung angelegt mit Präsenz-Terminen am 09. und 10. Dezember 2021 und 20. und 21. Januar 2022 sowie einer einführenden digitalen Sitzung am 12. November 2021. Der Kurs richtet sich an interessierte Bachelor- und Masterstudierende der Studiengänge der Interkulturellen Kommunikation, Deutsch-Französischen Studien und Lehramt Romanistik. Um eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik zu gewährleisten, ist die Teilnehmer:innenzahl auf etwa 15 Studierende beschränkt.

 

 

Die erste Ausgabe "Rhinozeros. Europa im Übergang" ist soeben im Verlag Matthes & Seitz erschienen.

 

Wie das Zusammenleben in einer geteilten Welt gestalten, ohne zuvor nach der beschädigten zu fragen? fragt Rhinozeros. Europa im Übergang in dieser Ausgabe zum Thema „reparieren“.

 


weitere Informationen zur Ausgabe und zum Projekt
 

 

 

 


 

Sekretariat

Christine Guirriec

Sekretariat
Geb. A5 3, Raum 0.03
Tel.: +49 681 302-3354
E-Mail: sekretariat.messling(at)uni-saarland.de
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr

Sprechstunde Prof. Messling

Herr Prof. Messling befindet sich im SoSe 2021 im Forschungssemester. Die nächste Sprechstunde findet am 08. Oktober, 10:00-13:00 Uhr in Präsenz oder per MS Teams und ausschließlich auf Anmeldung hin statt. Bitte melden Sie sich zur Terminvereinbarung per Email bei Frau Christine Guirriec:sekretariat.messling(at)uni-saarland.de.

Sollten Sie nur eine Unterschrift brauchen, so reichen Sie die entsprechenden Unterlagen bitte einfach im Sekretariat ein oder werfen Sie sie mit einem Vermerk in unseren Briefkasten.