Forschung

Europa und konkreter die Europäische Union stehen im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts vor vielfältigen und komplexen Herausforderungen. Auf die Phase eines stetigen Erweiterungsprozesses der EU mit der Zielsetzung einer Überwindung nationalstaatlicher Hürden und einer gemeinsamen Positionierung in außenpolitischen Fragen (ein „debordering“) folgt seit einigen Jahren eine Tendenz hin zu einem anwachsenden Populismus mit dem Streben nach nationaler Autorität (ein „rebordering“), wovon beispielsweise neben den langwierigen Diskussionsprozessen um den Austritt Großbritanniens stark divergierende Positionen in der Flüchtlingspolitik zeugen. Dies betrifft letztlich nicht nur die Fortentwicklung Europas, sondern globaler betrachtet auch die politische Positionierung im internationalen Kontext, wo neue Unwägbarkeiten und Unsicherheiten aufkommen. Scheinbare Stabilitäten und Konstanten wie die vertrauensvolle transatlantische Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika oder der Trend zu „mehr Europa“ innerhalb der EU sind ins Wanken geraten. Von diesen Umbrüchen bleibt das Saarland keineswegs unberührt, das durch seine Historie und die Grenzlage seit langem in spezifischer Weise von europäischen Entwicklungen geprägt ist. Mit der besonderen geographischen Lage inmitten Europas und seinen vielfältigen regionalen Verflechtungen kann das Saarland zu einer Modellregion Europas als „Anker“ in einer undurchsichtigen „Gemengelage“ werden, mit einhergehenden Potentialen für Forschung und Lehre. Daher ist auch aus wissenschaftlicher Perspektive der Fortentwicklung Europas und der Europäischen Union – von Saarbrücken aus – hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Die Fachrichtung Gesellschaftswissenschaftliche Europaforschung trägt diesen Entwicklungsprozessen forschungsbezogen Rechnung.

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