PsychologieNebenfach

Das nicht-psychologische Wahlpflichtfach "Medienkulturwissenschaft" widmet sich dem Verhältnis von Medien und Kulturen, das wohl zu jeder Zeit als ein komplexes Geflecht zu beschreiben ist — und doch ist die Beziehung zwischen beiden im globalisierten 21. Jahrhundert so dicht wie nie zuvor: Denn einerseits gehen mediale Erzeugnisse aus Kulturen hervor, entwickeln sich in Mediensystemen technologisch weiter oder werden politisch zensiert, während die Produktion, Distribution und Rezeption durch Globalisierungsprozesse und die relative Echtzeit der Internetkommunikation eine nie dagewesene Beschleunigung erlebt. Andererseits wirken nicht nur populäre Alltags- und Unterhaltungsmedien (wie Filme und Fernsehserien, Romane und Comics, Instagram-Posts und Computerspiele) mit ihren Repräsentationen auch wieder in gesellschaftliche Diskurse zurück, schaffen Wissen oder stiften Erinnerung, inszenieren Diversität oder reproduzieren Stereotype.

Die Medienkulturwissenschaft nimmt sich diesem wechselseitigen Spannungsfeld von 'Kulturmedien' und 'Medienkulturen' in einer Verbindung aus 'klassischer' Kulturtheorie und medienwissenschaftlichen Fragestellungen an, und ist dabei geprägt vom kritischen Potential der "Cultural Studies".

Struktur und Module

Seit dem Wintersemester 2022/23 können BA- und MA-Studierende der Psychologie das nicht-psychologische Nebenfach "Medienkulturwissenschaft" wählen.

ModulelementLVSWSCPTurnusPrüfungsleistung
Einführung in die Medienkulturwissenschaft

Vorlesung

2

4

WiSe / SoSe

Seminartagebuch / Portfolio (unbenotet)

Theorien und Methoden der MedienkulturwissenschaftÜbung24WiSe / SoSemündliche Prüfung (benotet)

 

Schwerpunkt

Die Vorlesung führt überblicksartig, jedoch stets anhand eines konkreten Untersuchungsgegenstands, in aktuelle Fragestellungen der Medienkulturwissenschaft ein. Anhand von Themen wie Natur oder Gender, Erinnerung oder Körperlichkeiten verbinden sich kulturtheoretische und medienwissenschaftliche Perspektiven in sowohl diachroner wie auch synchroner Perspektive und mit einem Schwerpunkt auf Europa.

Darauf aufbauend beschäftigt sich die Übung anhand von theoretischen und methodischen Ansätzen mit ausgewählten Arbeitsbereichen der Medienkulturwissenschaft. Hierzu zählt u.a. die allgemeine und vergleichende Analyse von Einzelmedien (hinsichtlich der genuinen Möglichkeiten und Limitierungen, der Narrationen und Ästhetiken, der medialen Eigenlogiken etc.), die Untersuchung der geschichtlichen Entwicklung von medialen Kulturen ebenso wie von Mediensystemen, oder die Arbeit mit Methoden der Digital Humanities.

Belegung

Bitte sprechen Sie die im jeweiligen Semester belegbaren Veranstaltungen im Vorfeld ab: jonas.nesselhauf[at]uni-saarland.de