Proseminar Rechtsphilosophie

Proseminar Rechtsphilosophie SoSe 2022

Die rechtphilosophische Basis der Strafzwecktheorien

 

Vorbesprechung (via MS-Teams): Freitag, 29.04.2022
Bearbeitungszeitraum: 30.04.2022 – 31.05.2022

Anmeldung

Die Strafzwecktheorien werden in einer sehr frühen Phase des rechtswissenschaftlichen Studiums besprochen, was nicht selten dazu führt, dass die Bedeutung jener Frage („Wozu strafen?“) von angehenden Jurist:innen leider unterschätzt und nicht oft genug aufs Neue gestellt wird, obwohl sie sich bei jeder einzelnen Verurteilung (699.300 im Jahr 2020 in Deutschland) immer wieder aufdrängt. In unserem rechtsphilosophischen Proseminar wollen wir uns zurück zu den Wurzeln der Strafzwecklehre begeben, mithin den rechtsphilosophischen Unterbau des Strafzweckdiskurses näher betrachten. Schließlich rekurrieren die entsprechenden Erklärungsansätze auf jeweils verschiedene, vielleicht sogar antithetische, philosophische Grundhaltung(en), deren Differenzen nicht zuletzt mit. mit divergierenden gesellschaftstheoretischen zusammenhängen.

Nach einer ersten Vorbesprechung, in der zunächst ein Einblick in die wissenschaftliche Arbeit am Text inklusive Methoden des wissenschaftlichen Schreibens (Formalia u.Ä.) gegeben wird, sollen einige aus unterschiedlichen Epochen stammende, namhafte Philosophen genannt werden, die sich zum Phänomen der Kriminalstrafe geäußert haben. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich einen Referenztext eines der vorgestellten Philosophen auszusuchen, um dessen Haltung nach einer kurzen philosophiegeschichtlichen Einordnung in einem Essay zu repetieren und schließlich zu bewerten. Dabei werden die „Themen“ bzw. Philosophen mit ihren Referenztexten ab dem 30. April 2021 auf der Plattform Moodle (u.a. aus dem Lehrheft „Recht und Moral“) zur Verfügung gestellt. Die schriftliche Arbeit, sollte nach Ablauf der Bearbeitungszeit von ca. vier Wochen, hochgeladen werden, und 12.500 Zeichen nicht überschreiten (Schriftgröße 12pt, 1,5 Zeilenabstand, 5cm Korrekturrand links). Sofern die eingereichte Arbeit mit mindestens 4 Punkten bewertet werden kann, entspricht dies einer bestandenen Abschlussklausur. Eine separate Abschlussklausur im Fach Proseminar findet nicht statt.

Prof. Dr. Mustafa Temmuz Oğlakcıoğlu