WS 2022/23

Alle Veranstaltungen sind mit den LSF-Eintragungen verlinkt, wo Sie noch weitere Informationen finden.
 

Proseminare

Proseminar Grundlagen der Sprachwissenschaft Spanisch/Einführung in die spanische Sprachwissenschaft

Kurs-Nr.: 139145
(Dr. Julia Montemayor Gracia)
Mo., 10:15-11:45 h in Geb. B 2.2/HS II (1.08)

Der Kurs vermittelt inhaltliche und methodische Grundkenntnisse für eine sprachwissenschaftliche Beschäftigung mit der spanischen Sprache. Ausgehend von einem Einblick in die historische Herausbildung des Spanischen bis hin zum modernen Sprachzustand widmet sich das Seminar schwerpunktmäßig den Grundbegriffen und Teildisziplinen der synchronen Sprachwissenschaft. Behandelt werden außerdem wesentliche Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, um die notwendigen methodischen Voraussetzungen für die spätere Teilnahme an thematischen Seminaren zu schulen. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Spanisch.

Das Proseminar ist Teilmodul des Basismoduls "Einführung in die spanische Sprachwissenschaft".

 

Proseminar Sprachwissenschaft Frz.: "Politische Kultur(en) in Deutschland und Frankreich: Sprache, Medien, Diskurse"

Kurs-Nr.: 139223
(Dr. Vera Mathieu)
Mo., 10:15-11:45 h, HS

Ausgehend von einem vergleichenden Blick auf die politischen Systeme und Kulturen in Deutschland und Frankreich sowie ihre interkulturellen Beziehungsgeflechte widmet sich das Seminar den eng miteinander verbundenen Wirkungsbereichen von politischem und sprachlichem Handeln. Im Fokus der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit steht dabei u.a. der Vergleich des jeweiligen Identitätsbewusstseins und der nationalen und transnationalen Geltungsansprüche im Kontext globaler Entwicklungstendenzen auf verschiedenen politischen Ebenen (Parteipolitik, Erinnerungspolitik, Kulturpolitik) und in unterschiedlichen politischen Wirkungsbereichen (Bildungspolitik, Migrationspolitik, Umweltpolitik, Außen- und Europapolitik). Dabei geht darum, Sprache als wichtigstes Instrument politischen Handelns in medialen Räumen und im Kontext gesellschaftlicher Diskurse funktional zu beschreiben. 


Proseminar: "Lehr-/Lernmaterialien für die deutsch-französische Grenzregion"

Kurs-Nr.: 139122
(Dr. Christina Reissner)
Blocktermine s. LSF

Die Lehrveranstaltung wird grenzüberschreitend in Zusammenarbeit mit dem Institut National Supérieur du Professorat et de l'Éducation (INSPÉ) de Lorraine, Site Sarreguemines durchgeführt.

Die Studierenden beider Universitäten setzen sich gemeinsam mit Lehr-/Lernmaterialien für den Frühen Sprachenunterricht von Grundschulkindern in Lothringen und Saarland auseinander. In deutsch-französischen Tandems entwickeln sie Materialien für den Frühen Sprachenunterricht, Ziel ist die gemeinsame Erstellung einer deutsch-französischen malette pédagogique zum Thema "Auf dem Bauernhof".

Das Seminarformat basiert auf der aktiven Zusammenarbeit der Studierenden und der co-construction von Inhalten und Wissen; beim Austausch mit den französischen Kollegen können die Studierenden im Wege des Tandem-Lernens auch ihre Sprachkompetenzen ausbauen.

Es werden gemeinsame Blocksitzungen in Saarbrücken und Sarreguemines (jeweils mittwochnachmittags von 14.30-18h) durchgeführt, die durch online-Zusammenarbeit in den deutsch-französischen Arbeitsgruppen ergänzt werden. 

Die Einführungssitzung findet am 02. November digital statt. Die Teilnahme daran ist obligatorisch.
 

Proseminar/Ü Frz./Span.: "Crossing language borders - Sprachgrenzen überschreiten"

Kurs-Nr.: 139010
(Dr. Christina Reissner)

Im Zentrum der Veranstaltung steht die Interkomprehension in der romanischen Sprachenfamilie. Sie stellt ein zentrales Werkzeug zur Überwindung (einzel-)sprachlicher Grenzen und von Kommunikationshindernissen dar, indem sie - als einer der sog. pluralen und sprachenübergreifenden Ansätze zum (Mehr-)Sprachenlernen - einen schnellen Einstieg in den Erwerb zunächst rezeptiver Kompetenzen in einer ganzen Sprachengruppe ermöglicht. Auch der Übergang in die germanische und slavische Sprachenfamilie wird in der Lehrveranstaltung thematisiert und in die Praxis umgesetzt. 

Gegenstand des praxisorientierten Seminars sind neben sprachwissenschaftlichen und lerntheoretischen Grundlagen des transferbasierten interkomprehensiven Spracherwerbs insbesondere die dafür zentralen Konzepte (Transferstrategien, Sprach(en)bewusstheit, Sprachlernbewusstheit, Lernerautonomie usw.). Eigene Lernerfahrungen mit dem Interkomprehensionskonzept und deren Analyse und Reflexion stehen im Zentrum, u.a. finden Ansätze der Aktionsforschung und Introspektion Anwendung. So werden neue Impluse für den Umgang mit der eigenen und der Mehrsprachigkeit anderer gesetzt, und Instrumentarien für das sprachenvernetzende Unterrichten vermittelt.

Das HS ist als Blended-Learning-Veranstaltung konzipiert, also alternierend in Präsenz an der Uni oder online, daneben sind auch Selbstlernphasen vorgesehen. Die gemeinsamen Termine finden vierzehntäglich jeweils montags von 8 bis 12h statt.

Alle weiteren Details werden zu Vorlesungsbeginn in der ersten Sitzung geklärt, die am 31. Oktober von 8.30h bis 12h stattfindet.

PS Frz: "Sprachen, Kulturen, (Grenz-)Raum"

Kurs-Nr.: 139052
(Anna Mensch)
Fr., 10:15-11:45 h, Geb. A 4.2/HS 2.11.1

Seit dem Jahr 2014 hat sich die saarländische Landesregierung mit ihrer Frankreichstrategie zum Ziel gesetzt, das Saarland bis ins Jahr 2043 als „multilinguale[n] Raum deutsch-französischer Prägung” (Frankreichstrategie 2014, 9) zu etablieren. Diverse Studien haben in den letzten Jahren jedoch gezeigt, dass Frankreich im saarländischen Alltag bisher eher eine geringe Rolle spielt (vgl. Polzin-Haumann/Reissner 2020) und sich die Relevanz des Französischen in der Region auf den schulischen Alltag beschränkt (vgl. Schwender 2018).

Um das Interesse an der Nachbarsprache und -kultur zu steigern, kann die Auseinandersetzung mit der historisch geprägten Interkulturalität des ‚französischsten‘ deutschen Bundeslandes und den französischen Einflüssen in der saarländischen Sprache und Kultur dienlich sein.

Zugleich müssen im Rahmen einer umfassenden Mehrsprachigkeitsförderung in der Region neben den Schulfremdsprachen auch die Herkunftssprachen ausreichend Berücksichtigung finden (vgl. Sprachenkonzept (2019)) und Bildungssettings sprachen- und kultursensibel gestaltet sein, um die Teilhabe aller hier lebenden Menschen zu garantieren. Das Aufzeigen der mehrkulturellen Prägung des Saarlandes als einer historischen Kontinuität kann vor diesem Hintergrund auch dazu führen, dass sich Menschen mit plurikulturellen Bezügen stärker mit der Region identifizieren.

Nach einer Einführung in relevante fachliche, begriffliche und konzeptuelle Grundlagen begeben wir uns in diesem Seminar auf eine Spurensuche nach französischen und anderen kulturellen Einflüssen in der saarländischen Geschichte, Sprache und Kultur. Den übergeordneten Rahmen bilden dabei die theoretischen Konzepte ‚Erinnerungsort‘ (Nora 1985-1992) und ‚Begegnungsort‘, die wir auf den regionalen Kontext anwenden. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erinnerungs- und Begegnungsorten mündet in die Erarbeitung eines interaktiven Ebooks, das sowohl in schulischen wie außer-schulischen Bildungskontexten als Instrument zur Vermittlung sprachlicher, (inter-)kultureller und historischer Lernziele eingesetzt werden kann. Daher ist auch die Vermittlung praktischer Kenntnisse zur Erstellung digitaler Bildungsmaterialien Bestandteil des Seminars.

PS ILL/Ü: Sprachliche Vielfalt mit digitalen Medien fördern, nutzen und gestalten

Kurs-Nr.: 139133
(Fabienne Korb | Anna Mensch u.a.)
Blockermine s. LSF

Sprachliche Vielfalt ist fester Bestandteil unseres Alltags. Dies macht sich auch im Schulalltag bemerkbar. Das Klassenzimmer ist ein mehrsprachiger Lernort, in dem Kulturen aufeinandertreffen und Sprachenlernen in allen Fächern dazugehört. Sprachliches Lernen in Verbindung mit digitalen Medien und Werkzeugen, wie z.B. Apps, bietet viel Potenzial, um Lehr- und Lernprozesse zu individualisieren und der sprachlichen und kulturellen Heterogenität angemessen zu begegnen.
 

Ziele des Blockseminars sind die Vermittlung von Methoden und Konzepten der Sprachförderung, des interkulturellen Lernens und des sprachvernetzenden Unterrichts sowie deren Umsetzung mittels digitaler Medien und Werkzeuge. Das Seminar profitiert insbesondere von der Vernetzung und vom Austausch von Studierenden, Referendaren und Lehrkräften. Das Lehr-Lern-Atelier des Instituts für Sprachen und Mehrsprachigkeit dient zu diesem Zweck als Begegnungsort und Diskussionsforum, in dem sprachliche und kulturelle Vielfalt über mehrere Phasen der Lehrerbildung hinweg gefördert und gestaltet wird.
 

Proseminar Schwerpunkt Frühes Fremdsprachenlernen Französisch: "Theoretische Grundlagen"

(Dr. Christina Reissner)
Kurs-Nr.: 138871
Mo., 12:15-13:45 h (Gebäude und Raum werden noch bekannt gegeben)

Das Basismodul Frühes Sprachenlernen Französisch vermittelt Orientierungswissen zu den fachwissenschaftlichen Grundlagen des Sprach- und Fremdsprachenerwerbs. Das Thema Mehrsprachigkeit wird dabei vor dem Hintergrund der wachsenden Heterogenität im Klassenraum transversal über das gesamte Seminar hinweg behandelt, da es von besonderer Relevanz für zukünftige Grundschullehrende ist. Das Modul setzt sich aus zwei Lehrveranstaltungen zusammen, den Theoretischen Grundlagen und den Anwendungsperspektiven. Die beiden Lehrveranstaltungen sind parallel zu belegen.

Neben allgemeinem Basiswissen zum Spracherwerb umfasst die Lehrveranstaltung zu den Theoretischen Grundlagen die zentralen Aspekte des frühen Fremdsprachenunterrichts. Damit wird hier wichtiges Grundlagenwissen über die Rahmenbedingungen und Spezifika des frühen Französischlernens im Saarland thematisiert. 

In der Lehrveranstaltung zu den Anwendungsperspektiven werden die behandelten Inhalte aus dem praktisch-angewandten Blickwinkel beleuchtet.

(Die Note des Basismoduls errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel beider Modulelemente.) 
 

Proseminar Schwerpunkt Frühes Fremdsprachenlernen Französisch: "Anwendungsperspektiven"

(Dr. Christina Reissner)
Kurs-Nr.: 138872
Mo., 14:15-17:45 h (14-tägig) (Gebäude und Raum werden noch bekannt gegeben)

In den Anwendungsperspektiven zum Basismodul Frühes Sprachenlernen Französisch werden die behandelten Inhalte des Modulelements Theoretische Grundlagen in die Praxis umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Studierenden der INSPE Sarreguemines werden Lehr- und Lernmaterialien zum Sprachenlernen entwickelt und erstellt, die später in einer deutsch-französischen malette pédagogique Lehrenden in der Großregion zum Einsatz im Frühen Sprachenunterricht zur Verfügung stehen sollen. Rund um das Thema "Auf dem Bauernhof" werden vielfältige Materialien zum Sprachenlernen in der Großregion konzipiert. Bei der Umsetzung gemeinsam mit französischen Studierenden sind Ideenreichtum und Kreativität gefragt, und es gibt vielfätige Gelegenheiten zum grenzüberschreitenden Austausch.

Um genug Zeit für die gemeinsame praktische Konzeption bereitzustellen, findet die Veranstaltung als Blockveranstaltung statt, jeweils mittwochs von 14-18h, idR vierzehntägig. Die genauen Daten werden zu Veranstaltungsbeginn festgelegt, auch einzelne Termine via teams sind geplant. 

Zu zwei Blocksitzungen fahren wir an die INSPE nach Sarreguemines (voraussichtlich am 30.11.22 und 01.02.23.), zu zwei weiteren Terminen kommen die Kollegen aus Sarreguemines zu uns an die UdS (voraussichtlich am 14.12.22 und 18.01.23)

Für Studierende des Studiengangs LP (StudO 2021) ist die parallele Teilnahme an den Theoretischen Grundlagen (138871) obligatorisch.

Vorlesungen

Überblicksvorlesung: "Einführung in die spanische Sprachwissenschaft"

Kurs-Nr.: 138792
(Prof. Elton Prifti)

Aufgrund des Forschungssemesters von Prof. Polzin-Haumann wird diese Veranstaltung im WS 22/23 von Prof. Prifti vertreten.

Kolloquien

Kolloquium/Forschungsseminar

Kurs-Nr.: 139221
(Dr. Julia Montemayor Gracia |Dr. Vera Mathieu)
Blocktermine, s. LSF

Die Veranstaltung dient der Entwicklung von Fragestellungen, der Erarbeitung von methodisch-inhaltlichen Aspekten zur Abschlussarbeit und der Diskussion des aktuellen Forschungs- und Bearbeitungsstands der Abschlussarbeiten. In gemeinsamen Fachgesprächen auf der Basis studentischer Präsentationen zu den jeweiligen Abschlussarbeiten sollen die Studierenden dabei unterstützt werden, ihr Thema einzugrenzen, angemessene Arbeitspläne zu entwickeln, Fragestellungen präzise zu formulieren und inhaltliche Fragen zu den Arbeiten zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Konferenzraum 0.01 in Geb. E 1.7 statt.