
Lehrstuhl für Genetik und Epigenetik
Die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Arbeitsgruppe liegen auf der Analyse von Genexpression und epigenetischen Modifikationen im Zusammenhang mit komplexen Erkrankungen. Dabei stehen die Aspekte der Adaptation epigenetischer Signaturen im Kontext von Umwelteinflüssen und Alterungsprozessen, sowie die translationale Epigenomik mit Hinblick auf Diagnostik und Therapie im Vordergrund. Besonderes Interesse liegt dabei auf einem besseren Verständnis von
- Zusammenhang zwischen genetischer Prädisposition und Umwelteinflüssen auf die Pathogenese neurodegenerativer Erkrankungen
- Veränderungen epigenetischer Modifikationen im Alterungsprozess
- das Potential epigenetischer Signaturen für die Diagnose von seltenen Erkrankungen und Syndromen
Aktuelles

Ankündigung: Kick-off-Meeting des SPP2561 „Sex and Glia“
Sex-dependent mechanisms of neuroglial cell function in the context of health and disease
Wir freuen uns, das Kick-off-Meeting des Schwerpunktprogramms (SPP) „Sex and Glia“ anzukündigen.
Das SPP2561 widmet sich der Frage, wie geschlechtsabhängige Mechanismen die Funktion neuroglialer Zellen beeinflussen und welche Bedeutung diese Unterschiede für Gesundheit und Krankheit haben. Ziel ist es, geschlechtsspezifische molekulare und zelluläre Mechanismen der Neuroglia zu untersuchen, neue wissenschaftliche Perspektiven zu verbinden und dadurch zu einem besseren Verständnis neurologischer und neurodegenerativer Erkrankungen beizutragen.
Das Kick-off-Meeting bietet den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen, gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren und den Grundstein für eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des SPP zu legen.
Die Keynote Lecture und die Mercator Fellow Tals sind öffentlich und können auch online via MS-Teams über diesen Link verfolgt werden.
Kick-off-Meeting
SPP „Sex and Glia“ – Sex-dependent mechanisms of neuroglial cell function in the context of health and disease
Wann ? 29.09.2026, 16:00 Uhr
Wo? Campus Saarbrücken, Gebäude B2.1, Hörsaal 0.02.

Neues Schwerpunktprogramm: „SEXandGLIA: Geschlechtsabhängige Mechanismen neuroglialer Zellfunktionen im Kontext von Gesundheit und Erkrankungen“
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet acht neue Schwerpunktprogramme (SPP) ein, die im Jahr 2026 starten sollen. Die acht neuen Verbünde, die aus 53 eingereichten Initiativen ausgewählt wurden, erhalten für zunächst drei Jahre insgesamt rund 55 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent für indirekte Projektausgaben.
Der Arbeitskreis von Frau Prof. Schulze-Hentrich wird eines der neuen SPP-Verbünde leiten, in dem es über eine Dauer von 6 Jahren darum geht, geschlechtsabhängige Mechanismen von Zellfunktionen im Nervensystem zu erforschen.
Weitere Informationen finden Sie auf den aktuellen Seiten der UdS und der SPP2561-Webseite.

Center for Gender-specific Biology and Medicine (CGBM)
Project: Integrative analysis of gender-specific epigenetic alterations in Parkinson´s disease
It becomes more and more evident that biological sex influences Parkinson's symptoms. While the risk of developing Parkinson's disease is twice as high in men as in women, women have a higher mortality rate and a faster progression of the disease. As the molecular mechanisms underlying these differences are still largely unclear, a better understanding is needed to potentially open up new avenues for pharmacological intervention. Here, the epigenome is of particular interest, as sexually dimorphic changes are in part a consequence of underlying differences in gene regulation and epigenetic control. To better understand this regulation, our group became part of the Center for Gender-specific Biology and Medicine (CGBM) and will perfom an integrated analysis of disease-related sex differences in epigenome and transcriptome data from the brain and blood of Parkinson's patients compared to healthy controls. The focus is on changes in only one sex (sex-specific) as well as on changes in both sexes in the opposite direction (sex-dimorphic changes). Further integrated pathway and network analyses will be used to identify coordinated sex-dependent changes. Please find further information here.