Präregistrierungen
Präregistrierung ist ein einfaches und wirksames Mittel, um Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen in Forschung zu stärken. Dabei wird ein Forschungsplan vor der Datenerhebung oder -analyse veröffentlicht und mit einem Zeitstempel versehen.
Vorab wichtig zu wissen:
Präregistrierungen sind kein starres Korsett, sondern ein Plan:
- Anpassungen im Projektverlauf sind möglich
- Abweichungen sollten transparent dokumentiert werden
- Explorative Analysen bleiben weiterhin erlaubt und erwünscht
Ziel ist nicht Einschränkung, sondern mehr Klarheit und Nachvollziehbarkeit in der Forschung.
Was beinhaltet eine Präregistrierung?
- Forschungsfragen und Hypothesen
- Studiendesign und Methoden
- Geplante Variablen und Datengrundlagen
- Auswertungs- und Analyseverfahren
Die Veröffentlichung erfolgt in einem Repositorium (z. B. OSF, Zenodo oder AsPredicted).
Warum präregistrieren?
Präregistrierungen helfen dabei:
- Transparenz und Reproduzierbarkeit zu erhöhen
- Forschungsentscheidungen klar nachzuvollziehen
- zwischen hypothesengeleiteter (konfirmatorischer) und explorativer Forschung zu unterscheiden
Auch für Forschende selbst bietet dies Vorteile:
- Nachweis, dass Fragestellungen vorab festgelegt wurden
- Stärkung der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit
- Bessere Absicherung gegenüber Kritik
Registered Reports
Eine besondere Form ist der Registered Report:
- Begutachtung (Peer Review) vor der Datenerhebung
- Annahme auf Basis von Fragestellung und Methodik
- Veröffentlichung unabhängig vom Ergebnis, wenn der Plan eingehalten wurde
Viele Journals bieten Registered Reports inzwischen als eigene Publikationsform an.
Eine Übersicht teilnehmender Journals ist hier zu finden.
Weitere Informationen können auf den Seiten der Saarbrücker Initiative für Open Science (SIOS) gefunden werden.
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Ansprechpartner
Dr. Karolin Gieseler und Dr. Marcel Weber
Mail: projekt-sios[at]uni-saarland.de