Nachruf auf Florian Lisson

Wir trauern um unseren lieben Kollegen Florian „Flo“ Lisson. Er war seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am CEUS, wo er die wissen­schaftlichen Publikationen in unserer Schriftenreihe betreute und den Publikations­prozess für die beiden Bände Solidarität in Europa | Europäische Solidarität (2024) sowie Grenzregionen als Laboratorien der Europa­forschung (2025) begleitete. Zudem übernahm er vielfältige Aufgaben in der Öffentlichkeits­arbeit – von der Betreuung unserer Webseite, über die Erstellung und den Versand unseres monatlichen News­letters bis hin zur Mitarbeit an unserem Jahres­bericht.

Besonders begeistern konnte er sich für Aufgaben an der Schnitt­stelle von Wissenschaft, Politik und Praxis. Mit großem Enthusiasmus bereitete er so u. a. die 1. Wissenschafts­matinee zur deutsch-französischen Zusammen­arbeit in der Staats­kanzlei vor, begleitete die wiederholten Besuche des Kabarettisten Alfons an der UdS und unter­stütze den Dreh zum Videoclip „Ich bin Europa“ mit Studierenden der UdS. 

Mit großem Engagement und Begeisterung für Europa hat er sich in seine Aufgaben gestürzt und unser Team jederzeit mit seiner Hilfs­bereitschaft, seiner Freundlich­keit und seinem Humor bereichert. 

Als leidenschaftlicher Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich beschäftigte er sich auch wissen­schaftlich mit Europa. So promovierte er bei Prof. Dr. Hans-Jürgen Lüsebrink (Romanistik) und als assoziierter Doktorand am Nachwuchs­kolleg Europa mit einer Arbeit zu „Strukturwandel oder Globalisierungs­umbruch? Sozioökonomische Transformations­prozesse, politische Handlungs­perspektiven und mediale Diskurse im trans­regionalen Raum der Groß­region SaarLorLux (2020–2023)“. 

Für eine Studie über den SPD-Politiker Eugen Roth, langjähriger Präsident des Interregionalen Gewerkschafts­rates der Großregion, erhielt Florian beim Schreib­wettbewerb „Schicksal(e) der Großregion / Destin(s) de la Grande Région“ zusammen mit Prof. Lüsebrink und Dr. Luitpold Rampelts­hammer von der Kooperations­stelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KoWA), seiner zweiten ‚Heimat‘ neben dem CEUS, den ersten Preis. Eine Auszeichnung, auf die er zu Recht sehr stolz war. 

Mit welcher Neugier und Begeisterung er immer Neues lernen und erfahren wollte, wissenschaftlich und kulturell, hat ihn einzigartig gemacht. Wir vermissen ihn nicht nur als engagierten Kollegen, sondern auch als besonderen Menschen und Freund. 

Obwohl er mit Mut und Optimismus versucht hat, seine Krankheit zu besiegen und ihr so viel Lebens­freude und Lebens­willen entgegengesetzt hat, musste er doch gehen. Am 18. März 2026 ist er mit 30 Jahren gestorben. Wir sind sehr traurig. Er wird immer einen Platz bei uns haben.