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Prof. Dr. Christian Gomille
Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Europäisches und Internationales Privatrecht sowie Zivilprozessrecht
Richter am Saarländischen Oberlandesgericht
Kontakt
Campus C3 1, Raum 0.28
66123 Saarbrücken
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Fax: +49 681 302-4012
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Aktuelles

„Deepfakes im Zivilprozess", in: Festschrift für Stephan Weth
Am 30. Januar 2026 ist Stephan Weth, der viele Jahre lang den Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Zivilprozessrecht an der Universität des Saarlandes innehatte, 70 Jahre alt geworden. Zu seinen Ehren haben Professor Dr. Christof Kerwer, Professor Dr. Michael Kliemt, Samuel van Oostrom und Professor Dr. Markus Würdinger eine Festschrift herausgegeben, die bei Juris erschienen ist und dem Jubilar am 25. April 2026 feierlich überreicht wurde. Professor Gomille hat zu dieser Festschrift einen Beitrag über „Deepfakes im Zivilprozess" verfasst, in dem es um mögliche Manipulationen von mündlichen Verhandlungen nach § 128a ZPO sowie von Beweismitteln mithilfe von KI basierten Deepfakegeneratoren geht.

„Does a form of nemo tenetur apply in civil law?"
Kürzlich ist der Sammelband „Fact Finding in Civil Proceedings Part II" bei dem niederländischen Verlag Boom Juridisch erschienen.
Es handelt sich dabei um den Tagungsband zur Frühjahrstagung der Niederländischen Vereinigung für Prozessrecht (https://www.nvvprocesrecht.nl/) am 21. Juni 2024. Dort wurden die Ergebnisse des von der NVvP finanzierten und Richterin Cindy Seinen (Rechtbank Den Haag) geleiteten prozessrechtsvergleichenden Projekts zur Tatsachenfeststellung im Zivilverfahren in Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden präsentiert und zur Diskussion gestellt. Professor Gomille hat dabei den traditionellen zivilprozessrechtlichen Grundsatz „Nemo tenetur edere contra se", dem in Deutschland im Gegensatz zu Belgien und den Niederlanden immer noch eine recht starke Bedeutung zugeschrieben wird, näher untersucht.
Online-Teilnahme an den Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften
Die Vorlesungen von Prof. Gomille werden ausschließlich als Präsenz-Veranstaltungen angeboten. Eine Online-Teilnahme ist auch im Krankheitsfall nicht möglich. Dies betrifft auch die Arbeitsgemeinschaften und Tutorien.
Internationaler Rechtsdialog in China - Teilnahme an der PKU Conference on International Arbitration 2026 und Gastvorträge in Peking
Im Zeitraum vom 26. März bis zum 3. April 2026 hielt sich Prof. Gomille zu einem akademischen Austausch in Peking auf.
Auftakt des Aufenthalts war die Teilnahme an der „PKU Conference on International Arbitration 2026“, die von der Peking University Law School mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet wurde. Die Konferenz stand unter dem Generalthema „The preferred venue of international arbitration“. Im rechtsvergleichenden Teil der Tagung stellte Prof. Gomille gemeinsam mit Prof. Christoph A. Kern (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Überlegungen aus europäischer Perspektive vor. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechung (u. a. „Eco Swiss“, „ISU“ und „Seraing“) auf die Wahl des Schiedsorts bei Streitigkeiten mit Bezug zum europäischen Binnenmarkt.
Die Konferenz bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Praxis, insbesondere aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Der Aufenthalt wurde durch die Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung ermöglicht. Die Organisation der Tagung erfolgte durch Prof. Zhixun Cao und sein Team an der Peking University Law School.
Im Anschluss an die Konferenz hielt Prof. Gomille mehrere Gastvorlesungen an renommierten chinesischen Universitäten: Am 30. März 2026 an der Peking University Law School („The principle of orality in the digital era“), am 31. März 2026 an der China University of Political Science and Law („Deepfakes in evidence law before civil courts“) sowie am 1. April 2026 an der Tsinghua University („Principles of German enforcement law“).
Die Vorträge dienten der Präsentation und Diskussion aktueller Fragen des Zivilprozessrechts im internationalen Kontext.

Neuerscheinung: Münchener Kommentar zum FamFG, Band 2, 4. Auflage 2026
Kürzlich ist die 4. Auflage des Münchener Kommentars (Band 2) zum FamFG erschienen. Professor Gomille hat dabei die Kommentierung der Art. 22 bis 28 des Haager Übereinkommens über den internationalen Schutz von Erwachsenen (ErwSÜ) übernommen.
Unterstützung für die Korrektur von Examensprobeklausuren (EKK) gesucht
Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Nikolaus Marsch sucht Unterstützung für die Korrektur von Examensprobeklausuren in den drei juristischen Fächern. Für nähere Infos beachten Sie die verlinkte Ausschreibung.

Vortrag von Prof. Dr. Gomille beim EDV-Gerichtstag
Im Rahmen des diesjährigen EDV-Gerichtstags referierte Prof. Dr. Gomille gemeinsam mit Tim Walita zum Thema „Deepfake - Tod der Wahrheit“.
Deepfakes stellen eine wachsende Herausforderung für Justiz und Anwaltschaft dar. Zunächst zeigte Tim Walita auf, wie manipulierte Inhalte erkannt werden können - sowohl durch geschulte menschliche Beobachtung als auch mithilfe technischer Verfahren, insbesondere unter Einsatz Erklärbarer Künstlicher Intelligenz (XAI).
Anschließend beleuchtete Prof. Dr. Gomille die juristischen Implikationen: Welche Bedeutung haben Deepfakes im Gerichtsverfahren? In welchem Umfang sind sie als Beweismittel tauglich und wo liegen die rechtlichen Grenzen? Schließlich wurde die Frage erörtert, welche Digitalkompetenzen erforderlich sind, um den Umgang mit dieser Technologie souverän zu meistern und Beweise auch künftig zuverlässig bewerten zu können.
Göttinger Kolloquien zur Digitalisierung des Zivilverfahrensrechts im Sommersemester 2025
Am Montag, den 23.06.25, wird Professor Gomille im Rahmen der Göttinger Kolloquien zur Digitalisierung des Zivilverfahrensrechts einen Vortrag über die Rolle von Deep Fakes im Beweisrecht der Zivilprozessordnung halten. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

