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Öffentliche Ringvorlesung „Europas Bildung und Wissen – Von Platons Akademie zur Universität des Saarlandes“
Ab 25. Oktober bieten die Fachrichtungen Geschichte und Altertumswissenschaften der Philosophischen Fakultät immer mittwochs von 16-18 Uhr die Ringvorlesung "Europas Bildung und Wissen – Von Platons Akademie zur Universität des Saarlandes" an. Vor dem Hintergrund des UdS-Jubiläums soll die Geschichte von Wissenschaft und Universität von der Antike bis zur Gegenwart beleuchtet werden.
Die Ringvorlesung wird am 25.10. mit einem Grußwort des Universitätspräsidenten Manfred Schmitt und dem ersten Vortrag eröffnet: Es spricht Prof. Dr. Peter Riemer zum Thema "Ist alles Wissen relativ? Die Sophisten im klassischen Athen".
Die Vortragsreihe spannt den Bogen von der Antike über das Mittelalter und die Frühe Neuzeit, über Humanismus und Aufklärung bis hin zur Wissenschaft im Nationalsozialismus und schließlich in die Gegenwart.
Vortragsthemen sind u.a. Bildungsverbote im Mittelalter, die Auswirkungen des Buchdruckes auf die moderne Wissenschaft oder "Studieren im Krieg. Hochschulen in der Ukraine nach dem russischen Überfall". Eingebettet in die Ringvorlesung ist darüber hinaus die Vorstellung des Jubiläumsbands anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Universität des Saarlandes.
Eine Übersicht über das gesamte Programm gibt’s hier:
https://www.uni-saarland.de/fileadmin/upload/aktuell/pdf/2023/Ringvorlesung-Geschichte-Altertumswissenschaften.pdf
Europavortrag: Verlust oder Herausforderung? Die Transformation Europas seit 1990 (Prof. Dr. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin)
Mittwoch, 14. Juni 2023, 18 Uhr c.t.
Campus, Geb. B3 2, Hörsaal 0.03
Die Position Europas in der Welt ist heute eine völlig andere als 1990. Damals schien der liberale Universalismus des Westens eine "neue Weltordnung" zu begründen und die Spaltungen des Kalten Krieges endgültig zu überwinden. Heute dominieren in Europa und weltweit neue Spaltungen. Unverkennbar und beunruhigend sind die Trends zur Entdemokratisierung und Entliberalisierung. Der Vortrag wird erstens die universalistische Idee der "neuen Weltordnung" im Hinblick auf Europa kritisch diskutieren und zweitens die national-partikularistischen Herausforderungen dieser Ordnung erkunden. Ein dritter Gedankengang gilt der "Zeitenwende" und der Frage, inwieweit die gegenwärtige Krise die europäischen Staaten zu verstärkten Anstrengungen der Daseinsvorsorge herausfordert.
Vortragsreihe: Die Revolution von 1848/49. Regional und Transnational
Die Kommission für Saarländische Landesgeschichte veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Universität des Saarlandes, dem Stadtarchiv Saarbrücken, dem Historischen Museum Saar sowie der Villa Lessing eine Veranstaltungsreihe zum 175-jährigen Jubiläum der Revolution von 1848/49. Die Reihe trägt den Titel “Die Revolution von 1848/49. Regional und Transnational” und umfasst mehrere Vorträge und eine Filmvorführung.
Die Revolution von 1848/49 gilt als eines der entscheidendsten Ereignisse der deutschen Demokratie- sowie Nationalstaatsgeschichte. Obwohl sie letztendlich scheiterte, hatte sie weitreichende Folgen für die Geschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert und wird noch heute kontrovers diskutiert. Mit der Veranstaltungsreihe „Die Revolution von 1848/49. Regional und Transnational“ werden unterschiedliche Aspekte der Revolution vor Ort beleuchtet und kritisch hinterfragt.
Die Veranstaltungsreihe beginnt am 20. April 2023 mit einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Fahrmeir (Frankfurt a.M.) zum Thema “Die Revolution im deutschen Südwesten” im Historischen Rathaussaal Saarbrücken. Am 29. Juni wird Prof. Dr. Gabriele Clemens (Saarbrücken) im Historischen Museum Saar über die “48er Revolution an Saar und Mosel in weiblicher Perspektive” sprechen. Am 5. Juli referiert Dr. Sarah Panter (Mainz) im Historischen Museum Saar über “Revolutionsflüchtlinge als Akteure globaler Mobilität und lokaler Differenzierung, 1849-1914”. Katharina Thielen (Saarbrücken) rückt am 7. September „‘Wühler‘ und ‚Heuler‘. Revolutionäre Juristen in der Reaktionszeit“ in den Fokus. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wirft Prof. Dr. Theo Jung (Halle) am 7. November im Rahmen des Jahresvortrags der Kommission in der Villa Lessing “Kritische Perspektiven auf eine demokratiegeschichtliche Vereinnahmung” der Revolution 1848/49. Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr und sind kostenfrei.
Zusätzlich findet am 17. Mai um 19 Uhr eine Filmvorführung des DEFA-Films “…und wieder 48” aus dem Jahr 1948 in Kooperation mit dem Kino 8 1/2 statt. Der Medienhistoriker Prof. Dr. Clemens Zimmermann (Saarbrücken) wird einen einführenden Kurzvortrag halten. Für die Filmvorführung wird ein Eintrittspreis von 7€ (6€ ermäßigt) erhoben.
Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie Streaming-Möglichkeiten finden Sie unter: landesgeschichte-saar.de/stream
Europavortrag: La démocratie comme forme de vie, un lointain héritage protagoréen? (Prof. Dr. Jean-Marc Narbonne Université de Laval, Quebec, Kanada)
Mittwoch, 08. Februar 2023
18 Uhr c.t.
Campus, Geb. B3 2, HS 0.03
Die Demokratie als Lebensform - eine Hinterlassenschaft des Protagoras?
Im Anschluss an Wittgenstein spricht man heute von einer "Lebensform", um eine bestimmte Art von kulturellem Leben zu beschreiben, der man sich spontan anschließt, und insbesondere von einer "demokratischen Lebensform", wenn es um die Art und Weise geht, wie sich die Menschen in einem politischen System dieser Art verhalten. Zu fragen ist aber, wie Protagoras - der von vielen als der erste Denker der Demokratie angesehen wird - in Platons "Protagoras", in dem er selbst zu Wort kommt, das "Zusammenleben in einer Stadt" als besondere Lebensform konzipiert hat? Und wenn Protagoras im "Theaitet" Platons die beobachtbaren Unterschiede von einer Stadt zur anderen als jeweils spezifische Lebensformen interpretiert, folgt dann daraus, dass die Brücken schwer zu schlagen und die Vergleiche höchst komplex sind?
La démocratie comme forme de vie, un lointain héritage protagoréen ?
Dans le sillage de la pensée notamment de Wittgenstein, il est courant de parler de forme de vie (Lebensform) pour rendre compte d’un certain type de vie culturelle auquel spontanément on adhère, et plus spécifiquement d’une forme de vie démocratique, s’agissant de la manière dont les gens se comportent dans un régime politique de ce type. On se demandera si Protagoras – considéré par plusieurs comme le premier penseur de la démocratie – n’aborde pas lui-même, dans le "Protagoras" de Platon où la parole lui est laissée, le « vivre-ensemble » en cité comme une forme de vie particulière, et si, dans le "Théétète", il n’interprète pas les différences observables d’une cité à l’autre comme autant de formes de vie spécifiques entre lesquelles, il faut le dire, les passerelles sont difficiles à jeter et les comparaisons des plus complexes à établir.
Der Vortrag selbst findet auf französisch statt, die anschließende Diskussionsrunde ist mehrsprachig.

Neuerscheinung: Frauen am Ball - Geschichte(n) des Frauenfußballs in Deutschland, Frankreich und Europa
Frauen am Ball - Geschichte(n) des Frauenfußballs in Deutschland, Frankreich und Europa / Filles en crampons. Histoire(s) du football féminin en Allemagne, en France et en Europe, Bielefeld (transcript) 2022, 536 S.
Eine Welt der Kohle
Tagung in Kooperation mit der Arbeitskammer des Saarlandes vom 15. bis 17. September 2022
Historische Perspektiven auf den Bergbau im Saarrevier im überregionalen Vergleich
Vor zehn Jahren endete der Steinkohlenbergbau an der Saar, später auch der in Deutschland insgesamt. Damit ging eine Ära zu Ende, die die Menschen und ihre Lebenswelt über Jahrzehnte stark geprägt hatte. Mit dem zeitlichen Abstand blicken Historikerinnen und Historiker aus neuen Perspektiven auf die prägende Kraft des Bergbaus und die tiefgreifenden Wandlungsprozesse in Bezug auf Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft. Insgesamt vier Forschungsschwerpunkte nimmt die Tagung im Rechtsschutzsaal in Bildstock in den Blick, die innovative Ansätze und neue Ergebnisse versprechen: Deindustrialisierung, Gender, Alltag und Krisen.
Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uni-saarland.de/lehrstuhl/clemens/aktuelles.html
Europavortrag: Das okzidentale Europa als Lästerschule? Perspektiven einer Geschichte der Blasphemie (Prof. Dr. Gerd Schwerhoff, TU Dresden)
Mittwoch, 29. Juni 2022
18 Uhr c.t.
Campus, Geb. B3 2, HS 0.03
Aktuell: Der Vortrag findet präsent statt und wird zusätzlich online übertragen (LINK für die Übertragung per MS-Teams)
Kann die Geschichte der Gotteslästerung Antworten auf die Frage nach der Eigenheit Europas bereithalten? Blasphemie, verstanden als die Herabwürdigung Gottes und des Heiligen, gab es auch in vielen nichtchristlichen Gesellschaften jenseits von Europa. Aber aus dem Wahrheitsanspruch der monotheistischen Religion entsprangen doch gerade im Christentum heftige Schmähungen gegen das Heilige der „Anderen“, ebenso scharfe Strafandrohungen gegen die Lästerung des eigenen Glaubens. Allerdings wird der Vortrag auch zeigen, dass im Alltag des vormodernen Europa zugleich eine merkwürdige Toleranz gegen gotteslästerliche Äußerungen existierte. Mit der Aufklärung erhöhten sich dann – mit der wachsenden Meinungsfreiheit - die Spielräume blasphemischen Sprechens und Schreibens. Zugleich aber wurde in der damaligen Zeit der Grundstein gelegt für ein Verständnis von Gotteslästerung, das die Verletzung der religiösen Gefühle der „Anderen“ ins Zentrum rückt. Dieses Verständnis ist bis heute dominant und hat in jüngster Zeit zu heftigen globalen Konflikten geführt.
Vortrag: Prof. Dr. Angel Nikolov (Sofia) - Contra Latinos: The Byzantine polemic against Western Christianity and its reception among the Orthodox Slavs in the Middle Ages (11th - 14th century)
Dienstag, 14. und 21. Juni 2022
14 Uhr c.t.
Campus, Geb. B3 1, Hörsaal I
Vortragsreihe: Das Saarland. Vom Mandatsgebiet des Völkerbundes zur staatlichen Autonomie
Anlässlich der ersten Sitzung des Landesrates vor 100 Jahren und der Unterzeichnung der Saarländischen Verfassung vor 75 Jahren wird im Landtag des Saarlandes eine Vortragsreihe unter dem Titel „Das Saarland: vom Mandatsgebiet des Völkerbundes zur staatlichen Autonomie“ veranstaltet. Vom 21. April bis 21. Juli werden aktuelle Forschungsarbeiten zur saarländischen Geschichte präsentiert. Die kostenlosen Vorträge finden donnerstags um 19 Uhr in Präsenz (bitte mit Voranmeldung) und online statt.

Neue Veröffentlichung: Sport-Arenen – Sport-Kulturen – Sport-Welten / Arènes du sport – Cultures du sport – Mondes du sport
Dietmar Hüser (Hg.), Paul Dietschy (Hg.), Philipp Didion (Hg.)
Sport-Arenen – Sport-Kulturen – Sport-Welten / Arènes du sport – Cultures du sport – Mondes du sport
Deutsch-französisch-europäische Perspektiven im „langen“ 20. Jahrhundert / Perspectives franco-allemandes et européennes dans le ‘long’ XXe siècle
Sport-Arenen sind Kristallisationspunkte herrschender Verhältnisse und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Stadien, Sportpaläste, Velodrome verheißen emotionale Massenspektakel, dienen als sportliche Performanzorte und politische Geltungsbauten. Sport-Arenen lokalisieren Sport-Welten und Sport-Kulturen an einem konkreten Ort, erlauben aber darüber hinaus auch identifikatorische Effekte. Die Autorinnen und Autoren beleuchten Sport-Arenen in transnationaler Warte und loten Potentiale einer deutsch-französischen Sportgeschichte im europäischen wie globalen Kontext aus.
Les arènes du sport sont des points de cristallisation des rapports sociaux et des processus de de mobilisation collective. Les stades, les palais des sports, les vélodromes proposent des spectacles de masse à fort potentiel émotionnel, servent de lieux de performance sportive et d'édification politique. Les arènes du sport installent les mondes et les cultures du sport dans un lieu concret, tout en permettant des effets d'identification au-delà. Les articles éclairent les arènes du sport d'un point de vue transnational et révèlent les perspectives d'une histoire franco-allemande du sport dans le contexte européen et mondial.
Vortrag: Prof. Dr. DOMINIK COLLET (Oslo) - Inspirierende Infektionen. Epidemien in der Klimaanomalie 1770-1772
Donnerstag, 5. Mai 2022
16.00 Uhr c.t.
Gebäude A4 1, Raum 3.24

Neu erschienene Publikation
Im Herbst 2021 ist das neue Italienbuch von Prof. Dr. Gabriele B. Clemens bei Böhlau erschienen. Es handelt sich um die erste wissenschaftliche Synthese in deutscher Sprache der Geschichte des Risorgimento, also der Geschichte der italienischen Staatenwelt im 19. Jahrhundert zwischen Aufklärung und Nationalstaatsgründung. Die forschungsorientierte und thesenstarke Studie richtet sich an ein akademisches wie an ein historisch breit interessiertes Publikum gleichermaßen.

Neuerscheinende Publikation
Im Sommer 2022 erscheint das neue Buch von Prof. Dr. Wolfgang Behringer. Dabei handelt es sich um eine umfassende Globalgeschichte, die nicht nur Zusammenhänge erläutert, sondern auch aus Einzelperspektiven berichtet. Der Beck-Verlag bewirbt das Buch als weltumspannendes Panorama der frühen Neuzeit.
Welttag gegen Hexenwahn
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Hexenwahn erschien ein Radiobeitrag beim Schweizer Rundfunk SRF2, in welchem Professor Dr. Wolfgang Behringer vom Lehrstuhl für Frühe Neuzeit sich beteiligte. Neben dem Artikel finden Sie hier auch den Tonmitschnitt.
Kolloquiumstermine der Alten Geschichte

Caesarenwahn
Ein Topos zwischen Antiwilhelminismus, antikem Kaiserbild und moderner Populärkultur
Dies ist der Titel der kürzlich erschienenen Publikation, unter Mitwirkung des Lehrstuhls der Alten Geschichte. Grundsätzlich geht das Werk auf eine Ringtagung des Wintersemesters 2015/2016 zurück. Seit Mitte April ist es nun erhältlich und wird am 05.05.2021 zum Auftakt des Kolloquiums vorgestellt.
"Hat unbegrenzte Macht einen schädlichen Einfluss auf die menschliche Psyche? Diese Vorstellung ist im populären Diskurs moderner Gesellschaften jedenfalls weit verbreitet. Im deutschsprachigen Raum findet sie sich verdichtet im Begriff des ‚Caesarenwahns‘, seit Ludwig Quidde (1858–1941) am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel des Kaisers Caligula und mit Blick auf Wilhelm II. ironisch aufzuzeigen versuchte, dass Autokraten ihrer Machtstellung wegen besonders anfällig für psychische Störungen seien.
Der vorliegende Sammelband geht den Ursprüngen dieser Topik vom ‚wahnsinnigen Herrscher‘ in der antiken Herrscherinszenierung sowie im Monarchiediskurs des 19. und frühen 20. Jahrhunderts nach und verfolgt ihre Wirksamkeit bis in die Gegenwart. An ausgewählten Beispielen der populären (v.a. filmischen) Inszenierung von Autokraten wird dabei aufgezeigt, wie die Einordnung des Herrschers als ‚verrückt‘ der Simplifizierung der kritischen Auseinandersetzung mit abgelehnten Herrschaftsweisen dient"

Nachruf Prof. Dr. Volker Barth
Mit Bestürzung haben wir als Mitglieder des Historischen Instituts vom plötzlichen Tod unseres Kollegen Volker Barth nur wenige Tage vor seinem 47. Geburtstag erfahren. 2020 war er auf den Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte an der Universität des Saarlandes berufen worden. Damit hatte sich die Hoffnung verbunden, auf lange Sicht einen selbständigen, kompetenten, engagierten und innovativen Hochschullehrer und einen exzellenten Neuzeithistoriker zu gewinnen, der sich mit seinen kultur- und medienhistorischen Ansätzen und Themen wie auch mit seiner ausgeprägten Westeuropa- und Frankreich-Orientierung so wunderbar einpasste in das Profil des Instituts und den Europaschwerpunkt der Hochschule.
Volker Barth, am 23. April 1974 im saarländischen Wadern geboren, hat von 1994 bis 1999 an den Universitäten München und Paris I ein Magister- bzw. Maîtrise-Studium in den Fächern Geschichte und Romanistik absolviert. Es folgte 2004 die mit Bestnote abgeschlossene Doppel-Promotion zwischen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der École des Hautes Études en Sciences Sociales zum Thema "Mensch vs. Welt - Die Pariser Weltausstellung von 1867". 2017 legte er an der Universität Köln eine Habilitationsschrift über "Wa(h)re Fakten - Wissensproduktionen globaler Nachrichtenagenturen 1835-1939" vor und erhielt die Venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte.
Seit den frühen 2000er Jahren hat Volker Barth zahlreiche Erfahrungen als Fellow und Wissenschaftlicher Mitarbeiter verschiedener deutscher und französischer Forschungsinstitutionen machen können. Von 2008 bis 2012 war er als Wissenschaftlicher Assistent, von 2012 bis 2016 als Akademischer Rat a.Z. am Historischen Institut der Universität Köln tätig, anschließend übernahm er dort für mehrere Semester die Vertretung des Lehrstuhls für Internationale Geschichte. Über viele Jahre hinweg hat er sich als Sprecher und Vertreter des akademischen Mittelbaus im Vorstand des Kölner Historischen Instituts engagiert. Weitere internationale Erfahrungen hat er seit 2018 durch Gastdozenturen an der Tallinn-University in Estland gesammelt.
In der Community der Neuzeit-Historikerinnen und -Historiker stand Volker Barth für einen zeitlich wie thematisch beeindruckend integrativen Ansatz, der die gesamte Epoche von Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts berücksichtigte und der untersuchte Phänomene nie isoliert, sondern stets im Spannungsfeld von Politik- und Sozial-, von Kultur- und Mediengeschichte betrachtete. Seine Publikationen zeugen von origineller Themenfindung, bewegen sich am Puls laufender historiographischer Debatten und verbinden mustergültig akribische Quellenrecherche in in- wie ausländischen Archiven mit grundsätzlichen erkenntnistheoretischen und konzeptionellen Überlegungen. Auch deshalb werden die Studien von Volker Barth dauerhaft einen Mehrwert für die historische Forschung haben.
Dies gilt für Dutzende Abhandlungen zu diversen Themen der Kolonial-, Journalismus-, Technik-, Körper- oder Konsumgeschichte, erst recht für die drei veröffentlichten Monographien: seine 2007 erschienene Dissertation zur Pariser Weltausstellung von 1867, die durch eine ganz neue Sicht auf das Großereignis besticht, nicht zuletzt das kreativ-subversive Aneignen des dargebotenen Welt- und Fortschrittsspektakels durch Besuchermassen fokussiert; seine 2019 publizierte Habilitation "Wa(h)re Fakten", die das Austauschbündnis der vier großen Nachrichtenagenturen Havas, Reuters, Wolff und Associated Press seit Mitte des 19. Jahrhunderts als effiziente Strategie im gemeinsamen Kampf um Aufmerksamkeit im mehr und mehr globalen Nachrichtenmarkt interpretiert; sein 2013 vorgelegtes drittes Buch "Inkognito - Geschichte eines Zeremoniells", das überaus anregend mikrohistorische dichte Beschreibungen über ein Kernelement höfischer Reisekultur von den mittelalterlichen Anfängen bis in das 20. Jahrhundert mit soziologischen und kulturanthropologischen Reflexionen zu verknüpfen weiß.
Im Sommersemester 2019 hatte Volker Barth im Berufungsverfahren für die Nachfolge auf dem Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte im Historischen Institut den ersten Listenplatz errreicht. Im Semester darauf hat er die Stelle vertreten, zum SoSe 2020 erfolgte die Berufung an die Universität des Saarlandes. Mit viel Engagement und Elan ging er daran, sein neues Arbeitsumfeld zu sondieren, Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen zu knüpfen, sich in der Lehre einzubringen wie auch bei laufenden Forschungsinitiativen im Institut. Zuletzt erfolgreich beim Einwerben eines DFG-Teilprojekts zum "Alltag der Revolte" in französischen und westdeutschen Landkommunen der langen 1960er Jahre im Rahmen einer deutsch-luxemburgischen Forschungsgruppe zu transnationaler Populärkultur.
Mit Volker Barth hatten wir als Kolleginnen und Kollegen im Historischen Institut etliche weitere wissenschaftliche Vorhaben für die nähere Zukunft andiskutiert. Dazu wird es nun nicht mehr kommen können.
Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und sprechen unser tiefstes Mitgefühl aus.
Zuordnung zu den Dozentinnen und Dozenten zum Beratungsgespräch (FW-OM) im WS 24/25
Zuordnung zu den Dozentinnen und Dozenten zum Beratungsgespräch (FW-OM) im WS 24/25
Die Beratungen können im Laufe der vorlesungsfreien Zeit oder im Laufe des kommenden Semesters durchgeführt werden. Wenden Sie sich bzgl. Terminen und der Art der Durchführung an die jeweiligen Dozierenden und lassen Sie diesen den entsprechenden Schein ausgefüllt zukommen. Den Schein erhalten Sie anschließend wieder zurück, er wird im Geschäftszimmer gestempelt und verbleibt dann bei Ihnen selbst.
Kurzfristiges, neues Lehrangebot in der vorlesungsfreien Zeit (Blockveranstaltung im September)
Digitale Arbeitsmethoden und Kulturtechniken in der Geschichtswissenschaft (Blockveranstaltung)
Europa-Vortrag:
Rückblick in die Gegenwart – Reflexionen europäischer Geschichte im 19. Jahrhundert (Prof. Dr. Johannes Paulmann, Leibniz Institute of European History, Mainz)
Ort: Geb. B3 1, Hörsaal I
Zeit: 20.04.2022, 18 Uhr c.t.
Der Vortrag ist hybrid, d.h. mit der Möglichkeit der Präsenz- oder Onlineteilnahme. Online können Sie über diesen Link teilnehmen. Bitte achten Sie auf mögliche, kurzfristige Änderungen.
Mehr als hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieg scheint das 19. Jahrhundert endgültig in das kulturelle Gedächtnis übergegangen zu sein. Aber lebt es nicht doch in der Gegenwart fort? Wenn wir auf die Mobilisierung von natürlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Ressourcen, auf die gesellschaftlichen Ungleichheiten oder auf die Herrschaftsverhältnisse in der Welt schauen, scheinen wir uns tatsächlich noch im europäischen Zeitalter der Vergangenheit zu befinden. Der Vortrag reflektiert über die historischen Grundlagen unserer Gegenwart: Was ist geblieben vom Glauben an den Fortschritt, vom Anspruch Europas auf globale Vorherrschaft? Wie offen ist unsere Zukunft angesichts der Abhängigkeiten von Entwicklungen in der der Vergangenheit?
Geänderte Zuordnungen zum Beratungsgespräch (betrifft die Prof. Barth und Prof. Kasten zugeordneten Studierenden).
Die Beratungsgespräche können grundsätzlich durchgeführt werden, klären Sie Termine sowie die Frage, ob die Beratungen per Videokonferenz oder vor Ort durchgeführt werden direkt mit dem Dozenten.
Bringen Sie zum Beratungsgespräch einen entsprechenden Schein mit bzw. lassen Sie ihn dem Dozenten zukommen ("Beratungsschein" unter "Formulare zum Download"). Der Schein verbleibt anschließend bei Ihnen selbst.
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 06. November 2019, 18 Uhr c.t.
Im Verlauf der Geschichte ist der Staat mächtig geworden so wie auch die Techniken z. B. der Überwachung effizienter wurden. Erstaunlicherweise wird aber auch in der modernen Terrorabwehr und Polizeiarbeit auf eine andere Quelle vertraut, nämlich auf die Aufmkerksamkeit einfacher Bürger. In diesem Vortrag wird die lange Geschichte der Einbeziehung privater Aufmerksamkeit in gesellschaftliche Aufgaben skizziert. Es wird danach gefragt, wie sich private Aufmerksamkeit überhaupt lenken lässt und veranschaulicht, welche zweischneidigen Effekte ihre Einbeziehung üblicherweise hat. Dabei wird auf Beispiele aus der Neuzeit eingegangen und auch diskutiert, wie man ein solch weitgreifendes Phänomen überhaupt erforschen kann.
Europavortrag:
Die Europäisierung der Bundesrepublik Deutschland 1950-1992 (Prof. Dr. Guido Thiemeyer, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 10. Juli 2019, 18 Uhr c.t.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Europäisierung des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. Seit den 1950er Jahren hat die Bundesregierung große Teile der nationalen Souveränität an die supranationale Europäische Gemeinschaft übertragen. Dies allerdings führte dazu, dass die Länder, deren Mitwirkung über den Bundesrat gesichert wird, in den betroffenen Politikfeldern keine Einflussmöglichkeit mehr hatten. Welche Instrumente nutzten die Landesregierungen, um den drohen Einflussverlust auszugleichen? Wie entstand das seit den 1980er Jahren von den Politikwissenschaften beschriebene "Europäische Mehrebenensystem"? Diesen Fragen wird der Vortrag nachgehen.
Pressemitteilung zum 85. Geburtstag von Prof. Reinhard Schneider
Ausstellungseröffnung "Das Universitätsarchiv. Gedächtnis der Universität"
Eine Ausstellung des Universitätsarchivs und der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek
am 20. November 2018, 17 Uhr im Sitzungszimmer hinter dem Cafe Starbooks
Europavortrag:
Asiatische Revolutionen im europäischen Diskurs. Europa und der Aufstieg und Fall asiatischer Imperien in der Frühen Neuzeit (PD Dr. Sven Trakulhun, Universität Konstanz)
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 28. November 2018, 18 Uhr c.t.
Die politische Landkarte Asiens befand sich im 17. und 18, Jahrhundert in unruhiger, krisenhafter Bewegung. Vom Bosporus über Iran, von Nordindien und Südostasien bis nach China durchschritten die asiatischen Monarchien Phasen der staatlichen Umgesaltung und des dynastischen Niedergangs. Europäische Beobachter haben diese Revolutionen sehr genau verfolgt und beschrieben. Im spiegel der Geschichte des "Orients" wollte Europa sich selbst besser erkennen, indem es die eigenen politischen Erfahrungen immer wieder neu mit denen der "Anderen" verglich. Der Vortrag diskutiert die universalhistorische Erfassung Asiens als einen geistigenAneignungsprozess, in dem europäische Revolutionsdiskurse und asiatische Geschichtsschreibung, geschichtsphilosophische Entwicklungsmodelle und Ideologien des Kolonialismus miteinander verwoben waren.
Zuordnungen zu den Dozenten zum Beratungsgespräch
Tagung: Migration, Integration, Exklusion. Spannungsfelder einer deutsch-französischen Gesellschafts- und Kulturgeschichte des Fußballs in den langen 1960er Jahren
04.07-06.07.2018
Graduate Centre, Geb. C 9.3
Runder Tisch für Dozierende und Studierende
Di, 10.07.2018, 13 Uhr c.t. (!)
Geb. B3 1, Großer Konferenzraum (0.11)
Ausstellung des Universitätsarchivs mit dem Asta:
Vor 50 Jahren - ´68er auf dem Campus
04.07.-03.08.2018
KHG-Foyer (A3 1)
Eröffnung der DFG-Forschergruppe
"Populärkuiltur transnational - Europa in den langen 1960er Jahren"
mit Festvortrag:
Popgeschichte als Gesellschaftsgeschichte. Potenziale der geschichtswissenschaftlichen Erforschung populärer Kulturen" (Detlef Siegfried)
Ort: Campus, Gebäude C9 3, Graduate Centre
Zeit: Donnerstag, 17. Mai 2018, 18 Uhr c.t.
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 02. Mai 2018, 18 Uhr c.t.
Die Renaissance von Nationalismen prägt derzeit in vielen Teilen Europas politische Debatten, nicht zuletzt auch mit Blick auf Zukunftsszenarien für die Europäische Union. Das scheint vor dem Hintergrund historischer Thesen, die eine enge Verbindung zwischen Nationalismus und einer vor allem mit dem 19. und frühen 20. Jahrhundert assoziierten Moderne sahen, überraschend, und scheint eher Thesen zu bestätigen, die in Nationalismen dauerhaft wirksame Bestandteile der europäischen politischen Kulturen sehen. Ziel des Vortrags ist, den Stand der Debatte über die historische Entwicklung des Nationalismus zu reflektieren und zu diskutieren, welchen Beitrag eine historische Perspektive zu aktuellen Diskussionen leisten könnte.
Europavortrag des Historischen Instituts:
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 24. Januar 2018, 18 Uhr c.t.
Die 1970er Jahre gelten als Krisenjahrzehnt. Das Wirtschaftswachstum stagnierte, die Ölpreise stiegen und die europäische Einigung und neue Ostpolitik verloren am Ende des Jahrzehnts an Schwung. Hinzu traten neue globale Herausforderungen, wie die iranische Revolution, der sowjetische Einmarsch in Afghanistan oder die Öffnung Chinas. Der Vortrag diskutiert die europäischen Reaktionen auf derartige globale Veränderungen. Vielfach sorgten sie für neue Ansätze, mit denen sich (West)Europa neu positionierte. So entstand eine neue Abgrenzung vom Islam, vertiefte wirtschaftliche Kooperationen oder auch eine veränderte europäische Energieversorgung. Die Krisenreaktionen lassen sich entsprechend als Vorgeschichte unserer Gegenwart fassen, die eine neue europäische und globale Ordnung einleiteten.
Vita des Referenten
Prof. Dr. Frank Bösch ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und ord. Professor für europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam. Zuvor lehrte er als wiss. Mitarbeiter an der Universität Göttingen, als Juniorprofessor an der Universität Bochum und als ord. Professor an der Universität Gießen. Zu seinen Publikationen zählen Monographien zur Geschichte von Parteien und Vereinen („Die Adenauer-CDU“, 2001, "Das Konservative Milieu", 2002), zum Wandel von Normen („Öffentliche Geheimnisse“, 2009) und der gesellschaftlichen Bedeutung von Medien („Mass Media and Historical Change“, 2015). Im Herbst 2018 erscheint sein neues Buch über "1979. Globale Umbrüche in die deutsche Gegenwart", das die Verflechtungen zwischen grundlegenden globalen Wandlungsprozessen und der deutschen Zeitgeschichte seit den 1970er Jahren untersucht.
Zum Tod unseres Honorarprofessors Professor Dr. Peter Blickle
Ein Nachruf von Wolfgang Behringer
Ort: Gebäude B3 2, Hörsaal 003
Zeit: Mittwoch, 03. Mai 2017, 18 Uhr c.t.
Welchen Einfluss der Islam auf Europa gehabt hat und in Zukunft haben wird, diskutiert man nicht erst seit der so genannten Flüchtlingskrise von 2015-2016, sondern schon seit dem Mittelalter. In einer Gesellschaftsatmosphäre, die auch von radikal-islamischen und rechtspopulistisch-islamophoben Stimmen geprägt wird, wirft der Vortrag die Frage auf, wie sich die Geschichtswissenschaft in dieser jahrhundertealten Debatte zu positionieren hat. In der genaueren Betrachtung von Expansionsprozessen, Wirtschaftskreisläufen, Übersetzungsleistungen und ‚Bildern des Anderen‘ verweist sie auf die Vielschichtigkeit historischer Phänomene und erörtert deren verschiedene Interpretationen. Indem sie vielen Perspektiven Raum gibt, sät sie aber auch Zweifel daran, ob es wirklich nur eine Möglichkeit gibt, den Einfluss des Islam auf Europa zu betrachten.
Europa-Vortrag des Historischen Instituts:
Prof. Dr. Jörn Leonhard
Gedächtnisse des Großen Krieges: Europäische Gesellschaften nach 1918
Ort: Gebäude B3 1, Hörsaal I
Zeit: Dienstag, 10. Januar 2017, 18 Uhr c.t.
Wie erinnerten Menschen den Großen Krieg? Wie gingen sie nach 1918 mit Trauma und Trauer um? Was verraten uns die Gedächtnisse des Großen Krieges über den Stellenwert des Krieges in den europäischen Gesellschaften? Und in welchem Verhältnis standen offizielles Gedenken und individuelle Erinnerung? Die Kluft zwischen den bald nach Kriegsende einsetzenden offiziellen Erinnerungskulturen europäischer Gesellschaften in den zahllosen Kriegsdenkmälern, Gedenktagen und den Darstellungen des Krieges in Schulbüchern auf der einen Seite und der Einmaligkeit jeder einzelnen Kriegserfahrung auf der anderen wurde ein wesentliches Kennzeichen der Zwischenkriegszeit. Offizielles Gedenken und individuelle Erinnerung mochten sich überschneiden, aber das eine ging im anderen niemals auf. Vor diesem Hintergrund fragt der Vortrag nach den Unterschieden zwischen nationalen Gedenkkulturen nach 1918 und den Rhythmen der europäischen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg bis in unsere Gegenwart.
Zuordnung zu den Dozenten zum Beratungsgespräch (FW-BM) im WS 15/16
Tagung des Europa-Kollegs CEUS zu „Konvergenz und Divergenz in Europäisierungsprozessen“ am 10. und 11. Juni 2016
Europa-Vortrag des Historischen Instituts:
Prof. Dr. Bernd Roeck
Der Aufstieg des Westens. Die sieben Säulen der Moderne
Ort: Gebäude B3 1, Hörsaal I
Zeit: Dienstag, 14. Juni 2016, 18 Uhr c.t.
Der Vortrag versucht eine Annäherung an eine Frage, die einmal als die vielleicht bedeutendste in der Geschichte der Zivilisationen bezeichnet wurde: warum gewann der „Westen“ in der Neuzeit einen wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung vor dem „Rest der Welt“, der bis vor kurzer Zeit uneinholbar schien? Welche Voraussetzungen hatte die lateineuropäische Moderne, die sich zum Beispiel in islamischen Kulturen oder in China nicht fanden?
Versucht wird ein Resümee verschiedener Erklärungsmodelle; es geht nicht um die Erzählung einer triumphalen Erfolgsstory, sondern um eine Analyse wesentlicher Faktoren, die in ihrer Gesamtheit nur in Europa fassbar sind.
Europa-Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Diskurs und dem Kolloquium zur Westeuropäischen Geschichte (Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Landesgeschichte):
Prof. Dr. Jean-Claude Caron
Relectures de la Restauration: une Europe en mouvement
Ort: Gebäude B3 1, Raum 3.18
Zeit: Donnerstag, 28. Januar 2016, 16 Uhr c.t.
Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) hat Pierre Horn mit dem Dissertationspreis geehrt.
Pierre Horn hat seine Dissertation bei Professorin Gabriele Clemens an der Universität des Saarlandes und an der Université Paris-Sorbonne verfasst. Das Thema seiner Arbeit lautet: „Die Herausforderung der napoleonischen Verwurzelung zwischen Rhein und Maas (1810-1814). Transnationale Studie zur öffentlichen Meinung in Roer (Deutschland), Ourthe (Belgien), Wälder (Luxemburg) und dem Departement Moselle (Frankreich)“. Der Dissertationspreis ging insgesamt an vier Doktoranden und ist jeweils mit 4.500 Euro dotiert.
Jedes Jahr ehrt die DFH gemeinsam mit ihren Wirtschaftspartnern die besten Absolventen deutsch-französischer Studiengänge sowie Doktoranden, die eine deutsch-französische Promotion oder ein deutsch‐französisches Doktorandenkolleg erfolgreich abgeschlossen haben.
Europavortrag:
Ort: Gebäude B3 1, HS I
Zeit: Mittwoch, 10. Juni 2015, 18 Uhr c.t.
Steht die Europäische Union vor einem ähnlich spektakulären Systemwechsel wie einst die späte römische Republik? Ja, sagt der belgische Historiker David Engels in seinem in Frankreich viel diskutierten Bestseller: Anhand von zwölf Indikatoren vergleicht er verschiedene Aspekte der Identitätskonstruktion der EU mit Krisensymptomen der ausgehenden römischen Republik – und zieht dabei beunruhigende Parallelen: Der Wandel von einer von Werteverlust, Dauerkrise, Reformstau und politischem Immobilismus gekennzeichneten Republik zu einem autoritären und konservativen Imperium zeichnet sich heute auch in der EU ab. Für den Historiker David Engels steht fest: Die europäische Demokratie steht unwiderruflich am Abgrund. Der Professor für römische Geschichte vergleicht die Lage der Europäischen Union mit der Situation der dem Untergang geweihten späten Römischen Republik, indem er Zitate antiker Philosophen und Schriftsteller den aktuellsten Statistiken zur Lage Europas gegenüberstellt. Und entdeckt dabei verblüffende Parallelen: Immigrationsproblematik und Bevölkerungsrückgang, Materialismus und Globalisierung, Werteverlust und Fundamentalismus, Technokratie und Politikverdrossenheit, der Verlust von Freiheit und Demokratie – all diese scheinbar so modernen Probleme brachten bereits vor 2000 Jahren die römische Republik ins Wanken und ermöglichten die Machtergreifung von Augustus.
Tagung des ZHEUS 09.-11.04.2015: Kriegslegigimationen in der europäischen Geschichte"
Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier
Ringvorlesung "Die politischen Entscheidungsjahre 1915, 1935 und 1955 an der Saar" im Sommersemester 2015
Das Programm finden Sie hier
Einteilung zu den Dozenten zum Beratungsgespräch
6. Tag des Geschichtsunterrichts am 25.02.2015
Wichtiger Hinweis! Zeitänderung beim Europavortrag: Der Vortrag von Prof. Seidensticker (Der Islamismus und Europa) am 22.01. in HS I findet nicht um 16, sondern um 18 Uhr c.t. statt.
Das Historische Institut lädt zu einem weiteren Vortrag der Reihe Europa-Vorträge ein:
Prof. Dr. Tilman Seidensticker (Universität Jena)
Der Islamismus und Europa
Ort: Gebäude B3 1, HS I
Zeit: Donnerstag, 22. Januar 2015, 18 Uhr c.t.
Der Terminus „Islamismus“ wurde um 1980 in Europa geprägt, und das Interesse der westlichen Öffentlichkeit für den Gegenstand ist seit der Islamischen Revolution in Iran 1979 und der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Sadat 1981 kontinuierlich gestiegen und hat im Gefolge von Erscheinungen wie „Hogesa“ und „Pegida“ und den Attentaten vom 7. Januar 2015 in Paris einen neuen Höhepunkt erreicht. Der Vortrag wird zunächst die Entwicklung des Islamismus seit der Gründung der Muslimbrüderschaft 1928 in Ägypten bis in unsere Zeit nachzeichnen. Auf diesem historischen Hintergrund sollen die Etablierung des Begriffs Islamismus und die mit ihm verbundenen Konnotationen und Erklärungen vorgestellt werden. Im Zentrum wird eine Frage stehen, die in der allerjüngsten Zeit mit besonderer Dringlichkeit gestellt worden ist, nämlich die nach dem Verhältnis zwischen Islam und Islamismus. Von unterschiedlichen Seiten und mit unterschiedlichen Motivationen wird bestritten, dass es sich dabei um verschiedene Dinge handelt, und somit habe der Begriff des Islamismus gar keinen Erkenntniswert. Für eine wissenschaftliche Beantwortung dieser Frage muss zwischen islamrechtlichen Normen und historischer Realität unterschieden werden, und in einem zweiten Schritt sind die Veränderungen auf beiden Ebenen, der„dogmatischen“ und der praktischen, zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und der Gegenwart zu berücksichtigen. Damit ist der Grund für eine sachliche Sicht auf die Verträglichkeit von Islam, Islamismus und Europa gelegt.
Das Historische Institut lädt zu einem weiteren Vortrag der Reihe Europa-Vorträge ein:
Prof. Dr. Martin Kintzinger (Wstfälische Wilhelms-Universität Münster)
Innen und außen in Europa: Diplomatiehistorische Perspektiven auf das späte Mittelalter
Ort: Gebäude B3 1, HS I
Zeit: Mittwoch, 25. Juni 2014, 18 Uhr c.t.
Europa war im Mittelalter keine politische Einheit. Es stand in der Fernperspektive für einen der drei bekannten Kontinente oder im Verständnis als christliches Abendland für eine Werteordnung. Vor allem aber war es in der Nahperspektive der Gestaltungsraum für soziale, wirtschaftliche und politische Vernetzung und Kommunikation. Der Adel war weiträumig miteinander verbunden, die Kirche verfügte über ein dichtes Netz an Standorten, Handelswege und Marktorte wiesen quer durch Europa und die politischen Herausforderungen der Zeit verlangten nach immer stärkerer internationaler Kooperation. Allerdings gab es noch keine politischen Nationen und keine institutionellen Staatsgebilde, entsprechend auch kein internationalen Instanzen und auch noch keine professionalisierte Diplomatie. Alles dies entstand erst in der Moderne. Aber die Kommunikation über Grenzen hinweg hat dennoch funktioniert, man war mobil und verständigte sich über gemeinsame Interessen mit anderen über große Entfernungen hinweg. Die Herrscher dachten von ihrem Land und ihrer Region aus, sie hatten vor allem ihr eigenes Reich und ihre Dynastie im Blick. Darin trafen sie sich mit den anderen Herrschern anderer Länder. Man arbeitete international zusammen und hatte internationale Konflikte auszufechten, um eigene Interessen zu wahren. Friedenspolitik war vor dem Hintergrund vielfacher Kriegserfahrung eine dringende Forderung geworden. Diplomatie war für alle diese Belange unerlässlich und sie entwickelte besondere Formen effektiver Gestaltung unter den Umständen ihrer Zeit. Rechtsgelehrte entwarfen erste Vorstellungen eines Natur- und Völkerrechts oder Konzepte internationaler Friedenskongresse. Sie formulierten eine theologisch begründete Herrschaftstheorie, die auf Vorrang eines Königs nach innen und Unabhängigkeit nach außen angelegt war. Auch wenn die Worte „Außenpolitik“, „Diplomatie“ und „Internationale Beziehungen“ noch unbekannt waren: Das damit Gemeinte war längst bekannt, wurde bewusst gestaltet und vieles, was dabei entwickelt und etabliert werden konnte, kann durchaus bereits als „modern“ gelten. Heute aktuelle Probleme internationaler Diplomatie sind häufig sehr ähnlich gelagert wie es die Herausforderungen des europäischen 14. und 15. Jahrhunderts waren. Die eine oder andere Antwort, die damals gefunden wurde, könnte noch in unserer Gegenwart als Anregung wirken.
Die Fachrichtung Geschichte weist auf folgende Blockveranstaltung hin, für die noch eine Anmeldung möglich ist (erste Sitzung am 09.05.):
Übung: Digitale Arbeitsmethoden in den Geschichtswissenschaften
Beratungsgespräche
Die Zuordnungen zu den Dozenten im Rahmen des Beratungsgesprächs finden Sie hier.
Die Beratungsgespräche finden in den Sprechstunden statt. Aktuelle Informationen zu den Semestersprechstunden finden Sie auf den Homepages der Lehrstühle (siehe Lehrstühle der Geschichte und Alten Geschichte)
Das Gespräch kann im Laufe der vorlesungsfreien Zeit oder zu Beginn der Vorlesungszeit durchgeführt werden.
Bringen Sie zum Beratungsgespräch ein entsprechendes Formular mit.
Wenn sie nicht oder fälschlicherweise auf der Liste stehen, melden Sie sich ab dem 18.03. auf dem Geschäftszimmer (siehe hier unten: Assistent der Geschäftsführung, Carsten Geimer, M.A.)
In der Reihe der "Universitätsreden" ist gerade der Vortrag von Karsten Jedlitschka: "Das singuläre Erbe. Die archivalischen Hinterlassenschaften der Staatssicherheit" erschienen. Das Heft kann zum Preis von 5 € plus Versand und MwSt über das Universitätsarchiv w. mueller@univw.uni-saarland.de bezogen werden.
Ausstellungsbesuch am 06. Dezember 2013
Europa-Vortrag:
Prof. Dr. Lutz Raphael (Trier)
Freizeit-Politik: Kulturkämpfe und Politisierung der Massenkultur im Europa der Weltkriege
Ort: Gebäude B3 1, HS I
Zeit: Donnerstag, 19. Dezember, 16 Uhr c.t.
Charleston, Josephine Baker, Max Schmeling, die Autorennen am Nürburgring, schließlich „Kraft durch Freude“-Reisen: Die Zwischenkriegszeit bescherte den Europäern unbekannte Freizeit- und Unterhaltungs-Attraktionen. Diese neuen Freizeitmoden und –kulturen waren jedoch politisch hoch umstritten und lösten heftige Gegenreaktionen aus. Kontrolle und Organisation der „Massenkultur“ waren typische zeitgenössische Antworten auf die Dynamik kommerzieller Freizeitangebote. Der Vortrag beleuchtet diese Prozesse der Politisierung von Alltag und Freizeit und fragt nach übergreifenden europäischen Mustern im Umgang mit diesen neuen Alltagskulturen.
Das Institut weist besonders auf die Lehrveranstaltungen des
Europa-Gastprofessors Prof. Dr. Jacco Pekelder hin. (Veranstaltungen hier)
Nachfolgende Übung war nicht im LSF aufgeführt und kann noch besucht werden (Interessenten melden sich direkt in der Sitzung an):
Englisch für Historiker: Die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in den USA vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart (Joachim Genevaux)
Zeit: Do, 14 s.t. - 15.30, Ort: Geb. B3 1, 2.18
Modulzuordnung: FW-BM
Eine Einführungsveranstaltung für Erstsemester findet
am Mittwoch, dem 16. Oktober 2013 um 12 Uhr c.t. in Geb. B3 1, Hörsaal I statt.
Die Teilnahme wird allen Studienanfängern empfohlen.
Angebote des Historischen Instituts zum Tag der offenen Tür:
12.00-12.30 Roger de Flor - ein Templerpirat und die Mittelmeerwelt um 1300 (Dr. Christian Vogel)
12.30-13.00 Das Rittertum im Mittelalter (Carsten Geimer, M.A.)
13.00-13.30 (Uhrzeit geändert !!!) Dandy mit Wespentaille - Mode und Stil im 19. Jhd. (Daniel Reupke, M.A.)
Alle Vorträge finden in Gebäude B3 1, Raum 2.17 statt.
Journees Doctorales Transfrontalières LOGOS
Ort: Campus, Geb. B3 1, Großer Sitzungssaal
Zeit: 04./05.07.2013
Prof. Dr. Beat Kümin (Warwick)
Cheers! Perspektiven einer Kulturgeschichte des Trinkens in Europa
Ort: Gebäude B 3 1, Hörsaal I
Zeit: Mittwoch, 10. Juli, 18 Uhr c. t
Feierliche Eröffnung des
Zentrums für Historische Europastudien im Saarland (ZHEUS)
Ort: Campus, Musiksaal
Zeit: 06.06.2013, 18 Uhr c.t.
mit anschließenem Symposium (07/08.06.)
Sympsiumsprogramm
Vortrag
Dr. Dominik Collet (Götingen)
Inklusion durch Exklusion. Grenzsperen in der Hungerkrise 1771/72
Ort: Geb. B3 1, Raum 3.18
Zeit: Donnerstag, 31. Januar 2013, 16 Uhr c.t.
Priv. Doz. Dr. Johannes Dillinger (Oxford/Mainz)
Zwischen Bauern und Papst. Nutzung und Authentifizierung von Reliquien am Beispiel schwäbischer Blutkulte vom 10. bis 18. Jahrhundert
Ort: Geb. B3 1, Raum 3.19
Zeit: Donnerstag, 29. November 2012, 16 Uhr c.t.
Europa-Vortrag
Prof. Dr. Nikolaus Jaspert (Ruhr-Universität Bochum)
Die Grenze Europas? Der Mitteleerraum im Mittelalter
Ort: Gebäude B 3 1, Hörsaal I
Zeit: Mittwoch, 05. Dezember, 18 Uhr c. t
Prof. Jasert ist einanerkannter und internationa vernetzter Experte auf dem Gebiet der Mittelmeerforschung und Leiter des Zentrums für Mittelmeerstudien in Bochum. Sein persönlcher Forschungsschwerpunkt ist die Iberische Halbinsel sowie interkulturelle Beziehungen im mittelalterlichen Mediterraneum.
Der Mittelmeerraum kann als trennendes oder als verbindendes Element verstanden werden. Die Mittelmeeranrainer stehen in ständigem Kontakt und es ist kein Zufall, dass das letzte antike Weltreich das Mittelmeer als Zentrum hatte. Die verbindende und einheitsstiftende Wirkung, welche vom Imperium Romanum ausging, ist noch bis in unsere Gegenwart zu spüren und begründet das gemeinsame kulturelle Erbe Europas.
Die Begrüßung der Erstsemester findet statt am 17. Oktober, 10.15 Uhr in Gebäue B3 1, Hörsaal I. Allen Studienanfängern wird empfohlen, daran teilzunehmen.
Die reguläre Vorlesung von Prof. Grabas an gleichem Ort und gleicher Zeit beginnt daher erst in der 2. Semesterwoche (24. Oktober).
Änderung bzgl. Einführungsvorlesung im FW-OM: Eine eigens eingerichtete Einführungsvorlesung wird nicht mehr angeboten, als Einführungs-Vorlesung im Rahmen des FW-OM kann jede beliebige Vorlesung des Faches eingebracht werden.
PD Dr. Peter Haber (Basel)
"Digital Past" und was die Zukunft uns Historiker/innen noch alles bescheren könnte
Ort: Geb. B3 1, Raum 2.30
Zeit: 18. Juni 2012, 18 Uhr c.t.
Prof. Dr. Alexander Schunka (Erfurt)
Ex oriente lux? Überlegungen zum Verhältnis von Protestanten und Orient in der Frühen Neuzeit
Ort: Geb. B3 1, Raum 3.19
Zeit: 19 Juli 2012, 16 Uhr c.t.
Europa-Vortrag
Prof. Dr. Egon Flaig (Rostock)
Sklaverei und Abolition. Zu einer weltgeschichtlichen Bsonderheit Europas
Ort: Gebäude B 3 1, Hörsaal I
Zeit: Mittwoch, 23. Mai 2012, 18.00 Uhr c. t
Prof. Flaig, Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der
Universität Rostock und ausgewiesener Kenner der Ideengeschichte der
Antike, wird in seinem Vortrag zeigen, welche gesellschaftliche und
politische Leistung darin liegt, dass die in Antike und Neuzeit über
Jahrhunderte praktizierte und als naturgegeben gerechtfertigte
Sklaverei schließlich abgeschafft wurde. Zugleich machen die vielen
Formen unfreien Lebens in unserer Gegenwart deutlich, dass die
Sklaverei immer noch eine Gefahr darstellt, auf die moderne
Gesellschaften reagieren müssen, wenn sie ihre freiheitlichen
Verfassungen erhalten wollen.
Verteilung der Teilnehmer der Einführungsvorlesung auf die Dozenten zum Beratungsgespräch
Prof. Dr. Harald Haferland (Osnabrück)
"Christus als Licht der Welt. Sächsische Christusdarstellungen aus dem 9. Jahrhundert"
Zeit: Mittwoch, 18. Januar 2012, 18.00 Uhr c. t
Ort: Gebäude B 3 1, Raum 2.18
Europa-Vortrag:
Alter Glaube und moderne Welt. Die Umgestaltung des europäischen Christentums am Beginn der Moderne 1750-1850
Prof. Dr. Rudolf Schlögl (Universität Konstanz)
Mittwoch, 25.01.2012, 18 Uhr c.t.
Campus, Geb. B3 1, HS I
Die Religion der Gesellschaft war von dem sozialen und politischen Umbruch, der sich zwischen 1750 und 1850 in Europa ereignete, in fundamentaler Weise betroffen. Die Einrichtungen des Christentums mussten an das Recht moderner, marktgesteuerter Eigentümerordnungen angepasst und die Kulturen seiner Frömmigkeit auf eine Gesellschaft eigensinniger Individuen umgestellt werden. Die Folge war nicht einfach Säkularisierung, schon weil Politik und Gesellschaft das Christentum einer umfassenden konservativ-fundamentalistischen Versuchung aussetzten, um mit seiner Hilfe Heilmittel gegen die Zumutungen der Moderne zu finden. Diese Konstellation verlangte nach einem neuen Begriff von Religion. Er wurde gefunden, indem man die Frage nach ihren Anfängen und ihrer Funktion in der Menschheitsgeschichte stellte. Das führte allerdings auch Theologen zu dem Schluss, dass das Christentum ein historisches, mithin vergängliches Phänomen sein könnte. Der Vortrag diskutiert diese Zusammenhänge mit Bezug auf das Konzept der Säkularisierung.
Antrittsvorlesung
PD Dr. Rainer Babel
Weiße Sklaven. Europäische Expansin und "unfreie Arbeit" am Beispiel Frankreichs und Englands im 17. und 18. Jahrhundert.
Zeit: Montag, 30. Januar 2012, 17 Uhr c.t.
Ort: Geb. B3 1, Großer Sitzungssaal (Raum 0.11)
Votrag
Priv. Doz. Dr. Ralf-Peter Fuchs
"...und ist den Indianern darin unrecht geschehen..."
Friedenskonferenzen im frühneuzeitlichen Pennsylvania
Zeit: Donnerstag, 26. Januar 2012, 16 Uhr c.t.
Ort: Geb. B3 1, Raum 3.19
Vortrag
Dr. Karsten Jedlitschka (Berlin)
Allmacht und Ohnmacht. Das archivische Erbe der Staatssicherheit
Zeit: Dienstag, 31. Januar 2012, 14 Uhr c.t.
Ort: Campus, Geb. B3 1, Saal 0.11 (Großer Sitzungssaal)
Vortrag Vortrag Vortrag Vortrag Prof. em. Dr. Franz Irsigler (Universität Trier) Prof. em. Dr. Georges-Henri Soutou (Université Paris-Sorbonne) Vortrag Prof. Dr. Adelheid von Saldern (Leibniz-Universität Hannover) Vortrag Prof. Dr. Stuart Carroll (York) Vortrag Dr. Johannes Machielsen (Oxford) Vortrag Dr. Rob Boddice (Berlin) Vortrag PD Dr. Robert Gramsch (Jena) Vortrag Dr. Marie Drut-Hours (Metz) Vortrag Roland Wenskus, M.A. (Göttingen) Am 20. September 2010 erschien im Campus Extra, Ausgabe II/2010, ein Artikel von Prof. Dr. Schuster zum Thema "Gegen die Legende vom emotional gesteuerten Mittelaltermenschen" |
Vortrag: Am 20. September 2010 erschien im Campus Extra, Ausgabe II/2010, ein Artikel von Prof. Dr. Schuster zum Thema "Gegen die Legende vom emotional gesteuerten Mittelaltermenschen" Vortrag:
Vortrag: Vortrag: Informationsveranstaltung für Studienanfänger: Die Exkursion nach Verdun zur Übung "Der Erste Weltkrieg in der Geschichte" (Dr. Horch) findet am 07. Mai statt. Treffpunkt ist die Bushaltestelle Schlossmauer. Abfahrt um 9 Uhr s.t. Interessierte melden sich bitte bei Frau Kurz (Geb. B3 1, 307) an und entrichten dort eine Gebühr von 10 Euro. Anmeldeschluss ist der 23. April. Tagung "(Groß)Stadt und Kommunikation" 48. Arbeitstagung des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung in Saarbrücken (20.-22. Nov. 2009). Nachfolgend wichtige Links zur Veranstaltung: Die Übung „Das Neue in der Frühen Neuzeit. Veränderungen, ihre zeitgenössische Wahrnehmung und historiographische Deutung“ (Eric Oliver Mader, Fr, 10-14 Uhr, vierzehntäglich) beginnt am Freitag, dem 23.10. in Geb. C52, U1. Das Oberseminar "Hexereiverbrechen und Strafverfahren (Wolfgang Schild) findet in Geb. C5 2, U1 statt. Die Übung "Digitale Arbeitsmethoden in der Geschichtswissenschaft" (Alexander König) findet im CIP-Pool(Geb. C5 4) statt. Zusätzliches Lehrangebot: Einführungsveranstaltungen zum WS 09/10 Lateinklausur zu Beginn des WS 09/10 Lateinklausur zum Ende des SS 09 Neuer Studiengang zum WS 09/10: Geschichtswissenschaften in europäischer Perspektive (Master, konsekutiv) Das Historische Institut lädt ein zu seinem ersten Alumni Tag mit Gründung eines Alumni-Clubs Schüler-Info-Tag und lange Nacht der Wissenschaft am Samstag, den 20. Juli 2009 Das Historische Institut beteiligt sich an der Langen Nacht der Wissenschaften mit den nachfolgenden Beiträgen (in Geb. E2 6, EG 04): Lateinklausur Auslandsstudium Infoveranstaltung zum Auslandsstudium 60-Jähriges Instituts-Jubiläum Preis für die beste binationale, von der DFH geförderte Dissertation 2004-2008 für Frau Dr. des. Claudie Paye Kooperation mit ENS LSH (Lyon) Transatlantischer Dialog Ehrenpromotion von Herrn Dieter R. Bauer (Akademie der Diözese Rottenburg- Stuttgart) Tagesexkursion nach Strasbourg Internationaler Workshop zur radikalen Reformation |
Dr. Christian Mathieu (Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte) wurde für seine Dissertation "Inselstadt Venedig. Umweltgeschichte eines Mythos in der frühen Neuzeit" mit dem Eduard-Martin-Preis der Philosophischen Fakultät I ausgezeichnet.
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der Universität des Saarlandes
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