Letzte Meldungen

Institutsbibliothek öffnet im Notbetrieb

Ab Mittwoch, dem 20. Mai, öffnet die gemeinsame Bibliothek der Theologien wieder, allerdings gemäß den Hygienebestimmungen in eingeschränktem Betrieb.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Institutsbibliothek Theologie vorläufig geschlossen

Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt die IB Theologie bis auf Weiteres 
geschlossen. Das Personal der IB Theologie arbeitet zur Zeit im 
Home Office und ist nur per Mail (bibliothek_theologie(at)mx.uni-saarland.de) erreichbar.
Es wird darum gebeten, auf die elektronischen Ressourcen der SULB 
zurückzugreifen. Alle Mahnläufe sind ausgesetzt. Bereits entliehene 
Medien können bis auf weiteres bei den entleihenden Personen bleiben.

Nachruf auf Prof. Dr. Dr. Helmut Feld

Prof. Dr. phil. Dr. theol. Helmut Feld (1936-2020) – Zur Erinnerung

Am 1. Januar verstarb der Theologe und Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Helmut Feld im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit in seiner baden-württembergischen Heimat Mössingen. Von 1975 bis 1996 lehrte er als Dozent für Historische Theologie an der Fachrichtung Katholische Theologie der Universität des Saarlandes, 1988 wurde er zum Honorarprofessor ernannt.

Helmut Feld stammte aus dem Saarland, seine Familie war in Nalbach ansässig, seine Schulzeit verbrachte er in Dillingen und Saarlouis. Nach dem Abitur am staatlichen humanistischen Gymnasium in Saarlouis (1956) studierte er Philosophie, Katholische Theologie, Klassische Philologie und Geschichte in Trier, Rom und Tübingen. 1965-1967 war er Stipendiat am Institut für Europäische Geschichte in Mainz (heute: Leibniz Institut). Seine vielfältigen Studien schloss er mit einem philologischen Lizentiat in Rom, einer philosophischen Promotion in Saarbrücken und einer theologischen Promotion in Tübingen ab.

Zu seinen wichtigsten Forschungsfeldern gehörten die Reformationsgeschichte (u.a. war Feld langjähriges Mitglied der Internationalen Kommission zur Herausgabe der Werke Johannes Calvins), Franz von Assisi und die franziskanische Bewegung sowie Ignatius von Loyola und die Gesellschaft Jesu. Hervorzuheben sind auch seine Arbeiten zu Jeanne d’Arc, der Band „Frauen des Mittelalters. Zwanzig geistige Profile“ und die Edition der Chronik Jeanne de Jussies aus der Reformationszeit. 2013 brachte er die umfangreiche „Geschichte des Seelenglaubens“ heraus, die auf fast tausend Seiten einen profunden religions- und kulturgeschichtlichen Einblick in die Vorstellungen von der „Unsterblichkeit der Seele“ zwischen Antike und Gegenwart gibt. Zuletzt erschien die Aufsatzsammlung „Essays zur europäischen Religions- und Kulturgeschichte. Kritische Blicke auf Personen und Epochen“ (2017). Philologisch exakte Arbeit an den Quellentexten verband Feld mit einer klaren Darstellung, die immer auch die Widersprüche und Anachronismen der Forschung in den Blick rückte.

Am Institut für Katholische Theologie war Helmut Feld zwei Jahrzehnte lang eine der prägenden Persönlichkeiten. Den hier ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern wird er als inspirierender Hochschullehrer in Erinnerung bleiben.

6. Tag des Religionsunterrichts

 

6. Tag des Religionsunterrichts an der Universität des Saarlandes

Unter dem Titel „Überzeugte – Interessierte – Ahnungslose: Religiöse Bildung angesichts heterogener Lernvoraussetzungen“ findet am Mittwoch, 29. Januar, von 9 bis 16 Uhr in der Aula der Saar-Uni (Geb. A3 3) der sechste Tag des Religionsunterrichts statt. Die ökumenische Tagung geht der Frage nach, warum konfessioneller Religionsunterricht für die Schülerinnen und Schüler noch immer bedeutsam sein kann.

Die Veranstaltung richtet sich an Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie an Studierende und Referendare.

In seinem Fachvortrag um 9.30 Uhr spricht der renommierte Religionspädagoge Prof.  Rudolf Englert (Universität Duisburg-Essen) über das Thema „Wird religiöse Bildung noch gebraucht? – Entwicklungsmöglichkeiten des Religionsunterrichts angesichts aktueller Voraussetzungen“.

Wozu braucht man heute noch konfessionellen Religionsunterricht? Sprechen nicht Vielfalt, Individualität, Dynamik und Globalität unserer offenen Gesellschaft dagegen? – Erstmals in der Geschichte können Menschen in vielen Ländern so leben, wie es ihnen entspricht, nicht wenige bringen neue und andere Erfahrungen aus unterschiedlichen Herkunftskontexten mit, Veränderungen im eigenen Leben und in der Gesellschaft sind möglich. Dies betrifft auch die Religiosität der Menschen. Das in den Kirchen institutionalisierte Christentum verliert zunehmend an Bedeutung und Einfluss, Inhalte und Praxen der traditionellen Religionen dienen vielfach nur noch als Reservoir, aus dem zur persönlichen Lebensgestaltung und Sinngebung geschöpft wird.

Dies betrifft in hohem Maße auch Religionslehrerinnen und -lehrer, die in ihrem Unterricht einer heterogenen Schülerschaft begegnen. Das Spektrum reicht dabei von kirchlich beheimateten, religiös individualisierten, oft kaum noch kirchlich sozialisierten bis hin zu mitunter gleichgültigen Schülerinnen und Schülern. Dazu kommen Kinder und Jugendliche mit nicht-christlichen religiösen Hintergründen und, insbesondere an der Gemeinschaftsschule, mit einer großen Bandbreite an Lernvoraussetzungen. Davon ausgehend, beschäftigt sich die Tagung mit der Frage, wieso konfessioneller Religionsunterricht immer noch wichtig sein kann und wie er dazu beitragen kann, Heterogenität konkret aufzugreifen.  

Die unterschiedlichen Facetten der Thematik können in zahlreichen Workshops gemeinsam mit erfahrenen Referentinnen und Referenten diskutiert und ausprobiert werden. Die Themen reichen von der Nutzung digitaler Medien für den Unterricht über die Frage, wie Kernthemen des Christentums heute noch thematisiert werden können bis hin zu Impulsen zur Gestaltung von Schulgottesdiensten, die auch einer vielfältigen Schülerschaft gerecht werden.

Veranstaltet wird der Tag des Religionsunterrichts vom Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung Saarbrücken sowie den Fachrichtungen Evangelische und Katholische Theologie an der Universität.

Anmeldung und nähere Informationen unter: www.ilf-saarbruecken.de
Hier  finden Sie den Link zum Programm.

Kontakt:
Dr. Alexander Maier
Oberstudienrat im Hochschuldienst
Religionspädagogik und -didaktik
Philosophische Fakultät
Tel.: 0681 302-4378
E-Mail: amaier@mx.uni-saarland.de