Universitätszertifikat Betreuung

Jetzt Sachkundenachweis Betreuung absolvieren

Seit Beginn des Jahres 2023 erfordert die Berufsbetreuung eine Registrierung. Voraussetzung für die Neu-Registrierung als beruflicher Betreuer*in ist nach dem Gesetz u.a. eine ausreichende Sachkunde, um den Beruf des Betreuers/der Betreuerin den Anforderungen entsprechend hinreichend qualifiziert ausüben zu können. Das Modulzertifikat Weiterbildungsangebot fungiert dabei als betreuungsspezifisches Weiterbildungsangebot und die Universität als Anbieter des erforderlichen Sachkundenachweises.

Genießen Sie die Vorteile eines Zertifikatsstudiums an der UdS:

  • Studieren an einer der bundesweit besten Juristischen Fakultäten (CHE-Ranking)
  • Verleihung eines Universitätszertifikats einer staatlichen Hochschule
  • Beteiligung von erfahrenen Expert:innen aus der Praxis: Professor:innen, Richter:innen (u.a. Präsidenten und Direktoren von Landessozialgericht, Sozialgericht, Amtsgericht und weiteren erfahrenen Richter:innen), Rechtsanwält:innen, Ärzt:innen, Berufsbetreuer:innen, Coaches und Sozial-Pädagog:innen

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  • Inhalte des Studiums
  • Zulassungs- und Bewerbungsverfahren

  • Kosten des Studiums

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    • 100% flexibel

      Studienbeginn jederzeit möglich, keine Bindung an strenge Semesterzeiten. Intelligentes Weiterbildungsprogramm neben Beruf und Familie studierbar. Studium individuell an die persönliche Lebenssituation anpassbar.

    • 100% praxisnah

      Kein Juristendeutsch, klare, verständliche und praxisnahe Lerneinheiten. Entwickelt gemeinsam von Hochschullehrer:innen und Praktiker:innen. Keine Vorkenntnisse erforderlich.

    • 100% innovativ

      Innovative Lernplattform, digitale Lehrmaterialien mit Lernvideos, Podcast, Infografiken und Lerntexten. Wöchentliche Live-Online-Vorlesungen. Fernstudium ohne langwierige Anreise. Notwendige Vor-Ort-Präsenzen nur für spannende Exkursionen in Gerichtsverhandlungen, Workshops etc.

    • 100% persönlich

      Persönliche Betreuung, individuelle Lehr- und Lernerfahrungen, angeleitet durch erfahrene Universitätsprofessor:innen und Dozent:innen im Seniorenrecht. Optimaler Betreuungsschlüssel zwischen Studierenden und Dozent:innen. Faire Studiengebühren.

Übersicht

FormatBlended Learning - Onlinekurse mit gesetzlich vorgeschriebenen Präsenzteilen
AbschlussUniversitätszertifikat
Regelstudienzeit2 Semester
Studienbeginnjederzeit
LehrspracheDeutsch
Zulassungsbeschränkungnein
Zulassungsvoraussetzungenkeine
Studiengebühren1990 EUR

Mitwirkende & Modulverantwortliche

  • RA Prof. Dr. Michael Anton
  • DirAG Dr. Christoph Brück
  • Ltd. Oberarzt Dr. Dirk Bütermann (Facharzt für Anästhesiologie, spezielle anästhesiologische Intensivmedizin, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Notfallmedizin)
  • Katharina Carr (Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie)
  • PräsLSG Steffen Dick
  • RiSG Jan Fischer
  • RAIn Menja Kassotaki
  • DirAG Bernd Klasen
  • Chefärztin Christine Klasen (Fachärztin für Innere Medinzin, Geriatrie und Notfallmedizin)
  • PräsSG Dr. Raphael Klein
  • Prof. Dr. Hannes Ludyga
  • VPräsinLSG Jeanet Marx
  • RA Arvid Peix
  • Dipl.-Päd. Benedikt Quack
  • RiAG Markus Ekkehard Reck
  • Richterin Dr. Anna Roland
  • RA Daniel Schmitz
  • Prof. Dr. Stephan Weth

Modulelemente

Betreuerbestellung und Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Betreuerbestellung: Voraussetzungen, Verfahren, Sachverhaltsermittlung
  • Anordnung eines Einwillungsvorbehalts: Vorraussetzungen, Grenzen, Verfahren
  • Aufgabenbereiche
  • Aufsicht durch das Betreuungsgericht
  • Berichts-, Auskunfts- und Mitteilungspflichten
  • Genehmigungsvorbehalte einschließlich Verfahren
Betreuungsführung

Zeitaufwand: 30 Stunden

  • UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere Artikel 12: Unterstützung bei der Ausübung der Rechts- und Handlungsfähigkeit, Bedeutung der Grundrechte
  • Ermittlung der Wohn- und Lebenslage des Betreuten
  • Erarbeitung der Betreuungsziele
  • Vorrang der Unterstützung und Willensvorrang nach § 1821 BGB
  • Wille, Wünsche, Präferenzen
  • Erforderlichkeitsgrundsatz im Innenverhältnis
  • Schutzpflichten
Recht der Unterbringung und der ärztlichen Zwangsmaßnahmen

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Freiheitsentziehende Unterbringung und sonstige freiheitsentziehende Maßnahmen nach Betreuungsrecht und nach öffentlichem Recht:
    Voraussetzungen und Verfahren
  • Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen: Voraussetzungen und Verfahren
  • Aufgaben des Betreuers während des Vollzugs einer freiheitsentziehenden Unterbringung, sonstiger freiheitsentziehender Maßnahmen und ärztlicher Zwangsmaßnahmen
Personensorge 1

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Grundkenntnisse über typische betreuungsrelevante Erkrankungen und Behinderungen, deren Auswirkungen, Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten
  • Möglichkeiten der Vermeidung einer freiheitsentziehenden Unterbringung, sonstiger freiheitsentziehender Maßnahmen und ärztlicher Zwangsmaßnahmen
Personensorge 2

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Behandlungsvertragsrecht, Einwilligungsfähigkeit und Patientenrechte
  • Behandlungswünsche, Patientenverfügung, Sterbewunsch
  • Einwilligung des Betreuers bei gefährlichen ärztlichen Maßnahmen: Voraussetzungen und Verfahren
  • Aufgabe von Wohnraum
  • Umgangs- und Aufenthaltsbestimmung
Vermögenssorge 1

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Grundkenntnisse über Geschäftsfähigkeit
  • Recht der Stellvertretung
  • allgemeines Schuldrecht einschließlich Haftungsfragen
  • Kaufvertragsrecht
  • Schuldenregulierung, Mahn- und Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung, Insolvenzverfahren
Vermögenssorge 2

Zeitaufwand: 15 Stunden

  • Vermögensverwaltung und Verfügungen über das Betreutenvermögen
  • Vermögensverzeichnis, Rechnungslegung und Genehmigungsvorbehalte
  • Betreuungsrelevante Aspekte des Miet- und Heimrechts
  • Betreuungsrelevante Aspekte des Erb- und Familienrechts
Sozialrecht 1: Kenntnisse des Sozialrechts

Zeitaufwand: 30 Stunden

  • Das Sozialrecht (SGB und SGG) im Überblick, insbesondere Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der Kosten der Unterkunft, vor allem nach dem SGB II und XII
  • Sozialleistungsansprüche nach dem SGB V, VI und XI
  • Ermittlung, Geltendmachung und Durchsetzung von sozialrechtlichen Ansprüchen sowie sozialrechtliche Mitwirkungspflichten
Sozialrecht 2: Sozial- und Hilfestrukturen in der Praxis

Zeitaufwand: 45 Stunden

  • Teilhabeleistungen vor allem nach SGB IX
  • Teilhabe- und Gesamtplanverfahren
  • Rehabilitations- und Teilhabeleistungen der verschiedenen Rehabilitationsträger
  • Leistungsformen der Eingliederungshilfe (z. B. Teilhabe am Arbeitsleben, medizinische Rehabilitation, Teilhabe an Bildung und Leistungen zur sozialen Teilhabe)
  • Besondere Wohnformen und ambulant betreute Wohngemeinschaften
  • Pflegeleistungen in Kombination mit anderen SGB-Leistungen
  • Leistungen der Pflegeversicherung einschließlich Aufklärung, Auskunft und Pflegeberatung nach den §§ 7 ff. SGB XI sowie das Verhältnis zu anderen Sozialleistungen nach § 13 SGB XI
  • Leistungen der Hilfe zur Pflege nach SGB XII
  • Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung im Pflegefall (z. B. häusliche Krankenpflege und weitere Leistungen nach den §§ 37 ff. SGB V, medizinische Rehabilitation)
  • Leistungen der Eingliederungshilfe im Pflegefall
  • Methoden zur fallbezogenen Erschließung und Nutzung von Beratungs-, Sozial- und Hilfestrukturen sowie von Netzwerken
Grundlagen der Kommunikation und Praxistransfer

Zeitaufwand: 30 Stunden

  • Theoretische Konzepte und Methoden der Kommunikation
  • Grundhaltungen und Techniken der Kommunikation
  • Diversitätssensible Kommunikation
  • Ressourcenorientierte Kommunikation
  • Konfliktmanagement in der Kommunikation
  • Selbst- und Machtreflexion
Betreuungsspezifische Kommunikation/Methoden der unterstützten Entscheidungsfindung

Zeitaufwand: 45 Stunden

  • Auswirkungen spezifischer krankheits- bzw. beeinträchtigungsbedingter Einschränkungen auf die Fähigkeit der Kommunikation und der Entscheidungsfindung
  • Bedeutung sozialer und umweltbedingter Einflussfaktoren auf Autonomie und Entscheidungsfindung von betreuten Menschen
  • Methoden zur kommunikativen Verhinderung von Ausschlussmechanismen
  • Barrierefreie Kommunikation, leichte Sprache
  • Drei- oder Mehrparteien-Interaktion mit betreuten Menschen
  • Erkennen und Ermitteln von Wunsch, Wille und Präferenzen von betreuten Menschen in der Kommunikation einschließlich biographischer Aspekte und Werthaltungen
  • Methoden der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung betreuter Menschen und praktische Erprobung

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