SaLUt II

Optimierung der saarländischen Lehrer/-innenausbildung: Förderung des Umgangs mit Heterogenität und Individualisierung im Unterricht (SaLUt)

Verbundvorhaben der Universität des Saarlandes, der Hochschule der Bildenden Künste Saar und der Hochschule für Musik Saar im Rahmen der bundesweiten BMBF-Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Das Verbundprojekt SaLUt verfolgt das Ziel, die saarländische Lehrerbildung zu optimieren und angehende Lehrkräfte besser auf den Umgang mit Heterogenität und Individualisierung im Unterricht vorzubereiten. Dabei werden in SaLUt II vier zentrale Ziele verfolgt:

  1. Datengestützte Optimierung und Weiterentwicklung
  2. Nachhaltigkeitssicherung
  3. Stärkere Verzahnung aller lehrerbildenden Phasen
  4. Intensivierung der Forschungsaktivitäten

In enger Verbindung von Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften sollen v.a. die Themen Inklusion und Digitalisierung in den Fokus gerückt werden.

Beteiligte Cluster in SaLUt

Cluster Bildungswissenschaften

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Cluster MINT

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Cluster Sprachen und Mehrsprachigkeit

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Cluster Ästhetische Bildung/Werteerziehung

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Spezielle Teilprojekte

ProLiSa

Programm zur Verzahnung der Lehrerbildung im Saarland

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Graduiertenprogramm

(Über-)fachlicher Kompetenzenauf- und ausbau von Nachwuchswissenschaftler*innen

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Veranstaltungen für Studierende

Übersicht über die Lehrveranstaltungen im Rahmen von SaLUt

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Verbund der Lernwerkstätten (VdL)

Die Hochschullernwerkstätten des VdL bieten eine gute Möglichkeit für Studierende, ihre Unterrichtskompetenz in einem geschützten Raum zu entwickeln und zu erproben

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FiNDteacher

Mit dem FiNDteacher wird das bestehende onlinebasierte Beratungsangebot an der Universität des Saarlandes sowohl für lehramtsinteressierte Abiturient*innen als auch für Lehramtsstudent*innen erweitert

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Fortbildungen für Lehrkräfte

Fortbildungsangebot für Lehrpersonen, Referendar*innen und Studierende im Rahmen von SaLUt

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ZUSAMMENFASSUNG

Das Verbundprojekt SaLUt der Universität des Saarlandes (UdS), der Hochschule für Musik Saar (HfM Saar) und der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK Saar) verfolgt das Ziel, die saarländische Lehrer*innenbildung zu optimieren und angehende Lehrkräfte besser auf den Umgang mit Heterogenität und Individualisierung im Unterricht vorzubereiten.

Diese inhaltliche Fokussierung auf individualisierte Lernprozesse wurde durch verschiedene strukturelle Maßnahmen vorbereitet und begleitet, die eine engere Verzahnung der verschiedenen lehrer*innenbildenden Bereiche zur Folge haben. Unter dem Dach des ZfL sollten daher –auch hochschulübergreifend – verschiedene Initiativen von Fach- und Bildungswissenschaften zu Clustern (Bildungswissenschaften, MINT, Sprachen und Mehrsprachigkeit, Ästhetische Bildung und Werteerziehung) zusammengeführt werden. Diese wurden ihrerseits durch einen Verbund von Lernwerkstätten miteinander verknüpft. Da Lernwerkstätten sich hervorragend zur Realisierung innovativer Konzepte eignen und gleichzeitig wichtige Orte der Verbindung von Theorie und Praxis darstellen, wurden diese im Zuge der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ im Saarland gestärkt: Angebote bereits bestehender Lernwerkstätten wurden weiter ausgebaut und durch neue Lernwerkstätten aus den einzelnen Clustern ergänzt. Die Vernetzung zwischen den Lernwerkstätten von UdS, HfM Saar und HBK Saar wurde intensiviert, um so zwischen den beteiligten Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften verzahnte Lehr- bzw. Qualifizierungsangebote zu schaffen, zu erproben, zu evaluieren und schließlich abgestimmt zu implementieren, die es den Lehramtsstudierenden ermöglichen, kompetenter und zielgerichteter mit kognitiver und fachspezifischer Leistungsheterogenität einerseits und kultureller, sprachlicher, weltanschaulicher sowie religiöser Heterogenität andererseits umzugehen.

Die erste Phase der Lehrer*innenbildung, die im Saarland durch die Universität des Saarlandes, die Hochschule der Bildenden Künste sowie die Hochschule für Musik realisiert wird, stellt einen zentralen Bestandteil des Studienangebots des Landes dar. Zur Erweiterung und Optimierung des Studienangebots insbesondere in Bezug auf Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität und Inklusion wurden in der ersten Phase von SaLUt verschiedene Maßnahmen und Veranstaltungsformate entwickelt und erprobt.

Erste Evaluationsergebnisse sowie finanzielle Unterstützung seitens der saarländischen Staatskanzlei, des Ministeriums für Bildung und Kultur sowie des Präsidiums der UdS zur Konsolidierung, Verstetigung und Weiterentwicklung der Initiativen in der zweiten Projektphase zeigen, dass diese Entwicklungen den Bedarf treffen und zur Optimierung der Lehrer*innenbildung im Saarland beitragen. Insbesondere die thematische Fokussierung sowie strukturelle Verzahnung von Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften haben zu einer Qualitätsentwicklung geführt, die auch von anderen Akteuren der Bildungslandschaft im Saarland positiv wahrgenommen wird.

Zielsetzung für die zweite Projektphase von SaLUt (SaLUt II) ist die datengestützte Weiterentwicklung, Optimierung und Konsolidierung der bisherigen Maßnahmen sowie der Ausbau der Verzahnung mit der zweiten und dritten Phase der Lehrer*innenbildung. Dazu wird das Projekt an den Erfahrungen und gewachsenen Strukturen der ersten Phase anschließen. Das betrifft zum einen die Strukturen und Prozesse der Projektgovernance und zum anderen das datengestützte Vorgehen, das Grundlage der bisherigen Arbeit war. Bezogen auf die Ziele der zweiten Projektphase sind für das Gesamtprojekt SaLUt zusammenfassend folgende übergreifende Maßnahmen zentral:

  • Nutzung der Abschlussevaluation zur datengestützten Optimierung und Weiterentwicklung der bisherigen Angebote, Veranstaltungen und Lernwerkstätten
  • Personelle und strukturelle Verankerung der bisher erreichten Ergebnisse
  • Curriculare Verankerung der neu entwickelten Veranstaltungsformate in Studienordnungen und Modulhandbüchern; personelle Nachhaltigkeitssicherung und strukturelle Verankerung des Verbunds der Lernwerkstätten (VdL)
  • Entwicklung von systematischen Maßnahmen zur Verzahnung mit der zweiten und dritten Phase der Lehrer*innenbildung

Das vierte Ziel für die zweite Phase von SaLUt betrifft die Intensivierung und Bündelung der Forschungsaktivitäten, die bereits in der ersten Phase begonnen wurden. Dabei ist ein wichtiges Ziel, dass die Ergebnisse der Begleitforschung auch direkt in die Optimierung der universitären Lehrer*innenbildung und Schulpraxis einfließen.

Um das Potenzial des interdiziplinären Vorgehens noch systematischer nutzen zu können, ist für die zweite Projektphase ein strukturiertes Graduiertenprogramm geplant, das (1) die Expertise der Projektverantwortlichen nutzt, und (2) einen kontinuierlichen Austausch der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen ermöglicht. Zudem soll die bereits begonnene wissenschaftliche Begleitforschung intensiviert werden.

Das Vorhaben SaLUt II wird unter dem Förderkennzeichen 01JA1906A im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.