Cluster Bildungswissenschaften

Ziele und Arbeitsschwerpunkte

(1) Optimierung und Weiterentwicklung 
Die Beteiligten im Cluster Bildungswissenschaften verfolgen das Ziel, Lehramtsstudent*innen fächerübergreifende Handlungskompetenzen zum Umgang mit Heterogenität zu vermitteln. Dazu sollen die Student*innen Kompetenzen entwickeln, die sie dazu befähigen, Lehr-Lernprozesse individuell zu gestalten sowie das selbstregulierte Lernen von Schüler*innen zu fördern und mit unterschiedlich begabten und unterschiedlich leistenden Schüler*innen umgehen zu können. Hierzu wurden die bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten in der ersten Projektphase gegründet und seit dem Wintersemester 2016/2017 kontinuierlich angeboten; sie stehen allen Lehramtsstudent*innen offen. Es ist ein zentrales Ziel der zweiten Projektphase, das inhaltliche Angebot der Lernwerkstätten um das Thema Inklusion zu erweitern. 

(2) Nachhaltigkeitssicherung
In der ersten Projektphase wurden die bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten bereits erfolgreich in das Curriculum der Lehramtsstudiengänge aufgenommen (Angebot im bildungswissenschaftlichen Curriculum im Modul „Schulqualität, Qualitätsentwicklung und -sicherung an Schulen“ und im Wahlpflichtbereich), was prinzipiell allen Lehramtsstudent*innen die Möglichkeit eröffnet, die bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten zu besuchen. Ziel der zweiten Projektphase ist, (1) die Inhalte der Lernwerkstätten noch stärker im Curriculum zu verankern. Hierzu werden die Inhalte teilweise in andere verpflichtende Veranstaltungen übernommen, welche die Lehramtsstudent*innen bereits früh in ihrem Studium besuchen. Damit können die Student*innen ihre Lernzuwächse im weiteren Studienverlauf optimal nutzen. Zudem soll in der zweiten Projektphase (2) eine Zusammenführung der bereits bestehenden Lernwerkstätten sowie eine Ausweitung der Inhalte um das Thema „Inklusion“ erfolgen.

Um die Inhalte der bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten nachhaltig zu sichern, sollen diese, wie schon in der ersten Projektphase, auch in der zweiten Projektphase weiterhin digitalisiert und damit zeit-, orts- und personenunabhängig gemacht werden. Die E-Learning-Angebote für die Lehramtsstudent*innen werden somit weiter ausgebaut. Um die Qualität der Lernwerkstätten nachhaltig zu sichern, werden diese regelmäßig evaluiert und auf Basis der Evaluationen kontinuierlich überarbeitet und optimiert.

(3) Verzahnung mit der zweiten und dritten Phase der Lehrer*innenbildung 
Ein übergeordnetes Ziel der zweiten Projektphase besteht darin, die drei Phasen der Lehrerbildung stärker miteinander zu verknüpfen. In Bezug auf die bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten ist für die zweite Phase der Lehrerbildung geplant, die Kooperation mit den Studienseminaren zu suchen bzw. zu intensivieren, um die bildungswissenschaftlichen Inhalte auch dort zu vermitteln. In Bezug auf die dritte Phase der Lehrerbildung wird das Ziel verfolgt, die Inhalte der bildungswissenschaftlichen Lernwerkstätten in entsprechende Fortbildungsangebote des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM), des Instituts für Lehrerfort- und -weiterbildung (ILF) sowie in das Fortbildungsangebot einzelner Schulen aufzunehmen. Dies wird u.a. auch dadurch möglich, dass E-Learning-Kurse, basierend auf den Erfolgen in der ersten Projektphase, weiter ausgebaut werden.

Um die Forschungsergebnisse des Clusters Bildungswissenschaften der Fachöffentlichkeit gegenüber sichtbar zu machen und dieser die Möglichkeit zu geben, die Ergebnisse in die eigene Lehrtätigkeit aufzunehmen, sollen Pädagogische Tage (z. B. „Bildungswissenschaftlicher Lehrertag“ zu Inklusion, selbstreguliertem Lernen sowie zu Hochbegabungsförderung und -diagnostik, ggf. auch unter Beteiligung des LPM und der Studienseminare für verschiedene Zielgruppen) initiiert und angeboten werden. Es erfolgt zudem eine Einbindung der bildungswissenschaftlichen Angebote in Weiterbildungsaktivitäten der Universität des Saarlandes (z. B. Weiterbildungsmaßnahme „Fachkraft für inklusive Pädagogik und Praxis“).

Team

Leitung

Prof. Dr. Franziska Perels
Lehrstuhl für Empirische Schul- und Unterrichtsforschung
Projektleitung Bildungswissenschaften I
Kontakt: f.perels(at)mx.uni-saarland.de

 

 

Prof. Dr. Jörn Sparfeldt
Lehrstuhl für Diagnostik, Beratung und Intervention
Projektleitung Bildungswissenschaften II
Kontakt: j.sparfeldt(at)mx.uni-saarland.de

 

Mitarbeiterinnen

Bildungswissenschaften Teil I „Selbstreguliertes Lernen“:

Nathalie Zetzmann, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lernwerkstatt „Selbstreguliertes Lernen“
Kontakt: nathalie.zetzmann(at)uni-saarland.de

 

Bildungswissenschaften Teil II „Hochbegabung und Hochleistung“:

Julia Ruby, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lernwerkstatt „Hochbegabung und Hochleistung“
Kontakt: julia.ruby(at)uni-saarland.de

 

Projekte und Lernwerkstätten des Clusters Bildungswissenschaften

Das Vorhaben SaLUt II wird unter dem Förderkennzeichen 01JA1906A im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.