Team der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes belegt den zweiten Platz beim 7. Moot Court des Bundesfinanzhofs

(v.l.n.r.) Prof. Bartone, Niklas Kaufmann, Prof. Gröpl, Isabel Leinenbach, Emmely Schirra, Thomas Becker, Johannes Heck

Am Freitag, dem 27. Oktober 2017, konnten die Jurastudenten Thomas Becker, Johannes Heck, Niklas Kaufmann und Emmely Schirra unter Betreuung des Lehrstuhls von Professor Dr. Christoph Gröpl ihre Siegerurkunden im Gebäude des Bundesfinanzhofs (BFH) in München entgegennehmen. Johannes Heck erhielt dazu eine besondere Auszeichnung für die beste studentische Einzelleistung.

Der BFH, das oberste deutsche Steuergericht mit Sitz in München, lädt in regelmäßigen Abständen Studenten rechtswissenschaftlicher Fakultäten aus Deutschland und Österreich zu seinem „Moot Court“ ein. „Moot Courts“ sind simulierte Gerichtsverfahren, in dem Studenten in die Rolle von Parteien eines Rechtsstreits schlüpfen und in diesem Rahmen Schrift­sätze anfertigen und mündlich plädieren. Zu seinem „Moot Court“ gibt der BFH zwei echte Fälle aus, die ihm im Revisionsverfahren vorliegen.

Am 7. BFH Moot Court 2016/2017 beteiligten sich insgesamt 14 studentische Teams aus renommierten Hochschulen wie etwa die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die Universität zu Köln, die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die Wirtschaftsuniversität Wien. In der Vorrunde muss jedes Team die Begründung zu einer Revision verfassen, diesmal zu einer kniffligen Frage aus dem Erbschaftsteuerrecht. Hier vermochten sich die Studenten der Universität des Saarlandes als eines der besten vier Teams durchzusetzen. Besonders unterstützt wurden die Studenten dabei durch den Honorarprofessor der Fakultät für Steuerrecht, Prof. Dr. Paul Richard Gottschalk.

Für die Endausscheidung waren drei weitere Schriftsätze – Revisionsbegründungen und Revisionserwiderungen zum Erbschaft- und Einkommensteuerrecht – zu erstellen. Darauf aufbauend fanden am 26.und 27. Oktober 2017 die mündlichen Revisionsverhandlungen in den Räumlichkeiten des BFH statt. Die Rollen (Revisionskläger oder Revisionsbeklagter) wurden den Teams zugelost – ein großer „Nervenkitzel“ für die beteiligten Studenten. Die fünfköpfige „Richterbank“, die zugleich als Jury fungierte, war unter anderem mit dem Präsidenten des BFH Professor Dr. Rudolf Mellinghoff und der Vorsitzenden Richterin des Zweiten Senats Christine Meßbacher-Hönsch besetzt. Begleitet wurde das „Team Saarland“ von Prof. Dr. Christoph Gröpl, dem zweiten Honorarprofessor für Steuerrecht der Fakultät, Prof. Dr. Roberto Bartone, Richter am Finanzgericht des Saarlandes, sowie von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Lehrstuhl Gröpl Isabel Leinenbach. Am Ende ließen die saarländischen Studenten nach einer bravourösen Gesamtleistung die Mannschaften der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Passau hinter sich; im Wettstreit um den ersten Platz mussten sie sich nur knapp der Bucerius Law School aus Hamburg geschlagen geben.

Ein Bericht in der Saarbrücker Zeitung zum Erfolg des Jura-Teams findet sich hier.

 

 

  

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