PasserelleAdminGR

Mit dem Interreg-Projekt „PasserelleAdminGR: Brücken bauen zwischen Verwaltungen für eine integriertere Großregion“ beteiligt sich die Universität des Saarlandes an einem Vorhaben, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch zwischen öffentlichen Verwaltungen in der Großregion stärken soll. Es wird von September 2026 bis Dezember 2028 umgesetzt und verfügt über ein Gesamtbudget von gut zwei Millionen Euro. Federführender Partner ist das EVTZ Gipfelsekretariat der Großregion. Insgesamt beteiligen sich zehn finanzielle Partner aus Verwaltung und Wissenschaft sowie 14 strategische Partner an dem Projekt. Gemeinsam wollen sie die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Verwaltungen über Ländergrenzen hinweg enger zusammenarbeiten, voneinander lernen und gemeinsame Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen entwickeln können. 

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus

In der Großregion leben rund 11,8 Millionen Menschen, die auf das Funktionieren grenzüberschreitender Strukturen angewiesen sind oder von Angeboten jenseits der nationalen Grenze profitieren möchten. Eine gelingende grenzüberschreitende Kooperation der öffentlichen Verwaltungen ist vor diesem Hintergrund von entscheidender Bedeutung, um grenzüberschreitendes Leben und Wirtschaften ohne verwaltungstechnische Hindernisse zu ermöglichen. PasserelleAdminGR setzt hier an und möchte die Kooperation zwischen den Verwaltungen im Saarland, in Luxemburg, in Lothringen, in der Wallonie und in Rheinland-Pfalz durch verschiedene Maßnahmen gezielt verbessern. Es soll eine Verwaltungskultur entstehen, die grenzüberschreitende Perspektiven selbstverständlich miteinbezieht. Dies geschieht durch drei verschiedene Arbeitspakete:

  • Grenzübergreifend arbeiten – Verwaltung im Austausch: Durch Hospitationen und Austauschformate zwischen Verwaltungen erhalten Beschäftigte Einblicke in die Arbeitsweisen ihrer Nachbarverwaltungen. 

  • Seminarreihe – grenzüberschreitende Kompetenzen: Seminare vermitteln interkulturelle Kompetenzen und Kenntnisse über die institutionellen und administrativen Strukturen der Großregion. 

  • Die Großregion erklären: Sensibilisierungsmaßnahmen sowie Lern- und Informationsmaterialien sollen dazu beitragen, die Kenntnisse über die Großregion und die Mechanismen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu verbessern. 

Die Arbeitsgruppe Europastudien an der Universität des Saarlandes beteiligt sich an den Arbeitspaketen 2 und 3 und bringt hierbei insbesondere auch bestehende Expertise bezüglich der grenzüberschreitenden Geschichte und Governance der Region mit ein. Dabei sollen Zusammenhänge zwischen der Großregion als Reallabor europäischer Integration und gesamteuropäischen Entwicklungen aufgezeigt werden.

Verwaltung, Wissenschaft und Praxis im Austausch

PasserelleAdminGR verbindet Perspektiven aus Instituten, Verwaltungen, Wissenschaft und gelebter Praxis, um so die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion zu verbessern. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur weiteren Integration der Großregion. Langfristig soll eine grenzüberschreitend effizientere, offenere und stärker an den Bedürfnissen der Bürger:innen orientierte Governance in der Großregion entstehen.

 

Projektbearbeitung: Leonie Staud, Julia Dittel und Florian Weber 

Federführender Partner: EVTZ Gipfelsekretariat der Großregion