17.06.2026

Deutscher Juristen-Fakultätentag am 26. Juni auf dem Saarbrücker Campus

Bild vom DJFT 2025 in der Aula© Foto: DJFT
Der Deutsche Juristen-Fakultätentag (DJFT) findet auch in diesem Jahr wieder an der Universität des Saarlandes, dem akademischen Sitz seiner Vorsitzenden, Professorin Tiziana Chiusi, statt.

Künstliche Intelligenz im Studium und die weitere Verbesserung der juristischen Ausbildung: Diese Themen beschäftigen auch 2026 die Vertreterinnen und Vertreter der 46 Jura-Fakultäten an Universitäten in Deutschland und elf weiterer juristischer Fakultäten aus Österreich, der Schweiz und Ungarn: Der 105. Deutsche Juristen-Fakultätentag (DJFT) findet auch in diesem Jahr in der Aula auf dem Saarbrücker Campus statt (9 bis 16 Uhr). Seit 2020 steht Professorin Tiziana Chiusi an der Spitze des DJFT.

Die Medien sind herzlich eingeladen.

Wie halten es die Jura-Fakultäten mit der Künstlichen Intelligenz in der juristischen Ausbildung? Der Deutsche Juristen-Fakultätentag befragte seine Mitglieder, wie sie mit dem Einsatz von KI-Assistenten wie ChatGPT in Studium und Lehre umgehen. „Wir werden am 26. Juni die Ergebnisse dieser Befragung vorstellen und diskutieren, welche Konsequenzen sich hieraus für die juristische Ausbildung ergeben. Diesbezüglich gehen wir auch der Frage nach, ob hierbei eine gemeinsame Positionierung des Fakultätentages sinnvoll ist“, erklärt die Vorsitzende des Deutschen Juristen-Fakultätentags Tiziana Chiusi.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Juristischen Fakultäten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn diskutieren auch die Einführung und Ausgestaltung des Bachelor of Laws an den juristischen Fakultäten. „Seit dem Beschluss des Fakultätentages im Jahr 2023 wurden hierzu unterschiedliche Modelle entwickelt. Wir wollen einen Überblick über die bestehenden Regelungen geben und erste Praxiserfahrungen austauschen“, sagt Tiziana Chiusi, die an der Universität des Saarlandes den Lehrstuhl für Zivilrecht, Römisches Recht und Europäische Rechtsvergleichung innehat.

Außerdem wird die Versammlung sich mit der Reform der Studieninhalte mit Blick auf die Befähigung zum Richteramt befassen. Konkret geht es hierbei um eine stärkere Sensibilisierung für Demokratie und Rechtsstaat. Aktuell wird kontrovers diskutiert, inwieweit deutsches Justizunrecht im Nationalsozialismus oder in der DDR verpflichtend in die Lehrpläne aufgenommen werden muss. „Auch hier soll eine Bestandsaufnahme Aufschluss geben, wie die verstärkte Auseinandersetzung mit solchem Unrecht in den Studiengängen an den Fakultäten konkret verankert wurde. Wir werden sowohl neue Lehrformate als auch inhaltliche Schwerpunkte betrachten und im Hinblick auf ihre praktische Wirksamkeit diskutieren“, sagt die DJFT-Vorsitzende. 

Auch in diesem Jahr werden wieder konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der juristischen Ausbildung erörtert. Ausgangspunkt sind dabei die Beschlüsse zur Methodenkompetenz und zum Systemdenken in Studium und Prüfung, zur Transparenz der Anforderungen der Ersten Juristischen Prüfung, zur Betreuung und Begleitung der Studierenden während des Studiums sowie in der Examensvorbereitung und zu einem besseren Austausch über Prüfungsanforderungen. „Mit diesen Beschlüssen hat der DJFT allgemeine Anregungen und Kritik insbesondere aus Studierendensicht aufgegriffen, Stellung bezogen und Maßnahmen empfohlen. Unser Ziel ist auch, diese Maßnahmen sichtbarer zu machen“, betont Tiziana Chriusi.

Am 26. Juni begrüßt Tiziana Chiusi gemeinsam mit den Mitgliedern des Ständigen Ausschusses des Deutschen Juristen-Fakultätentags um 9 Uhr in der Aula (Campus Saarbrücken Gebäude A3 3) die Dekaninnen, Dekane und Vertreterinnen und Vertreter aus den Fakultäten, der Landesjustizprüfungsämter und verschiedener Interessengruppen. 

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Dr. h.c. Tiziana Chiusi, Vorsitzende des Deutschen Juristen-Fakultätentages, Tel.: +49 (0)6 81 302-4289; E-Mail: geschaeftsstelle@djft.de

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