Tag der Lehre

Der Tag der Lehre ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung an der Universität des Saarlandes. Ziel ist es, Lehrende und Beschäftigte zusammenzubringen, um sich über aktuelle Themen und neue Lehrmethoden auszutauschen.
Die Veranstaltung beginnt mit einer thematisch passenden Keynote, die Impulse für den weiteren Austausch setzt. Anschließend haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in verschiedenen Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten das Thema zu vertiefen.
Der Tag der Lehre bietet neue Anregungen und Eindrücke für die Gestaltung von Lehre und soll Lehrpersonen dabei unterstützen, mit Neuerungen im Bereich der Hochschuldidaktik umzugehen.
Der Tag der Lehre 2026 fand am 23. Januar von 9 bis 12:30 Uhr statt und bot über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zum fachlichen Austausch.
Auf dieser Moodle-Seite finden Sie den Tagesplan, die Keynote, die Poster, die Workshopmaterialien und die Eventfotos: Kurs: Tag der Lehre 2026 | UdS LMS
Der Tag der Lehre 2026 wird gemeinschaftlich organisiert von zentralen Einrichtungen der Universität des Saarlandes, die sich für die Weiterentwicklung der Hochschullehre engagieren:
- dem Zentrum für Lehren und Lernen (ZeLL),
- dem Bereich Lehr-/Lern-Innovation im Dezernat Lehre und Studium,
- der Stabsstelle Digitalisierung,
- sowie weiteren beteiligten Akteur:innen aus der Universität.
Themen: KI im Lehren und Lernen
- Impulsvorträge und Diskussionsrunden
- Praxisbeispiele aus der Lehre und Interaktive Workshops
- Postersession und Ausstellung von Lehrenden
- Kollegialer Austausch in Präsenz
Keynote und Workshops
- Keynote: Von PowerPoint zu PowerPrompt: ein neues Betriebssystem für Lehre?
Speakerin: Mandy Schiefner-Rohs (RPTU Kaiserslautern)
- Workshop 1: KI-Tools rechtssicher nutzen in Lehre und Studium
Dozent: Prof. Dr. Georg Borges
Diese Arbeitsgruppe richtet sich an alle, die interne oder externe KI-Tools in der Hochschullehre einsetzen oder entwickeln. Neben einen kompakten Überblick über rechtliche Anforderungen laut EU AI Act, und dem Einfluss von KI auf rechtssichere Prüfungen, können auch die spezifischen Vorgaben der UdS thematisiert werden.
- Workshop 2: Wie wirksam ist meine Lehre? – Die eigene Lehre forschend in den Blick nehmen
Dozent: Prof. Dr. Jörn Sparfeldt
Zentrales Ziel universitärer Lehre ist der Kompetenzaufbau der Studierenden. Universitäten und wir als Lehrende gehen davon aus, dass die Studierenden am Ende einer Lehrveranstaltung oder eines Moduls mehr wissen und kompetenter sind als zu Beginn. Doch was wissen wir als Lehrende tatsächlich über die Wirksamkeit unserer Lehre?
Ausgehend von eigenen Lehrerfahrungen nehmen wir in diesem Workshop eine Forschungsperspektive auf die eigene Lehre ein und verschaffen uns einen Überblick über einerseits theoretische und methodische Grundlagen sowie andererseits praktische Umsetzungsbeispiele. Darauf aufbauend entwickeln wir konkrete Möglichkeiten, die Wirksamkeit eigener Lehre forschend in den Blick zu nehmen.
- Workshop 3: Frag doch mal den Bot! KI als zusätzlicher Tutor
Dozent: Dr. habil. Philipp Hövel
In diesem Workshop präsentieren wir eine konkrete Anwendung von KI in der Lehre: ein KI-getriebener TutorBotfür die Theoretischen Physik. Im Unterschied zu frei verfügbaren Chatbots generiert der TutorBotseine Antworten aus Dokumenten, die von Lehrenden vorstrukturiert zur Verfügung gestellt werden. Nach einer kurzen Demonstration diskutieren wir Erfahrungsberichte zum Entwurf und der Nutzung aus dem laufenden Wintersemester und beleuchten das Transferpotenzial für Veranstaltungen in anderen Gebieten.
- Workshop 4: Wissen mit allen Sinnen erleben: Informationen mit KI visuell, auditiv und interaktiv gestalten
Dozent*in: Dr. Andreas Korbach (Dezernat LS), Yue Zhao M.Sc. (ZeLL)
Wie kann Wissen individualisiert und flexibel vermittelt werden? Dieser Workshop zeigt, welche neuen und kreativen Zugänge generative KI bei der Wissensvermittlung eröffnet. Die Teilnehmenden lernen durch praktische Beispiele, wie sich Fachwissen in lebendige, multimodale Lerninhalte verwandeln lässt – von Musik und Podcasts über Videos bis hin zu visuellen Darstellungen. Im Fokus stehen KI-Tools zur Gestaltung multimodaler Lerninhalte. Der Workshop bietet einen inspirierenden Einblick in die Zukunft der Weiterbildung und lädt dazu ein, Wissen neu zu denken: mit allen Sinnen, interaktiv und kreativ.
- Workshop 5: Pl.AI.ful Learning Experience ohne Programmierkenntnisse – dein eigener Edu Escape Room ganz einfach
Dozentin: Svenja Geißler (KIT, Karlsruhe)
Studieren darf Spaß machen! Genau das gelingt mit Edu Escape Rooms, denn sie bieten vielfältige Möglichkeiten für aktivierende Lehrformate. Sie eignen sich zur Vermittlung von Inhalten, zur Lernstandserhebung oder als kreative Projektarbeit. Mit ein paar Tricks und kostenlosen Tools lassen sich Escape Rooms selbst entwickeln. In diesem 75-minütigen Workshop erhalten die Teilnehmenden eine praxisnahe Einführung in die Welt der Edu Escape Rooms. Anhand eines erprobten Workflows wird gezeigt, wie man einen Escape Room ohne Programmierkenntnisse und teure Programme erstellen und wie KI bei der Entwicklung unterstützen kann. Nach der Einführung arbeiten die Teilnehmenden angeleitet an ihrem ersten eigenen Escape Room. Voraussetzung ist ein Zugang zu Moodle oder die Installation des kostenlosen H5P-Editors LUMI vorab.
- Workshop 6: KI für Mutige. Die Held*innenreise als Lehr-Lern-Methode für alle Fächer
Dozentinnen: Prof. Dr. Cristina Andenna, Dr. Miriam Weiß
In diesem Workshop wird eine innovative Lehrmethode vorgestellt, die an der Universität des Saarlandes für das Fach Geschichte entwickelt und erprobt wurde: die sogenannte Held*innenreise. Im Mittelpunkt steht dabei Künstliche Intelligenz – nicht als bloßes Thema, sondern als aktive „Mentorin“, die die Lernenden auf ihrer Reise begleitet. Während des Workshops soll gemeinsam eruiert werden, wie sich dieses erzählerische Konzept auf andere Fachrichtungen übertragen lässt. Die Teilnehmenden bringen ihre eigene Expertise mit und sind eingeladen, die Potenziale und Herausforderungen der Held*innenreise in ihrem jeweiligen Fachkontext zu diskutieren. So sollen aus einem Beispiel weitere kreative Ideen für didaktische Vielfalt in der Hochschullehre entwickelt werden.
befindet sich in Planung
Universität des Saarlandes
Zentrum für Lehren und Lernen (ZeLL)
Campus A4 2 | 66123 Saarbrücken
Mo–Do von 9–14 Uhr und Fr von 9–12 Uhr
zell@uni-saarland.de | Tel. 0681 302-3533