07.07.2026

DAAD-Förderung hilft Nachwuchskräfte für Quantentechnologien und KI für das Saarland zu gewinnen

Zwei Personen stehen vor einer Laser-Apparatur mit vielen Kabeln.© UdS/Oliver Dietze
Ein Forscher und eine Forscherin arbeiten im Quantenlabor der Universität des Saarlandes.

Die Universität des Saarlandes gehört zu den 20 Hochschulen in Deutschland, die künftig gezielt internationale Spitzentalente für Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien gewinnen und langfristig an den Wissenschaftsstandort Deutschland binden sollen. Im bundesweiten Wettbewerb des Deutschen Akademischen Austauschdienstes setzte sich die Universität mit ihrem Projekt „Saarland Future Minds Programme in Quantum Technologies and Artificial Intelligence“ bei mehr als 70 Bewerbungen durch.

Der DAAD fördert das Vorhaben bis Ende 2029 mit rund 709.000 Euro.

Mit dem jüngst aus der Taufe gehobenen Zentrum für Quantentechnologien haben Land und Universität ihr Ziel unterstrichen, diese zentrale Zukunftstechnologie in der Forschungslandschaft, aber auch darüber hinaus, etwa in Ausgründungen von Unternehmen, im Saarland zu etablieren. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) flankiert dieses Vorhaben nun mit einer umfassenden Förderung zur Gewinnung von Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden, die gezielt angeworben und gehalten werden sollen.

Das „Saarland Future Minds Programme in Quantum Technologies and Artificial Intelligence“ (FMP Quantum AI) unterstreicht die Relevanz der Universität des Saarlandes als bundesweit herausgehobener Standort, um exzellente Nachwuchskräfte für Zukunftstechnologien zu gewinnen. „Zugleich ist der Erfolg in der Förderlinie ‚Academic Horizons‘ ein Ausweis für die erfolgreiche internationale Ausrichtung der Universität des Saarlandes in Schlüsseltechnologien“, betont Universitätspräsident Professor Ludger Santen.

Unter der Projektleitung von Professor Moritz Weber, dem wissenschaftlichen Direktor des Zentrums für Quantentechnologien, sollen mit den Fördergeldern des DAAD Strukturen aufgebaut werden, die dreierlei Dinge ermöglichen: Zum ersten sollen international die besten Masterstudierenden und Promovierenden aus den Themenfeldern Quantentechnologien und Künstliche Intelligenz identifiziert werden. Wichtige Instrumente sind dabei internationale Partnerschaften und der Aufbau internationaler Sommerschulen mit Forschungsaufenthalten an der Universität. Zweitens sollen diese Talente durch umfassende Unterstützung vom ersten Kontakt bis zum Studienstart betreut werden, um ihre akademische und soziale Integration systematisch zu fördern. Und drittens sollen die hervorragenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Karriereentwicklung unterstützt und langfristig an den Forschungsstandort Deutschland gebunden werden.

Jakob von Weizsäcker, Minister der Finanzen und für Wissenschaft des Saarlandes sagt dazu: „Der Fortschritt der Künstlichen Intelligenz und der Quantentechnologien wird von äußerst talentierten und engagierten Menschen gemacht. Diese Talente für das Saarland zu begeistern, ist für uns ein zentraler Standortfaktor. Dass die Universität des Saarlandes zu den bundesweit ausgewählten Hochschulen gehört, ist eine Auszeichnung für unseren Wissenschaftsstandort und unterstreicht die internationale Strahlkraft.“

Das Future Minds Programme Quantum AI leistet damit einen direkten Beitrag zum Programm „Academic Horizons“ des DAAD. Dieses hat zum Ziel, exzellente internationale Talente zu finden und zu integrieren, ihre wissenschaftliche Karriere zu fördern sowie die deutsche Innovationslandschaft in Schlüsseltechnologien der Zukunft, hier der Quantentechnologien und KI, nachhaltig zu stärken. Der DAAD fördert das Projekt Quantum AI seit dem 1. Mai 2026 bis Ende 2029 mit insgesamt 709.000 Euro.

Weitere Informationen über das DAAD-Programm Academic Horizons: https://www.daad.de/de/infos-services-fuer-hochschulen/weiterfuehrende-infos-zu-daad-foerderprogrammen/academichorizons/

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Moritz Weber
Tel.: 0681 302-2556 
E-Mail: weber(at)math.uni-sb.de