Exzellenzlabor Europa

Das Exzellenzlabor Europa wurde im Jahr 2021 von der Universität des Saarlandes und der Villa Vigoni e. V. – Deutsch-Italienisches Zentrum für den Europäischen Dialog – als feste Kooperation beider Einrichtungen gegründet. Es wird am Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlandes (CEUS) konzeptioniert und koordiniert. Im Rahmen der Kooperation findet jedes Jahr in der Villa Vigoni eine mehrtägige wissenschaftliche internationale Veranstaltung statt. Ziel des Exzellenzlabors Europas ist es, einen interdisziplinären Dialog über für Europa relevante Fragestellungen auf einer europäischen Ebene anzuregen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Reflexion von Europa und seiner Beziehungen zur Welt sowie die Frage, wie ‚Konzepte‘ von Europa projiziert, transformiert und reflektiert werden. Mit der Kooperation soll insbesondere auch der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden. Aus den Veranstaltungen im Exzellenzlabor Europa gehen darüber hinaus Publikationen hervor, die u. a. in der CEUS-Reihe „Saarbrücker Beiträge zur Europaforschung“ (Nomos) veröffentlich werden.

Die Kooperation wurde am 11. September 2021 mit einem Festakt in der Villa Vigoni eröffnet.

Zum Festakt
 

Exzellenzlabor Europa 2026

Spanish Gazes on (a Threatened) Europe: Changing Iberian Perspectives in 100 Years of Cultural Productions

Das 6. Exzellenzlabor Europa findet als internationaler Workshop vom 7. bis 10. Oktober in der Villa Vigoni statt. Die wissenschaftliche Federführung liegt bei Prof. Dr. Janett Reinstädler (Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Schwerpunkt Hispanistik). 

Die Veranstaltung versteht sich als eine erste substanzielle Annäherung an ein sich aktuell abzeichnendes neues Forschungsfeld: die Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Europa“ in Spanien, welches als ehemalige Weltmacht und aus seiner geographischen Randlage heraus eine be-sondere Perspektive auf unseren Kontinent hat. Die gemeinsame Arbeit in der Villa Vigoni soll grundlegendes Wissen über die diachrone Entwicklung spanischer Europa-Entwürfe nach dem Kolonialismus erarbeiten und dabei berücksichtigen, wie sich spezifische Kontexte (z.B. geographische, religiöse, politische, intellektuelle, künstlerische Standorte oder historische Gegebenheiten) auf iberische Europa-Bilder auswirken.
 

Programm (vorläufig)

8. Oktober 2026

  • Bohdan Chuma (Catholic University Lviv): Spanish Images of Europe in the First World War
  • Oleksandr Pronkevich (Catholic University Lviv): José Ortega y Gasset’s Meditation on Europe from a 21st-Century Perspective
  • Barbara Grecco (Università di Turino): Reception and Re-elaboration of Europe in Spanish Avant-Garde Movements
  • Assunta Polizzi (Universidad de Palermo): Europeismo en la prensa española: Europa. Revista de cultura popular (1910)
  • Cinthia del Valle Bruno (UdS): Cinematic Imaginaries of Europe through the Female Figure in Amor a la española (1967) and El turismo es un gran invento (1968)
  • Juan Carlos Cruz Suárez (Stockholm Universitet) Non placet Europa. Memoria de una entelequia en la narrativa española del franquismo (de Max Aub a Juan Goytisolo)
  • Cristina Ruiz Urbón (Universidad de Valladolid): Crossing Europe: From Europe as a Dream to Europe as a Resource. Imaginaries of Spanish Emigration in Franco’s Narrative and Contemporary Fiction
  • María Martínez Deyros (University of Valladolid): Europe as an Unfinished Project in the Narrative and Essayistic Work of Cristian Crusat
  • Antonio Candeloro (Catholic University of Murcia): Jorge Semprún: A Multifaceted View of Europe (Analysis of his Essay “Pensar en Europa”, Barcelona: Tusquets 2006)
  • Eduardo del Campo (Universidad de Sevilla): Europa vista desde el archivo de Televisión Española: el caso del programa “El arte de vivir”

9. Oktober 2026

  • Janett Reinstädler (UdS): Odysseys to the “Other” Europe: The Travel Literature of A. Checa Gody and C. Campoy
  • Olha Majevska (Universität Ivan Fanko, Lviv): European Space: In Search of Personal Identity in Contemporary Female Narrative (R. Montero, V. Montfort, M. Sanz)
  • Isabel Exner (Universität Halle/Saale): Mito y sexo. Europa, Zeus y PornoBurka (2013) de Brigitte Vasallo
  • Dr. Diana Rodríguez Vertiz (UdS): The Migrant Gabriela Wiener in Madrid: The Disillusionment of Europe
  • Dr. Ruben Venzon (Universidad de Salamanca): The Wounded Continent: Europe in Cristina Cerrada's Trilogy
  • Teresa Gómez Trueba (Universidad de Valladolid): Spanish Fictions about the End of Europe
  • Carmen Morán Rodríguez (Universidad de Valladolid): Europe Never Ends: From Modernist Exhaustion to Enrique Vila-Matas’ Tenacious Optimism

Vergangene Exzellenzlabore

5. Exzellenzlabor Europa (2025): European inequalities across borders: dividing and integrating processes

Das 5. Exzellenzlabor Europa fand vom 8. bis 11. Oktober 2025 als internationaler und multidisziplinärer Workshop zum Thema „European inequalities across borders: dividing and integrating processes" statt.

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4. Exzellenzlabor Europa (2024): Europäische Exempla edieren: Valerius Maximus im 14. Jahrhundert

Das 4. Exzellenzlabor Europa fand vom 26. bis 28. September 2024 als internationaler mediävistischer Workshop zum Thema „Europäische Exempla edieren: Valerius Maximus im 14. Jahrhundert" statt.

Weitere Informationen zum 4. Exzellenzlabor Europa

3. Exzellenzlabor Europa (2023): Die Europäische Staatsanwaltschaft als Motor für Wandlungsprozesse im europäischen ‚Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts

Das 3. Exzellenzlabor Europa fand vom 16. bis 19. Oktober 2023 als internationale rechtswissenschaftliche Tagung zum Thema „Die Europäische Staatsanwaltschaft als Motor für Wandlungsprozesse im europäischen ‚Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts‘“ statt.

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2. Exzellenzlabor Europa (2022): Theater und pluralistische Gesellschaften: Potenziale der ‚Kopräsenz‘

Das 2. Exzellenzlabor Europa fand vom 1. bis 4. September 2022 als internationale germanistische Tagung zum Thema „Theater und pluralistische Gesellschaften: Potenziale der ‚Kopräsenz‘“ statt.

Weitere Informationen zum 2. Exzellenzlabor Europa

1. Exzellenzlabor Europa (2021): Restitution, Reparationen, Reparation – Wege zu einer neuen Welt­gesell­schaft?

Das 1. Exzellenzlabor Europa fand vom 9. bis 13. September 2021 als inter­nationale Sommer­akademie für Nachwuchs­wissen­schaftler*innen in den Geistes- und Sozial­wissen­schaften zum Thema „Restitution, Reparationen, Reparation – Wege zu einer neuen Welt­gesell­schaft?“ statt.

Weitere Informationen zum 1. Exzellenzlabor Europa

Kontakt

Dr. Florian Rossbach
Campus C5 3, Raum 2.23
Tel. +49 (0)681-302-70454
florian.rossbach(at)uni-saarland.de