Europaforschung im Überblick
Hier bietet Ihnen das CEUS einen Überblick über europabezogene Forschungsprojekte und -einrichtungen an der Universität des Saarlandes. Die Liste wird sukzessive ergänzt und aktualisiert. In der Rubrik „Drei Fragen an...“ stellen die Leiterinnen und Leiter ihre Projekte näher vor.
Einen Überblick bietet auch die Imagebroschüre zum Forschungsschwerpunkt Europa der Universität des Saarlandes 2022/2023, die das CEUS herausgegeben hat.
Aktuelle und laufende europabezogene Forschungsprojekte
gefördert vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: seit April 2024
Direktion: Prof. Dr. Markus Messling (Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft) und Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
gefördert vom der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Agence nationale de la recherche (ANR)
Laufzeit: seit 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Fabian Lemmes (Kultur- und Mediengeschichte, Universität des Saalandes), Prof. Dr. Stefan Berger (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Emmanuel Droit (Université de Strasbourg)
gefördert von Horizon Europe, in Kooperation mit der Universität Coimbra in Portugal, dem Center for Social Studies der Universität Coimbra, der Süddänischen Universität in Odense, der Universität Southampton in England, dem Institut für Psychologie der „Polish Academy of Sciences“ in Warschau und der Reichman Universität in Israel
Laufzeit: seit Januar 2024
Projektkoordination: Prof. Dr. Georg Wenzelburger (Politikwissenschaft mit Schwerpunkt komparative Europaforschung)
gefördert von der Saarländischen Staatskanzlei
Laufzeit: seit 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Florian Weber

ActEU: Vertrauen in die Demokratie stärken in Zeiten der Polarisierung
Wissenschaftliche Leitung durch CEUS-Clusterprofessorin Prof. Dr. Daniela Braun
Wie viel Vertrauen haben Bürger*innen in demokratische Institutionen – und was bedeutet dieses Vertrauen eigentlich? Reicht es, danach zu fragen: „Wie sehr vertrauen Sie dem Parlament?“ Oder braucht es neue Konzepte, um demokratische Legitimität in Europa zu verstehen?
Mit diesen Fragen befasst sich das europäische Forschungsprojekt ActEU – „Towards a new era of representative democracy – Activating European citizens’ trust in times of crises and polarization“, das seit März 2023 im Rahmen von Horizon Europe gefördert wird.
Prof. Dr. Daniela Braun, Clusterprofessorin am CEUS, ist Scientific Lead des Projekts und verantwortet dessen konzeptionelle Ausrichtung.
Das an der Universität des Saarlandes angesiedelte Team hat unter ihrer Leitung einen innovativen theoretischen Rahmen für politische Einstellungen, Verhalten und Repräsentation in Europa entwickelt. Gleichzeitig wurde eine originelle empirische Infrastruktur aufgebaut, die quantitative und qualitative Methoden kombiniert.
Ziel ist es, besser zu verstehen, wie sich Vertrauen und Legitimität in Mehrebenendemokratien entwickeln, wie gesellschaftliche Polarisierung – etwa in den Bereichen Migration, Klimawandel und Geschlechtergerechtigkeit – politische Einstellungen beeinflusst, und welche Instrumente politische Entscheidungsträger*innen und die Zivilgesellschaft nutzen können, um demokratische Resilienz zu stärken.
Mehr zum Projekt ActEU auf YouTube
Internationale Abschlusskonferenz in Brüssel
Am 5. Februar 2026 fand im Press Club Brussels Europe die internationale Abschlusskonferenz „Detached, distrustful, disengaged? Rethinking democracy in today’s Europe“ statt.
Im Zentrum stand die Frage, wie Vertrauen unter dem Druck multipler Krisen und wachsender Polarisierung wieder gestärkt werden kann. Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen diskutierten innovative Messinstrumente, neue Narrative und konkrete Handlungsempfehlungen für die Zukunft repräsentativer Demokratie in Europa.
Mehr Informationen zur Abschlusskonferenz
Podcast „Democracy Cracks“
Zum Projektabschluss wurde die sechsteilige Podcast-Miniserie „Democracy Cracks. A podcast about trust, polarisation and the future of democracy“ veröffentlicht. Die Reihe widmet sich den „Rissen“ in unseren demokratischen Systemen – vom schwindenden Vertrauen bis zu gesellschaftlichen Spaltungen. In Gesprächen mit internationalen Expert*innen verbindet Prof. Dr. Daniela Braun wissenschaftliche Erkenntnisse mit aktuellen politischen Entwicklungen. Die zentrale Leitfrage lautet: Bricht die Demokratie auseinander – oder entwickelt sie neue Formen der Stabilität?
gefördert von Horizon Europe – Framework Programme for Research and Innovation (2021–2027), im Rahmen der Förderlinie „HORIZON-CL2-2022-DEMOCRACY-01 (Reshaping democracies)“, in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen, Paris-Lodron-Universität Salzburg (Österreich), Trans European Policy Studies Association (Belgien), Institute of International Relations Prague (Tschechien), Abo Akademi University (Finnland), Fondation Nationale des Sciences Politiques Paris (Frankreich), Institut Catholique de Lille (Frankreich), Aristotle University of Thessaloniki (Griechenland), Universita Degli Studi di Trento (Italien), SWPS University of Social Sciences and Humanities, Warschau (Polen), Universidad de Oviedo (Spanien)
Laufzeit: seit März 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Daniela Braun (Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und internationale Beziehungen, Universität des Saarlandes) und Prof. Dr. Michael Kaeding (Universität Duisburg-Essen)
gefördert von Horizon Europe – Framework Programme for Research and Innovation, 2021–2027) im Rahmen der Förderlinie „HORIZON-CL2-2021-DEMOCRACY-01 (Protecting and nurturing democracies)“, in Kooperation mit Universidad Pablo de Olavide de Sevilla (Koordinatorin), Universidad de la Iglesia de Deusto Entidad Religiosa, Tarsadalomtudomanyi Kutatokozpont Budapest, Roskilde Universitet, Fundacio Vit – Visualizacion per a la Transparencia, Verein der Europäischen Bürgerwissenschaften – ECSA E.V.
Laufzeit: seit Februar 2023
Projektleitung an der Universität des Saarlandes: Prof. Dr. Daniela Braun (Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Europäische Integration und internationale Beziehungen)
gefördert von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), in Kooperation mit der Université Paris-Sorbonne, der Université du Luxembourg und der Université de Strasbourg (Sciences Po)
Laufzeit: seit 2017
Sprecher: Prof. Dr. Dietmar Hüser (Europäische Zeitgeschichte)
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gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), in Kooperation mit der Université de Franche-Comté, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Université de Rouen-Normandie, der Université de Limoges und der Sorbonne Université
Laufzeit: 2023–2026
Sprecher: Dietmar Hüser (Europäische Zeitgeschichte, Universität des Saarlandes) und Paul Dietschy (Centre Lucien Febvre, Université de Franche- Comté, Besançon)
gefördert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW/OFAJ)), in Kooperation mit dem Centre Franco-Allemand de Provence, der Université Aix-Marseille, der Université de la Manouba und der Université Mahmoud El-Materi
Laufzeit: 2022–2025
Leitung: Dr. Franck Hofmann (Romanistik) und Prof. Dr. Markus Messling (Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft)
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Fonds National de la Recherche (FNR) in Luxembourg, in Kooperation mit der Université du Luxembourg
Laufzeit: 2018–2026
Sprecher: Prof. Dr. Dietmar Hüser (Europäische Zeitgeschichte)
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Abgeschlossene europabezogene Forschungsprojekte
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Laufzeit: 2015–2024
Sprecherin: Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser (Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
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gefördert aus Mitteln der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung – Projektnummer: 2022-05, in Kooperation mit der Universität Wrocław, Polen
Laufzeit: 2022–2023
Leitung: Jun.-Prof. Dr. Florian Weber (Europastudien, Schwerpunkt Westeuropa und Grenzräume)
Projektkoordination und Projektumsetzung: M.A. Julia Dittel
gefördert vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), in Kooperation mit der Technischen Universität Kaiserslautern, der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg
Laufzeit: 2021–2024
Gesamtprojektleitung: Jun.-Prof. Dr. Florian Weber (Europastudien, Schwerpunkt Westeuropa und Grenzräume)
gefördert durch die VolkswagenStiftung
Laufzeit: 2022–2023
Projektleitung: Prof. Dr. Astrid Fellner (Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft)
gefördert von der Europäischen Union im Rahmen von Erasums+
Laufzeit: 2020–2023
Leitung: Prof. Dr. Thomas Giegerich LL.M (Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht)
gefördert vom European Centre for Modern Languages of the Council of Europe, in Kooperation mit der Université du Luxembourg, der Vytautas-Magnus-Universität Kaunas und der Schlesischen Universität Katowice
Laufzeit: 2020–2023
Projektkoordinatorin: Prof. Dr. Claudia Polzin-Haumann (Romanische Sprachwissenschaft)
gefördert vom European Research Council (ERC)
Laufzeit: 2019–2024
Principal Investigator: Prof. Dr. Markus Messling (Romanische und Allgemeine Literatur- und Kulturwissenschaft)
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gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), in Kooperation mit der Universität Trier und der Université de Montréal
Laufzeit: 2013–2022
Ko-Sprecherin: Prof. Dr. Astrid M. Fellner (Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft)
gefördert von der Hans Böckler Stiftung, in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Laufzeit: 2019–2021
Ko-Sprecherin: Prof. Dr. Romana Weiershausen (Frankophone Germanistik)
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gefördert vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 2015–2021
Leitung: Prof. Dr. Thomas Giegerich LL.M. (Europarecht, Völkerrecht und Öffentliches Recht)
Europabezogene Einrichtungen
Das Cluster für Europaforschung (CEUS) ist eine zentrale Einrichtung der Universität des Saarlandes und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre im universitätsweiten Europaschwerpunkt. Am CEUS werden europabezogene Forschungsprojekte und Studienangebote initiiert und koordiniert.
Das Europa-Institut, Sektion Rechtswissenschaft, wurde 1951 an der Universität des Saarlandes gegründet ist ein global agierendes Institut im Bereich Europäisches und Internationales Recht, das u.a. den Masterstudiengang „European and International Law“ (LL.M) anbietet und mit seiner Bibliothek ein Europäischen Dokumentationszentrum beherbergt.
Das Europa-Institut, Sektion Wirtschaftswissenschaften, existiert an der Universität des Saarlandes seit 1990 und bietet postgraduale Weiterbildungsangebote mit Europabezug wie den MBA-Studiengang „European Management“ an.
Das Rechtswissenschaftliche Zentrum für Europaforschung (RZE) ist eine Einrichtung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes und wurde 2019 gegründet. Die Mitglieder analysieren die rechtliche und politische Entwicklung Europas sowie der EU und erarbeiten Lösungen für einschlägige Rechtsprobleme.
Das Institut für Europäisches Recht besteht an der Universität des Saarlandes seit 1954. Das Institut führt europäische vergleichende Forschungsprojekte durch und bietet für ausländische Jurist*innen den Aufbaustudiengang „Deutsches Recht und Europäische Rechtsvergleichung“ (LL.M.) an.
Das Centre juridique franco-allemand (CJFA) wurde 1955 als deutsch-französische rechtswissenschaftliche Kooperationseinrichtung an der Universität des Saarlandes gegründet. Es bietet einen europaweit einzigartigen Doppelstudiengang in deutschem und französischem Recht an.
Die Universität der Großregion (UniGR) wurde 2008 gegründet und ist ein grenzüberschreitender Hochschulverbund bestehend aus der Universität des Saarlandes, der Technischen Universität Kaiserslautern, der Universität Trier, der Université de Lorraine, der Université de Liège,der Université du Luxembourg und der htw saar. Die UniGR fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Partnerhochschulen in Forschung und Lehre.
Das UniGR-Center for Border Studies (UniGR-CBS) ist ein seit 2014 bestehendes grenzüberschreitendes Netzwerk von etwa 80 Wissenschaftler*innen aus dem Verbund der Universität der Großregion, die sich interdisziplinär mit Fragen der Grenz(raum)forschung beschäftigen.
Das Frankreichzentrum wurde 1996 als zentrale Einrichtung der Universität des Saarlandes gegründet. Es ist eine Plattform für alle frankreich- und frankophoniebezogenen Aktivitäten an der Universität des Saarlandes.
Das Literaturarchiv SaarLorLux-Elsass ist eine Einrichtung der Universität des Saarlandes und sammelt Handschiften, Bücher sowie Text-, Bild-, und Tondokumente von und über Autor*innen aus dem Saarland, Lothringen, Luxemburg und dem Elsass.
Die Arbeitsstelle für österreichische Literatur und Kultur (AfÖLK) beherbergt die einzige Österreich-Bibliothek an einer deutschen Universität. Sie sammelt Archivalien und verfügt über umfangreiche Bestände an Primär- und Forschungsliteratur sowie Zeitschriften zur österreichischen Literatur und Kultur.