Kathrin Jager: Wirtschaft und Recht

Kathrin Jager ist aus Saarburg für das Studium nach Saarbrücken gezogen. Ihr Bachelorstudium hat sie mittlerweile erfolgreich abgeschlossen – und sieht es als gute Ausgangsbasis für eine spannende berufliche Perspektive in der Wirtschaft. Ihr Interesse gilt dem Arbeitsrecht in Verbindung mit Personalmanagement. Ihr Wissen will Kathrin Jager in einem Masterstudiengang vertiefen – doch wo und in welchem Fach genau, möchte sie erst nach ihrem nächsten Praktikum entscheiden. Anschließend wird sie im Personalmanagement einer Unternehmungsberatung in Münster arbeiten.

"Betriebswirte, die sich auch mit Rechtsfragen auskennen, sind in Unternehmen gefragt. Die Kombination aus Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft gibt es als Fach aber nicht so oft an einer Universität. Deshalb habe ich mich für den interdisziplinären Studiengang in Saarbrücken entschieden.

Das Studium vermittelt sowohl wirtschaftswissenschaftliche Grundkenntnisse, insbesondere aus der Betriebswirtschaftslehre, als auch die wesentlichen juristischen Kenntnisse. Inhaltlich entfallen aber mehr als die Hälfte der zu erbringenden Leistungspunkte auf den Bereich der Wirtschaft. In der Betriebswirtschaftslehre kann man je nach Interesse aus einem breiten Kursangebot auswählen. Auch in der Volkswirtschaftslehre stehen einige Module zur Auswahl. In der Rechtswissenschaft geht es insbesondere um Inhalte des Wirtschaftsrechts.

In den Vorlesungen sitzen wir meistens gemeinsam mit 'echten' Juristen oder Wirtschaftswissenschaftlern. Dadurch kennt man viele Leute und ist auch vom Netzwerk her breit aufgestellt, nicht nur fachlich – das weiß ich sehr zu schätzen. Allerdings ist mir die Zwischenstellung des Fachs anfangs schwergefallen. Da hätte ich mir eine bessere Betreuung gewünscht. Erst nach und nach habe ich die Angebote entdeckt, mit denen ich in meinem Studiengang unterstützt wurde. Manchmal war es auch schwierig, ein eigenes Standing zwischen den beiden großen Disziplinen zu bekommen. Das kann man aber auch als ideale Vorbereitung auf die berufliche Praxis sehen, denn auch im Unternehmen ist man Vermittler zwischen Volljuristen und Betriebswirten.

Etwas schade finde ich es, dass im Studiengang keine Fremdsprache verpflichtend ist. Ich habe freiwillig Englisch- und Italienischkurse im Sprachenzentrum der Universität belegt. Um einen Einblick in die Berufspraxis zu bekommen, habe ich zudem ein Praktikum in einer Steuerberatungskanzlei absolviert.

Ich habe das Leben auf dem Campus genossen. Für alle Interessen gibt es hier eigene Gruppierungen, und man kann sich auch sozial engagieren. Als Mentorin bin ich im fünften Semester Neulingen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ich habe mich mit Schlüsselkompetenzkursen weiterqualifiziert und auch beim Hochschulsport mitgemacht. Ich finde die Uni cool."