Die Benediktinerkongregationen des 15. Jahrhunderts waren als institutionalisierte Maßnahme gedacht, um wirtschaftlich und spirituell krisenbehaftete Klöster zu reformieren und ihr Alltagsleben zu regulieren. Neben der Kontrolle der Konventualen durch Generalkapitel und Visitation spielte dabei aber auch Wachsamkeit eine Rolle, etwa bei der Selbst- und Fremdbeobachtung im sogenannten Schuldkapitel. Der Vortrag diskutiert vor diesem Hintergrund die Erscheinungsformen, Bedeutungen und Mechanismen von Beobachtung, Kontrolle und Wachsamkeit in den Reformklöstern.
Referent: John Hinderer (LMU München)
Zeit: 25.06., 18 Uhr c.t.
Ort: Gebäude B3 1, Raum 2.17