Laetitia Faivre

Laetitia Faivre

Décrire une ville : „Heidelberg par ses mots“ Esquisse d’une analyse lexicale et discursive de l’espace urbain

[Eine Stadt beschreiben: „Heidelberg in seinen eigenen Worten“. Skizze einer lexikalischen und diskursiven Analyse des städtischen Raums]

 

In diesem Beitrag sollen verschiedene linguistische Methoden und Werkzeuge zur Untersuchung des städtischen Raums erörtert und am Beispiel der Stadt Heidelberg, Großstadt seit 1946, erprobt werden. Die Studie stützt sich maßgeblich auf die Arbeiten von einerseits Lorenza Mondada und andererseits Jean-Charles Depaule und Christian Topalov, deren Forschungsinteresse sich auf die Art und Weise richtet, in der der Gebrauch von Sprache die Stadt prägt und strukturiert. Depaule und Topalov nähern sich dem städtischen Raum dabei diachronisch über die Wörter, die ihn bezeichnen, und regen dazu an, die verschiedenen städtischen Bezeichnungen (generische Bezeichnungen, Stadtteile, Wohnformen…) als ‚Spuren' oder ‚Vektoren' sozialer Dynamiken zu betrachten, deren Wert und Bedeutung je nach Sprecher und Kontext variieren können. Für Mondada ist die Stadt ein komplexer und heterogener Raum, der sich nur schwer abgrenzen oder kategorisieren lässt und so das Auftreten unterschiedlicher Beschreibungsvarianten gemäß unterschiedlicher Beschreibungsdispositive in besonderem Maße begünstigt, wobei diese Beschreibungsvarianten sich bald ergänzen, bald einander widersprechen. Ihrer Meinung nach besteht die Eigenheit des ‚städtischen' Raums in seiner ‚Pluridefiniertheit': seine Besonderheit ergibt sich aus der Vielfalt der Diskurse, die ihn vom Verbraucher bis zum Gesetzgeber, vom Gerücht bis zur Presse benennen und beschreiben und dadurch formen. Dieses Verständnis des ‚Städtischen'

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