08.06.2026

Conférences de l'Université de la Sarre au cours de la semaine 25

Comme les années précédentes, l'Université de la Sarre organise au cours du semestre d'été des cycles de conférences ouvertes au grand public. Vous trouverez sur cette page la liste des conférences prévues pour la semaine à venir. Les dates figurent également dans le calendrier des événements sur la page d'accueil de l'Université.

  • Reihe „SaarToons – Comics zwischen Kunst und Beruf“
    Beim zweiten Termin der Reihe am Montag, 15. Juni, um 17 Uhr geht es um Ulli Lusts Sachcomic „Die Frau als Mensch“ (Ort: Dock 11, Neumarkt 15, 66117 Saarbrücken). Mit Ulli Lust ist eine der prägendsten Stimmen des zeitgenössischen Comics zu Gast, deren Arbeiten künstlerische Praxis, historische Recherche und gesellschaftliche Fragestellungen auf besondere Weise verbinden. Ihr Sachcomic „Die Frau als Mensch – Am Anfang der Geschichte“ wurde 2025 als erster Comic überhaupt mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet. In einer Lesung mit anschließendem Werkstattgespräch gibt Ulli Lust Einblicke in ihr Werk und ihren Schaffensprozess. Dabei stehen sowohl erzählerische Strategien und bildnerische Verfahren als auch Fragen der Recherche, Stoffentwicklung und künstlerischen Positionierung im Mittelpunkt. Weitere Infos unter: https://dock11.saarland/events/saartoons2_lust/
     
  • Literaturwissenschaftliche Ringvorlesung: „Eines Freundes Freund zu sein – Über Freundschaft und Literatur“:
    Die literaturwissenschaftliche Ringvorlesung über Freundesbeziehungen in der Literatur wird am Montag, 15. Juni, um 19 Uhr im Festsaal des Saarbrücker Rathauses fortgesetzt. Dann spricht Prof. Roland Marti (Slavische Philologie, UdS) über folgendes Thema: „Freundschaft zwischen Literaturen? Über die slavische literarische Wechselseitigkeit und was aus ihr geworden ist“. In den 30er Jahren des 19. Jh. entwickelte der tschechische Schriftsteller slovakischer Herkunft J. Kollár das Konzept der „literarischen Wechselseitigkeit zwischen den verschiedenen Stämmen und Mundarten der slawischen Nation“. Seine Vorstellungen einer freundschaftlichen Verbundenheit aller Slavischsprachigen über die Literatur fanden in einigen Bereichen der Slavia Anklang (insbesondere in der Habsburger Monarchie), und es existierten auch ähnliche Vorstellungen im politischen Bereich (Illyrismus, Austroslavismus, Panslavismus). Nach dem ersten Weltkrieg und der Gründung neuer slavischer Staaten ebbte das Interesse an der Vorstellung befreundeter slavischer Literaturen ab oder wurde politisch instrumentalisiert. Dabei ging und geht es allerdings weniger um Wechselseitigkeit als um Dominanz. 
    Die öffentlichen Vorträge finden jeweils montags um 19 Uhr im Festsaal des Rathauses Sankt Johann in Saarbrücken statt. Organisiert wird die Reihe vom Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes gemeinsam mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken. Programmflyer mit allen Vorträgen.
     
  • Zudem findet am Mittwoch, 17. Juni, um 18:15 Uhr ein weiterer Vortrag der Literaturwissenschaftlichen Ringvorlesung statt, und zwar gleichzeitig als Käte Hamburger Lecture (auf dem Campus!). 
    Dann referiert Professor Albrecht Buschmann (Käte Hamburger Kolleg CURE, Spanische und Französische Literatur- und Kulturwissenschaft, UdS) im Innovation Center auf dem Campus (Geb. A2 1, Seminarraum 0.01) über das Thema „Übersetzen als Reparation. Eugen Helmlé und Georges Perec“. Das Verhältnis zwischen Übersetzern und Autoren besteht im Idealfall aus mehr als nur professionellem Austausch. Wie produktiv Übersetzen sein kann, wenn es über die ästhetische und wissensgeschichtliche Dimension hinaus bedeutsam wird, belegt die enge Zusammenarbeit zwischen Eugen Helmlé (1927-2000) und dem französischen Schriftsteller Georges Perec (1936-1982). Aus der zunächst rein professionellen Zusammenarbeit erwuchs über die Jahre eine intime Freundschaft, die nicht nur literarisch, sondern auch politisch zu lesen ist.  Der Vortrag kann auch live mitverfolgt werden. Weitere Infos unter: https://cure.uni-saarland.de/veranstaltungen/uebersetzen-als-reparation/
     
  • Vortrag von Europa-Gastprofessor Dr. Francesco Cappellano
    Zu einem öffentlichen Vortrag über Grenzregionen als Laboratorien gesellschaftlichen Wandels lädt das Cluster für Europaforschung CEUS am Dienstag, 16. Juni, um 11:00 Uhr ein. Der Vortrag in englischer Sprache findet im Innovation Center statt (Geb. A2 1, Raum 3.05.1). In seinem Vortrag „Border Regions in Transformation: Agency, Functions and Networks towards Societal Challenges“ beleuchtet der Wirtschaftsgeograph und Europa-Gastprofessor am CEUS, Francesco Cappellano, wie Grenzregionen auf Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende und Pandemien reagieren und warum sie zu Laboratorien gesellschaftlicher Transformation werden können. Weitere Infos zum Vortrag und zur Europa-Gastprofessur. 
     
  • Ringvorlesung: „Raumschiff Erde – Nachhaltigkeit”
    Am Dienstag, 16. Juni, um 16:15 Uhr referiert Professor Bastian Popp (Betriebswirtschaftslehre insb. Handelsmanagement, UdS) zum Thema „Nachhaltigkeit im Handel und dessen Rolle in der Kreislaufwirtschaft“ (Geb. C4 3, kleiner Hörsaal II): Der Vortrag zeigt anschaulich die signifikante Bedeutung von Handelsunternehmen auf dem Weg zu nachhaltigerem Konsum auf: Als zentrale Akteure im Wertschöpfungsnetzwerk interagieren sie mit Konsumenten und Herstellern, steuern Supply-Chains und nutzen Nachhaltigkeit in der Positionierung. Zudem implementieren sie zirkuläre Ansätze in den eigenen Vertriebs- und Geschäftsmodellen und sind ein wichtiger Akteur für die Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft.
    Die öffentlichen Vorträge der Vorlesungsreihe zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit finden jeweils dienstags um 16.15 Uhr auf dem Saarbrücker Campus im neuen Chemie-Hörsaalgebäude statt (Geb. C4 3, kleiner Hörsaal II). Auch eine Online-Teilnahme ist möglich. Den Link zur Online-Teilnahme gibt es in der Programmübersicht (unter dem ersten Termin). Weitere Infos zum Vortrag.
     
  • Ringvorlesung: „Wirtschaft und Gesellschaft in Zeiten globaler Herausforderungen“
    Am Dienstag, 16. Juni, um 18:15 Uhr hält Professorin Andrea Gröppel-Klein (Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing) einen Vortrag mit dem Titel „Mythen oder Treiber? Beeinflussen Nachhaltigkeit, Innovationsfreundlichkeit oder Gesundheitsorientierung das Konsumentenverhalten?“ (Gebäude B4 1, Raum 0.06). Die Forschung zu der Frage, ob Einstellungen das Verhalten beeinflussen können, belegt, dass in vielen Lebensbereichen eine erhebliche Diskrepanz zwischen der geäußerten Einstellung von Menschen und ihrem Verhalten zu beobachten ist. Im Durchschnitt können weniger als 20 Prozent des tatsächlich beobachtbaren Konsumverhaltens durch die Einstellung zu den Angeboten erklärt werden. Beim nachhaltigen Konsum ist diese Lücke besonders groß. In Befragungen geben Konsumenten gerne an, nachhaltige Produkte zu präferieren, sie kaufen dann aber andere. Andrea Gröppel-Klein erklärt mögliche Gründe für diese Lücke und erläutert, wie sie durch Kommunikationspolitik und andere Instrumente eventuell geschlossen werden kann. 
    Die Ringvorlesung mit dem vollen Titel „Wirtschaft und Gesellschaft in Zeiten globaler Herausforderungen: Verantwortungsvolle Unternehmensführung zwischen Protektionismus, Technologien und Nachhaltigkeit“ zeigt, wie Unternehmen, Politik und Gesellschaft auf die aktuellen globalen Herausforderungen reagieren können. Sie wird organisiert am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Handelsmanagement, von Professor Bastian Popp. Weitere Infos und alle Termine
     
  • Buchvorstellung & Lesung: Max Aub – „Ich will keinen Trost von niemandem“
    Das Käte Hamburger Kolleg an der Universität des Saarlandes und das Saarländische Staatstheater laden am Dienstag, 16. Juni, um 20 Uhr ein zur Buchvorstellung von „Ich will keinen Trost von niemandem“ des jüdisch-spanischen Schriftstellers Max Aub (in der Sparte 4, Saarbrücken). 
    Wie reagiert ein Mensch, wenn Demokratie gewaltsam abgeschafft, Nachbarschaft vergiftet und Würde systematisch vernichtet wird? Der jüdisch-spanische Schriftsteller Max Aub stellte diese Frage bereits 1939 – im Exil, auf der Flucht vor Faschismus und Krieg. Sein zugleich berührender und hellsichtig vorausschauender Theatermonolog „Ich will keinen Trost von niemandem“ liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung vor. Die Schauspielerin Martine Struppek liest Auszüge aus dem Monolog, um einen Eindruck von der poetischen Kraft des Textes zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht Emma, eine jüdische Frau im Wien nach dem „Anschluss“ 1938. Nach der Enteignung ihrer Wohnung wird sie nur noch in der Dachkammer ihres Hauses geduldet und schlägt sich als Putzfrau eines Theaters durch. Als Zeitzeugin wider Willen beobachtet sie die fortschreitende Verrohung einer Gesellschaft, in der ehemals freundliche Nachbarn und Mitmenschen plötzlich zu Ausgrenzung und Gewalt fähig werden. Die Trauer um ihren in Dachau ermordeten Mann Arnolf und den ungeklärten Tod ihres in Spanien umgekommenen Sohnes Samuel verwandelt sich allmählich in kalte Wut, mit der sie, zuvor völlig unpolitisch, nun widerstehen will. Weitere Infos zur Veranstaltung.
     
  • Vortragsreihe des Historischen Museums: „Von der Saarabstimmung 1955 bis zur ‚Kleinen Wiedervereinigung‘ 1957“ 
    Am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr spricht Ralf Banken über das Thema „Alte Strukturen, große Hoffnungen. Die Saarwirtschaft vor der Eingliederung in die Bundesrepublik 1956“ (Historisches Museum, Schlossplatz 15, Saarbrücken). 
    Nach der Eingliederung in die Bundesrepublik 1957 entwickelte sich die Saarwirtschaft deutlich schlechter als erwartet und fiel gegenüber anderen bundesdeutschen Wirtschaftsregionen zurück. Dies stand im Widerspruch zu den Erwartungen der Saarländer, nach einer Eingliederung in die bundesdeutsche Wirtschaft vom bundesdeutschen Wirtschaftswunder zu profitieren. Dabei wurde jedoch übersehen, dass die Saarwirtschaft strukturell immer noch auf Kohle und Stahl beruhte und auch die anderen Wirtschaftszweige vielfach dem intensiveren Wettbewerb in der Bundesrepublik nicht gewachsen waren. Der Vortrag geht zum einen der Entwicklung der saarländischen Wirtschaftsentwicklung von 1945 bis 1956 nach und macht zum anderen deutlich, warum die saarländische Wirtschaft aufgrund ihrer damaligen Strukturen nach 1959 in Probleme geriet. Weitere Infos
     
  • Altertumswissenschaftliches Kolloquium
    Am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr spricht Prof. Dr. Markus Scholz (Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen, Goethe-Universität Frankfurt am Main) zum Thema „Der zentrale Kultbezirk von Nida/Frankfurt a. M.-Heddernheim: interdisziplinäre Studien zu Raumgestaltung und Deponierungen“ (Gebäude B3 1, Raum 1.30). Das Zentralheiligtum von Nida zählt zu den am besten erhaltenen und am umfangreichsten ergrabenen römischen Sakralanlagen in Deutschland. Bei Ausgrabungen des Denkmalamtes 2016–2018 konnte erstmalig das Zentrum von Nida großflächig untersucht werden. Dort, wo man bislang das forum vermutete, erstreckte sich ein ummauerter Kultbezirk mit mehrphasigen Holz- und Steinbauten. Die Befunde sind zusammenhängend und beinahe ungestört erhalten. Weitere Infos zum Vortrag.  
     
  • Wissenschaftsforum: 
    Unter dem Titel „Flug zum Mars – Medizinischer Faktencheck für die Raumfahrt“ geht die Medizin-Professorin und Expertin für Weltraummedizin Bergita Ganse am Donnerstag, 18. Juni, um 18 Uhr der Frage auf den Grund, ob und inwieweit der menschliche Körper den Belastungen im All standhält – und was getan werden kann, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren (Aula, Gebäude A3 3). Der Flug von Menschen zum Mars ist in aller Munde. Nicht selten wird er als attraktives, bald zu erreichendes Ziel und auch als spannendes Abenteuer angepriesen. Die Spezialistin für Weltraummedizin Bergita Ganse macht den Faktencheck. Zum Vortrag lädt die Universitätsgesellschaft des Saarlandes alle Interessierten ein. Zur besseren Planung wird um Anmeldung gebeten, bitte per E-Mail an:  unigesellschaft(at)uni-saarland.de. Weitere Infos zum Vortrag: https://www.uni-saarland.de/aktuell/wissenschaftsforum-raumfahrt-1-46905.html
     
  • Podiumsdiskussion: Tête-à-tête
    Am Donnerstag, 18. Juni, um 18.30 Uhr steht die Diskussionsreihe „Tête-à-tête“ unter dem Thema „Les voix des fleuves – Flüsse mit Stimmen. Eigenrechte der Natur und ihre Bedeutung angesichts ökologischer Krisen“ (Villa Europa, Kohlweg 7, 66123 Saarbrücken). Dabei stehen die Eigenrechte der Natur im Fokus, die angesichts der globalen ökologischen Krisen international zunehmend an Bedeutung gewinnen. So begreifen Flussrechte Gewässer nicht mehr bloß als Ressourcen oder Nutzobjekte, sondern als Rechtssubjekte, die „ihre Stimmen erheben“ und ihre Rechte vor Gericht einklagen können. Weitere Infos zum Vortrag
     
  • Online-Ringvorlesung: „Kinderschutz in Theorie und Praxis“
    Am Freitag, 19. Juni, wird in der Online-Ringvorlesung zum „Vertiefungsthema: Digitalisierungsbedingte Störungen“ referiert. Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe ist eine Veranstaltung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie unter Leitung von Professorin Eva Möhler. Die Vorträge richten sich an Studierende der Fächer Jura, Psychologie, Lehramt, Medizin und Zahnmedizin sowie interessierte Fachleute, aber auch Laien können gerne teilnehmen. Die Vorlesungen finden freitags von 13 Uhr bis 14.30 Uhr über Microsoft Teams statt. Weitere Termine und Teilnahme-Link

Informationen zu allen Vorträgen: www.uni-saarland.de/veranstaltungen