16.06.2026

Vortrag: Grenzregionen als Laboratorien gesellschaftlichen Wandels

Das Cluster für Europaforschung CEUS lädt zu einem öffentlichen Vortrag von Europa-Gastprofessor Dr. Francesco Cappellano am Dienstag, 16. Juni, um 11:00 Uhr ein. Der Vortrag in englischer Sprache findet im Innovation Center statt (Geb. A2 1, Raum 3.05.1).

Grenzregionen sind mehr als politische Trennlinien: In seinem öffentlichen Vortrag „Border Regions in Transformation: Agency, Functions and Networks towards Societal Challenges“ beleuchtet der Wirtschaftsgeograph Dr. Francesco Cappellano, Europa-Gastprofessor am CEUS | Cluster für Europaforschung der Universität, wie Grenzregionen auf Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende und Pandemien reagieren und warum sie zu Laboratorien gesellschaftlicher Transformation werden können. Interessierte sind zu dem öffentlichen Vortrag am 16. Juni 2026 herzlich eingeladen.

Ausgehend von Forschungsarbeiten zu europäischen und nordamerikanischen Grenzregionen, geht Francesco Cappellano der Frage nach, welche Rolle Akteure, Netzwerke und politische Instrumente für grenzüberschreitende Zusammenarbeit spielen. Im Mittelpunkt stehen dabei Innovationsökosysteme, missionsorientierte Politikansätze, politische Steuerungsprozesse sowie Strategien zur Klimaanpassung.
Grenzen betrachtet Cappellano dabei nicht allein als Barrieren, sondern als dynamische Institutionen, die Territorien verbinden, voneinander abgrenzen und strukturieren können. Sein Vortrag zeigt, dass räumliche Nähe allein noch keine Zusammenarbeit erzeugt: Entscheidend seien vielmehr die Fähigkeit regionaler Akteure, gemeinsame Herausforderungen zu definieren, Koalitionen aufzubauen und Strategien über Staatsgrenzen hinweg aufeinander abzustimmen. Grenzregionen erscheinen dabei als Räume, in denen territoriale Zusammenarbeit, institutionelles Experimentieren und gesellschaftliche Transformation aufeinandertreffen.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Vorab laden wir zu einem Kaffee-Empfang ein.

Zeit und Ort:
Dienstag, 16. Juni 2026, 11:00 Uhr, Kaffee-Empfang ab 10:40 Uhr
Gebäude A2 1 (Innovation Center), Raum 3.05.1, Campus Saarbrücken

Dr. Francesco Cappellano ist im Sommersemester 2026 Europa-Gastprofessor am CEUS | Cluster für Europaforschung der Universität des Saarlandes. Der Wirtschaftsgeograph von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel forscht zu regionaler Transformation, grenzüberschreitender Governance und Klimapolitik in europäischen Grenzregionen. Seit September 2024 koordiniert er im Interreg-Projekt CLIMATEPOL – „Climate Adaptation in the Danish-German Border Regions“ ein Forschungspaket zu den sozioökonomischen Auswirkungen des Klimawandels und zu Anpassungsstrategien in der deutsch-dänischen Grenzregion.

Europa-Gastprofessur am CEUS
Die Europa-Gastprofessur besteht an der Universität des Saarlandes seit 2008 und gibt dem europäischen Selbstverständnis der Universität ein sichtbares Profil. Seit 2016 ist die Gastprofessur am CEUS | Cluster für Europaforschung angesiedelt. 
Das CEUS bündelt als zentrale wissenschaftliche Einrichtung die Aktivitäten im Forschungsschwerpunkt der Universität des Saarlandes und koordiniert interdisziplinäre Forschung und Lehre zum Themenfeld Europa. 
Jährlich lädt das CEUS international renommierte Europaforscher*innen nach Saarbrücken ein, die ihre Expertise in Forschung und Lehre einbringen und sich an öffentlichen Veranstaltungen des Europa-Schwerpunkts beteiligen.

Kontakt
Sophie Bunge, M. A.
Referentin für Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Universität des Saarlandes
CEUS | Cluster für Europaforschung
sophie.bunge@uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/ceus