Actualités scientifiques

Europäische Forschungspreise für Projekte der Informatik, Pharmazie und Chemie

Der Europäische Forschungsrat hat drei Nachwuchsforscher mit dem renommierten ERC Starting Grant ausgezeichnet. Die Computerlinguistin Vera Demberg, der Pharmazeut Gregor Fuhrmann und der Chemiker Dominik Munz erhalten jeweils 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre, um ihre Forschungsthemen voranzutreiben: Vera Demberg bringt Computer dazu, im Dialog auf den jeweiligen Benutzer individuell einzugehen. Gregor Fuhrmann regt Bodenbakterien dazu an, Wirkstoffe gegen krankmachende Keime zu produzieren. Dominik Munz stößt chemische Reaktionen an, die für die Herstellung von Medikamenten sowie für die Energieumwandlung und –speicherung benötigt werden.

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Studie zur Bedeutung der Nachhaltigkeit im Handel

Der Handel tut gut daran, auf Nachhaltigkeit zu setzen: Dies legt eine Studie des Instituts für Handel und Internationales Marketing unter Leitung von Bastian Popp nahe. Die Handelsexperten befragten über 500 Testpersonen zur Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit im Handel. Die Ergebnisse zeigen: Auch in der Krise sind Bio, Klima und Umwelt den Verbrauchern wichtig: "Nachhaltigkeit bleibt für den Handel nicht nur äußerst relevant, sie gewinnt durch die Covid-19-Pandemie sogar noch mehr an Bedeutung", fasst Bastian Popp die Ergebnisse der Studie zusammen. [mehr]

 

23.09.2020

22.09.2020

21.09.2020

Den Dialog mit Computern verbessern

Menschen passen sich Gesprächspartnern an, indem sie zum Beispiel Fachjargon verwenden. Computern fällt es aber schwer, im Dialog mit Nutzern individuell zu reagieren. Die Informatikerin und Computerlinguistin Vera Demberg will dafür ein Schlüsselproblem der Kommunikation angehen: Menschen schlussfolgern Dinge, die über das wörtlich Gesagte hinausgehen. Das macht es für Computer kompliziert. Für ihr Forschungsprojekt hat sie den renommierten ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates erhalten.

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Neuer Ansatz im Kampf gegen Infektionen

Bei der Suche nach neuen Antibiotika geht Gregor Fuhrmann neue Wege: Er will Bodenbakterien dazu anregen, Wirkstoffe gegen krankmachende Keime zu produzieren. Dabei arbeitet der Arzneimittelforscher mit winzigen Bakterien-Vesikeln. Sie übernehmen den Transport von antibiotisch wirkenden Naturstoffen. Für seine Pionierforschung am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland hat ihn der Europäische Forschungsrat mit dem ERC Starting Grant ausgezeichnet.

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Klimawandel: Wie ein halbes Grad die Welt verändern kann

Große Kälte oder Hitze, lange Dürren, sintflutartiger Regen – das Klima hat mehr als einmal die Welt unserer Vorfahren aus den Angeln gehoben. Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen sieht der Historiker Wolfgang Behringer als Folge des Klimawandels, ebenso Hexenverfolgung und Aufstände. Seine Forschungen legen nahe: Die Industrielle Revolution war Europas Antwort auf die eisige Zeit zuvor. Dabei veränderte sich die Durchschnittstemperatur während der "Kleinen Eiszeit" gerade mal um ein halbes Grad.

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Pharmazeutinnen entlarven eine der Ursachen, warum wir altern

Warum altern wir? Was genau passiert dabei im Körper? Und: Lässt sich dagegen etwas tun? Diese Fragen beschäftigen die Wissenschaft seit Menschengedenken. Einen Stein der Weisen haben die Pharmazeutinnen Alexandra K. Kiemer und Jessica Hoppstädter zwar nicht gefunden. Aber: Sie haben Vorgänge im Immunsystem entlarvt, die dazu beitragen, dass wir altern. Mit zu den Übeltätern gehört das eigene Immunsystem. Denn wenn der Mensch altert, altert auch seine körpereigene Abwehr.

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Materialien für die Wasserstofftechnologie fit machen

Damit Wasserstoff in großem Maßstab als Energieträger genutzt werden kann, muss er sicher gelagert und transportiert werden können. Allerdings sind Wasserstoffatome hochreaktiv und schädigen viele Materialien, beispielsweise Metalle. Diese werden spröde, können Risse bilden und sind weniger langlebig. Welche Prozesse dabei in den Materialien ablaufen und wie die Schäden minimiert werden können, will eine neue Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Experimentelle Methodik der Werkstoffwissenschaften herausfinden.

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Wie die Zukunft für Unternehmer berechenbarer wird

Keine Rohstoffe wegen Corona, Kollaps von Lieferketten wegen Niedrigwasser in Flüssen oder Produktionsstillstand durch ein Verschleißteil: In der vernetzten Wirtschaftswelt kann der sprichwörtliche Flügelschlag eines Schmetterlings Unternehmen in Bedrängnis bringen. Risiken wie Kosten sind immens. Ein mit mehr als 10 Millionen Euro gefördertes Projekt will jetzt dafür sorgen, dass Unternehmer immer den passenden Plan B in der Tasche haben.

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Sensorsystem verbessert Arbeitsschutz in der Kunststoffindustrie

Werden Kunststoffe recycelt oder weiterverarbeitet, können gesundheitsschädliche Dämpfe oder Gase entstehen. Bislang wird dies nur stichprobenartig überprüft. Ein neues System soll jetzt permanent im laufenden Betrieb die Luftqualität in der Kunststoffindustrie überwachen und Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort bei bedenklichen Konzentrationen warnen. Der Gassensorexperte Andreas Schütze und sein Team arbeiten hierfür mit dem Zuse-Institut "SKZ – Das Kunststoff-Zentrum" in Würzburg zusammen.

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Elektrischer Strom bringt Metallbauteile aus dem 3D-Drucker präzise in Form

Das Forschungsteam von Professor Dirk Bähre an der Universität des Saarlandes verwandelt Metallbauteile aus dem 3D-Drucker berührungslos in äußerst präzise technische Spezialanfertigungen. Mit ihren neuartigen Verfahren formen sie auf Tausendstel Millimeter genau komplizierte Bauteile aus sehr belastbaren, aber leichten Metallen: Die Fertigungstechnikerinnen und -techniker kombinieren hierfür 3D-Druck und elektrochemisches Abtragen.

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Neues Sensorsystem entlarvt Fehlalarm

Alles nur blinder Alarm? Oder muss das Wartungsteam sofort handeln, wenn Sensoren der Industrieanlage nachts Warnsignale senden? Ein neues Sensorsystem erkennt Störungen anhand der Signalmuster von Sensoren und ordnet diese den Ursachen zu. Das Team von Experimentalphysiker Uwe Hartmann wertet seit Jahren Signalmuster aus: Für ein Sensorkabel, das Zaunanlagen überwachen kann, grenzen sie echte Störungen von Fehlalarmen ab. Das Wissen über Mustererkennung machen sie mit KI-Methoden universell einsetzbar und entwickeln eine Software, die bei Störmeldung an Zäunen, aber auch Windkraft- oder Industrieanlagen für Klarheit sorgt.

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Ursache von Muskelschmerzen durch Cholesterinsenker aufgedeckt

Patienten, die Statine einnehmen, um ihren Cholesterinspiegel im Blut zu senken, klagen häufig über Muskelbeschwerden. Warum diese auftreten, ist bislang ungeklärt. In einer Studie haben die Pharmazeutinnen Alexandra K. Kiemer und Jessica Hoppstädter einen möglichen ursächlichen Zusammenhang gefunden: Statine führen demzufolge dazu, dass der Körper vermehrt ein Protein namens "Gilz" produziert, das die Muskelzellen beeinträchtigt.

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Ein neuartiges Sensorsystem sorgt für volle Kontrolle in Industrieöfen

Werden Lebensmittel in Backstraßen gebacken oder in Dampf gegart, ist es wichtig, die Feuchte sehr genau im Auge zu behalten. Verlieren Brote und Gebäck zu viel oder zu schnell an Feuchtigkeit, schmecken sie am Ende fad statt cross. Ein Sensorsystem, das Andreas Schütze, Tilman Sauerwald und ihr Team entwickelt haben, sorgt jetzt für volle Kontrolle in Industrieöfen. Es misst unbeirrt den Feuchtegehalt der Luft und behält Trocknungs-, Back- und Garprozesse im Blick – auch dann, wenn es richtig heiß wird.

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Smarte Implantate sollen Knochen besser heilen

Ein intelligentes Implantat soll bei Knochenbrüchen sofort ab der OP die Heilung überwachen und bei Fehlbelastung warnen. Und: Es soll selbst aktiv durch Bewegungen gegensteuern, wenn nicht zusammenwächst, was zusammengehört. Das ist das Ziel einer Forschergruppe unter Leitung des Unfallchirurgen Tim Pohlemann. Beteiligt sind Mediziner, Materialforscher, Ingenieure und Informatiker der Universität des Saarlandes, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik. Die Werner Siemens-Stiftung fördert diese Forschungen jetzt mit acht Millionen Euro.

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Neuartige Strahler-Kombination wirkt bei Prostatakrebs

Bei Männern ist mit 26 Prozent der Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung. Metastasiert er, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die meist älteren Patienten daran sterben. Wissenschaftler und Ärzte der Universität und des Universitätsklinikums des Saarlandes haben nun in einer klinischen Studie die Wirksamkeit einer Therapiemethode nachgewiesen, die solche fortgeschrittenen Prostatatumore und ihre Metastasen sehr erfolgreich eindämmen kann, und zwar ohne gravierende Nebenwirkungen. So lässt sich das Leben der Patienten verlängern, und das ohne große Einbußen für die Lebensqualität.

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