Actualités scientifiques

Unsere Forschung im Web-Magazin campus

Mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen werden auf der ISS getestet

Ende August startete SpaceX in Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation ISS. Mit an Bord der Raumkapsel flogen hunderte Proben des Materialforschers Frank Mücklich und seines Teams ins All: Sie entwickeln neuartige, mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen, die verhindern, dass sich auf ihnen Krankheitskeime ansiedeln und vermehren. ESA-Astronaut Matthias Maurer, selbst Absolvent der Saar-Universität und Mücklichs erster Diplomand, betreut die Experimente auf der ISS.

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microRNAs: Früherkennung von Parkinson möglich

Einen neuen Ansatz, Krankheiten wie Parkinson noch vor Auftreten von Symptomen mit Hilfe von Biomarkern im Blut nachzuweisen, erforscht die Human- und Molekularbiologin Caroline Diener im Team von Professor Eckart Meese am Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes. Ihre Ergebnisse zu microRNAs in T-Zellen könnten auch zu neuen Therapieverfahren führen. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung zeichnet die Nachwuchsforscherin aus und fördert ihre weitere Forschung.

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Smarte Muskeln machen Roboter gefühlvoll

Chirurgische Instrumente, die sich wie feine Oktopus-Arme in alle Richtungen schlängeln oder große, kraftvolle, aber leichte Roboter-Tentakel, die gefahrlos mit Menschen Hand in Hand arbeiten: Mit starken Muskeln und sensiblen Nerven aus intelligentem Kunststoff entsteht dank des Teams von Stefan Seelecke und Gianluca Rizzello eine neue Generation von Roboterarmen. Der Stoff aus dem diese neuen, weichen Roboterarme gebaut sind, heißt "dielektrisches Elastomer", eine Unterart der Polymere. Die besonderen Eigenschaften des Werkstoffs machen es möglich, nach dem Vorbild der Natur zu arbeiten.

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Entzündete Hirnzellen bei schwerer Covid-19-Erkrankung entdeckt

Viele Covid-19-Patienten haben nach schweren Krankheitsverläufen neurologische Beschwerden, etwa Sprach- und Erinnerungsstörungen oder Depressionen. Bisher ist jedoch noch wenig darüber bekannt, was das Coronavirus im Gehirn genau bewirkt. Ein Forscherteam um Bioinformatiker Andreas Zeller und der Stanford University hat herausgefunden, dass Immun- und Barrierezellen im Gehirn bei schwer erkrankten Covid-Patienten aktiviert werden. Die anderen dadurch betroffenen Zellen zeigen bei den aktiven Genen ähnliche Merkmale wie etwa bei Schizophrenie oder Depressionen. Für die Studie sind die Neurologie in Stanford und die Bioinformatik sowie Neuropathologie im Saarland eine bisher einzigartige interdisziplinäre Kooperation eingegangen.

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Forschungprojekt erforscht und schützt Smartphone- und Smartwatch-Daten

Schrittzahl, Puls, Blutdruck und mehr: Smartphone, Smartwatch und Fitnesstracker sammeln Daten auf Schritt und Tritt. Aber was verraten die Messwerte über die bloßen Zahlen hinaus? Und wie können die Daten vor Dritten geschützt werden? Diesen Fragen geht das Team von Rechtsinformatiker Christoph Sorge an der Saar-Universität in mehreren Forschungsprojekten zu Datenschutz und Anonymität auf den Grund. Im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts entwickeln sie Datenschutzmodelle speziell für Arbeitnehmerdaten.

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Neuer Stahl für riesige Fundamente in Offshore-Windparks

Materialforscher der Saar-Universität wollen mit dem Stahlspezialisten Dillinger und weiteren Partnern maßgeschneiderte Stahlsorten für Windkraftanlagen auf offener See entwickeln. Sie sollen Hochleistungsschweißverfahren standhalten und damit die Fertigungszeit reduzieren. Die kolossalen Stahlrohre, die sogenannten Monopiles, haben aktuell bis zu zehn Metern Durchmesser und 1.500 Tonnen Gewicht. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Verbundprojekt mit 1,2 Millionen Euro.

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Forscher finden Zusammenhang zwischen Hirnanatomie und beruflichen Neigungen

Berufliche Neigungen werden meist über psychologische Interessenstests bestimmt. Neuroradiologe Christoph Krick hat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der berufsbildenden Schule Zweibrücken und ihrem Lehrer Stefan Gurres herausgefunden, dass es einen messbaren Zusammenhang zwischen diesen gemessenen beruflichen Neigungen und den dafür benötigten Hirnregionen gibt. 104 Schülerinnen und Schüler wurden im MRT untersucht, nachdem alle zuvor den Situativen Interessenstest nach Werner Stangl gemacht haben.

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Forschungsverbund untersucht Grenzregionen in West und Ost

Die Besonderheiten von Grenzräumen stehen im Mittelpunkt eines interdisziplinären Verbundprojekts, an dem Forscherinnen und Forscher der Universität des Saarlandes und drei weiterer Universitäten beteiligt sind. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Kooperation drei Jahre lang mit rund zwei Millionen Euro. Florian Weber, Juniorprofessor für Europastudien der Universität des Saarlandes, will die bisher noch immer unterschätzten Grenzräume durch dieses Projekt von der Peripherie ins Zentrum rücken.

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Neuer Heisenberg-Professor erforscht Symmetrien der Quantenwelt

Sein Gebiet ist die Mathematik von morgen. Wenn die Quantenphysik in Zukunft Fortschritte macht, schlägt für seine Erkenntnisse die Stunde: Moritz Weber, neuer Heisenberg-Professor der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Saar-Universität, betreibt Grundlagenforschung im Bereich der Quantengruppen an der Schnittstelle von Analysis, Algebra und Kombinatorik. Er erforscht Quantensymmetrien und begibt sich dabei auch auf die Spur der Quanteninformationstheorie und der freien Wahrscheinlichkeit.

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Webcam im Design eines menschlichen Auges

Ein Team aus Informatikerinnen und Informatikern der Universität des Saarlandes nutzt einen innovativen Design-Ansatz, um die alltäglich gewordene Sensorik zu hinterfragen. Mit "Eyecam" stellen sie den Prototypen einer Webcam vor, die nicht nur wie ein menschliches Auge aussieht, sondern dessen Bewegungen realitätsgetreu imitiert. Die Forschung ist Teil eines von der Europäischen Union geförderten Projektes, dem ERC Starting Grant "InteractiveSkin", in dem untersucht wird, wie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine verbessert werden kann.

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Synagogen-Gedenkband erforscht jüdisches Leben in Bayern

Über 200 ehemalige jüdische Gemeinden in Bayern wurden von einem interdisziplinären Wissenschaftlerteam rund zwei Jahrzehnte lang systematisch erforscht. Wolfgang Kraus, Professor für Evangelische Theologie an der Saar-Universität, hat das Forschungsprojekt geleitet. Die Ergebnisse werden jetzt in dem Synagogen-Gedenkband Bayern veröffentlicht, der aus mehreren Teilbänden besteht. Der letzte Band umfasst rund 1.700 Seiten, insgesamt sind es etwa 4.100 Seiten.

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Digitale Assistenzen sollen zukünftig Mediziner entlasten

Eine Organverpflanzung ist ein kompliziertes und langwieriges Unterfangen. Über Jahre reihen sich Arzttermine aneinander, Behandlungspläne werden erstellt und verworfen. In dieser Situation könnte ein digitaler Helfer den Patienten zusätzliche Sicherheit verschaffen und die Mediziner entlasten. Einen solchen digitalen Assistenten möchte ein Team der Universität des Saarlandes, des Zentrums für Recht und Digitalisierung Saar und der TU Dresden gemeinsam mit zwei Partnerunternehmen entwickeln.

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"Technik-Oscar" prämiert Intel Embree Ray Tracing Library

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences verleiht nicht nur Schauspielern und Filmemachern die als "Oscar" bekannte Auszeichnung, auch für technische Verdienste werden Oscars vergeben. In diesem Jahr werden die Grundlagenforschung und die technische Entwicklung der Intel Embree Ray Tracing Library prämiert. Drei der Preisträger haben bei Philipp Slusallek an der Universität des Saarlandes promoviert.

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Alzheimer im frühen Stadium kann durch spezielle Ernährung verzögert werden

Eine Demenz ist bisher nicht heilbar und auch mit Medikamenten kaum zu behandeln. Im frühen Stadium lässt sich der Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung jedoch mit einem speziellen medizinischen Nahrungsmittel verzögern. Bei Versuchspersonen, die dieses Mittel über einen längeren Zeitraum einnahmen, ließ die geistige Leistungsfähigkeit deutlich langsamer nach als in einer Kontrollgruppe, die nur ein Placebo erhielt. Das ist das Ergebnis der Studie LipiDiDiet, bei der 311 Patienten an elf Kliniken bisher drei Jahre lang beobachtet wurden. Geleitet wird diese europäische Studie von Neurologe Tobias Hartmann.

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Neues Tool zur Vorhersage von Tuberkulose

Rund 25 Prozent der Bevölkerung sind latent mit Tuberkulose infiziert, tragen also den Erreger in sich, ohne krank zu werden. Ob daraus eine aktive Infektion wird, war bisher schwer vorhersagbar. Latent Infizierte werden bisher oft vorsorglich mit Medikamenten behandelt, die schwere Nebenwirkungen haben, obwohl ihr Einsatz möglicherweise gar nicht nötig gewesen wäre. Ein internationales Forscherteam hat nun ein Tool entwickelt, das diese Vorhersage deutlich vereinfacht, was den Medikamenteneinsatz reduzieren könnte. Daran beteiligt ist auch Martina Sester, Professorin für Transplantations- und Infektionsimmunologie an der Saar-Uni.

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