Actualités scientifiques

Portrait von Markus Langer
Zeitdruck, eine Abfuhr vom Chef, ständige Ablenkung: Im Berufsleben gibt es viele Faktoren, die Stress auslösen. Stress objektiv nachzuweisen, ist allerdings gar nicht so einfach. Psychologinnen und Psychologen der Universität des Saarlandes konnten nun Einflüsse von Alltags-Stress in der Stimme messen. Damit haben sie möglicherweise einen Weg gefunden, Stress besser aufzuspüren, um ihn besser bewältigen zu können. Die Studie wurde im Fachmagazin „Psychological Science“ veröffentlicht.
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Bei der Aluminiumgewinnung wird pro Tonne Rohmaterial ein Vielfaches an CO2 ausgestoßen. Daran hat sich in fast eineinhalb Jahrhunderten industrieller Aluminiumerzeugung nicht viel geändert. Isabella Gallino vom Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe der Universität des Saarlandes möchte dies nun gemeinsam mit dem Industriepartner Trimet ändern. Sie erforschen eine Methode, bei der statt CO2 reiner Sauerstoff als Nebenprodukt anfällt. [...]
Derzeit dominieren Krisen das Weltgeschehen: Corona, Ukraine-Krieg und die über allem schwebende Mega-Krise Klimawandel. Junge Menschen fühlen sich im öffentlichen Diskurs darüber oft nicht genug berücksichtigt. Eine groß angelegte Studie von Psychologinnen der Universität des Saarlandes möchte dies ändern: Für ihre „GUCK hin“ getaufte Studie (Generation Ukrainekrieg, COVID-19, Klimawandel) suchen sie Freiwillige der Klassenstufen 7 bis 9, um ein umfassendes Bild dieser Generation zu zeichnen. [...]
Bei der Knie-Arthrose wird nicht nur der Knorpel, sondern auch das darunterliegende Knochengewebe in Mitleidenschaft gezogen, was aber nur schwer zu erkennen ist. Am besten gelingt dies mit so genannten Mikro-CTs, die allerdings nicht für den Einsatz an Patienten geeignet sind. Arthroseforschern der Saar-Uni ist es nun gelungen, Knochenschäden mit üblichen klinischen Computertomografen zu erkennen. Damit eröffnen sich neue Ansätze in der Arthroseforschung. [...]
Vom 15. bis 18. Juni treffen sich in Homburg hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt auf dem Homburger Campus zum Workshop „Cutting edge concepts in calcium signaling“. Das Verständnis darüber, wie genau die Signalverarbeitung mit Calcium-Ionen funktioniert, ist Grundlage für viele klinische Anwendungen, zum Beispiel bei kardiovaskulären Erkrankungen und Nierenleiden. Der Workshop ist die letzte große wissenschaftliche Konferenz des Sonderforschungsbereichs 894. [...]
    • Universitätsbibliographie

      Forschungspublikationen von Mitgliedern der Universität des Saarlandes auf einen Blick

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Unsere Forschung im Web-Magazin campus

Uni-Mathematiker lösen Problem der Festkörperphysik

Mathematik beschreibt oft universelle Probleme, die zu allen Zeiten Gültigkeit besitzen. Das haben auch Andreas Buchheit und Torsten Keßler, beide Postdoktoranden am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik, erfahren. Sie haben das Problem zur Berechnung langreichweitiger Wechselwirkungen von Teilchen durch die Verallgemeinerung der gut 300 Jahre alten "Euler-Maclaurin-Formel" gelöst. Ihre Erkenntnis, die sie im "Journal of Scientific Computing" veröffentlicht haben, könnte die Festkörperphysik revolutionieren.

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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert interaktives Kochbuch

Wer kocht, will das Kochbuch oder Tablet nicht ständig mit schmutzigen Fingern anfassen. Angenehmer wäre, einfach von einem Computer per Sprachausgabe die Antwort zu erhalten. Genau solch ein interaktives Kochbuch will der Computerlinguistiker Alexander Koller entwickeln. Dazu gilt es interessante Forschungsfragen seines Faches zu lösen. Das Forschungsprojekt wird ab November 2021 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Ziel ist ein Dialogsystem zu entwickeln, das seinen Benutzer interaktiv durch die Zubereitung von Essen führt.

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Verfahren gegen Gefäßverengung ausgezeichnet

Der mit Medikamenten beschichtete Ballonkatheter zählt bei verengten Blutgefäßen heute zu den anerkanntesten Therapiemethoden. Weit über eine Million Patienten wurden inzwischen damit behandelt. Entwickelt haben das Verfahren Professor Bruno Scheller von der Universität des Saarlandes und Professor Ulrich Speck von der Berliner Charité. Seit über 20 Jahren forschen sie gemeinsam daran, die Methode weiter zu optimieren. Jetzt erhielten sie den "Exzellenz- und Innovations-Preis".

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Neue Methode zur Qualitätsprüfung von Stahl

Der Materialforscher Dominik Britz hat an der Universität des Saarlandes und am Material Engineering Center Saarland eine neue Methode zur Qualitätsprüfung von Stahl entwickelt, die weit zuverlässiger ist als bisherige Verfahren: Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erkennt sie den inneren Aufbau der Gefüge und klassifiziert Stahltypen bis zu 95 Prozent genau. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde DGM zeichnet ihn für diese Forschung aus.

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Mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen werden auf der ISS getestet

Ende August startete SpaceX in Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation ISS. Mit an Bord der Raumkapsel flogen hunderte Proben des Materialforschers Frank Mücklich und seines Teams ins All: Sie entwickeln neuartige, mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen, die verhindern, dass sich auf ihnen Krankheitskeime ansiedeln und vermehren. ESA-Astronaut Matthias Maurer, selbst Absolvent der Saar-Universität und Mücklichs erster Diplomand, betreut die Experimente auf der ISS.

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Data Science wird Materialforschung beschleunigen

In der Materialforschung fallen riesige Datenmengen an: Werkstoffe werden chemisch analysiert, physikalischen Tests ausgesetzt oder mit bildgebenden Verfahren auf Mikro- und Nanoskalen erforscht. Mit Methoden der Datenwissenschaft und Künstlichen Intelligenz sollen diese Daten künftig so strukturiert und ausgewertet werden, dass sie gemeinsam genutzt und auch nach Jahren noch verwendet werden können. An einem bundesweiten Konsortium, das mit mehr als zehn Millionen Euro gefördert wird, sind Materialforscher der Saar-Universität und Informatiker des DFKI beteiligt.

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microRNAs: Früherkennung von Parkinson möglich

Einen neuen Ansatz, Krankheiten wie Parkinson noch vor Auftreten von Symptomen mit Hilfe von Biomarkern im Blut nachzuweisen, erforscht die Human- und Molekularbiologin Caroline Diener im Team von Professor Eckart Meese am Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes. Ihre Ergebnisse zu microRNAs in T-Zellen könnten auch zu neuen Therapieverfahren führen. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung zeichnet die Nachwuchsforscherin aus und fördert ihre weitere Forschung.

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