Research news

Die Universität des Saarlandes, das Max-Planck-Institut für Informatik und das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme sind Teil einer von nur drei neu gegründeten „Konrad Zuse Schools“ für Künstliche Intelligenz, die durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Finanzierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aufgebaut werden. [...]
Doktorand Sebastian Gratz-Kelly hebt die Hand, die in einem schwarz-grauen Arbeitshandschuh steckt. An der Rückseite des Handschuhs sind Kabel zu sehen.
Eine schlichte Silikonfolie drückt auf glatten Touch-Displays eine virtuelle Tastatur fühlbar gegen den Finger seines Benutzers. Wird die Folie wie eine zweite Haut am Körper getragen, etwa in einem Arbeitshandschuh, wird sie zum Sensor für die Technik und gibt dem Träger zudem durch Klopfen, Vibrieren oder Druck haptisch Feedback. Das Forschungsteam von Professor Stefan Seelecke zeigt auf der Hannover Messe, wie smarte Oberflächen zu neuen Schnittstellen von Mensch und Maschine werden. [...]
Portraitfoto
Besseres Investitionsklima durch mehr Sicherheit für Investoren und Handelspartner in Nordmazedonien: Professor Marc Bungenberg und sein Team am Europa-Institut der Universität des Saarlandes erforschen mit Partnern von der Universität Skopje Verfahren für alternative Streitbeilegung und Mediation in dem Balkanstaat. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit rund 450.000 Euro. [...]
Dr. Paul Motzki und Lukas Zimmer sind mit dem Robotergreifer zu sehen: Dieser hat Saugnäpfe an vier beweglichen Roboterfingern.
Der Robotersauggreifer, den das Team von Professor Stefan Seelecke entwickelt, kann kompliziert geformte Werkstücke greifen und sich wechselnden Formen spontan anpassen. Er funktioniert mit Strom, braucht keine Druckluft, ist leicht, beschleunigt schnell und merkt selbst, ob er alles im Griff hat. Das Team zeigt den Prototyp ab 30. Mai auf der Hannover Messe: Haarfeine Muskeln aus Nickel-Titan bewegen seine Finger und ziehen und lösen über Sauggreifer an den Fingerspitzen ein starkes Vakuum. [...]
Portrait von Professorin Jutta Engel (links) und Simone Engel (rechts)
Eine Ursache für eine genetische Autismus-Spektrum-Störung liegt im Defekt eines Gens namens Cacna2d3. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes und der Universität Ulm konnten nun nachweisen, dass für die Kommunikation wichtige Schallsignale, die vom Innenohr in elektrische Signale gewandelt werden und von dort über den Hörnerv ins Gehirn weitergeleitet werden, nicht mehr richtig verarbeitet werden können, wenn dieses Gen defekt ist. [...]
    • Universitätsbibliographie

      Forschungspublikationen von Mitgliedern der Universität des Saarlandes auf einen Blick

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Unsere Forschung im Web-Magazin campus

Uni-Mathematiker lösen Problem der Festkörperphysik

Mathematik beschreibt oft universelle Probleme, die zu allen Zeiten Gültigkeit besitzen. Das haben auch Andreas Buchheit und Torsten Keßler, beide Postdoktoranden am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik, erfahren. Sie haben das Problem zur Berechnung langreichweitiger Wechselwirkungen von Teilchen durch die Verallgemeinerung der gut 300 Jahre alten "Euler-Maclaurin-Formel" gelöst. Ihre Erkenntnis, die sie im "Journal of Scientific Computing" veröffentlicht haben, könnte die Festkörperphysik revolutionieren.

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Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert interaktives Kochbuch

Wer kocht, will das Kochbuch oder Tablet nicht ständig mit schmutzigen Fingern anfassen. Angenehmer wäre, einfach von einem Computer per Sprachausgabe die Antwort zu erhalten. Genau solch ein interaktives Kochbuch will der Computerlinguistiker Alexander Koller entwickeln. Dazu gilt es interessante Forschungsfragen seines Faches zu lösen. Das Forschungsprojekt wird ab November 2021 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Ziel ist ein Dialogsystem zu entwickeln, das seinen Benutzer interaktiv durch die Zubereitung von Essen führt.

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Verfahren gegen Gefäßverengung ausgezeichnet

Der mit Medikamenten beschichtete Ballonkatheter zählt bei verengten Blutgefäßen heute zu den anerkanntesten Therapiemethoden. Weit über eine Million Patienten wurden inzwischen damit behandelt. Entwickelt haben das Verfahren Professor Bruno Scheller von der Universität des Saarlandes und Professor Ulrich Speck von der Berliner Charité. Seit über 20 Jahren forschen sie gemeinsam daran, die Methode weiter zu optimieren. Jetzt erhielten sie den "Exzellenz- und Innovations-Preis".

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Neue Methode zur Qualitätsprüfung von Stahl

Der Materialforscher Dominik Britz hat an der Universität des Saarlandes und am Material Engineering Center Saarland eine neue Methode zur Qualitätsprüfung von Stahl entwickelt, die weit zuverlässiger ist als bisherige Verfahren: Mit Hilfe künstlicher Intelligenz erkennt sie den inneren Aufbau der Gefüge und klassifiziert Stahltypen bis zu 95 Prozent genau. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde DGM zeichnet ihn für diese Forschung aus.

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Mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen werden auf der ISS getestet

Ende August startete SpaceX in Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation ISS. Mit an Bord der Raumkapsel flogen hunderte Proben des Materialforschers Frank Mücklich und seines Teams ins All: Sie entwickeln neuartige, mit Laserinterferenz strukturierte Oberflächen, die verhindern, dass sich auf ihnen Krankheitskeime ansiedeln und vermehren. ESA-Astronaut Matthias Maurer, selbst Absolvent der Saar-Universität und Mücklichs erster Diplomand, betreut die Experimente auf der ISS.

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Data Science wird Materialforschung beschleunigen

In der Materialforschung fallen riesige Datenmengen an: Werkstoffe werden chemisch analysiert, physikalischen Tests ausgesetzt oder mit bildgebenden Verfahren auf Mikro- und Nanoskalen erforscht. Mit Methoden der Datenwissenschaft und Künstlichen Intelligenz sollen diese Daten künftig so strukturiert und ausgewertet werden, dass sie gemeinsam genutzt und auch nach Jahren noch verwendet werden können. An einem bundesweiten Konsortium, das mit mehr als zehn Millionen Euro gefördert wird, sind Materialforscher der Saar-Universität und Informatiker des DFKI beteiligt.

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microRNAs: Früherkennung von Parkinson möglich

Einen neuen Ansatz, Krankheiten wie Parkinson noch vor Auftreten von Symptomen mit Hilfe von Biomarkern im Blut nachzuweisen, erforscht die Human- und Molekularbiologin Caroline Diener im Team von Professor Eckart Meese am Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes. Ihre Ergebnisse zu microRNAs in T-Zellen könnten auch zu neuen Therapieverfahren führen. Die Hans-und-Ruth-Giessen-Stiftung zeichnet die Nachwuchsforscherin aus und fördert ihre weitere Forschung.

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Smarte Muskeln machen Roboter gefühlvoll

Chirurgische Instrumente, die sich wie feine Oktopus-Arme in alle Richtungen schlängeln oder große, kraftvolle, aber leichte Roboter-Tentakel, die gefahrlos mit Menschen Hand in Hand arbeiten: Mit starken Muskeln und sensiblen Nerven aus intelligentem Kunststoff entsteht dank des Teams von Stefan Seelecke und Gianluca Rizzello eine neue Generation von Roboterarmen. Der Stoff aus dem diese neuen, weichen Roboterarme gebaut sind, heißt "dielektrisches Elastomer", eine Unterart der Polymere. Die besonderen Eigenschaften des Werkstoffs machen es möglich, nach dem Vorbild der Natur zu arbeiten.

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Entzündete Hirnzellen bei schwerer Covid-19-Erkrankung entdeckt

Viele Covid-19-Patienten haben nach schweren Krankheitsverläufen neurologische Beschwerden, etwa Sprach- und Erinnerungsstörungen oder Depressionen. Bisher ist jedoch noch wenig darüber bekannt, was das Coronavirus im Gehirn genau bewirkt. Ein Forscherteam um Bioinformatiker Andreas Zeller und der Stanford University hat herausgefunden, dass Immun- und Barrierezellen im Gehirn bei schwer erkrankten Covid-Patienten aktiviert werden. Die anderen dadurch betroffenen Zellen zeigen bei den aktiven Genen ähnliche Merkmale wie etwa bei Schizophrenie oder Depressionen. Für die Studie sind die Neurologie in Stanford und die Bioinformatik sowie Neuropathologie im Saarland eine bisher einzigartige interdisziplinäre Kooperation eingegangen.

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Forschungprojekt erforscht und schützt Smartphone- und Smartwatch-Daten

Schrittzahl, Puls, Blutdruck und mehr: Smartphone, Smartwatch und Fitnesstracker sammeln Daten auf Schritt und Tritt. Aber was verraten die Messwerte über die bloßen Zahlen hinaus? Und wie können die Daten vor Dritten geschützt werden? Diesen Fragen geht das Team von Rechtsinformatiker Christoph Sorge an der Saar-Universität in mehreren Forschungsprojekten zu Datenschutz und Anonymität auf den Grund. Im Rahmen eines vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts entwickeln sie Datenschutzmodelle speziell für Arbeitnehmerdaten.

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