Insgesamt waren 41 Teams mit rund 100 Gründerinnen und Gründern in die erste Kohorte des Startup Launchpads gestartet. Während der vergangenen zwölf Wochen durchliefen sie ein Programm mit über 20 Workshops und Expertensessions, Coachings, Mentoring-Angeboten sowie zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten mit Unternehmen, Investoren und Branchenexperten. Das Startup Launchpad knüpft an die Erfahrungen und Erfolge des Saarland Accelerators an und entwickelt sie gezielt weiter. Mit Impulsen und der Unterstützung der Startup Factory Southwest X ist es gelungen, ein noch strukturierteres und international ausgerichtetes Unterstützungsangebot für Gründungsteams in einem frühen Stadium anzubieten Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf technologieorientierten Ideen.
Die Bandbreite der Geschäftsideen reicht von Künstlicher Intelligenz und Softwarelösungen über Medizintechnik und industrielle Anwendungen bis hin zu Bildung, Food Innovation und Nachhaltigkeit. Das komplette Programm ist für die teilnehmenden Teams kostenlos. Besonders vielversprechende und wachstumsorientierte Teams erhalten im Nachgang zum Startup Launchpad, die Chance in die Angebote von Southwest X, der Startup Factory im Südwesten, zu wechseln.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke, der den Demo Day mit einem Grußwort eröffnete, unterstrich die Bedeutung technologieorientierter Gründungen für die Transformation des Wirtschaftsstandorts: „Technologische Innovationen sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Start-ups spielen dabei eine besondere Rolle: Sie entwickeln aus neuen Technologien konkrete Anwendungen, Geschäftsmodelle und Unternehmen. Genau diese Dynamik brauchen wir im Saarland. Der Demo Day zeigt, welche Ideen und welches unternehmerische Potenzial hier entstehen.“
Der Fokus auf technologie- und wachstumsorientierte Innovationen spiegelte sich auch in den vergebenen Auszeichnungen wider:
Als „Most promising Startups“ wurden gleich mehrere Teams ausgezeichnet. Sie erhalten von Southwest X, der Startup Factory im Südwesten, jeweils eine Pre-Inkubation im Wert von 10.000 Euro, verbunden mit der Option auf eine Voll-Inkubation im Wert von bis zu 100.000 Euro. Aufgrund der vielversprechenden technologischen Ansätze und der hohen Qualität der Pitches können sich Tello, Chromamos und Carboslag über diese erstmalig vergebene Auszeichnung freuen.
Zudem wurden Preise für die überzeugendsten Pitches - Best Startup Pitches - vergeben:
Das Team Tello konnte mit seiner Idee, aus Kinderbüchern interaktive Lernbegleiter zu entwickeln, auch hier punkten und gewann zusätzlich den Hauptpreis der Sparkasse Saarbrücken im Wert von 2.000 Euro. Mit der gleichen Summe ist ein Workshop der Firma Ergosign dotiert, den das Team besuchen darf.
Auf Platz zwei folgt das Team Ascle, das eine Lösung für die automatisierte KI-basierte Hirndruckbestimmung per Ultraschall entwickelt. Der Preis beinhaltet 500 Euro von der SIKB/SWG Saarländische Wagnisfinanzierungsgesellschaft mbH sowie einen Workshop im gleichen Wert vom August-Wilhelm Scheer Institut (AWSI).
Platz drei der Best Startup Pitches sicherte sich das Team von n3tz mit seiner Lösung „Griffi“, ein KI-System für Handwerksbetriebe, das Anrufe und Anfragen annimmt und die Schritte bis zur Rechnung als prüfbare Entwürfe vorbereitet.
Griffi hat auch das Publikum überzeugt, das bei diesem Demo Day erstmalig einen eigenen Preis vergeben konnte und sich mit klarem Vorsprung für die Lösung des n3tz-Teams entschieden hat, gefolgt von Chromamos und Telaiscope. Beim Publikumspreis ging es nicht nur um die technische Exzellenz, sondern um Sympathie, Teamgeist und die Überzeugungskraft der pitchenden Teams. Das Startup n3tz darf sich über ein professionelles Fotoshooting sowie einen Arbeitsplatz für sechs Monate im Innovation Center oder Starterzentrum der Universität des Saarlandes freuen.
„Mit dem Startup Launchpad haben wir unser Angebot gezielt weiterentwickelt. Unser Ziel ist es, Gründungsteams bereits sehr früh zu begleiten und ihnen das Wissen, die Kontakte und das Feedback zu vermitteln, die sie für die nächsten Entwicklungsschritte benötigen. Die große Resonanz und die Qualität der präsentierten Projekte zeigen, dass innovative Gründungsideen im Saarland und darüber hinaus auf fruchtbaren Boden fallen“, sagt Michael Jung, Geschäftsführer von Triathlon.
Die Teams im Überblick:
Ascle automatisiert die Hirndruckbestimmung per Ultraschall mit KI und integriert sie in Geräte, die in Kliniken und Notaufnahmen bereits stehen.
CarboSlag entwickelt aus regionaler Stahlschlacke standortspezifische Materialien, mit denen Bergbaufolgeflächen und Grubenwasser schneller saniert werden.
ChromaMOS entwickelt ein mobiles Messgerät, das Gasanalysen zur Qualitätskontrolle direkt in der Produktion durchführt, statt Proben ins Labor zu schicken.
Fuelbite entwickelt einen herzhaften, vollwertigen Mahlzeitenriegel ohne Zucker und Süßungsmitteln für die Verpflegung unterwegs.
Griffi von n3tz ist ein KI-System für Handwerksbetriebe, das Anrufe und Anfragen annimmt und die Schritte bis zur Rechnung als prüfbare Entwürfe vorbereitet.
TelAIscope liefert KI-gestützte Bedarfsprognosen für Einkauf, Lager und Produktion und übersetzt sie in konkrete Planungsempfehlungen für den Mittelstand.
TeLLO verwandelt gedruckte Kinderbücher in interaktive Lernbegleiter. Kinder lesen vor, sprechen mit TeLLO und bekommen Antworten, ganz ohne zusätzlichen Bildschirm.
ternfold macht KI in realen Geschäftsprozessen kontrollierbar und erzeugt Oberflächen, in denen Mitarbeitende jede Aktion sehen, anpassen und freigeben.
Hintergrundinformationen zum Startup Launchpad:
Das Startup Launchpad ist ein neues Förderformat für angehende Gründerinnen und Gründer. Das zwölfwöchige Programm richtet sich insbesondere an technologie- und wachstumsorientierte Gründungsvorhaben. Die teilnehmenden Teams erhalten Unterstützung durch Workshops, individuelles Coaching, Mentoring sowie den Zugang zu Unternehmen, Investoren und Expertinnen und Experten aus dem Gründungsökosystem. Ziel ist es, Gründungsideen systematisch weiterzuentwickeln und die Teams auf die nächsten Schritte ihrer Unternehmensentwicklung vorzubereiten. Das Format wurde im Rahmen der Startup Factory Southwest X mit angestoßen und als Pilot erstmals im Projekt Impuls 2.0 umgesetzt. Perspektivisch kann es auch an weiteren Hochschulstandorten der Region eingesetzt werden.
Impuls 2.0 wird von Triathlon – Ökosystem für Entrepreneurship, Innovation und Transfer und der FITT gGmbH umgesetzt und durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes gefördert. Im Rahmen des Demo Days übergab Wirtschaftsminister Jürgen Barke zudem offiziell den Zuwendungsbescheid für die Fortführung des Projekts an die Projektpartner. Damit wird die weitere Unterstützung von Gründungsteams und die Entwicklung innovativer Förderangebote für das saarländische Startup-Ökosystem gesichert.
Über Triathlon: Bereits seit 1995 unterstützt die Universität des Saarlandes systematisch Gründerinnen und Gründer aus dem Umfeld der Wissenschaft. Diese langjährige Erfahrung wurde 2023 in der zentralen Einrichtung „Triathlon – Ökosystem für Entrepreneurship, Innovation und Transfer“ gebündelt. Triathlon bietet eine breite Unterstützung und Begleitung von Gründungs-, Technologie- oder Wissenstransferideen und überführt diese in die wirtschaftliche und operative Umsetzung. In den vergangenen Jahrzehnten wurden über 550 Unternehmensgründungen mit gut 4.000 Arbeitsplätzen aus der Universität heraus begleitet. Im Durchschnitt betreut das Triathlon-Team 120 Gründungsvorhaben pro Jahr, aus denen circa 30 Gründungen resultieren. www.uds-triathlon.de
Über FITT:
Die FITT gGmbH, das Institut für Wissens- und Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, ist eine innovative und anwendungsorientierte Forschungseinrichtung. Wir bieten ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Gründung sowie Qualifizierung und sind somit verlässlicher Partner für Unternehmen und Kommunen, öffentliche Institutionen sowie Gründungsinteressierte und Startups. www.fitt.de
Das Projekt „Impuls 2.0“ wird gefördert mit Mitteln des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie sowie der Europäischen Union.



