Die Amerikawoche 2026 lädt dazu ein, die USA als Land der Bewegung, der Begegnungen und der vielseitigen Geschichten zu entdecken. Mit ihrer Mischung aus Wissenschaft, Geschichte, Musik, Film, Kulinarik und Genuss bietet sie vielfältige Einblicke in die amerikanische Kultur. Zusammengestellt wurde das Programm von DAI-Programmdirektor Dr. Martin Kopf-Giammanco und Professorin Astrid M. Fellner, Leiterin der Amerikanistik an der Universität des Saarlandes und Direktorin des DAI Saarland.
Den Auftakt macht am 12. August um 18 Uhr ein Online-Vortrag von Professorin Astrid M. Fellner zum hundertjährigen Jubiläum der berühmten Route 66. Unter dem Titel „100 Jahre Route 66 – Geschichte, Mythos und kulturelles Erbe der ,Mother Road‘“ zeichnet sie die Entwicklung der legendären Fernstraße nach und beleuchtet ihre Bedeutung als Symbol für Freiheit, Mobilität und den amerikanischen Traum.
Am 13. August um 18 Uhr widmet sich Bärbel Schlimbach (Amerikanistik, Universität des Saarlandes) den großen Roadmovies des amerikanischen Kinos. Ihr Vortrag zeigt, wie Filme wie Easy Rider, Thelma & Louise oder Nomadland die Straße als Ort der Selbstfindung und gesellschaftlichen Reflexion inszenieren.
Ein Höhepunkt der Woche ist der Kammermusikabend „American Routes“ am 14. August um 18 Uhr im Musiksaal der Universität des Saarlandes. Mitglieder des Kammerorchesters der Großregion präsentieren Werke bedeutender amerikanischer Komponistinnen und Komponisten wie William Grant Still, Amy Beach, Aaron Copland, Samuel Barber und George Gershwin. Der Konzertabend verbindet musikalische Vielfalt mit dem Thema Bewegung und kultureller Begegnung (Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten).
Historische Perspektiven eröffnet Dr. Heribert Leonardi am 17. August um 18 Uhr mit seinem Vortrag „Go West, Young Man!“, der den Spuren der westwärts ziehenden Siedler im 19. Jahrhundert folgt und gleichzeitig die Folgen dieser Expansion für die indigene Bevölkerung thematisiert.
Am 18. August um 19.30 Uhr wird ein exklusives Weinseminar mit Frank Roeder, einem der wenigen Masters of Wine in Deutschland, angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit, zwölf ausgewählte Weine aus verschiedenen amerikanischen Anbaugebieten kennenzulernen und die Dynamik des modernen US-Weinbaus zu entdecken.
Eine Premiere für Saarbrücken erwartet die Besucher am 19. August ab 18 Uhr: Mit dem ersten AmeriCooking Workshop des DAI können Interessierte unter dem Titel „Little Dinner on the Prairie“ typische Gerichte der amerikanischen Frontier-Küche und klassische Spezialitäten der US-Diner-Kultur selbst zubereiten. Der Workshop verbindet Kulinarik, Kulturgeschichte und gemeinsames Genießen und schlägt damit eine Brücke zwischen amerikanischer Vergangenheit und Gegenwart.
Den Abschluss der Amerikawoche bildet am 20. August um 18 Uhr der Vortrag von Dr. Lisa Johnson (Lehrbeauftragte in der Amerikanistik der Universität des Saarlandes) über das historische Green Book und die Erfahrungen Schwarzer Reisender in den USA. Unter dem Titel „Navigating Exclusion: Das Green Book und Schwarze Mobilität in den USA“ beleuchtet sie eine oft übersehene Seite amerikanischer Mobilitätsgeschichte und zeigt, wie Fragen von Freiheit, Sicherheit und Zugehörigkeit auf den Straßen der USA verhandelt wurden.
Praktische Informationen:
- Vom 12. bis 20. August 2026
- Die meisten Termine finden an der VHS Saarbrücken statt, das Kammerkonzert findet im Musiksaal der Universität des Saarlandes statt (Gebäude C5 1).
- Gebührenfreie Veranstaltungen können online oder in Präsenz besucht werden; für einzelne Sonderveranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.
Genaue Veranstaltungszeiten und -orte sowie Anmeldungen bei der Volkshochschule Regionalverband Saarbrücken unter www.vhs-saarbruecken.de.
Weitere Informationen:
Dr. Martin Kopf-Giammanco
DAI Saarland und Fachrichtung Anglistik und Amerikanistik
E-Mail: m.kopf@dai-saarland.de
https://www.dai-saarland.de/
