„KI löst Probleme der Mathematik“ / „Große Sprachmodelle (LLMs) liefern Forschungsergebnisse auf Doktoranden-Niveau“ / „Die führenden Physiker haben sich bereits der Überlegenheit der KI ergeben.“
Botschaften wie diese überschwemmen das Internet, die Zeitungen und die Flure unserer Universitäten. Die Fähigkeiten der KI verbessern sich von Quartal zu Quartal, und ein Ende ist nicht in Sicht. Ist das das Ende der menschlichen Wissenschaft? Was bringt es noch, zu promovieren, wenn die gesamte Forschung automatisiert wird? Sollte ich mir überhaupt noch die Mühe machen, etwas zu lernen? In diesem Gespräch mit David Bessis soll der laufende Wandel in Wissenschaft und Bildung, der anhaltenden Bedarf an menschlichem Verständnis und die neuen Chancen für menschliche Wissenschaftler erörtert werden.
Über David Bessis:
Der Mathematiker, Tech-Gründer und Autor David Bessis promovierte im Fach Mathematik an der Universität Paris-Cité. Er forschte in den Bereichen Algebra, Geometrie und Topologie an der Yale University, am Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) und an der École Normale Supérieure (ENS). Nachdem er ein KI-Start-up gegründet und verkauft hatte, veröffentlichte er kürzlich das Buch „Mathematica, a Secret World of Intuition and Curiosity“. In seinen Schriften konzentriert sich Bessis auf die menschliche Erfahrung des Verstehens und Entdeckens der Mathematik.
