Der Senat der Universität hat in seiner Sitzung am 24. Juni 2026 entschieden, in 13 Fällen Ehrensenatorenschaften und Ehrenbürgerschaften der Universität des Saarlandes symbolisch-deklaratorisch abzuerkennen. Damit positioniert sich der Senat abschließend zu den insbesondere in den vergangenen rund zehn Jahren – teils auch in der Öffentlichkeit intensiv und kontrovers – diskutierten Ehrenwürden und den diesen entgegenstehenden Belastungen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Auf Grundlage heutiger Maßstäbe und Kenntnisse erscheinen die von dem Beschluss betroffenen Personen nach Überzeugung des Senats nicht länger als ehrungswürdig. Der Entscheidung ging ein über Jahre andauernder Aufarbeitungsprozess voran, der mit der Entscheidung am 24. Juni seinen Abschluss findet.
Hintergrund:
2018 wurde nach einem Senatsbeschluss dem Juristen und früheren saarländischen Ministerpräsidenten Heinrich Welsch die Ehrensenatorenwürde aberkannt. Im Juli 2022 folgte die symbolisch-deklaratorische Aberkennung der Ehrenbürgerwürde an den Geheimen Sanitätsrat Dr. med. Max Obé. Von der Verleihung der Ehrensenatorenwürde an den ehemaligen Geschäftsführer der Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke Dr. h. c. Ernst Röchling distanzierte sich die Universität ebenfalls im Juli 2022.
Gleichzeitig ordnete der Senat der Universität des Saarlandes an, alle bisher verliehenen Ehrenwürden der UdS zentral aufzuarbeiten. In der Folge beauftragte das Präsidium in seiner Sitzung am 16. Februar 2023 PD Dr. Rainer Möhler, Historiker an der Universität des Saarlandes, mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Ehrenwürden der UdS im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojekts. Im Herbst 2025 wurden die Ergebnisse der Aufarbeitung von Dr. Möhler in Form eines Gutachtens vorgelegt.
In Abstimmung mit dem Senat setzte der Universitätspräsident in der Folge eine Kommission ein: Ihr Auftrag war es, eine Empfehlung an den Senat zum Umgang mit den Ergebnissen der Aufarbeitung zu formulieren. Diese Kommission, zusammengesetzt aus der Senatssprecherin Prof. Dr. Astrid Fellner und dem stellvertretenden Senatssprecher Lukas Redemann, zwei externen Fachleuten (Prof. Dr. Volker Roelcke, Universität Gießen, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin; Prof. Dr. Angela Borgstedt, Universität Mannheim, Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Geschäftsführerin der Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten), dem Leiter der Arbeitsstelle Universitätsgeschichte der UdS, Dr. Thilo Offergeld, sowie Dr. Möhler, tagte im Winter und Frühjahr 2026.
Über das Gutachten:
Das rund 100 Seiten starke Gutachten von PD Dr. Rainer Möhler bildete die wesentliche Basis für die Arbeit der Kommission. Inhaltlich konzentriert es sich auf politisch-moralische Belastungen der Ehrenwürdenträger in der Zeit des Nationalsozialismus. Damit gemeint sind einerseits „formale“ Belastungen durch Mitgliedschaften in NS-Organisationen bzw. Ausübung von Ämtern und Funktionen im staatlich-politischen Bereich. Bereits eine einfache NSDAP-Mitgliedschaft oder eine Mitgliedschaft in einer ihrer wichtigen Gliederungen (SA, SS) sei ein sehr aussagekräftiges Indiz zur zumindest zeitweisen Übereinstimmung des Parteimitglieds mit der NS-Weltanschauung, so das Gutachten: „Vor allem mit der NSDAP- und noch stärker mit der SS-Mitgliedschaft war eine intensive Vorprüfung der politischen, ‚rassischen‘ und ‚charakterlichen‘ Eignung des Kandidaten verbunden.“ Darüber hinaus geht es um „materiale“ Belastungen durch entsprechende aktive Beteiligungen an nationalsozialistischem Unrecht. Konkret betrifft dies im vorliegenden Kontext in einigen Fällen die Rolle als Nutznießer von „Arisierung“ oder Zwangsarbeit.
„Die Universität des Saarlandes hat in den Jahren von 1961 bis 2019 29-mal die Ehrensenatoren-, elfmal die Ehrenbürgerwürde sowie fünfmal die Ehrenmedaille verliehen. (…) Unter den insgesamt 45 Ehrenwürdenträgern der Universität des Saarlandes fanden sich letztlich bei 16 Personen (alle vor 1919 geboren) Hinweise auf eine NS-Belastung, die in den drei bereits entschiedenen Fällen (Heinrich Welsch, Max Obé und Ernst Röchling) bekannt sind und (…) nicht weiter untersucht wurden“, heißt es im Gutachten über die Kriterien, welche Personen für eine genauere Betrachtung infrage kamen. Übrig blieben also 13 Ehrenwürdenträger, bei denen das Gutachten eine aktive, wenngleich unterschiedlich stark ausgeprägte Beteiligung am NS-Unrechtssystem feststellt.
Stimmen zur Entscheidung:
„Mit diesem Prozess einer systematischen Aufarbeitung der von ihr vergebenen Ehrenwürden stellt sich die Universität des Saarlandes ihrer Aufgabe und Pflicht zur kritischen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte“, sagt die Sprecherin des Senats, Prof. Dr. Astrid Fellner.
Der stellvertretende Sprecher des Senats, Lukas Redemann, ergänzt: „Mit der jetzigen Senatsentscheidung hat sich die Universität des Saarlandes in einer Weise der nationalsozialistischen Belastungen ihrer Geschichte angenommen, die unter den deutschen Universitäten keineswegs selbstverständlich ist.“
Universitätspräsident Ludger Santen, qua Amt auch Vorsitzender des Senats, betont: „Die Beurteilung ist kein Verdikt über sämtliche Lebensleistungen der genannten Personen. Nach 1945 haben sie sich zweifellos um die Universität des Saarlandes oder auch um die Allgemeinheit verdient gemacht. Sie haben sich aber in einer Weise an den Unrechtstaten des NS-Regimes beteiligt, die es aus heutiger Sicht für eine Universität nicht mehr statthaft erscheinen lässt, ihr Andenken in öffentlichen Ehren zu halten.“ Der Universitätspräsident betont, dass liberale Demokratien der beste Schutz dagegen seien, dass Unrecht in einem derart großen Ausmaß geschehe, wie es in Zeiten des Nationalsozialismus der Fall gewesen sei. „Das wird wieder umso deutlicher, wenn man wie unter einem Brennglas die Biografien der 13 Männer betrachtet, die exemplarisch zeigen, wie weit der Einfluss des NS-Staats auf die persönliche Karriere und das Berufsleben reichte.“
Biographische Kurzzusammenfassungen der betroffenen Ehrenwürdenträger auf Basis des Gutachtens:
Dr. Carl Erich Alken (1909-1986)
Ehrensenator am 20. Januar 1976. Alken zählte als erster Prorektor zu den Mitbegründern der Universität. Er gilt als Vater der deutschen Urologie und gehört zu den national und international höchst ausgezeichnetsten Wissenschaftlern und Lehrern, der seiner Universität des Saarlandes unverbrüchlich die Treue gehalten hat.
Belastung: Er war SA-Mitglied seit 1933 (SA-Rottenführer 1935), Mitglied des Nationalsozialistischen Fliegerkorps 1936 bis 1938 und NSDAP-Mitglied seit 1937.
Luitwin von Boch-Galhau (1906-1988)
Ehrensenator am 21. Oktober 1966. Mitglied des Verwaltungsrats 1950 bis 1956, Gründungsvorsitzender der „Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes e. V.“ 1952 bis 1956.
Belastung: Nach den Ergebnissen des Gutachtens wirkte von Boch-Galhau durch den Erwerb der Saargemünder Faiencerie an der Wirtschaftspolitik des NS-Staats im nach dem Westfeldzug völkerrechtswidrig annektierten Lothringen mit. Vor allem aber trug er als Generaldirektor und persönlich haftender Gesellschafter die Verantwortung für den Einsatz von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen in den Werken von Villeroy & Boch und damit für eine aus unternehmerischen Motiven erfolgte Beteiligung am NS-Verbrechen der Zwangsarbeit.
Walter Braun (1907-1990)
Ehrensenator am 30. März 1973 in Würdigung seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit als Leiter der Hochschulabteilung im Kultusministerium, die maßgebend zum Aufbau der Universität des Saarlandes beigetragen habe.
Belastung: Braun war NSDAP-Mitglied seit 1. November 1935 und Mitglied im NS-Lehrerbund.
Erich Eilebrecht-Kemena (1908-1994)
Ehrenbürger seit 21. Dezember 1977. Würdigung als Förderer der Medizinischen Fakultät und Stifter des „Claude-Bernard-Preises“.
Belastung: Eilebrecht-Kemena weise keine formale politische NS-Belastung auf, sei jedoch unmittelbarer Nutznießer bei der „Arisierung“ der jüdischen Tabakfabrik Hewimsa AG gewesen. Der Restitutionsanspruch des jüdischen Fabrikbesitzers wurde über mehrere Jahre vehement, zum Teil im antisemitischen Jargon, zurückgewiesen. Der vom Landgericht Saarbrücken im Jahr 1951 durchgesetzte Vergleich komme einem eindeutigen moralischen Schuldspruch Eilebrecht-Kemenas gleich. Er musste 24 Millionen französische Francs (entspricht 300.000 Reichsmark) an den Kläger zahlen und sämtliche Kosten des Verfahrens übernehmen, um eine Aufhebung der Sperre seines Vermögens zu erreichen.
Franz Funk (geb. 1906)
Ehrenbürger am 28. November 1983. Großes Engagement bei der Einrichtung der „Hochschulwochen“ 1961 und deren jährlichen Organisation; großer Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen der Universität und der Homburger Bevölkerung.
Belastung: Franz Funk gehöre mit seinem Parteieintritt zum 1. Juni 1933 zu den wenigen frühen Nationalsozialisten an der Saar, die sich bereits in der Völkerbundszeit zur NSDAP bekannten. In der Nachkriegszeit habe er gegenüber den Säuberungsbehörden und dem Kultusministerium diesen frühen Parteieintritt verschwiegen und ihn stattdessen auf ein unverdächtigeres Datum erst nach der Volksabstimmung 1935 verlegt.
Dr. Kurt Heinen (1897-1976)
Ehrensenator am 20. Januar 1976 wegen seiner Verdienste zunächst als Vizepräsident, dann als Präsident der „Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes“.
Belastung: Heinen war NSDAP-Mitglied seit dem 1. November 1935. Erheblich belastet sei er als mutmaßlicher „Arisierungsgewinner“ durch den Kauf der Neufang-Jaenisch-Brauerei-Aktien des jüdischen Vorbesitzers Jakob Feitel gemeinsam mit seinem Aufsichtskollegen Dr. Oskar Neufang gewesen, welcher aber nicht vollständig nachweisbar sei.
Hans Kuhn (1912-1996)
Ehrenbürger am 21. Dezember 1977 für langjährige erfolgreiche Tätigkeit als Bürgermeister, später Oberbürgermeister, der Stadt Homburg von 1960 bis 1977, während der er mit persönlichem Einsatz die Kontakte zwischen der Medizinischen Fakultät und der Stadt gepflegt habe.
Belastung: Kuhn war Mitglied in der NSDAP und in der SA seit dem 1. Mai 1933. In der NSDAP hat er „aus Karrieregründen“ zweimal kommissarisch für mehrere Monate das Amt des „Blockleiters“ bekleidet, ein für den NS-Staat auf lokaler Ebene zentrales Herrschaftselement. Die für seine Beförderung und Ernennung zum Regierungsrat im Jahr 1942 erforderliche politische Begutachtung durch die Parteikanzlei der NSDAP musste ihm laut Deutschem Beamtengesetz bescheinigen, dass er die „Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt“.
Dr. Eduard Martin (1892-1989)
Ehrensenator am 21. Oktober 1966 aufgrund seiner Mitgliedschaft im Vorstand und späterer Präsidentschaft der „Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes“.
Belastung: Martin sei Profiteur der antisemitischen Personalpolitik der Deutschen Bank (designierter Nachfolger seines jüdischen Vorgängers als Filialdirektor in Saarbrücken) gewesen, so das Gutachten. Seine späte NSDAP-Mitgliedschaft 1941 sei Beleg für nationalsozialistische Gesinnung, da sie beruflich nicht erforderlich gewesen sei, jedoch in voller Kenntnis der verbrecherischen Judenpolitik des NS-Staates erfolgt sei. Als leitender Filialdirektor der Deutschen Bank im Saarland sei er für die Mittäterschaft seiner Bank bei der „Arisierung“ von Immobilien und Gewerben sowie dem Verbrechen der finanziellen Ausraubung der saarländischen Juden verantwortlich gewesen. Auch privat sei er in den „Arisierungsfall“ des Wohnhauses des jüdischen Einzelhändlers Hermann Herz und seiner Ehefrau involviert gewesen, die beide später im KZ Auschwitz ermordet wurden.
Hermann Mühlenberg (1904-1987)
Am 21. Dezember 1977 Ehrenbürger. Großes Engagement als „Studentenvater“ in seiner zehnjährigen Amtszeit als Bürgermeister von Dudweiler 1956 bis 1966.
Belastung: Seit seiner Jugend sei er überzeugter und aktiver Nationalsozialist gewesen. Er trat Anfang 1932 der NSDAP und 1934 der Allgemeinen SS bei und profitierte in seiner beruflichen Karriere stark von seinen engen Beziehungen zur regionalen NS-Elite. Er war NSDAP-Kreisamtsleiter für Kommunalpolitik, Angehöriger des Korps der politischen Leiter der NSDAP und als SS-Unterscharführer aktives Mitglied des „rassischen“ Eliteverbandes des NS-Staates. Als Bürgermeister von Goslar (1933 bis 1939), von Hannoversch-Münden (1939) und von Hagenau im völkerrechtswidrig annektierten Elsass war er verantwortlich für die Durchführung der nationalsozialistischen Maßnahmen auf der örtlichen Ebene. Weder das unmittelbare Miterleben der tödlichen Misshandlungen eines ihm untergebenen Polizeibeamten durch SA-Schläger („Fall Ostheeren“ im Juli 1933) noch die antisemitische Politik seit 1933 noch die nationalsozialistischen Maßnahmen gegen Juden und „Reichsfeinde“ im besetzten Elsass hätten ihn bewogen, sich aus dem Staatsdienst zurückzuziehen.
Dr. Ernst-Heinz Schäfer (1910-2004)
Am 29. Oktober 1980 Ehrensenator, zunächst wegen seiner Verdienste als Vorstandsmitglied, dann seit 1977 (bis 1995) als Präsident der „Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes“.
Belastung: Bereits 1931 war Schäfer in die NSDAP eingetreten, wurde 1932 wegen Verstoßes gegen die Parteisatzung durch ein Parteigerichtsurteil aber wieder ausgeschlossen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten engagierte er sich in der SA. In den folgenden Jahren versuchte er vergeblich, wieder in die NSDAP aufgenommen zu werden. Nationalsozialistisches Engagement zeigte er unter anderem in der Deutschen Arbeitsfront und dem NS-Rechtswahrerbund. In seiner rechtswissenschaftlichen Dissertation zum Kleingartenwesen von 1937 bettete er sein Thema in die „Blut und Boden“-Weltanschauung des Nationalsozialismus ein. Ein erneuter Aufnahmeantrag im Herbst 1939 war erfolgreich: Adolf Hitler erließ zum 1. Mai 1941 eine Gnadenentscheidung und nahm ihn wieder in die Partei auf. Schäfer habe über die Zeitdauer des NS-Staates die Nähe zur NSDAP gesucht.
Dr. Kurt Schluppkotten (1905-1976)
Ehrensenator am 21. Oktober 1966 wegen seiner besonderen Verdienste als Gründungsmitglied und langjähriger Vorstand der „Wissenschaftlichen Gesellschaft des Saarlandes e. V.“ und als Vorstandsmitglied der „Vereinigung der Freunde der Universität des Saarlandes“.
Belastung: Kurt Schluppkotten gehörte zu den frühen Nationalsozialisten an der Saar, die noch während der Völkerbundszeit nach der Reichstagswahl im März 1933 in die NSDAP strömten. Während des Zweiten Weltkrieges vertrat er als enger Mitarbeiter Hermann Röchlings die Interessen der deutschen NS-Kriegspolitik in den besetzten Gebieten Frankreichs und Belgiens und sorgte für die wirtschaftliche Ausbeutung der Werke Pompey bei Nancy (Meurthe-et-Moselle) und der Werksgruppe Charleroi in der wallonischen Provinz Hennegau.
Paul Simonis (1912-1996)
Ehrenbürger am 2. Juli 1982. Besondere Verdienste als „verständnisvoller Gesprächspartner, der sich als engagierter Sozialpolitiker und als kenntnisreicher Fachmann auf dem Gebiet des Gesundheitswesens in einem besonders umfangreichen Maße der Unikliniken angenommen“ hat.
Belastung: Er habe ein frühes, bereits in der Völkerbundszeit an der Saar beginnendes starkes Bekenntnis zum Nationalsozialismus gezeigt, das zumindest bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht Anfang 1942 angehalten habe. Eine Mitgliedschaft im NS-Fliegerkorps 1932 und in der NSDAP seit Juni 1933, ehrenamtliche Mitarbeit beim Sicherheitsdienst der SS seit Mai 1935, der Kirchenaustritt Ende der 1930er Jahre sowie seine jahrelangen Bemühungen um eine Mitgliedschaft in der SS zeigten große ideologische Affinität zum Nationalsozialismus.
Egon Ulmschneider (1914-2004)
Ehrenbürger am 16. Mai 1979 wegen seiner wesentlichen Verdienste um den Aufbau der technischen Verwaltungsabteilung der Universität des Saarlandes.
Belastung: Neben seiner NSDAP-Mitgliedschaft seit 1937 sei vor allem seine – im Entnazifizierungsverfahren 1946 verschwiegene – Mitgliedschaft im „rassischen“ Eliteverband des NS-Staates, der SS, belastend gewesen, der er zunächst seit dem 20. April 1936 als Bewerber, dann als Anwärter und zuletzt als SS-Sturmmann angehörte.