Historisch orientierte Kulturwissenschaften (M.A.)

Der Saarbrücker Masterstudiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" bietet einen auf Kulturtheorie und Methodologie gerichteten Zugang zu den Kulturwissenschaften. Theorie als Modell von Wirklichkeit wird als ebenso spannende wie unverzichtbare wissenschaftliche Perspektive begriffen. Der kulturtheoretische Schwerpunkt des Masterstudiengangs vermittelt historische und kulturelle Zusammenhänge und zielt darauf, theoretische Positionen kritisch zu reflektieren. Dabei schulen die Studierenden ihre Fähigkeit zur fachübergreifenden Analyse und lernen, theoretische Konzepte auf konkrete Gegenstände anzuwenden.

Beschreibung

Im Masterstudiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" haben die Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium nach persönlicher Neigung und vorgesehenem Berufsfeld individuell zu gestalten. Die Lehrinhalte verteilen sich auf mehr als Fächer aus den Fachrichtungen der Altertumswissenschaften, der Europäischen Ethnologie/Historischen Anthropologie, der Geschichte, Geographie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Sprach- und Literaturwissenschaften sowie der Theologie und Religionswissenschaften. Aus diesem Fächerkanon wählen die Studierenden drei Fächer aus. Durch die Vielfalt des Lehrangebots ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktbildung. Außerdem werden die Studentinnen und Studenten in interdisziplinären Modulen wie Kulturtheorie oder Kulturwissenschaftlicher Methodik geschult, um die Fachperspektiven zu vergleichen und unter einer gemeinsamen Fragestellung zu untersuchen.

Studienverlauf

Im Rahmen des Studiums des Kernbereich-Masterstudiengangs sind Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von 120 CP zu erbringen. Module folgender drei Teilbereiche sind zu absolvieren:

1. Bereich interdisziplinärer Module (24 CP)
Obligatorisch sind die Module "Kulturwissenschaftliche Methodik" (6 CP) und "Kulturtheorie" (6 CP) zu belegen. Darüber hinaus sind zwei weitere Pflichtmodule jeweils mit 6 CP zu wählen.

2. Kulturwissenschaftlicher Kernbereich (84 CP)
Im kulturwissenschaftlichen Kernbereich werden Inhalte aus vier Fachgruppen studiert:

A Kulturelle Wurzeln des modernen Europa

  • A1  Vor- und Frühgeschichte
  • A2  Alte Geschichte
  • A3  Antike Sprache, Literatur und Philosophie
  • A4  Klassische Archäologie
  • A5  Religion und Kultur der Bibel

B Kultur und Geschichte

  • B1  Geschichte des Christentums
  • B2  Geschichte des Mittelalters
  • B3  Geschichte der Frühen Neuzeit
  • B4  Neuere und Neueste Geschichte

C Kulturelle Konstruktion und Ästhetik

  • C1  Kunstgeschichte
  • C2  Musikgeschichte
  • C3  Kultur- und Mediengeschichte
  • C4  Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
  • C5  Philosophie des Geistes/Anthropologie
  • C6  Theoretische Philosophie
  • C7  Systematische Theologie

D Kultur und Gesellschaft

  • D1  Europäische Kulturgeografie und Regionalstudien
  • D2  Historische Anthropologie/Europäische Ethnologie
  • D3  Wirtschafts- und Sozialgeschichte
  • D4  Praktische Philosophie
  • D5  Christentum und Gesellschaft
  • D6  Religionswissenschaft

Im Masterstudiengang müssen drei Fächer – die sogenannten Kernfächer – aus mindestens zwei der Fachgruppen gewählt werden. In jedem der drei gewählten Kernfächer sind zwei Basismodule (1 und 2) zu absolvieren. Darauf entfallen 54 CP. In dem Kernfach, in dem die Masterarbeit geschrieben wird, ist ein Aufbaumodul (6 CP) zu absolvieren. Darüber hinaus muss das Masterabschlussmodul inklusive der Masterarbeit im Umfang von insgesamt 24 CP erfolgreich abgeschlossen werden.

3. Wahlbereich (12 CP)
Im Wahlbereich sind 12 unbenotete CP zu erbringen, wahlweise aus

  • nicht belegten Wahlpflichtmodulen aus dem Bereich der interdisziplinären Module,
  • beliebigen Sprachkursen (alte und moderne Sprachen aus dem Angebot der Universität des Saarlandes im Umfang von maximal 6 CP).

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Wahlbereich zum Erwerb fehlender vorausgesetzter Fachkompetenzen zu nutzen.

Zugang

Voraussetzungen
Voraussetzung für die Zulassung ist ein Bachelorabschluss oder äquivalenter Hochschulabschluss (mind. 180 ECTS-Punkte) schwerpunktmäßig in Kulturwissenschaften aus Fachbereichen wie Altertumswissenschaften, Geschichte, Humangeographie, Historischen Anthropologie, Europäischen Ethnologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft und Theologie.

Der Bachelor soll mit der Gesamtnote 2,3 und besser abgeschlossen sein. Der Nachweis des Bachelorabschlusses ist zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht zwingend erforderlich. Es muss aber nachgewiesen werden, dass im Bachelorstudium mindestens 150 CP erreicht wurden. Spätestens bei Aufnahme des Studiums muss dann der Bachelorabschluss vorgelegt werden.

Der Masterstudiengang ist ein deutschsprachiger Studiengang. Bewerber ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung müssen vor Beginn des Studiums ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen.

Anforderungen
Falls die im Folgenden aufgeführten Anforderungen zu Beginn des Studiums noch nicht vorliegen, können sie während des Studiums, und zwar bis zum Abschluss des zweiten Fachsemesters, nachgeholt werden.

1. Fachstudium
Der interdisziplinäre Masterstudiengang setzt sich aus 22 Kernfächern zusammen, die in vier Fachgruppen angeboten werden. Bewerber müssen drei Kernfächer aus mindestens zwei Fachgruppen wählen. Um ein erfolgreiches Masterstudium in den gewählten Kernfächern zu ermöglichen, wird bei Studienantritt anhand des Transcripts of Records geprüft, ob die Studierenden über das nötige Grundlagenwissen verfügen. Fehlende Fachinhalte müssen eventuell zusätzlich studiert werden.

2. Fremdsprachen
Erwartet werden gute Kenntnisse des Englischen und einer weiteren modernen Fremdsprache gemäß Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen, die durch Schulzeugnisse oder ein Äquivalent nachgewiesen werden können.

Für die Zulassung zu einigen Teilprüfungen in bestimmten Fachmodulen sind darüber hinaus Kenntnisse des Lateinischen und/oder Altgriechischen nachzuweisen.

Ordnungen

Bewerbung

Das Studium kann in der Regel nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli für das folgende Wintersemester.

Zum kommenden Sommersemester ist eine Bewerbung ausnahmsweise möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar.

Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsformular für Masterstudiengänge. Bitte gehen Sie bei Ihrer Bewerbung wie folgt vor:

  • Registrieren Sie sich.
  • Nach erfolgter Registrierung füllen Sie das Online-Bewerbungsformular aus.
  • Die erforderlichen gescannten Unterlagen (PDF-Dateien) laden Sie im Online-Bewerbungsformular hoch und schließen dann Ihre Bewerbung ab.

Bitte übermitteln Sie Ihre Bewerbungsunterlagen nur online, reichen Sie sie nicht zusätzlich in Papierform ein!

Mit der Online-Bewerbung müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Deutsche Hochschulzugangsberechtigung (HZB)
  • Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse (nur für Studienbewerber ohne deutsche Hochschulzugangsberechtigung)
  • Zeugnis des ersten Studienabschlusses (Bachelor/Magister/Diplom/Erstes Staatsexamen etc.)
  • Transcript of Records (muss auch dann eingereicht werden, wenn das Bachelorzeugnis bereits vorliegt!)
  • Wenn der Studienabschluss noch nicht vorliegt: Nachweis über Anzahl der Credit Points und der Gesamtnote, bestätigt vom zuständigen Prüfungsamt anhand der entsprechenden Anlage (siehe Online-Bewerbungsformular)
  • Nachweis über Englischkenntnisse (mind. Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen)
  • Nachweis über eine weitere moderne Fremdsprache (mind. Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen)

Auswahl und Zulassung

Nur Bewerbungen, die fristgerecht und vollständig eingegangen sind, können berücksichtigt werden. Die Auswahl für das Wintersemester findet in der Regel Anfang August statt.

Studienbewerber, deren Bewerbungen vollständig und rechtzeitig eingegangen sind, werden über ihre Zulassung mittels eines Zulassungsbescheids informiert, der auch Auskünfte über die anschließende Immatrikulation enthält. Falls mehr Bewerbungen, die den Zugangskriterien entsprechen, als vorhandene Plätze eingehen, entscheidet ein Vergabeverfahren über die Zulassung.

Auf einen Blick

Regelstudienzeit4 Semester
UnterrichtsspracheDeutsch
ZulassungsbeschränktJa
BewerbungsfristWintersemester: 31. Juli

Studiengebühren

Keine

SemesterbeitragAktueller Betrag
Internetseitewww.hok.uni-saarland.de

Kontakt

Studienfachberatung

Dr. Barbara Duttenhöfer
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Geb. B3 1, OG, Zi. 3.15
Tel.: 0681 302-2378
hok(at)mx.uni-saarland.de
www.hok.uni-saarland.de

Zentrale Studienberatung

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Campus Center, Geb. A4 4, EG
Tel.: 0681 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/studienberatung

Der Ausstellungsmacher

Das Kuratieren einer Ausstellung ist die Königsdisziplin im Museum. Der Archäologe und Kunsthistoriker Thomas Martin arbeitet als freiberuflicher Museumskurator im Museum für Vor- und Frühgeschichte am Saarbrücker Schlossplatz. Zu seinen wissenschaftlichen Stationen gehört auch die Saar-Uni: Hier hat er Historisch orientierte Kulturwissenschaften studiert. Für Studenten sei es wichtig, ein Berufsziel zu haben, sagt Martin: "Es reicht nicht, einfach nur Credit Points zu sammeln. Vor allem braucht man genügend Praxiserfahrung, und dafür muss man selber aktiv werden".

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Akkreditierte Studiengänge

Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat die Universität des Saarlandes das Verfahren der Systemakkreditierung erfolgreich durchlaufen. Seit 2012 trägt sie das Siegel des Akkreditierungsrats.

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