03 September 2026

Standortfaktor Kreislaufwirtschaft – Zweiter Saarländischer Circular Economy-Kongress

Portraits© IZES/CircularSaar
Michael Vielhaber (links), Professor für Produktentstehung an der Universität des Saarlandes und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des IZES, und Jens Krück, Geschäftsführer von CircularSaar.

Knappe Ressourcen und anfällige Lieferketten stellen Unternehmen und Politik vor gewaltige Aufgaben. Es gilt, Wertschöpfungsketten regional, europaweit und global neu zu denken. Die Initiative CircularSaar zielt auf den Wandel des traditionellen Wirtschaftssystems hin zu einer werterhaltenden, zukunftsfördernden Kreislaufwirtschaft. Wie diese Transformation gelingen und gar zum Innovationstreiber werden kann, diskutieren Fachleute auf dem Circular Economy-Kongress am 16. September.

Gemeinsame Pressemitteilung von IZES und Universität des Saarlandes 

Das Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES und die Universität des Saarlandes laden mit Unterstützung der IHK Saarland Interessierte auf den Campus ein. 

Die Vielzahl aktueller Krisen legt schonungslos offen, wie verwundbar globale Lieferketten und wie vielschichtig die Abhängigkeiten bei Rohstoffen und Energie sind. In Schlüsselindustrien wie der Stahlwirtschaft und dem Maschinen- und Anlagenbau werden die daraus resultierenden Herausforderungen besonders sichtbar; sie betreffen jedoch weit darüber hinaus nahezu alle Bereiche der unternehmerischen Wertschöpfung. 

„Damit die Wirtschaft widerstandsfähig und wettbewerbsfähig bleibt, brauchen wir die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die systemisch konzipiert ist und auf fundierten Daten beruht“, erklärt Michael Vielhaber, Professor für Produktentstehung an der Universität des Saarlandes und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES. „Es ist wichtig zu verstehen, dass Kreislaufwirtschaft zugleich ein ökologisches wie auch ein ökonomisches Konzept ist: Geschäftsmodelle, die Produkte, Materialien und Ressourcen möglichst lange nutzen und im Kreislauf führen, schaffen die Voraussetzungen, um auch die Klimaschutzziele zu erreichen. Mit den neuen Verfahren entwickeln wir innovative Produktionsprozesse, die ressourcenschonend und zugleich energieeffizienter und kostensparender sind als die herkömmlichen Methoden, an deren Ende immer ein Abfallprodukt steht“, betont Vielhaber. 

Im Rahmen von CircularSaar arbeiten Forscherinnen und Forscher der Universität des Saarlandes und des IZES gemeinsam an ganzheitlichen, systemischen Lösungswegen, die beide Vorteile der Kreislaufwirtschaft – ökonomische wie ökologische – vereinen. Ziel des Transformationsprojekts, das vom saarländischen Wissenschaftsministerium gefördert wird, ist zum einen, zukunftsorientierte Wissenschaftskompetenz in der Region aufzubauen. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels sollen zum anderen die energie- und materialintensiven Industriebereiche im Saarland beim Einstieg in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft unterstützt werden. „CircularSaar verbindet Spitzenforschung und industrielle Praxis, um Kreislaufwirtschaft aus dem Saarland heraus voranzubringen“, sagt Jens Krück, Geschäftsführer von CircularSaar.

Bereits zum zweiten Mal laden IZES und Universität in Kooperation mit der IHK Saarland im Rahmen von CircularSaar zum Circular Economy-Kongress ein. Unter dem diesjährigen Motto „Standortfaktor Kreislaufwirtschaft" tauschen sich Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik aus, wie der Wandel im Zusammenspiel aus ordnungspolitischer Strategie, Unternehmenspraxis und gesellschaftlicher Akzeptanz gelingen kann. 

In interaktiven Themenräumen, Workshops und direktem Austausch stehen unter anderem nachhaltige Metallurgie, industrielle Zerkleinerungstechniken, smarte Datensysteme und Sensorik sowie konkrete Ansätze zirkulären Designs im Fokus. Vertiefende „Fireside Chats“, moderierte Expertengespräche, beleuchten die Herausforderungen der Transformation aus internationaler, nationaler und regionaler Perspektive. Ein Innovations-Marktplatz führt zudem Akteure aus Industrie, Wissenschaft und Politik zusammen. 

Der Circular Economy-Kongress schließt sich mit seiner Transferperspektive nahtlos an das internationale ECHO-Nachhaltigkeitssymposium von Universität des Saarlandes und Universität der Großregion an, das am Vortag auf dem Campus stattfindet.

Zweiter Circular Economy-Kongress, 16. September, ab 9 Uhr, Campus Saarbrücken, Aula A3 3 und Innovation Center A2 1.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Interessierte sind herzlich eingeladen. 

Die Anmeldung ist möglich unter: https://eveeno.com/868337158

Programm des Circular Economy-Kongresses 

CircularSaar

Hintergrund:

Das Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme IZES forscht als außeruniversitäre Forschungseinrichtung seit über 25 Jahren fachübergreifend an nachhaltigen und klimaneutralen Lösungen. Die Universität des Saarlandes und das IZES arbeiten seit 2024 verstärkt zusammen. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen gemeinsame Forschungsprojekte auf den Gebieten nachhaltiger Kreislaufwirtschaft, klimaneutraler Energiekonzepte und neuer Materiallösungen vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit.

Die Universität des Saarlandes macht Nachhaltigkeit zu einem zentralen Forschungsthema und treibt mit millionenschwerer Förderung den Wandel in Wissenschaft und Gesellschaft voran – unter anderem mit Projekten wie CircularSaar, EnFoSaar, Saarene, DepartSaar sowie einem neuen Masterstudiengang Sustainable Materials and Engineering.

Fragen beantwortet:

Prof. Dr.-Ing. Michael Vielhaber 
(Professur für Produktentstehung an der Universität des Saarlandes und Wissenschaftlicher Geschäftsführer des IZES):
Telefon: +49 (0) 681 302 71304, E-Mail: michael.vielhaber(at)uni-saarland.de

Jens Krück (Geschäftsführer CircularSaar)
Telefon: +49 (0) 681 302-3548, E-Mail: jens.krueck(at)uni-saarland.de