21 October 2026

Neuer Fellow-Jahrgangs des Käte Hamburger Kolleg CURE wird begrüßt

Für den neuen Fellow-Jahrgang des Käte Hamburger Kollegs CURE wurden aus knapp 400 Bewerbungen 13 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewählt. Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 18:30 Uhr stellen die neuen Fellows ihre Forschung beim Käte Hamburger Empfang im Innovation Center der Universität des Saarlandes der Öffentlichkeit vor.

Bis zu zwölf Monate forschen die Fellows in Saarbrücken zu kulturellen Praktiken der Reparation. Das wissenschaftliche Spektrum reicht dabei von Philosophie und Geschichte über Literatur- und Kulturwissenschaft bis hin zu Medien- und Tanzwissenschaften sowie den Museum Studies. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen aus Japan, Indien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Belgien, Deutschland, Russland und Sambia. Im Anschluss an Grußworte der Landesregierung und der Universitätsleitung werden sie von diesen und der Direktion des Käte Hamburger Kollegs im Innovation Center empfangen.

Jahresvortrag: „Die zerbrochene Kalebasse – Reparation in afrikanischen Kulturen und Literaturen“  

In zahlreichen afrikanischen Kulturen steht das traditionell hochgeschätzte Gefäß für Gastfreundschaft, Leben und Gemeinschaft. Ein Sprichwort warnt davor, dass die Kalebasse – und mit ihr die Gemeinschaft – zerbricht, wenn jeder in eine andere Richtung zieht. Doch wie lässt sich mit einem solchen Bruch umgehen, wenn Gewalt und historische Erfahrungen von Sklaverei und Kolonialismus soziale und symbolische Ordnungen nachhaltig erschüttert haben? Den Jahresvortrag „Die zerbrochene Kalebasse – Reparation in afrikanischen Kulturen und Literaturen“ hält Isaac Bazié, Professor für Komparatistik an der Université du Québec à Montréal und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von CURE.

Im Anschluss präsentieren die neuen Fellows ihre Forschungsprojekte in deutscher, englischer und französischer Sprache. Unter dem Jahresthema „Körper“ untersuchen sie kulturelle Praktiken der Reparation aus unterschiedlichen geistes- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven. Die originellen und höchst aktuellen Forschungsprojekte der Fellows beschäftigen sich unter anderem mit der Bearbeitung irreparabler Verwundungen in Kunst und Literatur zum Krieg in Syrien, mit Reparationsdiskursen über die Skulpturen der Khmer in Tokio oder kuratorischen Praktiken zu zerstörten afrikanischen Kulturgütern. Sie forschen zum Problem körperlicher Wiedergutmachung im Radiowerk von Artaud oder in den Kulturpraktiken europäischer, tunesischer und algerischer Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs. Andere Projekte widmen sich partizipatorischen Theaterpraktiken, Choreografien und Klangwelten in Indien und auf den Philippinen oder der Überwindung von Scham in lateinamerikanischen Familiengeschichten. Und nicht zuletzt geht es um die Frage, wie osteuropäische und skandinavische Kulturen Trauer um unwiederbringlich Verlorenes in Hoffnung und Rehabilitation überführen.

Im Anschluss an die Kurzvorträge lädt CURE zu einem Empfang ein, der Gelegenheit zum Austausch mit den Fellows und dem Team des Kollegs bietet.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch die Planungen. Anmeldungen an: kontakt@khk.uni-saarland.de

Den Microsoft Teams-Link zur Webübertragung finden Sie hier.

Begrüßung des neuen Fellow-Jahrgangs:
Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 18:30 Uhr
Universität des Saarlandes, Innovation Center A2 1, Seminarraum 3.05

Weitere Informationen: https://cure.uni-saarland.de/veranstaltungen/kaete-hamburger-empfang-2026-2027/

Fragen beantwortet: 
Anna Warum
Wissenschaftskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Käte Hamburger Kolleg CURE
Tel.: +49 (0)681 302-3372
anna.warum@khk.uni-saarland.de
https://www.cure.uni-saarland.de