In zwei bis drei je zweistündigen Terminen erhalten die Probanden kostenlos eine über den Standard hinausgehende psychotherapeutische Diagnostik, wie sie sonst nur in Klinik oder spezialisierter Psychotherapie möglich ist.
Traumatische Erlebnisse wie körperliche Gewalt, sexuelle Übergriffe, Kriegserfahrungen oder auch Unfälle können das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen. Nicht wenige von ihnen entwickeln Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung, kurz PTBS, wie Wiedererleben, Vermeidung und die anhaltende Wahrnehmung einer erhöhten aktuellen Bedrohung. So kann etwa schon ein bestimmter Geruch oder ein Geräusch dazu führen, dass die Betroffenen das traumatische Ereignis wieder und wieder durchleben. Das Team der Psychologie-Professorin und Trauma-Therapeutin Tanja Michael arbeitet seit Jahren daran, die Therapiemöglichkeiten bei Patientinnen und Patienten mit PTBS weiter zu verbessern. Diese Forschung wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet. An der Universität des Saarlandes leitet Tanja Michael die Lehr- und Forschungsambulanz für Psychologische Psychotherapie und das Weiterbildungsinstitut für Psychotherapie.
Mit einer neuen Studie will die Doktorandin Laura-Isabel Lay neue Aspekte Posttraumatischer Belastungsstörungen erforschen und mit den Ergebnissen die Therapie wirksamer machen. Hierfür sucht die Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung Freiwillige, die sich hieran beteiligen wollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworten Fragen anhand von Interviews und Fragebögen und erhalten eine ausführliche kostenfreie, unter anderem speziell auf Trauma fokussierte Diagnostik auf aktuellem Stand der Wissenschaft, welche die übliche Standarddiagnostik erheblich übersteigt.
Die Erkenntnisse sollen in die psychotherapeutische Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen einfließen. Die in der Studie erhobenen Daten unterliegen strengen Datenschutzmaßnahmen.
Unter der folgenden E-Mail-Adresse können interessierte Personen Kontakt mit der Psychologin Laura-Isabel Lay aufnehmen, sich für die Studie anmelden und weitere Informationen erhalten:
E-Mail: laura-isabel.lay(at)uni-saarland.de