Psychologie (B.Sc.)

Wichtiger Hinweis

Durch die Verabschiedung der Gesetzesreform zur Psychotherapieausbildung wird es in den nächsten Monaten zu Änderungen in den Studieninhalten und im Studienangebot kommen.
Sie können sich auf der Webseite des Prüfungsamtes Psychologie über den aktuellen Stand der Entwicklung informieren (s. Menüpunkt „Aktuelles“).

 

Das Fach im Überblick

Die Psychologie beschäftigt sich mit Bedingungen menschlichen Verhaltens und Erlebens. Von daher untersucht sie insbesondere Zusammenhänge zwischen Verhaltensweisen des Menschen und seiner Umwelt, aber auch intrapersonelle Prozesse, biologischer als auch kognitiver Art, stehen im Zentrum des Studiums.

Unter anderem befasst sich das Psychologiestudium mit Methoden, wie menschliches Verhalten beobachtet und analysiert werden kann. Neben der Beschäftigung mit allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens (etwa im Bereich der Motivation, des Lernens, des Denkens) werden Unterschiede im Erleben und Verhalten verschiedener Personen in gleichen oder ähnlichen Situationen sowie die Entwicklung menschlicher Funktionen, etwa der Motorik, der Sprache, der Intelligenz untersucht.

Die Psychologie ist eine selbstständige Wissenschaft mit interdisziplinärer Ausrichtung. Sie bedient sich zur Ergänzung und zur Abklärung psychologischer Fragestellungen auch der Erkenntnisse aus Bereichen der Mathematik, der (Neuro-)Biologie, der Klinischen Medizin, den Computerwissenschaften und den Kultur- und Medienwissenschaften. Andererseits leistet sie aber auch Beiträge zu anderen Wissenschaften, bei denen psychologische Zusammenhänge von zentraler Bedeutung sind, so z.B. zur Pädagogik bzw. den Erziehungswissenschaften oder zur Rechts- und Wirtschaftswissenschaft.

Studieninteressierte sollten, neben dem generellen Interesse an psychologischen Fragestellungen und Inhalten, zudem motiviert sein, sich mit direkt wissenschaftsbezogenen Teilgebieten wie Forschungsmethodik, Versuchsplanung und der Datenauswertung mit Hilfe statistischer Testverfahren (Statistik) auseinanderzusetzen. Ein grundlegendes Verständnis für biologische Themen hilft bei der Bewältigung entsprechender Teilgebiete (z.B. Biologische Psychologie, Klinische (Neuro)Psychologie). Mangelnde Kenntnisse innerhalb dieser Bereiche lassen sich zu Beginn des Studiums aufarbeiten. Ein routinierter Umgang mit gängigen Office-Programmen ist beim beim Erstellen von Hausarbeiten und dem Erlernen von Programmen zur computerunterstützen Datenanalyse von Vorteil. Unverzichtbar ist die Fähigkeit, englische Literatur lesen und verstehen zu können.

Der Bachelorstudiengang hat eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und vermittelt einen ersten Abschluss mit dem akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.). Im Studienverlauf sind einzelne Module zu besuchen, die mit sogenannten Credit Points (CP) kreditiert werden. Der Gesamtumfang der zu erbringenden Leistungen liegt bei 180 CP. In Anschluss an das Studium bietet sich für die Absolventen die Möglichkeit einen höheren qualifizierenden Masterstudiengang zu beginnen. Die Universität des Saarlandes hält durch Ihre Studiengänge außerdem eine Struktur vor, die es Absolvent*innen ermöglicht, nach den gesetzlichen Regelungen die Ausbildung zur Psychotherapeutin bzw. zum Psychotherapeuten zu durchlaufen.

Etablierte Berufsfelder von Psychologen finden sich in vielfältigen Tätigkeitsfeldern des Gesundheitssektors, der Wirtschaft, im Bildungsbereich, der Forschung und in vielen weiteren Bereichen. Einen kleinen Überblick finden Sie auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPS).

Studienverlauf

Das polyvalente Studium, das an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPS) ausgerichtet ist und zum Wintersemester 2020/2021 beginnt, unterteilt sich in einen dreistufigen Grundlagenbereich und einen viergliedrigen Anwendungsbereich. Der Grundlagenbereich (1. bis 4. Semester) vermittelt wesentliche Kenntnisse in den Gebieten der fachspezifischen Forschungsmethodik, psychologischer Diagnostik, der Allgemeinen und Biologischen Psychologie sowie Einblicke in die Felder der Sozial- und Entwicklungspsychologie, der Differentiellen Psychologie und der Persönlichkeitspsychologie.

Im Anwendungsbereich (3. bis 6. Fachsemester) werden Vorlesungen und Seminare in den Studienbereichen "Klinische Psychologie und Klinische Neuropsychologie", "Diagnostik und Beratung" sowie "Kognition, Lernen und Entwicklung" belegt. Der vierte (optionale) Anwendungsbereich umfasst das „Studium der Psychotherapie“, welcher die Studierenden in die Lage versetzen wird, sich für einen sich anschließenden Masterstudiengang mit Schwerpunkt Klinische Psychologie und Psychotherapie zu bewerben. Durch diesen werden zukünftig die Voraussetzungen zur Weiterbildung als Psychotherapeut*in geschaffen.

Im Studienverlauf ist darüber hinaus ein zweisemestriges Forschungspraktikum und ein praxisbezogenes Pflichtpraktikum mit einer Dauer von mindestens 12 Wochen abzuleisten. Je nach Wahl der Anwendungsbereiche wird außerdem ein nicht-psychologisches Nebenfach im Umfang von 8 CP besucht.

Weiterführende Studiengänge

Weiterführende Studiengänge des Fachbereichs sind in Planung und sollen voraussichtlich zum WS 2023/24 erstmalig angeboten werden.

Educational Technology

Bewerbung

Der Studiengang unterliegt einer (lokalen) Zulassungsbeschränkung. Studienbeginn ist das jeweilige Wintersemester. Die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge läuft bis 15. Juli. Für das Wintersemester 2020/2021 wird diese Frist aufgrund der aktuellen Situation (Corona-Pandemie) auf den 20. August 2020 verlängert.

Die Bewerbung für diesen Studiengang erfolgt über das Dialogorientierte Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung.

Um eine Bewerbung durchzuführen, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Registrieren Sie sich unter www.hochschulstart.de
  • Melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten im Bewerbungsportal für das Dialogorientierte Serviceverfahren an
  • Suchen Sie anschließend im Reiter „Studienangebote“ nach den Studiengängen der Universität des Saarlandes
  • Folgen Sie den Aktionshinweisen, um den Studiengang online zu bewerben
  • Antragsformular bei www.hochschulstart.de unter „Meine Bewerbungen“ generieren, ausdrucken und unterschreiben
  • Antragsformular und weitere benötigte Unterlagen (z.B. Abiturzeugnis) fristgerecht hochladen unter www.uni-saarland.de/dosvupload

Hier finden Sie weitere Informationen zum Dialogorientierten Serviceverfahren.

Einen Kurzüberblick über die einzelnen Bewerbungsschritte für Psychologie finden Sie in dieser Checkliste.

Für Studieninteressierte mit ausländischer Vorbildung gelten zum Teil abweichende Regelungen.

 

Studiengangsdokumente

Die aktuellen Studiengangsdokumente werden hier bereitgestellt, sobald Sie verfügbar sind.
Studierende, die ihr Studium vor dem Wintersemester 2020/2021 begonnen haben, finden ihre Studiengangsdokumente in den auslaufenden Ordnungen.

OrdnungenPrüfungsordnung der Fakultät 5 (Philosophische Fakultät III - Empirische Humanwissenschaften) der Universität des Saarlandes für Bachelor- und Masterstudiengänge (Dienstbl. 2016, S. 114)

Studienplanung:
Studienplan
Modulhandbuch

 

Hier finden Sie die auslaufenden Ordnungen.

Kontakt

Zentrale Studienberatung
Campus Saarbrücken
Campus Center, Geb. A4 4, EG
Tel.: 0681 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de

Studienfachberatung
apl. Prof. Dr. Markus Pospeschill
Campus Saarbrücken
Geb. A1 3, 1. OG, Raum 2.03
66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302-3238
pospeschill(at)mx.uni-saarland.de

Homepage

"Ursprünglich wollte ich Psychotherapeutin werden, doch das Studium hat mir viele neue Möglichkeiten eröffnet."

Wie sich Menschen verhalten, welche Rolle die Umwelt und die genetische Veranlagung dabei spielen, und wie sich psychische Störungen und Krankheiten erkennen und behandeln lassen – mit diesen und anderen Themen beschäftigen sich Studentinnen und Studenten im Fach Psychologie. Eine von ihnen ist Lisa Peuckmann. Sie schätzt vor allem die Vielseitigkeit des Psychologiestudiums. "Es gibt so viele spannende Themen im Studium", sagt sie. Im Moment ist sie vom Thema "kognitive Ergonomie" fasziniert. Die zielt darauf, die Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt – insbesondere mit der Technik – zu verbessern.

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