07 July 2026

Abschiedsvorlesung von Professor Heinrich Schlange-Schöningen am 17. Juli

Portraitfoto © Thorsten Mohr / UdS
Prof. Dr. Heinrich Schlange-Schöningen

Nach 75 Semestern, davon 20 Jahre an der Universität des Saarlandes, lädt der Professor für Alte Geschichte Dr. Heinrich Schlange-Schöningen am Freitag, dem 17. Juli, um 16:15 Uhr zu seiner Abschiedsvorlesung ein (Gebäude B3 1, Hörsaal 1). Im Mittelpunkt steht das Thema: „Autoritäre Versuchungen: Die attische Demokratie und ihre Gegner“. Ein Empfang im Foyer des Gebäudes schließt sich an.

1960 in Lüneburg geboren, studierte Heinrich Schlange-Schöningen von 1982 bis 1987 Geschichtswissenschaften, Religionswissenschaft und Philosophie in Berlin und Bordeaux, erwarb 1988 in Bordeaux die Maîtrise d’Histoire und wirkte dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Spätantike der Freien Universität Berlin, wo er 1993 mit einer Studie über „Kaisertum und Bildungswesen im spätantiken Konstantinopel“ promoviert wurde. Es folgten die Berliner Assistentenzeit am Lehrstuhl für Römische Geschichte, 2002 die Habilitation über „Die römische Gesellschaft bei Galen: Biographie und Sozialgeschichte“, 2004 ein Forschungsaufenthalt an der School of Historical Studies am Institute for Advanced Study in Princeton/USA und die Privatdozentur für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin.

2006 folgte Heinrich Schlange-Schöningen dem Ruf der Universität des Saarlandes, lehnte 2009 einen Ruf auf die Professur für Alte Geschichte an der Universität Mannheim ab und hatte dann in Saarbrücken eine W3-Professur inne. In besonderer Weise engagierte er sich in der akademischen Selbstverwaltung nicht nur als langjähriges Mitglied des Fakultätsrates in mehreren Wahlperioden, sondern auch als Studiendekan der Philosophischen Fakultät I von 2010 bis 2014 sowie als Dekan der Philosophischen Fakultät von 2018 bis 2020.

Sein facettenreiches Œuvre umfasst bislang rund 150 Publikationen. Neben den bereits erwähnten Qualifikationsschriften und zwei Biographien zu Hieronymus und Augustus hat Professor Schlange-Schöningen teilweise federführend an zahlreichen Sammelbänden zum Zeitalter Diokletians und Konstantin des Großen, zu Theodor Mommsen und zur althistorischen Wissenschaftsgeschichte mitgewirkt.

Fragen beantwortet:
Dr. Wolfgang Müller Universitätsarchiv
E-Mail: dr.wolfgang-mueller@t-online.de

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