13 August 2026

Vortrag: Roadmovies - unterwegs zwischen Freiheit, Selbstfindung und dem Amerikanischen Traum

Veranstaltung im Rahmen der Amerika-Woche am Donnerstag, 13. August, um 18 Uhr im Alten Rathaus (VHS) und online. Der Vortrag von Bärbel Schlimbach führt durch Wüsten, Kleinstädte und weite Landschaften, von „Bonnie and Clyde“ über „Thelma & Louise“ zu „Nomadland“ – entlang amerikanischer Highways. So wird die Straße zum Ort des Aufbruchs, der Selbstfindung und der immer neuen Frage nach dem amerikanischen Traum.

Um Anmeldung unter www.vhs-saarbruecken.de wird gebeten. 
Bitte bei der Anmeldung angeben, ob die Teilnahme in Präsenz oder online erfolgt.

Das Roadmovie-Genre ist eines der prägendsten des US-amerikanischen Kinos. Reisen und Mobilität werden genutzt, um Fragen nach Freiheit, Identität, Rebellion und Zugehörigkeit zu erforschen. Charakteristisch sind Reisen über Highways, durch Wüsten, Kleinstädte und weitläufige Landschaften. Dabei stellen Roadmovies die physische Bewegung als Metapher für persönliche Veränderung, Selbstfindung und gesellschaftliche Kritik dar. Verwurzelt in der Mythologie der sogenannten „Frontier“ und der „Open Road“ spiegelt das Genre sowohl die Hoffnungen als auch die Spannungen wider, die mit der Fortbewegung „auf der Straße“ verbunden sind.

Roadmovies greifen zudem auf eine lange literarische Tradition von Erzählungen über Reisen und Migration zurück. Werke wie John Steinbecks Früchte des Zorns (1939) und Jack Kerouacs Unterwegs (1957) machten Mobilität zu einem Mittel, um Freiheit, gesellschaftlichen Wandel und persönliche Identität zu veranschaulichen. Diese Werke können als wichtige Grundlagen für die Entwicklung des filmischen Genres betrachtet werden. Dieser Vortrag zeichnet die Entwicklung des Roadmovie-Genres von frühen Meilensteinen wie Bonnie und Clyde (1967) und Easy Rider (1969) bis hin zu späteren Klassikern wie Thelma & Louise (1991) und Little Miss Sunshine (2006) nach.

Außerdem werden zeitgenössische Neuinterpretationen des Genres wie Into the Wild (2007) oder der Oscar-prämierte Film Nomadland (2020) beleuchtet, um zu zeigen, wie Filme die Straße weiterhin als Raum für Abenteuer, Selbstreflexion und Widerstand nutzen. Dabei veranschaulicht der Vortrag die Möglichkeiten des Genres, sich an veränderte gesellschaftliche und kulturelle Bedingungen anzupassen. Besonderes Augenmerk gilt wiederkehrenden Themen wie der Faszination für Fahrzeuge, der Suche nach dem amerikanischen Traum sowie der Spannung zwischen Freiheit und Isolation.

Ort: Altes Rathaus (VHS), Raum 13 und online
Zeit: Donnerstag, 13. August, 18:00–19:30 Uhr

Link zum Zoom Meeting: https://us02web.zoom.us/j/85969463675?pwd=MpviH4boKAK7JXAgfMP1qGiPFgFWTp.1
Meeting ID: 859 6946 3675
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