02 June 2026

Wissenschaftsforum am 18. Juni: Flug zum Mars – Medizinischer Faktencheck für die Raumfahrt

Bergita Ganse bei einer Studie im Labor© Oliver Dietze
Die Medizin-Professorin Bergita Ganse ist Expertin für Weltraummedizin.

Der Flug von Menschen zum Mars ist in aller Munde. Nicht selten wird er als attraktives, bald zu erreichendes Ziel und auch als spannendes Abenteuer angepriesen. Die Spezialistin für Weltraummedizin Bergita Ganse macht den Faktencheck. Im Wissenschaftsforum geht die Medizin-Professorin am Donnerstag, dem 18. Juni, um 18 Uhr der Frage auf den Grund, ob und inwieweit der menschliche Körper den Belastungen im All standhält – und was getan werden kann, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren.

Die Universitätsgesellschaft des Saarlandes lädt alle Interessierten zum Wissenschaftsforum in die Aula auf dem Saarbrücker Campus (Geb. A3 3) ein.

Der Mars ist anvisiert – bemannte Flüge zum Roten Planeten werden viel in den Medien diskutiert. Raumfahrtbehörden und Raumfahrtunternehmen bereiten die Technologie für zukünftige Missionen vor. Aber haben sie die Rechnung ohne den menschlichen Körper gemacht? Was sind die medizinischen Herausforderungen in der Raumfahrt? Welche Risiken birgt die monatelange Reise zum Mars in der Schwerelosigkeit samt Strahlenbelastung? Mit welchen gesundheitlichen Langzeitfolgen ist zu rechnen? Welche Gegenmaßnahmen sind möglich? Welche ethischen Überlegungen spielen eine Rolle? – Die Liste der Fragen, die sich neben den technischen Herausforderungen stellt, ist lang.

Bergita Ganse wird am 18. Juni diese Fragen im Wissenschaftsforum beleuchten. Sie ist Professorin für Experimentelle Muskuloskelettale Medizin der Universität des Saarlandes – und eine der Expertinnen, was die Weltraummedizin angeht. Seit Jahren arbeitet die Fachärztin für Physiologie und Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie bei Forschungsprojekten unter anderem mit der US-Raumfahrtbehörde NASA, der europäischen Weltraumorganisation ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR zusammen. Sie erforscht unter anderem an den Astronautinnen und Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS, wie sich ihre Muskelmasse und Muskelkraft erhalten lassen. Für künftige Langzeitmissionen wie auch für Patienten auf der Erde forscht die Wissenschaftlerin an Gegenmaßnahmen für den Abbau der Knochen und Muskeln. Auch ein populärwissenschaftliches „Handbuch für angehende Raumfahrer“ hat sie im Springer-Verlag veröffentlicht.

Intelligente Implantate, Frakturheilung, Ruhigstellung verletzter oder erkrankter Körperteile zur Förderung der Heilung sowie Leistungsabfall im Alterungsprozess sind weitere Spezialgebiete von Bergita Ganse, die auch das Projekt „Smarte Implantate“ leitet, das die Werner Siemens-Stiftung in Millionenhöhe fördert. Jüngst erlangte ihre Forschung internationale Aufmerksamkeit mit einem neuartigen Verfahren zur Kontrolle der Frakturheilung mit Licht, ohne Röntgenstrahlung. Sie fand mit ihrem Team heraus, dass sich der Heilungsverlauf bei Knochenbrüchen mit einfachen, lichtbasierten Messgeräten daran ablesen lässt, wie das Gewebe in der Bruchstelle durchblutet und das Blut mit Sauerstoff versorgt ist.

Zur besseren Planung wird um Anmeldung gebeten, bitte per E-Mail an:  unigesellschaft(at)uni-saarland.de

Die Universitätsgesellschaft des Saarlandes bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Uni-Mitglieder und Studierende mit Förderern und Ehemaligen (Alumni) der Universität in Kontakt und knüpft Verbindungen mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie unterstützt Doktorarbeiten und fördert junge Forscherinnen und Forscher zum Beispiel bei der Teilnahme an Tagungen oder Wettbewerben. https://www.unigesellschaft-saarland.de

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. med. Bergita Ganse: 
Tel.: +49 – (0) 6841 – 16 – 31570; E-Mail: Bergita.Ganse@uks.eu 

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