Quantum Information Theory (M.Sc.)

Auf dem Weg zur nächsten technologischen Revolution: Quanteninformationstheorie studieren
Quantentechnologien und insbesondere die Quanteninformationstheorie prägen die zukünftige Entwicklung von Wissenschaft und Industrie maßgeblich. Der Masterstudiengang Quanteninformationstheorie (QIT) vermittelt vertiefte Kenntnisse an der Schnittstelle von Mathematik, Informatik und Physik und bietet damit eine fundierte Ausbildung in einem dynamischen und zukunftsrelevanten Forschungsfeld. Er ist in der Fachrichtung Mathematik angesiedelt.
Obwohl die Quanteninformationstheorie auf physikalischen Prinzipien beruht, lässt sie sich in weiten Teilen unabhängig von detaillierten quantenphysikalischen Vorkenntnissen bearbeiten. Da keinerlei Kenntnisse der Physik vorausgesetzt werden, eröffnet der Studiengang Zugangsmöglichkeiten für Studierende aus der Mathematik, Informatik und Physik gleichermaßen. Die Verzahnung dieser drei Disziplinen und das darauf beruhende spezialisierte interdisziplinäre Angebot hebt den Studiengang von vergleichbaren Programmen in Deutschland ab.
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Quantencomputing gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Während die Entwicklung leistungsfähiger Quantenhardware weltweit voranschreitet, wächst zugleich der Bedarf an neuen Algorithmen, Softwarekonzepten und kryptographischen Verfahren. Genau hier setzt der Masterstudiengang an: Er zielt ab auf die "Software-Seite" des Quantencomputings und damit auf die theoretischen Grundlagen der Informationsverarbeitung in Quantensystemen.
Die Quanteninformationstheorie stellt gewissermaßen die Theorie der Software für Quantencomputer dar. Es geht dabei um elementare Fragen, die durch die technische Entwicklung von Quantencomputern aufgeworfen werden: Was ist Information im Quantenzeitalter und wie wird sie übertragen? Wie programmiert man einen Quantencomputer? In welchem Sinne funktioniert er anders als ein klassischer Computer? Was macht eine Quanteninformatik aus? Und vor allem: Was hat das alles mit Mathematik zu tun?
Im Zentrum des Studiums stehen die mathematischen Grundlagen der Quanteninformation sowie das Verständnis und die Anwendung von Quantenalgorithmen. Aufbauend darauf können Studierende Themen wie Quantenkomplexität, Fehlerkorrekturverfahren und weitere aktuelle Forschungsgebiete vertiefen.
Die enge Verzahnung von Mathematik, Informatik und Physik prägt die gesamte Studienstruktur. Wahlpflichtmodule und freie Leistungspunkte ermöglichen eine flexible und individuelle Profilbildung. Neben den verpflichtenden Inhalten der Quanteninformationstheorie können Studierende gezielt Veranstaltungen aus den drei Disziplinen wählen und so eigene fachliche Schwerpunkte setzen.
Neben soliden Programmier- und Softwarekenntnissen erwerben die Studierenden übergreifende Kompetenzen im analytischen und algorithmischen Denken. Sie lernen, mathematische Modelle zu entwickeln und in digitale Anwendungen zu überführen sowie komplexe Problemstellungen strukturiert und rechnergestützt zu lösen. Diese Schnittstellenkompetenzen sind zentral für moderne Forschungs- und Anwendungsfelder.
Das Studium umfasst eine Gesamtleistung von 120 Credit Points (CP). Es gliedert sich in den Pflichtbereich "Quanteninformationstheorie", den Wahlpflichtbereich "Vorlesungen (interdisziplinär)" und den Wahlbereich.
Pflichtbereich "Quanteninformationstheorie" (40 CP)
- Mathematical Foundations of Quantum Information Theory
- Quanteninformationstheorie (Spezialvorlesung 1 und 2)
- Projekt
- Seminar der QIT
Abschlussmodul (42 CP)
- Masterseminar
- Masterarbeit
Vor Abschluss der Masterarbeit muss ein Masterseminar mit direktem Bezug zum Thema der Masterarbeit erfolgreich abgeschlossen worden sein. Es beinhaltet einen Vortrag über die geplante Themenstellung der Masterarbeit.
Wahlpflichtbereich "Vorlesungen (interdisziplinär)" (26-30 CP)
Der interdisziplinäre Wahlpflichtbereich setzt sich zusammen aus Modulen der Mathematik, der Informatik und der Physik. Neben den im Modulhandbuch genannten Modulen können auch Module der Stamm- und Vertiefungsvorlesungen aus Studiengängen der Mathematik, der Informatik und der Physik eingebracht werden.
Wahlbereich (8-12 CP, unbenotet)
- Elemente der Physik
- Proseminar in Mathematik
- Proseminar in Informatik
- Seminar in Mathematik
- Seminar in Informatik
- Tätigkeit als Tutor oder Tutorin
- Deutschkurse (ISZ Saar)
- Sprachkurse (Sprachenzentrum)
- Schlüsselqualifikation (ZeLL)
- Berufspraktikum
Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Studienordnung.
Ein besonderes Merkmal des Studiengangs ist die systematische Heranführung an aktuelle Forschungsergebnisse. Kooperationen mit lokalen Forschungseinrichtungen wie dem Zentrum für Quantentechnologien und mit dem Forschungszentrum Jülich schaffen ein forschungsnahes Umfeld mit einem breiten und sich kontinuierlich entwickelnden Vorlesungsangebot. Ein verpflichtendes fachbezogenes Praktikum an einem Lehrstuhl der Quanteninformationstheorie sowie die Option externer Abschlussarbeiten ermöglichen es, theoretische Kenntnisse direkt in Forschungs- oder Praxisprojekte zu übertragen und individuelle Interessen zu vertiefen.
Mögliche Berufsfelder umfassen Forschung und Entwicklung in Industrie und Wissenschaft, Tätigkeiten in der Quantencomputing-Industrie – insbesondere als Quantum Software Developer – sowie in der IT- und Cybersicherheitsbranche, etwa im Bereich Quantum-Inspired Algorithms und Post-Quanten-Kryptographie. Darüber hinaus eröffnen sich klassische Einsatzmöglichkeiten in Technologie- und Softwarekonzernen, im Consulting sowie in den Bereichen Datenanalyse und High-Performance Computing. Außerdem sind die Absolventinnen und Absolventen auf eine Promotion und eine weiterführende Laufbahn in der wissenschaftlichen Forschung vorbereitet.
Voraussetzungen für den Zugang zum Masterstudiengang sind:
- Bachelorabschluss einer deutschen Hochschule oder äquivalenter Abschluss einer ausländischen Hochschule in einem Studiengang der Mathematik, Informatik, Physik oder einem verwandten Fach
- fachliche Kompetenzen, die denen im Bachelorstudiengang Mathematik, Informatik oder Physik an der Universität des Saarlandes vermittelten grundlegenden mathematischen Kompetenzen entsprechen, d.h. Grundlagen der Ein- und Mehrdimensionalen Analysis und Linearen Algebra im Umfang von mindestens 24 Credit Points
- englische Sprachkenntnisse auf fortgeschrittenem Niveau (mindestens Stufe B2 gemäß europäischem Referenzrahmen bzw. vergleichbar)
Einzelheiten entnehmen Sie bitte §5 der fachspezifischen Bestimmungen.
Das Studium kann zum Wintersemester und zum Sommersemester aufgenommen werden. Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2026/27 ist der 30. Juni. Bewerbungsfrist für das nächste Sommersemester ist der 30. November. Die Bewerbung erfolgt über das Online-Bewerbungsportal der Saarbrücker Informatik (auf Englisch), wo Sie auch weitere Informationen zu Bewerbung und Zulassung finden.
(available in German only)
- Study regulations (provisional)
- Examination regulations
- Subject-specific regulations (provisional)
- Module catalogue
- Study guide
| Standard period of study | 4 semesters for full-time students Part-time studies are possible |
| Degree qualification | Master of Science (M.Sc.) |
| Language of instruction | English |
| English language requirements | B2 |
| Restricted entry | No |
| Application period | Winter semester: 30 June Summer semester: 30 November |
| Tuition fees | Not applicable |
| Semester fee | See current fee structure |
| Web page | Website of the Master's programme |
Course adviser
Moritz Weber
Phone: +49 681 302-2556
weber(at)math.uni-sb.de
www.uni-saarland.de/lehrstuhl/weber-moritz
Central Student Advisory Service
Saarbrücken Campus
Building A4 4, Ground floor
Phone: +49 681 302-3513
studienberatung(at)uni-saarland.de
www.uni-saarland.de/studienberatung
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