15 June 2026

CURE Symposium reflektiert die Rolle utopischen Denkens in der heutigen Zeit

Vom 25. bis 26. Juni widmet sich die zweite Jahrestagung des Käte Hamburger Kollegs CURE den gesellschaftlichen Dimensionen kultureller Praktiken der Reparation. Unter dem Titel „Reparative Futures: Utopian Thinking in Times of Crisis“ stellt das Symposium die Frage, in welcher Form in einer Gegenwart, die von dystopischen Zukunftserwartungen geprägt ist, utopisches Denken noch möglich ist – und lädt dazu ein, positive Zukunft jenseits von Resignation und Fatalismus neu denkbar zu machen.

Die internationale Tagung findet im Innovation Center auf dem Campus der Universität des Saarlandes (Gebäude A2 1) statt. Eröffnet wird sie am Donnerstag, 25. Juni, um 10 Uhr.

Die Tagung lädt dazu ein, utopisches Denken als kritische, kreative und politische Praxis zu reflektieren. Während seit dem Ende des Kalten Krieges und im Zuge einflussreicher Thesen wie dem „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama) utopische Entwürfe vielfach als naiv oder gefährlich diskreditiert wurden, zeigt sich heute ihre erneute Relevanz angesichts globaler Krisen. Das Symposium bringt Perspektiven aus Literatur, Geschichtswissenschaft, Ökologie und politischer Theorie zusammen und stellt die Frage: Welche Rolle kann utopisches Denken heute spielen? Wie lassen sich alternative, gerechtere und nachhaltigere Zukünfte vorstellen? Und inwiefern kann utopisches Denken als Form der „Reparation“ verstanden werden – nicht im Sinne bloßer Wiedergutmachung, sondern als kreative Antwort auf irreversible Schäden und gesellschaftliche Brüche? Im Fokus stehen zeitgenössische Formen utopischer Entwürfe, etwa in der Literatur, in ökologischen Bewegungen oder lokalen Initiativen. Gemeinsam wollen wir erkunden, wie utopisches Denken verdrängte Perspektiven sichtbar machen, dominante Wissensordnungen herausfordern und neue Möglichkeitsräume eröffnen kann.

Vorträge 25. Juni:

10:30 Uhr | The End of Dystopia and the Return of Hauntology
Juliane Rebentisch (HFBK Hamburg)

11:30 Uhr | Alchimie de l’encre et du détergent: utopies et abjections du travail reproductif
Justine Huppe (Université de Liège)

14 Uhr | The Unthought Utopia of Permanent Repair
Yves Citton (Université Paris 8)

15 Uhr | De la critique du présentisme au présent comme zone à défendre
Julien Pieron (CURE)

16:30 Uhr | Écarter le négatif, ou comment réparer l’après violence ? Histoire de la révolution française, dans un rapport passé/présent
Sophie Wahnich (CNRS)

Vorträge 26. Juni:

9:30 Uhr | The Materiality of Utopia: An Architectural Perspective
Tijana Vujošević (University of British Columbia)

10:30 Uhr | Ursprung ist das Ziel: Karl Kraus, Socialism, and the Problem of Civilization
Troy Vettese (University of California, Berkeley)

11:30 Uhr | Walking with the Saar: From Situated Knowledge to Reparative Futures
Yi-Ting Wang (CURE)

14 Uhr | “Questa debole messianische Kraft” : On utopias and the messianic in the work of Luigi Nono
Hendrik Rungelrath (Universität des Saarlandes)

15 Uhr | “A Space to Think”: Neoclassic, Utopia, and a Musical Poetics of Repair
Mauro Bertola (CURE)

16:30 Uhr | Time, Scale, Agency: Remaking Utopia for a New World Order
Jennifer Allen (Yale University)

Das gesamte Programm finden Sie unter: https://cure.uni-saarland.de/veranstaltungen/reparative-futures-utopian-thinking-in-times-of-crisis/

CURE Symposium: „Reparative Futures: Utopian Thinking in Times of Crisis“
Zeit: Donnerstag, 25. Juni, bis Freitag, 26. Juni 2026  
Ort: Universität des Saarlandes, Innovation Center (Gebäude A2 1, Seminarraum 3.05) 
Vortragssprachen: Englisch & Französisch (mit Simultanübersetzung ins Englische)

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.
Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: kontakt@khk.uni-saarland.de

Kontakt für Rückfragen: 
Anna Warum
Käte Hamburger Kolleg CURE
Universität des Saarlandes
Tel.: +49 (0)681 302-3372
E-Mail:  kontakt@khk.uni-saarland.de
https://www.cure.uni-saarland.de